DTB – UHC Wehntal Regensdorf

Zum Start der Meisterschaft traf man sich in Mörschwil, wo die erste Partie gegen Regensdorf anstand. Der Game-Plan der Bäretswiler war klar: viel Laufen, physisch spielen und mit kontrollierten Emotionen auftreten. Vor dem ersten Bully dauerte es eine Weile, bis der Schiedsrichter, unter den Knüpfkünsten von Goalie Tobias Kuratle das Netz des Tores korrekt fixieren konnte.

Dann ertönte endlich der Pfiff zur Saisoneröffnung und Gian Meier entschied das erste Bully des Jahres direkt für den DTB – sicherlich ein gutes Omen!

Die Bäretswiler schafften es in den Startminuten, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Die Linie um Gian Meier, Osterwalder und Erstliga-Debütant Pfiffner kam immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten, doch es gelang ihnen vorerst nicht, diese in Tore zu umzumünzen. Regensdorf kam ebenfalls zu seinen Chancen! So auch in der siebten Spielminute in Form eines Freistosses auf Höhe der Mittellinie. Diesen verwerteten die Zürcher Unterländer nach einem Abpraller eiskalt zum 1:0.

Nach diesem Weckruf zündete die erste Bäreswiler Linie die Offensiv-Rakete. Gian Meier eroberte hinter dem Tor den Ball, zog in den Slot und bewies Übersicht, als er Osterwalder bediente, der zum verdienten 1:1 ausglich. Nur eine Minute später setzte sich Gian Meier erneut in Szene und schoss zur erstmaligen Führung ein. Gian Meier lief in dieser Phase völlig heiss und entzückte damit nicht nur Coach Gabriel Ganz an der Bande, sondern auch die rund sechs mitgereisten Fans mit seinem bereits zweiten Treffer zum 3:1.
Regensdorf fand eine Antwort und brachte wieder etwas Ruhe in die Partie und in der 16. Minute setzte sich der physisch starke Hausi mit Tempo durch die Mitte durch und erzielte den 3:2-Anschlusstreffer. Nur Sekunden später stellte Brodbeck, auf Zuspiel von Silas Meier, den Zwei-Tore-Vorsprung für die Oberländer wieder her. Kurz vor der Pause, 13 Sekunden vor dem Pausenpfiff, traf Yannik Webber aus spitzem Winkel noch zum 5:2.

Die zweite Hälfte hatte kaum begonnen, als Gian Meier nach einem ungeahndeten Ellbogen im eigenen Gesicht eine übermotivierte Aktion an der Bande zeigte und für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Brodbeck, Weissenberger und Kuratle hielten dem Powerplay der Regensdorfer zunächst stand, doch nach einem gelungenen Querpass und einem platzierten Schuss verkürzten die Gegner aus dem Unterland auf 5:3.
Das Spiel wurde zunehmend hektischer, und es schlichen sich auf beiden Seiten Ungenauigkeiten ein. Die Torhüter standen nun im Mittelpunkt und konnten mehrfach glänzen. Regensdorf kam durch einen sehenswerten Lop in den Slot und einer gekonnten Direktabnahme erneut auf 5:4 heran. Doch Bäretswil reagierte prompt: Osterwalder traf aus der Distanz ins obere linke Eck und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung gleich wieder her.

Das Spiel erreichte nun sein Höchsttempo! Der sonst solide Jonathan Ganz verlor seinen Zweikampf in der Rückwärtsbewegung, und Regensdorf nutzte dies zum 6:5. Osterwalder suchte sofort die Antwort, wurde jedoch mit einem Stockschlag von hinten am Abschluss vor dem Tor gehindert: Schiedsrichter Roland Kaiser schickte den Regensdorfer für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Powerplay-Formation um Yannik Webber nutzte diese Gelegenheit und erhöhte auf 7:5.

