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Die Resultate vom 12.02.2023
Die zweite Mannschaft hat in der Runde vom Sonntag zwei wichtige Punkte im Kampf gegen die Abstiegsplätze gewonnen. Das Derby gegen die ZO Pumas konnte man mit 7:4 für sich entscheiden. Leider gelang es nicht nachzudoppeln. Gegen die 3. platzierten Wild Pigs musste man sich mit 3:6 geschlagen geben. Somit bleibt das Team auf dem 8. Rang und braucht in den verbleibenden vier Spielen noch ein paar Punkte für den definitiven Ligaerhalt.
Herren II:
DT Bäretswil vs. Zürich Oberland Pumas IV 7:4
DT Bäretswil vs. UHC Wild Pigs 3:6
Die Resultate vom 05.02.2023
Die erste Mannschaft durfte die Saison mit einem Heimturnier beenden. Gegen die stark aufspielenden Teams von Cazis und Elgg – beide bereits für die Playoffs qualifiziert – war man in Anbetracht der Formkurve der Aussenseiter. Leider konnte auch die heimische Kulisse nichts an den Stärkenverhältnissen ändern und es resultierten zwei Niederlagen zum Saisonabschluss. Immerhin, der 5. Platz und somit die vordere Tabellenhälfte ist ein versöhnliches Bild zur doch ziemlich schwierigen Saison.
Besser machte es gestern die dritte Mannschaft. Gegen den klaren „5.Ligakrösus“ aus Winterthur resultierte eine „beachtlich knappe Niederlage“ und im zweiten Spiel konnte das Team aus Greifensee bezwungen werden. Zwei weitere Punkte und der 4. Zwischenrang sind der Lohn für die gute Leistung.
Herren I:
UHC Blau-Gelb Cazis vs. DT Bäretswil 8:3
UHC Elgg vs. DT Bäretswil 9:5
Herren III:
DT Bäretswil vs. HC Rychenberg Winterthur IV 7:11
DT Bäretswil vs. Unihockey am Greifensee 6:3
Herren 1 – Abschluss ohne Feuerwerk
Zur bereits letzten Runde in der laufenden Meisterschaft (und das Anfang Februar, für die Teams, die jetzt in die Sommerpause gehen ist der Klimawandel real!) durfte der DT nach Bäretswil zum wahrscheinlich höchstgelegenen Spielort der Gruppe 2 einladen (jaja, auch das Bündnerland besteht nicht nur aus Bergen). Die Heimrunde wurde zuerst einmal von der Überraschung geprägt, dass die Kollegen aus dem Herren 2 bei der Garderobeneinteilung wohl nicht ganz bei der Sache waren. So mussten die Bäretswiler (spielten Spiel 2) sich die Garderobe mit Spreitenbach (spielten Spiel 1) teilen, sicherlich ein Thema, das an der nächsten GV kurz angesprochen werden muss. Die Bäretswiler befanden sich ja tabellentechnisch im Niemandsland, rein rechnerisch, hätte – wenn Niederwil nicht punktete – der DT die Playoffs noch erreichen können, wenn er vier Punkte holen würde. Doch mit Cazis und Elgg standen schliesslich Gegner von Format auf dem Programm, so dass die Bäretswiler sich stattdessen vornahmen, die zwei letzten Spiele vor heimischem Publikum einfach noch zu geniessen und vielleicht könnte es daraus ja noch Punkte geben?
Als erster Gegner stand Cazis auf dem Programm. Über die Klasse von Cazis, über die Qualität der einzelnen Spieler wurde bereits hinreichend berichtet, die Bäretswiler wollten dem Cupfinalisten und Playoffteilnehmer aber Paroli bieten und schauen, was zu holen wäre.
Das Spiel begann auf beiden Seiten hochkonzentriert, Cazis übte bereits von Beginn an viel Druck aus und stand hoch, Bäretswil fand jedoch meistens einen guten Weg, den Ball nach vorne zu spedieren und die Cazner Abwehr zu beschäftigen. Gleichzeitig war die Bündner Offensive sobald im Ballbesitz brandgefährlich und immer in Bewegung, was von den Bäretswilern viel Kommunikation und Konzentration abverlangte. In der 4. Minute war aber die Kommunikation nicht ganz klar, während zwei Cazner die Bäretswiler Aufmerksamkeit auf sich zogen, entging der Dritte letzterer und konnte nach einer schönen Querverlagerung das 1:0 erzielen. Tant pis! Dachten die Bäretswiler und kämpften munter und engagiert weiter. Und tatsächlich gelang es auch immer wieder sich in der gegnerischen Zone festzusetzen, auch wenn die ganz grossen Chancen noch nicht kreiert wurden. Auch Cazis konnte durch Abschlüsse von weit hinten und Präsenz vor dem Bäretswiler Tor immer wieder gefährlich werden, das Gesamtbild ergab aber durchaus ein ausgeglichenes Spiel, ein stärkeres Cazis gegen ein beherzteres (und vielleicht auch ein wenig zu bemühtes) Bäretswil. In Minute 12 war es aber wiederum Cazis, das jubelte und auf 2:0 erhöhte. Bitter zwar für Bäretswil, aber aus der Ruhe bringen liess man sich noch nicht. Wenig später wurde nämlich eine Strafe gegen Cazis gepfiffen, wer nun auf einen sauberen und raschen Anschlusstreffer hoffte, wurde enttäuscht: Nur wenige Sekunden dauerte die faktische Überzahl, danach gelangte Cazis in Ballbesitz und ersetzte den Torhüter durch einen dritten Feldspieler. So liess nun wiederum Cazis den Ball laufen und die Bäretswiler verloren wertvolle Überzahlsekunden. Doch auch das schönste Spiel nimmt sein Ende und Bäretswil gelangte in Ballbesitz, schloss aufs leere Tor ab, der Schuss wurde zwar geblockt, aber S. Meier konnte den Ball noch – excuse my French – hineinwürgen. Nicht schön, nicht elegant, nicht powerplaywürdig, aber drin, so stand es nun kurz vor Ablauf der ersten Hälfte 2:1 für Cazis. Doch die Bündner darf man nie unterschätzen. Das Tor des Spiels gelang Cazis nämlich nur ganz kurz vor dem Pausenpfiff: Solo tankte sich ein Bündner (oder war es ein Tscheche? der Autor, kann sich nicht erinnern) an der Bäretswiler Abwehr vorbei, lockte Torhüter Kuratle aus dem Tor und – noch immer in voller Fahrt – hookte den Ball elegant aus spitzem Winkel ins Tor, als gäbe es keine leichteren Übungen. Die Bäretswiler applaudierten zwar nicht gerade, aber diesem Treffer muss man doch ziemlich Anerkennung zollen! 3:1 stand es zur Pause, für die Bäretswiler lief es gar nicht so schlecht, die magere Trefferquote fiel zwar auf (also Schüsse, die dem Ball die Chance geben, ein Tor zu erzielen und nicht links, rechts und oben am Tor vorbeifliegen), war aber mit dem Zwischenstand noch nicht besorgniserregend.
