An diesem Wochenende stand die zweite Partie gegen den amtierenden Cupsieger aus Oekingen auf dem Programm. Nachdem man letzte Woche nach einer furiosen Aufholjagd letztendlich denkbar knapp scheiterte, war man gewillt es an diesem Samstag besser zu machen. Voller Vorfreude traf man sich frühzeitig in der Mehrzweckhalle Rägeboge in Kollbrunn (Gewerbeausstellung in Bäretswil, Schade Marmelade!). Ex-Geomatiker Ganz und Seklehrer Webber vermassen das Feld und achteten darauf, dass alles den Standards von Swiss Unihockey entsprach, und der Rest des Teams hängte voller Kreativität und Enthusiasmus die Sponsorenblachen auf. Besonders G. Meier stach dabei mit seinen Kletterkünsten heraus. So weit so gut, alles war angerichtet und das Spiel konnte starten.

Beide Teams begannen fokussiert und kontrolliert. Oekingen nutze eine kurze Verwirrung auf Seiten der Bäretswiler bei einem Freistoss aus und ging mit 1:0 in Führung. Die Antwort von Bäretswil liess nicht lange auf sich warten. Ben Pfiffner glich die Partei in der 7. Minute backhand wieder aus. Im Anschluss scheiterten beide Seiten immer wieder an den Torhütern oder an den eigenen Visiereinstellungen. In der 13. Minute war es wiederum Oekingen, das mit 2:1 in Führung gehen konnte. S. Meier wurde kurze Zeit später in Bandennähe von einem Gegenspieler etwas überhart angegangen. Der Pfiff des Unparteiischen liess nicht lange auf sich warten und der Oekinger durfte auf der Strafbank Platz nehmen. Das anschliessende Powerplay wurde nach einer halben Minute ausgenutzt. S. Meier bediente F. Osterwalder und dieser versenkte den Ball diskussionslos in den Maschen. Leider reagierte Oekingen wieder postwendend, nachdem Bäretswil im Aufbauspiel den Ball leichtfertig abgab. Der erste Abschluss wurde von M. Huber noch mirakulös abgewehrt, gegen den Nachschuss war er jedoch machtlos. Mit einem 2:3 aus Sicht der Bäretswiler verabschiedete man sich in die erste Pause.

Der Start ins Mitteldrittel verschlief man, wie bereits eine Woche zuvor, komplett und sah sich bereits in der 24. Minute mit einem 2:5 Rückstand konfrontiert. Das erste Tor fiel bereits nach drei Sekunden im 2. Drittel, nachdem man einen Freistosspfiff beim Bully hinnehmen musste. Beim zweiten Gegentor wurde E. Meier für einen vielversprechenden Angriff lanciert. Leider verlor er dabei seinen Schuh, der Gegner übernahm den Ball und nutzte eine 2:1 Situation eiskalt aus. Kurze Zeit später trocknete E. Meier seinen Gegenspieler über die Backhand ab, behielt beide Schuhe an den Füssen, umkurvte den gegnerischen Torwart und schob gekonnt zum Zwischenstand von 3:5 ein. Ein paar Minuten später konnte Ben Pfiffner ein zweites Mal an diesem Abend reüssieren. Lanciert von F. Osterwalder nahm er den Ball im Mittelkreis an und versenkte ihn elegant mit einem Volley im Netz. 4:5, alles wieder offen. Das stetige Hin und Her fand auch in der Folge seine Fortsetzung. Das Spiel war von hoher Physis geprägt und die beiden Teams verschenkten keinen Meter. Mit einem satten Schuss ins Lattenkreuz ging Oekingen wieder mit 6:4 in Führung. In der 39. Minute durfte dann F. Osterwalder wegen eines Stockscklags auf der Strafbank Platz nehmen. Bis zur Pause vereitelte, der bärenstark aufspielende M. Huber im Tor der Bäretswiler, einen weiteren Gegentreffer. Somit ging man mit einem 4:6 in die letzte Pause.

Das letzte Drittel startete man in Unterzahl. G. Meier eroberte den Ball, zog allein auf den gegnerischen Torwart und scheiterte. Im Gegenzug stand ein Oekinger mutterseelenalleine vor dem Tor und stellte auf 7:4 für die Gäste. Im Anschluss war man bemüht den Rückstand zu verringern, scheiterte jedoch immer wieder am Keeper, Gegenspieler oder sich selbst. D. Weissenberger konnte mit einem satten Schuss in die nahe Ecke auf 5:7 stellen. Der Glaube, die Hoffnung und die Emotionen wieder zurück. Das anschliessende Bully wurde dann aber verloren, der Gegenspieler schnappte sich den Ball, versenkte diesen eiskalt im oberen Eck und erstickte die Euphorie gleich wieder. Drei Minuten später stimmte die Zuteilung defensiv wieder nicht und der nächste Abschluss zappelte im Netz. Zehn Minuten vor Schluss sah man sich mit einem 5:9 Rückstand konfrontiert. Bereits frühzeitig ersetzte man den Torwart mit einem vierten Gegenspieler und versuchte den Rückstand zu verringern. Dabei leistete man sich einen unnötigen Wechselfehler und verschenkte zwei wertvolle Minuten. Das Boxplay, und vor allem M. Huber im Tor, verhinderten einen weiteren Gegentreffer. G. Ganz verwertete im Anschluss einen Abpraller von Y. Webber im Tor und man konnte auf 6:9 verkürzen. Kurze Zeit später traf Kapitän Y. Webber auf einen hohen Querpass von S. Meier per Volley zum 7:9. Was für eine Kiste. Im Anschluss verlor man leider im 4:3 den Ball und die Oekinger konnten per Empty Netter auf 10:7 stellen. Die Bäretswiler kämpften weiter und konnten in Form von S. Meier noch einmal auf 8:10 verkürzten. Für mehr reichte es aber letztendlich nicht.

Wir bedanken und beim UHC Oekingen für die spannenden und fairen Spielen und wünschen für die weiteren Partien viel Erfolg. Ihr sind sehr gmögigi Type 🙂

Fazit:

Zum zweiten Mal in Serie konnte man sich für die Playoff-Viertelfinals qualifizieren. In der gesamten Serie hat man genau drei Tore weniger geschossen als die Gegner. Es fehlt nicht viel, aber doch noch das gewisse Etwas. In der Saisonpause gilt es nun weiter konzentriert zu arbeiten und die kleinen Fehler und Aussetzer im Aufbauspiel auszumerzen, damit auch in dder nächsten Spielzeit wieder vorne mitspielen kann und hoffentlich einem «Grossen» ein Bein stellen kann! Das Kader bleibt zusammen, die Stimmung und die Einstellung passt. Mir chömmed wieder und mir froied eus!