Spiel 1 vs Lengnau
Wir schreiben den Sonntag, 12. Januar. In eisiger Kälte traf sich der Teil der Mannschaft, welcher von Bäretswil aus fuhr. Im Dunkeln machte man sich auf den Weg nach Erlen in die Aachtalhalle. Nach einer monotonen Fahrt, durch gefühlt jedes Thurgauer Dorf, trafen alle pünktlich in der Halle ein.
Im ersten Spiel wartete Lengnau, unser direkter Konkurrent für die Playoff-Qualifikation, auf uns. Aufgrund erfreulicher Umstände war dieses Spiel das Debut von Matteo als Torhüter in der 1. Liga. Eins vorneweg: Seine Leistung war in beiden Spielen hervorragend!
In der Hinrunde mussten wir uns Lengnau knapp geschlagen geben. Wir wussten also, dass es eine geschlossene Mannschaftsleistung über 40 Minuten brauchen wird, damit uns die Revanche gelingt. Der Spielstart zeigte auch, dass wir bereit waren. Lengnau hatte zwar viel Ballbesitz, doch nach Balleroberungen trafen Gian Meier zum 1:0, Fabian Osterwalder zum 2:0 und nach einer Einzelleistung Yannik Webber zum 3:0. Perfekter Start. Nach einem Fehler in der Auslösung und einer Intervention von hinten, mussten wir 2 Minuten in Unterzahl spielen. Die Unterzahl war schon fast vorbei, als Lengnau zum 3:1 verkürzen konnte. Das anschliessende Anspiel ging verloren und es folgte ein perfekter halbhoher Drehschuss ins weite Eck. Nur noch 3:2. Doch wir konnten nochmals reagieren. Johnny lancierte Elia, welcher den 2 Tore Vorsprung wiederherstellen konnte. Mit dem Resultat von 4:2 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Pause.
In der zweiten Hälfte geschah zuerst einige Minuten wenig, bevor Lengnau zum 4:3 verkürzen konnte. Nach einer Intervention gegen Gian, welche er als Foul einstufte, tat er lautstark seinen Unmut kund und wurde folgerichtig für 2 Minuten auf die Strafbank verbannt. Lengnau nutze das Powerplay mit einem platzierten Flachschuss zum 4:4. 6 Minuten vor Schluss zog Näf einen seiner gefürchteten Drehschüsse auf. Unsere Verteidigung stand gut und draussen wurde schon zum erfolgreichen Block gratuliert…nur war der Ball in unserem Tor zum 4:5. Schade. Auf der Bank wurden bereits erste Gespräche geführt, wann und wie man die Spezialsituationen einsetzen möchte. Da gelang es Block 2 mit einer Freistossvariante Lengnau zu überraschen. Silas Meier traf Volley zum vielumjubelten 5:5. Die letzten Minuten sind schnell erzählt. Beide Mannschaften gingen nicht mehr grosse Risiken ein und hatten eine Grosschance. Silas traf mit seinem Schuss nur die Latte und 30 Sekunden vor Schluss kam Lengnau zu einem letzten Drehschuss, welchen Matteo mit einem super Reflex aus der linken Ecke fischte und so den hart erkämpften und verdienten Punkt für die Mannschaft sichern konnte!
Spiel 2 vs FP Niederwil
Nach 2 Spielen Pause traf man auf Niederwil. Wenn man die Resultathistorie anschaut, sieht man fast nur Unentschieden, welche von unserem Sieg in der Hinrunde durchbrochen wurde. Es war also klar, dass es ein enges Spiel geben wird. Wie in Spiel 1 versuchten wir vom 1. Einsatz an Ready zu sein. Nach einer hervorragenden Parade von Matteo, waren wir dies auch ab dem 2. Einsatz. Schon nach wenigen Minuten konnte Osterwalder mit einem seiner Drehschüsse über 2 Drittel des Feldes zum 1:0 reüssieren. Dass der Drehschuss mit gefühlt mehrminütiger Ankündigung kam, störte auf unserer Seite niemanden. Mit einer Freistossvariante konnte Niederwil zu einer Strafe wegen zu wenig Abstand verleitet werden. Das anschliessende Powerplay verwertete die neugegründete Powerplayformation gekonnt zum 2:0. Micha schloss die Kombination nach einer schönen Querverlagerung von Silas direkt ab. Doch es wäre nicht diese Saison, wenn wir nach einer Führung den Gegner wieder zurück ins Spiel einladen. So konnte Niederwil innert weniger Minuten das Spiel ausgleichen. Für beide Tore war Robin Thaddey verantwortlich, der uns in all den Jahren schon zu viele Tore eingeschenkt hat. Dennis Weissenberger, welcher seit einigen Wochen wieder regelmässig im Training ist, nachdem er unser Land 1 Jahr lang heroisch vor Feinden geschützt hat, erzielte noch vor der Pause das 3:2. Während der Pause wurden nochmals die gleichen Dinge angesprochen wie vor dem Spiel. Die Thaddeys nicht zum Abschluss kommen lassen und das Spiel mit Ball gestalten.
Dies gelang uns in der zweiten Hälfte sehr gut. Leider war die Chancenauswertung mehr als mangelhaft und so blieb das Spiel mehr als 10 Minuten ohne weitere Tore. Nach einem Ballverlust konnte der Niederwiler nur noch mit einem Foul gestoppt werden, was einen Penalty zur Folge hatte. Dieser wurde wiederum von Robin Thaddey souverän zum 3:3 verwandelt. Wer sie vorne nicht macht…scheiss Sprichwort, das leider zu oft zutrifft. Nach dem Ausgleich blieben für einige Minuten grössere Chancen Mangelware. Mit knapp 5 Minuten auf der Uhr verarbeitete Dennis eine Auslösung und zog seinen Drehschuss gnadenlos durch. Wumms 4:3. In den letzten 3 effektiven Spielminuten begann Niederwil zu viert zu spielen. Die grossen Chancen für Niederwil blieben aus. Im Gegenteil das leere Tor stand mehr als einmal offen. Wurde jedoch nicht getroffen. Wer sie vorne nicht macht…4 Sekunden vor Schluss sprang der Ball nach einem suboptimalen Schuss so von der Bande ab, dass er zur perfekten Vorlage für den Niederwiler am weiten Pfosten wurde, welcher nur noch zum 4:4 einschieben musste. Nach dem anschliessenden Anspiel kam Niederwil nochmals zu einem Abschluss, welcher vom Bein von Matteo noch geklärt wurde. Somit endete auch dieses Spiel mit einem Unentschieden.
Fazit zum Start ins neue Jahr. Wie im alten Jahr spielen wir solides Unihockey. Nicht mehr und nicht weniger. Nun geht es darum, dass wir es in den nächsten Runden hinkriegen unser Niveau von solidem Unihockey auf gutes Unihockey anzuheben, damit die zweite Playoff-Qualifikation in 2 Jahren erreicht werden kann.