In der zweiten Hälfte mochten die Bäretswiler nahtlos an ihr Spiel anzuknüpfen: Konzentriert (eben vielleicht auch etwas bemüht), vorne aber dann doch etwas zu zahnlos und eben ohne Zielwasser im Blut. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass Blau-Gelb seinen Vorsprung erhöhen konnte: Nach einem Freistoss fand ein satter Schuss seinen Weg ins Bäretswiler Tor zum 4:1. Das 5:1 war dann wieder ein Weitschuss, der beim Freistoss abgegeben wurde. Ein feines „Kling“ signalisierte, dass der Ball äusserst sauber unter der Latte versorgt worden war. Das anschliessende Bully ging verloren, Cazis nahm sofort wieder den Weitschuss und wieder hörte man nur ein „Kling“ und das 6:1 war realisiert. Das war also der berühmte Cazner Doppelschlag, von dem Coach Heise in der Garderobe noch erzählt hatte. Nun wurde es den Bäretswilern doch etwas unwohl. Denn selbst die besten Chancen und freisten Tore können nicht umgemünzt und erzielt werden, wenn man den Ball konsequent neben das Tor setzt. Denn defensiv stand man – eigentlich – nicht so schlecht, aber offensiv wollte einfach kein Streich gelingen. Die erneute Möglichkeit kam in der 36. Minute, als Bäretswil wieder in Überzahl antreten durfte. Diesmal gelang das Powerplay besser: Es war wieder Geburikind S.Meier (Happy Birthday!), der auf Zuspiel von Ganz das Tor zum 6:2 erzielen konnte. Auf dieses Tor hin nahm Bäretswil sein Timeout, und – welch Überraschung – versuchte es zum Schluss noch im vier gegen drei. Dieses resultierte auch sogleich in einem Tor, es stand nun 7:2 für Cazis. Der Bäretswiler Spielaufbau war überhaupt nicht gelungen nach einem halbgaren Freistoss von Bäretswil konnte Cazis relativ mühelos den Ball im leeren Tor versorgen. Der DT Bäretswil versuchte es aber doch weiter zu viert und ironischerweise war es der weit hintenstehende Osterwalder, der abdrückte, den Ball flach vors Tor brachte und den noch (oder eben erst) stehenden Torhüter zwischen den Beinen erwischte. Bäretswil kämpfte daraufhin noch einmal stark (etwas auch gegen Windmühlen vielleicht) und musste nach einem Konter noch das 8:3 hinnehmen. Die Playoffs waren also definitiv nicht mehr erreichbar, etwas unzufrieden ging man in die Garderobe, unzufrieden, weil Cazis nicht bis an die Grenzen gefordert worden war, unzufrieden, weil man ja doch in den Trainings in ebendieser Halle so viel mehr zeigt.
Vor dem Spiel gegen Elgg wurde in der Garderobe noch thematisiert, wie man dafür sorgen könnte, dass man auch mental bereit sei, allen war also bewusst, dass man dieses Spiel nicht verschlafen wollte. Klar, dieses Spiel war schon vor Anpfiff Makulatur, es wird es nicht einmal in die Fussnoten der Geschichte schaffen, aber Freude haben wollten die Bäretswiler ja schon, und Freude – so sagt man es sich zumindest in unserem Verein – entsteht, wenn man sein Potential ausschöpft und als Team sein bestes Unihockey auspacken kann. Also ging es noch einmal freudig-motiviert und, um 11.45 Uhr nicht weiter erstaunlich, vor sichtlich mehr Heimpublikum aufs Feld. Das Schöne vorweg: Obwohl Elgg wie Cazis bereits für die Playoffs qualifiziert war, liess es sich das Team nicht nehmen, ein super Unihockey zu zeigen, lauffreudig und frech! Dass einzelne Protagonisten scheinbar Mühe mit der Konfession einiger Bäretswiler haben und dies seit Jahren schon auf dem Feld kundtun müssen ist zwar schade, insgesamt aber begegnete den Bäretswilern aber ein fairer und motivierter Gegner, der die Qualifikation in die Playoffs sicher verdient hat und dies auch heute wieder zeigte. Das Spiel nahm einen spannenden Anfang, kaum hatte sich Torhüter Huber nach einem Ball gestreckt, schon ging das Spiel auch wieder in die andere Richtung, um vor dem Elgger Tor für Furore zu sorgen. Das 1:0 erzielte dann aber doch Elgg und zwar in dieser kuriosen Manier: S. Meier (der mit dem Geburtstag) konnte mit der Schaufelspitze eben noch einen Elgger Konter abfangen und den Ball nach vorne spielen, dort prallte dieser aber so unglücklich an Fischer ab, dass er direkt wieder den konternden Elggern zufiel, die mit einer zwei zu eins Überzahl in Führung gehen konnten. Anschliessend zeigten sich im Bäretswiler Spiel immer mehr die kleinen Mängel: Mehr als einmal traf man im Spielaufbau den Ball nicht wie gewünscht und schaffte unerwünschte Aufregung oder sogar eine gefährliche Situation, da wurden Abschlüsse wieder in alle Ecken geschleudert nur nicht aufs Tor, da probierte man sich (erfolglos natürlich) durch die gegnerischen Reihen zu dribbeln, statt den einfachen Pass zu spielen. Diese Phase gipfelte in der neunten Minute in einer Strafe wegen Stockschlags gegen Bäretswil, die sicher hart gepfiffen war. Nach nur ca. 30 Sekunden verwertete Elgg seine Überzahl und erhöhte den Vorsprung auf 2:0. Was in kleinen Mängeln begonnen hatte, wuchs sich auf Bäretswiler Seite nun zum Monster aus: Nach einem zu langen Einsatz stimmte die Defensivzuteilung nicht mehr zu 100 Prozent, man war einen Schritt zu spät und schon konnte Elgg in der 13. Minute auf 3:0 erhöhen. In der 15. Minute dann ein freier Abschluss von der Mittellinie und schon war Elgg 4:0 im Vorsprung. Dies war dann aber dem Block um E. Meier (hatte am Freitag Geburi) doch etwas zu viel: Mit einer simplen Kombination bediente Schmitter den jüngsten Meier und endlich erzielte auch Bäretswil seinen ersten Treffer in der Partie. Doch war das 4:1 vorerst nur ein Intermezzo in einem Klagelied: Analog zum ersten Treffer sprang in der 16. Minute nach einer beherzten Defensivarbeit und viel Einsatz ein Ball genau zu Elgg, das auf 5:1 erhöhen konnte. In der 17. Minute traute das Heimpublikum dann wohl seinen Augen kaum mehr. Bäretswil liess den Elggern viel Platz (nach dem letzten Treffer hätte man ja auf die irrige Idee kommen können, verteidigen lohne sich nicht) und mit einem schönen solo wurde das 6:1 erzielt. In der 19. Minute konnte Bäretswil sich zumindest die Hoffnung auf eine Aufholjagd insofern bewahren, als dass E. Meier Captain Osterwalder bei einer Freistossvariante bediente und dieser den 6:2 Pausenstand realisierte. Beim Bäretswiler Coachingstaff war aber grosse Ratlosigkeit: Wie sollte man auf ein solches Trauerspiel reagieren? Coach Heise, ein Mann der wirksamen Ansagen, forderte in der Pause Klarheit: Klarheit in allen Aktionen, Klarheit im Umgang mit dem Ball, Klarheit beim Verteidigen, keine halbgaren Ansätze oder nach Züri West: Keine „haubi Songs“, das Spiel müsste man ja nicht mehr auf Biegen und Brechen gewinnen, aber da war das Team sich einig, sich und dem Publikum war man etwas mehr als das bisher gezeigte schuldig.
