Am 01.03.2026 versammelte sich das Herren 1 des DT Bäretswil in der AL-Arena in Gossau zur zweitletzten Runde der Saison 25/26. Der Austragungsort war nach der Runde in Davos eine willkommene Abwechslung für die Bäretswiler.
Nach einer ereignisreichen Saison mit vielen Hochs und Tiefs sowie zahlreichen unvorhersehbaren Begegnungen in der 1.-Liga-Kleinfeld-Gruppe 2 lag Bäretswil mit 14 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Das Playoff-Rennen blieb jedoch weiterhin offen, da der Drittplatzierte lediglich 16 Punkte auf dem Konto hatte.
Im ersten Spiel wartete mit Regensdorf ein Gegner, gegen den man in der Hinrunde deutlich mit 10:4 verloren hatte. Es war klar, dass Regensdorf – eine Mannschaft, die für ihre Physis sowie ihre gefährlichen Läufe und Abstreifaktionen bekannt ist – an diesem Sonntag alles in die Waagschale werfen würde, da sie sich aktuell auf einem Abstiegsplatz befanden. Entsprechend musste sich Bäretswil auf ein intensives und hitziges Spiel einstellen, um die Leistung aus der Hinrunde wettzumachen.
Das Spiel begann wie erwartet mit viel Tempo seitens Regensdorf, die bereits nach drei Minuten in Führung gingen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zwar konnte Bäretswil schnell ausgleichen (Tor E. Meier auf Assist von D. Weissenberger), doch aufgrund wiederkehrender defensiver Unkonzentriertheiten gelang es Regensdorf erneut, auf 2:1 zu erhöhen.
Positiv hervorzuheben war insbesondere der zweite Block sowie Torhüter T. Kuratle, die das Team mit grossem Einsatz im Spiel hielten. G. Ganz und S. Meier – beide nach Vorarbeit von Y. Webber – sorgten für wichtige Treffer. Auch E. Meier erzielte in der ersten Halbzeit sein zweites Tor, womit Bäretswil kurz vor der Pause mit 4:2 führte. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel gelang Regensdorf jedoch noch der Anschlusstreffer zum 4:3, mit welchem es in die Pause ging.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich Bäretswil defensiv weiterhin zu inkonsequent, was Regensdorf bereits nach 30 Sekunden zum Ausgleich nutzte.
Erfreulich war jedoch, dass Bäretswil mit Tobias Kuratle (zumindest laut Swissunihockey-App) wohl den torgefährlichsten Torhüter der Unihockey-Geschichte in seinen Reihen hat, der in der zweiten Halbzeit gleich zwei Treffer verbuchen konnte (die Tore von S. Meier wurden T. Kuratle gutgeschrieben).
Spass beiseite: Auch wenn Regensdorf nochmals zum 5:5 ausgleichen konnte, setzte sich Bäretswil dank zwei Toren von S. Meier – mit starker Vorarbeit von G. Ganz und Y. Webber – sowie einem Empty-Net-Treffer von S. Brodbeck am Ende vermeintlich klar durch.
Trotz des Sieges muss die Leistung etwas kritisch betrachtet werden. Mit einer solchen Defensivleistung wären gegen einen stärkeren Gegner wie Cazis im zweiten Spiel keine Punkte möglich gewesen.
Im zweiten Spiel traf Bäretswil wie erwähnt auf die Bündner, die ebenfalls nur knapp von den Playoff-Plätzen entfernt waren (Platz 5). Zudem wollten die Cazner in ihrer letzten Saison vor dem Rückzug sicher nochmals um den Meistertitel mitspielen.
Die erste Hälfte war von wenigen Toren geprägt, was vor allem an starken Paraden der Torhüter M. Huber (Bäretswil) und M. Amstutz (Cazis) lag. Bäretswil zeigte sich im Abschluss häufig zu ungenau oder glücklos. Das einzige Tor der ersten Halbzeit erzielte M. Gamma nach einem Konter. Cazis agierte insgesamt sehr abgeklärt: Statt viele Abschlüsse zu suchen, versuchten sie geduldig, klare Torchancen herauszuspielen.
Bäretswil präsentierte sich deutlich verbessert im Vergleich zum Spiel gegen Regensdorf, scheiterte jedoch immer wieder am gegnerischen Torhüter. Kurz vor der Pause stellte F. Osterwalder seinem Gegenspieler das Bein, woraufhin eine Zweiminutenstrafe ausgesprochen wurde. Das Boxplay-Duo J. Ganz und E. Meier hielt gemeinsam mit M. Huber dem Druck stand, sodass es beim 0:1 zur Pause blieb.
Nach der Pause überstand Bäretswil die restliche Strafzeit im Spiel mit drei Feldspielern ohne Gegentor. In der 23. Minute erhöhte Cazis jedoch nach einem starken Lauf von A. Ziegler und einem schnellen Drehschuss auf 2:0.
In der 25. Minute gelang Bäretswil der Anschlusstreffer: J. Ganz spielte D. Weissenberger frei, der kurz vor dem Abstreifen aufzog und zum 1:2 traf. Cazis reagierte darauf mit vier Feldspielern, um wieder mehr Kontrolle zu gewinnen – eine Massnahme, die sich zunächst auszahlte, denn in der 32. Minute erzielte S. Dominioni das 3:1.
Trotz weiterhin starker Angriffe der Bäretswiler, die jedoch oft an Amstutz scheiterten, gelang G. Meier in der 34. Minute nach einem Freistoss mit einem präzisen Direktschuss ins rechte obere Eck der erneute Anschluss. Im darauffolgenden Einsatz traf G. Ganz per Volley aus spitzem Winkel ins leere Tor und glich die Partie aus.
Cazis spielte weiterhin ohne Torhüter und ging erneut mit 4:3 in Führung. Zwei Minuten und 15 Sekunden vor Schluss ersetzte auch Bäretswil den Torhüter durch einen vierten Feldspieler und startete die Schlussoffensive. Trotz grossem Druck ging der Ball verloren, weshalb man aggressiv nachsetzen musste. Dies nutzte K. Berry eiskalt aus, überlief zwei Bäretswiler und traf aus spitzem Winkel ins nahe Eck.
Doch Bäretswil glaubte weiterhin an einen Punktgewinn. 40 Sekunden vor Schluss bediente Captain Y. Heise G. Ganz, der nur noch zum 4:5 einschieben musste. Für mehr reichte es jedoch nicht mehr, sodass sich Bäretswil knapp geschlagen geben musste.
Das zweite Spiel zeigte eine deutlich stärkere Leistung des DT Bäretswil, die jedoch aufgrund mangelnder Chancenauswertung und einer starken Torhüterleistung seitens Cazis nicht belohnt wurde.
Bäretswil: Kuratle, Huber; Brodbeck, S. Meier, Webber, D. Weissenberger; G. Ganz, J. Ganz, E. Meier, G. Meier; Bäretswil ohne Moser (verletzt), Pfiffner (verletzt), R. Weissenberger (verletzt)