In der Schlussphase nahm Regensdorf den Torhüter zugunsten eines vierten Feldspielers vom Feld, was sich auszahlen sollte. Sowohl das 7:6 als auch der Ausgleich zum 7:7 fielen mit einem Mann mehr auf dem Feld. Das Spiel drohte ein Krimi zu werden, doch nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff bediente Yannik Webber Samuel Brodbeck, der zum 8:7-Endstand traf. Auch wenn Regensdorf erneut mit vier Feldspielern anrannte, brachte Bäretswil den Sieg nun über die Zeit und freute sich entsprechend über den knappen, aber verdienten ersten Saisonsieg.

White Horse Lengnau – DTB

Partien zwischen Lengnau und Bäretswil sind traditionsgemäß eine zähe Angelegenheit und selten ein Leckerbissen für Unihockey-Feinschmecker. Meistens zeichnen sich die Spiele eher durch eine geringe Anzahl an Toren, taktische Kontrolle, langwierige Auslösungsabläufe und intensive Klammerduelle an den Spielfeldrändern aus. Da war die letzte 1:5-Niederlage der Bäretswiler fast schon eine klare Sache!

Verhältnismässig flott starteten beide Teams, und die Zuschauer bekamen früh erste Torszenen und Abschlüsse zu sehen. Fehler werden in solchen Partien meist schnell bestraft. So führte ein missglückter Abschlussversuch von Brodbeck direkt zum 0:1 für Lengnau, denn den White Horses gelang es den geblockten Ball eiskalt zu verwerten. Wiederum vier Minuten und ein paar zerdrückte Sekunden später stellte Pfiffner mit der legendären Hockey-Nummer 99 im Stile von Gretzky „The Great One“ mit einem Drehschuss von der Mittellinie auf 1:1. Wären die Tore in diesem Rhythmus weitergefallen, hätten sich die Zuschauer auf etwa neun Tore in dieser Partie freuen dürfen! Doch es kam anders…

Die Spieluhr tickte gnadenlos weiter und fast sieben Minuten vergingen, bis Osterwalder einen weiteren Drehschuss wagte, jedoch ebenfalls am Block des Gegners hängen blieb. Im Gegenzug folgte eine diagonale Querverlagerung vor das Tor der Bäretswiler, die in einem blitzschnellen Abschluss zum 2:1 für die White Horses mündete. Beim ruckartigen Versuch einer Parade versagten sogar einzelne Nieten an der Maske von Kuratle, weshalb dieser mit der Maske seines Ersatzmanns weiterspielen musste. Die verbleibenden Minuten der ersten Hälfte blieben torlos – es ging mit einem mageren 2:1 in die Pause.

Die Bäretswiler fassten sich nach der Pause ein Herz, und Osterwalder stellte bereits nach 15 Sekunden mit einem weiteren Drehschuss-Knaller auf 2:2. In der 25. von 40 Spielminuten erzielte Lengnau durch einen wuchtigen Drehschuss ihrer Nummer 52 die erneute Führung zum 3:2! Was folgte, war ein intensiver Kampf auf beiden Seiten, mit starken Aktionen der Torhüter Kuratle und Widmer. Hinzu kam eine brotlose 2-Minuten-Überzahlmöglichkeit für die Bäretswiler sowie eine hektische Schlussphase – doch es blieb bei einem torlosen Rest des Spiels.
So verlor Bäretswil denkbar knapp mit 2:3 in einer zähen Partie, der ein weiteres Tor sicher gutgetan hätte!
Bereits in einer Woche steht die 2. Runde der Meisterschaft mit dem Derby gegen Cevi Gossau sowie der Partie gegen die Mörschwil Dragons in Regensdorf an.

Bäretswil: Coaching: G. Ganz, Kader: Kuratle, Pfiffner, G. Meier, Osterwalder, S. Meier, Brodbeck, Webber, J. Ganz, Weissenberger, Moser, Schmitter, Huber

Zu den Bildern vom Spiel