Und die geforderte Klarheit wurde sobald umgesetzt, was Worte zu verändern vermögen! Obwohl allen Bäretswilern schon vor der Pause klar war, dass sich etwas ändern müsste, schienen Heises Worte der Schlüssel zu dieser Veränderung zu sein. Schon in der 21. Minute konnte Ganz alleine auf das Elgger Tor ziehen, wo er leider scheiterte. Doch es war eine neue Präsenz durch alle Blöcke sichtbar, das Spiel hatte an Qualität gewonnen, weil man dem spritzigen Elgger Spiel nun etwas entgegenzusetzen hatte. Das Spiel war nun härter, umkämpfter, mit Chancen auf beiden Seiten. Erst nach 7 Minuten in der zweiten Hälfte fand dann aber ein Ball seinen Weg ins Tor. E. Meier legte den Ball aus der Elgger Zone zurück auf Osterwalder, der seinen Drehschuss aufziehen konnte und auf 3:6 verkürzte. Elgg nahm in der 30. Minute ein Timeout, hatte es auch gespürt, dass der Wind nun auch aus der Bäretswiler Hälfte etwas rauher wehte? Nun falls sie es merkten, sie reagierten auch adäquat: Das 7:3 war ein glanzvolles Solo, mit einem Abschluss in letzter Sekunde (bevor der Spieler am Tor vorbeigerauscht wäre) ins nahe Eck. Der rauhe Bäretswiler Wind wurde aber nicht nur durch das Timeout wieder zu einem lauen Lüftchen, auch die Strafe gegen E. Meier günstigte selbstredend auch eher die Elgger Segel. Zwar brachte man etwas Widerstand im Boxplay aufs Feld, aber in der 37. Minute konnte Elgg nun auch das 8:3 erzielen. Fast postwendend antwortete Bäretswil: Gysin fand Ganz, obwohl dieser eigentlich keine halben Sachen macht, konnte er den Treffer zum hälftigen Rückstand (4:8) verbuchen. Bäretswil versuchte es noch einmal zu viert. Nachdem die Formation sich langsam nach vorne gespielt hatte, gelang es Fischer S.Meier (ihr wisst schon) zu lancieren, er erzielte das 5:8, bereits lief die letzte Spielminute. Bäretswil trat weiter zu viert an, seit der letzten Runde wusste man, dass nur wenige Sekunden für einen Effort reichen. Es war aber wiederum Elgg, das seine Führung zum letzten Mal ausbauen konnte. Mit einem Treffer ins leere Tor schaffte es deutliche Verhältnisse, das Spiel endete 9:5 für Elgg.
Das Herren 1 des DT Bäretswil verabschiedet sich jetzt also in die Zwischensaison (aka Sommerpause). Die Zeit wird sicher nicht ungenutzt verstreichen und wir hoffen, dass wir im Herbst dann wieder weniger Lüftchen und mehr Sturm sind.
Allen Meister- und Cuptitelanwärtern, allen Abstiegswehrenden, allen ebenfalls pausierenden, allen Schiedsrichtern, Zuschauern und anderen Zugewandten wünschen wir alles Gute und wir sehen uns – in Arosa oder dann sicher nächste Saison!
Bäretswil: Huber, Kuratle; Brodbeck, Ganz, Gysin; E. Meier, Osterwalder, Schmitter, Fischer, G.Meier, S. Meier;
Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Brunner (Ferien)
Herren 1 – Von den Rändern her spielen
Zumindest mental und emotional stand am 22. Januar viel auf dem Spiel für das Fanionteam des DT Bäretswil: Nach einer Niederlagenserie im alten Jahr würde sich erweisen müssen, ob von einer Herbstbaisse oder von einem Totalabsturz gesprochen werden konnte. Alle im Team wussten: Nicht die zu bespielenden Teams, sondern der eigene Kopf würde der grösste Gegner werden.
Mit Niederwil stand an diesem sonnigen Winternachmittag ein Playoffmitkämpfer auf dem Spielplan. Für Niederwil steht in den letzten Partien viel auf dem Spiel, entsprechend musste man sich auf eine hochmotivierte und fest entschlossene Truppe einstellen, der man nur mit noch mehr Motivation und mehr Entschlossenheit entgegentreten konnte, wenn man um Punkte mitspielen wollte.
Das Spiel in der grosszügigen Riedhalle in Landquart (für Unterländer und Zürcher Oberländer ein angenehm kürzerer Weg als die Heimrunden in Chur oder Flims – ausser man bewirtschaftet nebenbei noch ein Ferienhaus z.B. in Tschiertschen) begann entsprechend konzentriert auf beiden Seiten: Niederwil versuchte mit gefährlichen Weitschüssen und/oder viel Präsenz im Slot zu Toren zu kommen, Bäretswil hingegen versuchte mit viel Geduld und einfachem Spiel zu Abschlüssen zu kommen und erarbeitete sich auch entsprechende Chancen. Ein eigentlich sehr attraktives Spiel konnte sich so entwickeln, ohne jedoch zu Toren zu führen. In der 10. Minute änderte sich dies drastisch: Nach zwei flinken Pässen konnte G. Meier Fischer bedienen, dieser liess sich nicht bitten und erzielte den Bäretswiler Führungstreffer. Nur Sekunden später wurde den Bäretswilern ein Freistoss in der Niederwiler Hälfte zugesprochen. In der frechen Variante legte Brodbeck auf Ganz zurück und dieser erwischte die Lücke von Block und Torhüter und erhöhte zum 2:0. Das Spiel lief noch immer in der 10. Minute (wie sich Zeit manchmal ausdehnen kann! Aber dazu später noch intensivere Beispiele), als die Niederwiler hinter dem Bäretswiler Tor Furore machten: Eigentlich war ein Buebetrickli angesagt, der Spieler verlor den Ball jedoch – indes so geschickt, dass er seinen Mitspieler, der im Slot bereit war bedienen konnte und so stand es nach 10 Minuten 2:1 für Bäretswil. Noch immer war Niederwil dann gefährlich, wenn sie sich im Slot Platz verschaffen konnten, so war es wirklich nur eine Fingerspitze, die einen abgeprallten Ball an seiner Flugbahn ins Tor retten konnte. Aber nicht nur aus nächster Nähe, auch aus der Distanz konnten die fliegenden Pinguine Mal für Mal gefährlich werden. Und in der 18. Minute schlug ein solcher Weitschuss, ein wahrliches Geschoss, im Bäretswiler Tor zum Ausgleich auf. Nun war wieder alles offen und beide Teams gewillt, den Vergleich nicht punktelos zu verlassen. Die erste Halbzeit näherte sich bereits ihrem Ende als Fischer mit vier Sekunden auf der Uhr den Ball auf der Mittellinie annahm. (Achtung weitere Zeitausdehnung). Statt, wie alle hofften und ihm zuriefen, sofort zu schiessen, lief er mit dem Ball bis vors gegnerische Tor, dort nahm er nicht den Abschluss sondern bediente G. Meier, der nur Bruchteile einer Sekunde vor der Sirene den erneuten, frenetisch bejubelten Führungstreffer für den DT Bäretswil erzielte.
