Kaum je seit dem ersten Aufstieg in die 1. Liga war ein Saisonstart für das Fanionteam des DT Bäretswil ungewisser: Der Neustart ins Training verlief nicht ganz ohne Nebengeräusche und im Trainingsbetrieb waren durch den ganzen Sommer hindurch etliche Absenzen zu beklagen, so dass die Vorbereitung und das Zusammenfinden der Mannschaft nach der langen Zwangspause sicher optimaler hätte verlaufen können.
Trotzdem freuten sich die Spieler auf die ersten Ernstkämpfe der Saison zuerst gegen Cevi Gossau und danach gegen Blau-Gelb Cazis. Beide Gegner können zum engeren Favoritenfeld gezählt werden und haben schon einige Meisterschaften in ihrem Palmarès (und die Parallele zum ersten Aufstieg in die 1. Liga, auch damals war Cazis Gegner des DTB, ebenfalls am Vormittag).
Durch kurzfristige, gesundheitsbedingte Absenzen wurde die ohnehin schon dünne Kaderplanung noch einmal durcheinandergeworfen und das Team besammelte sich mit 9 Feldspielern und einem Torhüter in Merenschwand.
Für das erste Spiel gegen Cevi wurde in zwei Linien gespielt. Mit viel Elan und einer guten Portion Selbstvertrauen startete der DT Bäretswil ins erste Spiel und wurde prompt belohnt. Nach kurzer Zeit konnte man mit 2:0 in Führung gehen und die Gossauer foppen. Die Stimmung war gut, die Morgenmüdigkeit war einer konzentrierten Teamarbeit gewichen. Gossau war aber nicht in der Stimmung sich mit einer Niederlage in die neue Saison schicken zu lassen. Immer wieder entwischte ein Spieler in den Slot und konnte dort brandgefährlich werden, oft ging dieser Spieler von der Bäretswiler Defensive vergessen, so dass der anfängliche Vorsprung schnell in einen Rückstand 4:2 Rückstand verwandelt wurde. Zwar kamen die Bäretswiler noch einmal auf 5:4 heran, mussten dann aber mit einem 6:4 Rückstand in die Halbzeit. Dort stellte man mit etwas Erstaunen fest, dass man bisher zumindest mithalten konnte, und dass noch etwas zu holen wäre. Mit frischem Mut wollte man in die zweite Hälfte starten.
Die Zwei-Linien Taktik erwies sich jedoch als ein Eigengoal, zu stark war an den Kräften bereits gezehrt worden, so dass Gossau das Spiel teilweise über Strecken nach Belieben dominieren konnte. Den Bäretswilern fehlte mehr und mehr die Geduld und so führte eines zum anderen: Keine Treffer mehr für den DTB, sechs weitere für Gossau, was in einem deutlichen Schlussresultat von 12:4 für Gossau resultierte.
Den Umständen entsprechend nicht extrem geschockt, aber doch konsterniert, versuchten die Bäretswiler in der Pause zwischen den Spielen neuen Mut und neue Kräfte zu sammeln. Unter anderem wurden nun alle Kräfte mobilisiert und auf drei Blöcke umgestellt. So kamen mehrere Spieler zu einer wichtigen Rolle im Spiel gegen den (vermutlich immer noch amtierenden?) Schweizermeister aus Graubünden.
Wiederum begann das Spiel mit Höhepunkten aus Bäretswiler Sicht. Wieder war man relativ schnell mit 2:0 in Führung und durch schnelle Wechsel und viel Laufarbeit und Aufopferungswillen in der Defensive stellte das Team sicher, dass die Führung anhielt. Durch sehenswerte Treffer erhöhten die Bäretswiler die Führung auf 6:2 zur Pause. Nach der Pause wollten die Bäretswiler anknüpfen und die Punkte ins Trockene bringen. Cazis war jetzt aber definitiv nicht mehr zum Spassen aufgelegt: Viel höher begann das Forechecking, konsequenter war der Zug aufs Tor. Der Vorsprung der Bäretswiler schmolz dahin und nur ein Treffer konnte dazu erzielt werden. So stand es wenige Minuten vor Spielende 7:7. Die Cazner hatten Blut gerochen und drängten auf einen weiteren Treffer, dieser gelang ihnen mit einem eleganten Trick von hinter dem Tor. Das anschliessende Spiel ohne Torhüter der Bäretswiler konnte keinen weiteren Treffer mehr erzwingen, so dass man unerwartet knapp, dafür umso bitterer auch dieses Spiel verlor. Schlussstand 8:7.
Für die nächste Runde Anfang Oktober muss im Training sicher noch vieles intensiv angegangen werden, gleichzeitig wurde an diesem Saisonauftakt sichtbar, welches Potential in diesem Team entfesselt werden kann, gerade die mitgereisten Junioren können stolz auf ihre Leistung sein und werden wohl in naher Zukunft von sich reden machen.