Für die zweite Hälfte nahmen sich die Bäretswiler vor, sich defensiv zu konsolidieren: Weitschüsse möglichst nicht zuzulassen und im Slot für Klarheit zu schaffen. Ansonsten galt es nicht nachzulassen, sondern weiter zu kämpfen. Mit viel Kampf wurde dann auch jeder Ball erstritten, zuweilen mit heftigen Mitteln. E. Meier stieg gegen einen Niederwiler an der Bande klar zu hart ein und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Boxplay um seine älteren Brüder G. Meier und S. Meier funktionierte aber tadellos. Nach einem Ballgewinn und Freistoss für Bäretswil, verliess Kuratle sein Tor, um einem dritten Feldspieler Platz zu machen. Der Ballbesitz wurde geschickt verwaltet und die Niederwiler Überzahlzeit schmolz dahin. Nach einem etwas zu übermütigen Ballwechsel und anschliessendem -verlust wurde ein Freistoss gegen Bäretswil gepfiffen – da er zum Glück zuerst falsch angezeigt wurde, war Zeit, um wieder in die Unterzahlformation zu wechseln. Doch Niederwil liess sich diesmal nicht mehr bitten, nach nur einem kurzen Aufziehen des Überzahlspiels erzielte es aus spitzem Winkel den Ausgleich zum 3:3. Bäretswil liess sich jedoch nicht mehr entmutigen: Ganz konnte nur kurz darauf das 4:3 mit einem Buebetrickli erzielen und S. Meier später noch nach einem sehenswerten Sololauf – als wären bei ihm alle Stricke gerissen – das 5:3. Die Schlussminuten standen an und Niederwil würde, das war klar, bei nächster Gelegenheit mit vier Spielern anstürmen. So kam es auch, die Bäretswiler hielten tapfer gegen die Überzahl an und konnten ein ums andere Mal den Ball zurückerobern, scheiterten jedoch mehrmals am leeren Tor. So kam es, dass Niederwil in der 39. Minute den Anschlusstreffer zum 5:4 bejubeln konnte. Die Bäretswiler gaben nun noch mal alles und waren drauf und dran die Führung wieder auszubauen – doch mal traf man den Ball nicht, ein anderes Mal das Tor und wieder ein anderes Mal schoss man an Beine oder Stöcke des Gegners. Mit nur 7 Sekunden auf der Uhr (der geneigte Leser kennt ja die Leier von der ausgedehnten Zeit) bekam Niederwil einen Freistoss zugesprochen. Die Bäretswiler wussten (oder so könnte man meinen), dass der Block dieses Freistosses einen ganzen Punkt wert war. Niederwil jedoch war schneller, und etwas gewillter und erzielte vier Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch. Die Bäretswiler verliessen die Halle in etwas gedämpfter Stimmung, trotz eines attraktiven Spiels und gutem Umsetzen des Gameplans, war man in den letzten vier Minuten offensiv nicht ganz bereit gewesen und empfand darum die geteilten Punkte als ein wenig verloren.
Aber es war noch nicht aller Tage Abend, nach einem Spiel Pause stand ja die letzte Partie des Tages gegen den Aargauer Vertreter aus Spreitenbach an. Spreitenbach war zwar Schlusslicht, hatte jedoch am Nachmittag bereits einen Erfolg verbuchen können und überhaupt ist es zumindest in Bäretswilern Gefilden ein kleines Rätsel, dass Spreitenbach nicht so in die Gänge kommt, das Zeug dafür wäre nämlich sicher vorhanden. Entsprechend mahnte man sich gegenseitig zum Spiel bereit zu sein, anzuknüpfen an das Vorherige und dergleichen Dinge, die man sich so sagt, obgleich man tief in sich eine gewisse Zufriedenheit und Selbstgefälligkeit empfindet. Nicht nur einzelne Spieler, sondern das Kollektiv des Teams, hatte sich einer gewissen Lethargie hingegeben, das wurde kurz nach Spielbeginn offenbar: Bälle wurden nicht richtig kontrolliert, auf einen Ballgewinn wurde mit einem allzu oft aussichtslosen Abschluss (und daraus resultierendem Ballverlust) geantwortet und Mal für Mal wurde auf der Bank fast mantraartig wiederholt: „Jungs, wir sind wach!“ (welch eine Selbstbelügung!). Spreitenbach, das jeden Punkt gegen den Abstiegsschlund braucht, trat motivierter und kontrollierter auf. Der Ballbesitz wurde geschickt verwaltet, die Bäretswiler zu langen Einsätzen gezwungen und immer wieder konnten Nadelstiche gesetzt werden, so auch dann als ein Spreitenbacher vom Bäretswiler Spielaufbau unmittelbar vor Huber bedient wurde, abschloss und am starken Huber scheiterte. Man musste kein Mathematiker sein, um den Ausgang des Spiels extrapolieren zu können. So konnte sich ein Spreitenbacher elegant durch die Bäretswiler Abwehr durchtanken (oder durchtanzen) und solo das 1:0 erzielen. Ein Weckruf? Mitnichten! Nur wenig später erhöhte Spreitenbach durch einen Weitschuss auf 2:0. Die Bäretswiler hatten nur wenige Chancen, die allesamt ungenutzt blieben. In der 16. Minute kam es dann noch dicker: ein Hook von hinter dem Tor – sauber und weit ausgeführt brachte die Spreitenbacher mit 3:0 in Führung und beim anschliessenden Bully spedierte Bäretswil den Ball gleich selbst in hohem Bogen zum 4:0 ins eigene Tor (geneigter Leser, es sah genau so aus, wie du es dir jetzt im Kopf vorstellst!). Grund genug für den coachenden Kuratle nun ein Timeout zu nehmen. Doch welche Worte finden? Was sagen, wenn das Team als Organismus versagt? Zauberworte wurden jedenfalls nicht gesagt, so viel sei verraten, aber immerhin konnte Osterwalder zwei Minuten später den ersten Bäretswiler Treffer erzielen, was zu einem Aufschnaufen in den Reihen der Zürcher Oberländer führte. Im anschliessenden Bully jedoch wurde Spreitenbach der Freistoss zugesprochen, diesen verwandelten sie sogleich zum 5:1, Bäretswil also wieder zurück auf Feld 1. In der Pause war es nun endgültig Zeit aufzuwachen und eine Zäsur zu machen. Das Spiel war noch nicht vorbei, aber hier noch an Punkte zu glauben grenzte schon etwas an Tollkühnheit.
Die zweite Halbzeit startete vergleichsweise konzentrierter, die Bäretswiler spielten nun etwas kontrollierter und machten auch in der Defensive mehr richtig. Dennoch war es Spreitenbach, das in der 24. Minute mit einem sehenswerten Schuss ins hohe Eck auf 6:1 erhöhen konnte. Nach diesem Tor regte sich nun endgültig so etwas wie Widerstand in den Bäretswiler Reihen, nicht ruckartig und noch nicht durch alle Blöcke, eher so wie wenn Tauwetter im Frühling den Schnee schmilzt und die Welt langsam wieder in Grün erstrahlen lässt. Als E. Meier solo nicht ganz am Torhüter vorbeikam, schnappte sich Schmitter den freiliegenden Ball und netzte zum 6:2 ein. Die Antwort der Spreitenbacher liess nicht lange auf sich warten, nach einer Neuzuordnung standen die Bäretswiler einen Moment zu weit weg und liessen den Spreitenbachern den Platz, um auf 7:2 zu erhöhen. Eine weitere Minute später war es Osterwalder, der sich noch nicht geschlagen geben wollte und das 7:3 nach einem Freistoss erzielte. Und eine weitere Minute später, 10 Minuten vor Spielende, hatte die innere Frühlingssonne alle Blöcke ergriffen und Fischer erzielte das 7:4. Bäretswil hatte nun das Gefühl zurück im Spiel zu sein. Doch bis in die 38. Minute gelang weder Spreitenbach noch Bäretswil ein weiterer Treffer. Hatte man mit den erzielten Toren einfach das Gesicht noch ein wenig wahren können, war nicht sang- und klanglos untergegangen? Irgendwie spürten die Bäretswiler, dass das Momentum auf ihre Seite gekippt war. Und so schalteten die Bäretswiler in Minute 37 auf vier Feldspieler um. Diese Massnahme zeigte sobald Wirkung: Ganz erzielte sec den Treffer zum 7:5 in Minute 18, in Minute 19 war es dann S.Meier, der zum Anschluss zu 7:6 traf. Jetzt wollte Bäretswil den Punkt! Doch ebenfalls in der 19. Minute dann der vermeintliche Dämpfer: Spreitenbach erzielte den Treffer zum 8:6 ins leere Tor. Doch Bäretswil rannte weiter mit vier Spielern an (die gewonnenen Bullys halfen bei dieser Massnahme). Osterwalder hatte viel Platz und sicherte wiederum in Minute 19 den Anschluss zum 8:7. Und als wäre das nicht genug, stand er in der letzten Minute auch noch für den Ausgleich zum 8:8. Was für ein Comeback der Bäretswiler. Während nun einige Protagonisten meinten, man wolle gleich zwei Punkte holen und mit vier Spielern weiterspielen, befand der Coach, er wolle den Punkt behalten und stellte wieder auf die bewährten drei Linien um. Vier Sekunden vor Schluss wurde dann Captain Osterwalder mit einem satten Schlag auf den Stock am Abschluss gehindert. Dieser resultierte in einer Strafe gegen Spreitenbach und darin, dass Bäretswil sich noch einmal mit vier Spielern aufstellte. In den vier Sekunden fand der Ball seinen Weg von Osterwalder über Fischer zu S. Meier, welcher, nach einer gefühlten Ewigkeit Annehmen und Büscheln, cool zu Ganz legte, der nur Sekundenbruchteile vor der Sirene den Siegtreffer zum 9:8 erzielte. Jetzt kannte der Bäretswiler Jubel keine Grenzen mehr und das Team stürmte das Feld. Im ganzen Spiel hatte man weniger als eine Sekunde lang geführt und doch zwei Punkte gewonnen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, diese Spiele wurden an den Rändern entschieden, vielleicht würde es sich lohnen die Mitte noch etwas zu füllen?
Bäretswil: Huber, Kuratle; Brodbeck, Ganz, Gysin; E. Meier, Osterwalder, Schmitter, Fischer, G.Meier, S. Meier;
Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Brunner (krank)
Die Resultate vom 22.01.2023
Am gestrigen Sonntag haben alle Mannschaften von DT Bäretswil die ersten Spiele im 2023 ausgetragen. Nach der eher durchzogenen „Vorweihnachtszeit“ sollten nun endlich wieder Punkte her. Das Vorhaben ist nicht allzu schlecht geglückt. Das Herren I holte 3 Punkte, das Herren III 2 Punkte und das Herren II holte immerhin auch noch einen weiteren Punkt.
Herren I:
UHC F.P. Niederwil vs. DT Bäretswil 5:5
STV Spreitenbach vs. DT Bäretswil 8:9
Herren II:
DT Bäretswil vs. UHC B.S. Embrach II 5:5
DT Bäretswil vs. Stadel-Niederhasli II 5:11
Herren III:
DT Bäretswil vs. Black Barons Wil II 10:4
DT Bäretswil vs. Uhwieser Rotäugli II 4:7
Die Resultate vom 18.12.2022
Die Adventszeit hat leider aus sportlicher Sicht keine Geschenke für DT Bäretswil bereit. Während die erste Mannschaft die zweite Nullerrunde in Serie hinnehmen musste, holte sich die dritte Mannschaft immerhin einen Punkt. Da möchte man eigentlich mehr und es bleibt die Hoffnung auf bessere Zeiten im neuen Jahr. Nichtsdestotrotz, jetzt geniessen wir die Weihnachtszeit und besinnen uns auf das, was wirklich zählt!
Herren I:
DT Bäretswil vs. UHCevi Gossau 2:9
DT Bäretswil vs. UHC Wehntal Regensdorf 2:7
Herren III:
Uhwieser Rotäugli II vs. DT Bäretswil 2:2
Kloten-Dietlikon Jets IV vs. DT Bäretswil 7:2
FROHE UND GESEGNETE WEIHNACHTEN + EINEN GUTEN RUTSCH INS 2023!
Herren 1 – Dr Jekyll & Mr Hyde
Viele Kulturen kennen Geschichten oder Mythen, die sich mit dem Dualismus auseinandersetzen, also der Theorie, dass es zwei polarisierende Kräfte gibt, die ihren Einfluss auf die Welt ausüben. Man denke zum Beispiel an den zweigesichtigen römischen Gott Janus (von dem wir den Januar haben), oder die vielen Geschichten der Populärkultur, die sich mit dem rein Guten und dem abgrundtief Bösen befassen. Auch die Novelle „Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“ lässt sich wohl in der Auseinandersetzung mit dem Dualismus unterbringen: Dem anständigen Dr Jekyll gelingt es, durch einen Trank das Gute und das Schlechte in der Seele zu trennen und verwandelt sich dadurch in den gewissen- und skrupellosen Mr Hyde. Auch der DT Bäretswil zeigte kurz vor Weihnachten, am vierten Advent, zwei Gesichter.
Im 12.40 Uhr Spiel gegen Cevi Gossau war man gewillt den Leader und haushohen Favoriten wieder zu Ärgern, konnte dem Gegner im ersten Bezirksderby doch ein Punkt gestohlen werden. Die Bäretswiler starteten konzentriert und motiviert in ihr Spiel, keine Frage Dr Jekyll war am Werk: Gewissenhaft erledigte jeder Spieler seinen Job, defensiv wurde sauber kommuniziert, bei Ballbesitz gelang es, geduldig die einfachen Pässe zu spielen, den Gegner laufen zu lassen. In den ersten fünf Minuten verlief das Spiel so recht ausgeglichen, Cevi zwar mit minim mehr Druck, unter dem Strich aber alles im Rahmen. In der 5. Minute dann eine Szene vor dem Bäretswiler Tor: Huber schob sich weit hinaus, um einen weiten Gossauer Pass abzuwehren, nebst dem Ball fällte er aber auch noch den Ex-Bäretswiler J. Abbühl. Der Schiedsrichter sah nur die Aktion gegen den Spieler und nicht die zuerst erfolgte Ballberührung und entschied, etwas ärgerlich, auf Penalty, vielleicht auch, weil zuvor schon einmal ein Gossauer im Goalieraum zu Fall kam? Den Penalty verwertete Gossau relativ sicher zur 1:0 Führung. Die folgenden fünf Minuten konnte Cevi dann etwas mehr Druck aufbauen, nicht zuletzt dank einem stark aufspielenden Huber blieben die Bäretswiler in dieser Spielphase im Spiel. Der DTB hatte deutlich weniger Chancen, die beste Osterwalder, der einen liegengebliebenen Ball vor dem Gossauer Tor erwischen konnte, jedoch am präsenten Keeper scheiterte. Im grossen und ganzen waren die Bäretswiler immer noch ein gewissenhaft arbeitender Dr Jekyll: Sie konnten sich defensiv gut gegen den Favoriten behaupten und zeigten offensiv zumindest immer wieder Ansätze. Einer dieser Ansätze wurde dann in der 14. Minute belohnt: Fischer konnte von der Bande aus G. Meier in der Mitte bedienen, der den Ausgleich erzielte. So stand es wieder unentschieden und das Spiel war offen und die Bäretswiler wurden für ihr einfaches, beherztes Spiel und die gegenseitige Unterstützung belohnt. Ein Missverständnis in der Bäretswiler Abwehr führte zwar noch zum 2:1 vor der Pause, der anziehende Gossauer hatte vor Huber alle Zeit der Welt und die Experten streiten sich bis jetzt darüber, ob er das flache Schüsschen unten links so bringen wollte oder es ihm etwas glücklich aus der Schaufel rutschte. So war Bäretswil zur Pause zwar 2:1 im Rückstand, konnte aber grundsätzlich mit dem Gezeigten zufrieden sein. Mit ein wenig mehr Zug in der Offensive, aufbauend auf ein einfaches, bescheidenes aber darin sehr schönes Spiel, würden vielleicht sogar noch Punkte zu holen sein.
Doch leider begann mit dem Beginn der zweiten Halbzeit auch eine folgenschwere Verwandlung, die in den berüchtigten Mr Hyde. Die Verwandlung passierte irgendwo in den Minuten 22 und 23, als Gossau innert kurzer Zeit drei Tore bejubeln konnte. Zuerst wurde ein Bäretswiler Fehlpass verwertet, danach ein übermotiviertes Anrennen auf einen den Gossauern abspenstig geglaubten Ball von Cevi eiskalt in einem 2:1 in ein Tor umgemünzt und schliesslich fand ein Pass von hinter dem Bäretswiler Tor seinen Weg auf eine Gossauer Schaufel und von da in die nahe Torecke. Plötzlich stand es 5:1 für den Favoriten, obwohl seit der Pause kaum Zeit verstrichen war. Coach Heise nahm das Time-out und mahnte zurück zum Spiel des Dr Jekyll. Doch wie in der Novelle, schienen die Bäretswiler der Übermacht des Mr Hyde ausgeliefert zu sein und konnten oder wollten keinen Weg zurück finden. Beim 6:1 liess man J. Abbühl wieder etwas zu viel Platz, so dass er aus der Drehung satt einnetzen konnte. In der 26. Minute wanderte Schmitter wegen eines Stockschlags auf die Strafbank und die Gossauer machten nicht lange Federlesen und bauten die Führung nach nur gerade drei oder vier Pässen im Powerplay auf 7:1 aus. Das Spiel der Bäretswiler war nun völlig aus den Fugen geraten, kein einfaches Spiel mehr, die anfängliche Freude war wie weggeblasen. Dazu kam, dass einzelne Protagonisten sich auf der Bank gegenseitig fast zerfleischten. Die Chaoskräfte des Mr Hyde zogen das Team mehr und mehr mit sich in den Abgrund, ganz zur Freude der Gossauer, die sichtlich den Plausch am Spiel gefunden hatten. So sehr den Plausch, dass auch sie sich zu einer strafbankwürdigen Regelwidrigkeit hinreissen liessen und Bäretswil endlich in Überzahl antreten durfte. Nach einem kurzen Ballverlust und -wiedergewinn fand der Ball seinen Weg zu Ganz, der alleine auf den Gossauer Torhüter anziehen konnte. Der hinter ihm rennende Verteider wusste sich nicht anders zu helfen, als Ganz von hinten massiv zu stören, zu schubsen, so dass dieser mitsamt dem Ball den Weg ins Tor fand. Das Tor zählte, die Strafe war nach dieser Aktion aber nicht aufgehoben, was die Gossauer – statt sich nach einer doch eher gefährlichen und unsinnigen Aktion zu hintersinnen, darauf brachte, mit dem Schiedsrichter nun noch zu diskutieren, ob das wirklich regelkonform war (die Aktion gegen Ganz war es sicher nicht!). 7:2 stand es also, aber die Bäretswiler waren noch immer gefangen im Modus der Selbstzerstörung. Dafür bot Gossau einen weiteren Leckerbissen: Beim folgenden 8:2 musste der Gossauer Captain nur noch seine Schaufel hinhalten um einen präzisen Pass vors Tor in einem hübschen Bogen ins Tor zu spedieren, so schön könnte Unihockey aussehen, doch ist man Mr Hyde verliert man auch jeden Sinn für Ästhetik, dem Bäretswiler Spiel sah man dies deutlich an. In der 37. Minute wurde dann Ganz noch auf die Strafbank geschickt, zu spät war er an seinem Stürmer dran, und traf mit ihn mit seiner Hand unerwartet hart in der Magengegend, so dass der Spieler zu Boden ging. Und auch dieses Powerplay konnte Gossau in einen Torerfolg verwandeln, wenns läuft, dann läufts, via Pfosten und Torhüter fand der Ball seinen Weg ins Tor zum 9:2. Gossau dann in den letzten drei Minuten ohne Torhüter, um noch das zehnte Tor zu erzielen und die Bäretswiler Demütigung komplett zu machen, nur dies gelang dann doch nicht. Die in der zweiten Halbzeit komplett verwandelten Bäretswiler gingen trotzdem mit geknickten Köpfen und teilweise heftig erregtem Gemüt in die Garderobe. Zwei Spiele Zeit würde man nun haben, um einen Weg zurück zu Dr Jekyll zu finden.
In Spiel zwei an diesem vierten Advent durften die Bäretswiler gegen die Gastgeber Regensdorf antreten. Diese waren bisher in der unteren Tabellenhälfte anzutreffen, jedoch war jedem klar, dass dieses Team nicht zu unterschätzen ist. Mit Freude (es ist ja bald Weihnachten) und Cleverness und mehr offensivem Zug als noch gegen Gossau wollte man gegen die Wehntaler auf die Siegesstrasse zurückkehren.
Das Spiel gegen Regensdorf bot zunächst nicht viel Nennenswertes: Zwar schienen die Bäretswiler auf den ersten Blick präsent und engagiert, sie kommunizierten gut, doch so richtige (Lauf)freude schien nicht aufzukommen. Offensiv gelang in der ersten Halbzeit gerade ein (1!) Schuss aufs Regensdorfer Tor, defensiv dagegen liess man dem Gegner oft genug Platz, um zum gefürchteten Drehschuss anzusetzen. Ein solcher markierte dann auch das 1:0 für die Regensdorfer, kurz darauf konnte aus zentraler Position das 2:0 erzielt werden. Die Bäretswiler auch zu oft in der eigenen Defensive nicht präsent, die Regensdorfer hingegen immer schnell zur Stelle auf die zweiten Bälle. Das 3:0 gelang dann auch auf diese Weise: Kuratle konnte einen Schuss parieren, doch von einem Bäretswiler Verteidiger war weit und breit nichts zu sehen, nur ein Regensdorfer konnte backhand volley einnetzen. In der Pause mahnte Heise zwar wieder zu einem einfachen Spiel mit offensivem Zug, doch irgendwo an diesem Nachmittag scheint bei den Bäretswilern etwas kaputt oder verloren gegangen zu sein. Jeder wollte sein Team selbst retten und statt dem Ball Sorge zu tragen wurden mehr und mehr riskante Pässe gespielt oder gleich ein eigenes Dribbling versucht. Ganz cool dagegen Regensdorf: Ein sauberes, kontrolliertes Zusammenspiel, viel Laufarbeit, kurz gesagt Spielfreude in Reinform. So konnte Regensdorf gar bis auf 4:0 erhöhen, bis S. Meier die Bäretswiler endlich erlöste. Mit allem Willen und aller Kraft fand der Ball im Getümmel vor dem Regensdorfer Tor noch seinen Weg zugunsten der Bäretswiler. Ein Murks, fast sinnbildlich für das Geschehen auf dem Feld. Regensdorf verhielt sich auch bei den Freistössen und dem Steuern aus der gegnerischen Zone clever: Mal für mal konnten sie gefährliche Abschlüsse platzieren und reüssierten auch immer wieder mal. Während also Regensdorf sein Torverhältnis mit den Toren fünf und sechs weiter pflegte, machten einige Bäretswiler dort weiter, wo sie im Spiel gegen Gossau aufgehört hatten, sie lamentierten und kritisierten, das Geschehen auf dem Feld schien schon fast zur Nebensache verkommen. Bäretswil nahm gegen Spielende dann doch noch ein Timeout und setzte alles auf eine Karte: Zuerst noch in den Blöcken hochstehen und offensiv eine (oder zehn!) Schippen zulegen, später dann mit vier Spielern anstürmen. Mit diesem neugefassten Mut setzte Ganz zum Airhook an und konnte sogleich den Treffer zum 6:2 bejubeln. In der anschliessenden Phase von 4:3 allerdings konnten keine weiteren Akzente gesetzt werden, 8:2 verlor man schliesslich gegen die Regensdorfer, die verdient zwei Punkte bejubeln konnten.
Was können die Bäretswiler am Jahresende in den Tagen vor Weihnachten (sehnlich erwarten wir eine Erlösung!), mitnehmen? Warum können seit der WM Pause kaum noch Tore erzielt werden, warum trauen sich die Spieler scheinbar gegenseitig so wenig zu? Dazu gilt es sich bis im Januar Gedanken zu machen.
Bis dahin wünschen wir allen Interessierten, Zugewandten, Gegnern, Schiedsrichtern und anderen Wegbegleitern schöne Weihnachten, mit dem Trost, den wir vielleicht im Lied von Henry Francis Lyte finden, wo es heisst:
Swift to its close ebbs out life’s little day
Earth’s joys grow dim, its glories pass away
Change and decay in all around I see
O Thou who changest not, abide with me
oder in der Übersetzung von Theodor Werner:
Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!
Bäretswil: Huber, Kuratle; Brodbeck, Ganz, Gysin; E. Meier, Osterwalder, Schmitter, Weissenberger; Fischer, G.Meier, S. Meier;
Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Brunner (krank)
Die Resultate vom 04.12.2022
Die Weihnachtszeit startete sportliche gesehen leider nicht ganz so feierlich. Das Fanionteam musste zum ersten Mal in dieser Saison einen „Nuller“ hinnehmen und verlor dadurch ein bisschen den Anschluss an Playoffplätze. Immerhin…in Sachen Rundenberichte ist man absolute Spitze.
Herren I:
DT Bäretswil vs. UHC Flyers Widnau 6:8
emotion Hinwil-Tann vs. DT Bäretswil 8:2
Die Details dürfen gerne hier nachgelesen werden: Herren I – ein Untergang nach Goethe
Herren 1 – Ein Untergang nach Goethe
„[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;“
Dieses berühmte Zitat aus Goethes Faust beschreibt, ein wenig modifiziert, die heutigen Bäretswiler Bemühungen sehr gut. Ganz adventlich, in Erwartung, reiste das Fanionteam aus Bäretswil am Morgen nach Oberbüren, mit der „Kraft, die stets das Gute will und stets das Schlechte schafft“ – doch, das war der Fluch, ahnten die Spieler ihr Verhängnis noch nicht. Das erste Spiel gegen Widnau begann nämlich mit einem Paukenschlag: Nach nur zwei Minuten bediente S. Meier Bruder E.Meier, dieser erwischte den Widnauer Goalie in der Verschiebung und legte zum 1:0 vor. Etwas genügsamer gestalteten die Bäretswiler nun das Spiel mit, man lag schliesslich in Führung… Widnau liess sich jedoch nicht lange bitten: Zuerst schossen die Rheintaler den Ausgleich und liessen Torhüter Kuratle kurz darauf beim Tor zum 1:2 schlecht aussehen, von weit hinten in der eigenen Zone schloss ein Widnauer etwas verdeckt ab und traf in der unteren linken Ecke. Bäretswil war nun also gefordert, doch was tut der Geist, der stets verneint? Er wähnt sich auch im Rückstand noch relativer Sicherheit. So stürmten die Widnauer munter weiter an, und auch Bäretswil spielte mit, wenn auch nicht mit dem gewünschten Zug aufs Tor. Etwas spät dran waren die Bäretswiler Verteidiger dann auch in der 17. Minute, das Spiel hatte in der Zwischenzeit keine nennenswerten Aktionen geboten, als eine Notbremse zum Penalty für Widnau führte. Dieser Penalty wurde ohne viel Aushebens, fast zu einfach, versenkt und führte zum Stand von 1:3 für Widnau. Bäretswil war jetzt langsam aber sicher in der Bredouille und das schien in den Köpfen angekommen zu sein. Analog zum zweiten Widnauer Treffer fasste sich Osterwalder in der 18. Minute ien Herz und schloss ebenfalls diesseits der Mittellinie verdeckt ab und konnte den Ball ins Tor segeln lassen. Der Anschlusstreffer weckte dann noch mehr Kräfte und führte sogar noch zu einem Lattentreffer vor der Halbzeit.
In der Pause wurde besonders die Defensive noch einmal in die Pflicht genommen, das Spiel musste über eine saubere solche gewonnen werden. Doch wieder im Spiel ging der Ballbesitz hin und her, der DTB traf wieder nur die Latte, Widnau seinerseits den Pfosten. Dann ein etwas ungeschickter Ballverlust Widnaus, Kuratle kann Schmitter, der blitzartig umstellt, lancieren, ein Querpass auf Fischer und der Ausgleich ist realisiert. Entstand hier so etwas wie ein Momentum für die Bäretswiler? Bereits in der 26. Minute erhöhte Ganz zur erneuten Bäretswiler Führung, die Zürcher Oberländer hatten zurück ins Spiel gefunden. Erstmals seit der 2. Spielminute schien wieder so etwas wie die Überzeugung, dass das Spiel zu gewinnen wäre, in den Bäretswiler Köpfen aufzutauchen. Die Freude währte indes nur kurz, „denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht“ (mit klassischem sz gesprochen), so kam es nur gut eine Minute später zum Ausgleich von Widnau, wiederum mit einem Weitschuss, der von der Bäretswiler Abwehr nur ungenügend geblockt wurde, nochmals eine Minute später bejubelten die Rheintaler gar den erneuten Führungstreffer, wiederum mit einer Kanone aus der Weite; wer heute gut schiessen konnte, dem verlieh der Parkettboden einen wertvollen Booster! Die Bäretswiler gaben aber nicht auf: Im Gegenteil, das Gute wollten sie ja und das hiess: den Sieg oder zumindest Punkte einfahren. Dass das Wollen und das Vollbringen verschieden Ding sind, mussten Gysin und Ganz auf die harte Tour lernen, beim Anstechen hinter dem eigenen Tor stimmte das Timing zum Doppeln nicht ganz, der bedrängte Widnauer konnte seinen vor dem Tor nach dem Abschluss geifernden Kollegen schön anspielen und auch dieses Tor wurde auf das Konto der Widnauer zum Stand von 4:6 verwertet. Bäretswil legte mit einer Konzentration auf zwei Blöcke noch einmal alles in die Wagschale und wurde prompt belohnt: Fischer konnte G. Meier in der 38. Minute anspielen und mit ihm den Anschlusstreffer zum 5:6 feiern. Doch wiederum währte die Freude nur kurz: Widnau fand bei einem Freistoss den Weg durch die Mauer und zog wieder mit 5:7 davon. Nun also doch noch ultima ratio: Das Spiel ohne Torhüter! Zwar konnte Ganz noch den Anschlusstreffer zum 6:7 erzielen, allerdings netzte auch Widnau noch ins leere Tor ein, und holte sich verdient die zwei Punkte, setzte den Schlusspunkt der drei diesjährigen Begegnungen zwischen den beiden Teams und behielt auch das letzte Wort. Fazit: Das Gute hatte man gewollt, oft sogar leidenschaftlich, doch zu oft doch das Schlechte geschafft. Und so dekonstruierte man sich – besonders in der Defensive zu oft selbst.
Die zweite Begegnung des Tages stand unter dem Zeichen der Wiedergutmachung (für das letzte Spiel) und der Bestätigung (des Sieges an der letzten Runde). Und siehe da: Die ersten Bäretswiler Einsätze verrieten Spielfreude, Engagement und sogar die so oft vermisste Cleverness. Schon in den ersten beiden Einsätzen beschäftigten die Bären den Hinwiler Torhüter, zwar noch ohne Erfolg, aber doch mit einer verheissungsvollen Kadenz und Schüssen, die aufs Tor kamen. Fast etwas gegen dieses Startfeuerwerk kamen aber die Hinwiler von der Bande aus in der Bäretswiler Hälfte zum Abschluss und versenkten diesen auf der für den Torhüter schwierigen Hüfthöhe gleich zur 1:0 Führung. In der Folge dämpfte sich das Bäretswiler Spiel etwas, die Anfangseuphorie schien wie weggeblasen, „Courte et bonne“ könnte man mit C.F. Meyer zusammenfassen. In der 7. Minute stimmte für einige Sekunden die defensive Zuteilung im Block Fischer, G. Meier, Brunner nicht richtig und schon konnten die Pinken auf 2:0 erhöhen. Und es kam dicker: In Minute 9 führt ein Fehler im eigenen Spielaufbau zu einem ärgerlichen Ballverlust vor dem eigenen Tor zu einem Schuss, der via Pfosten und Maske seinen Weg zum 3:0 ins Tor führt. Der Bäretswiler Optimismus war wie weggeblasen! Die eigenen Torchancen waren in dieser Phase des Spiels rar gesät und hinten machte man sich – und besonders Torhüter Huber – das Leben unnötig schwer. In der 10. Minute dann endlich der Lichtblick: Fischer lief solo von der eigenen Spielhälfte her an – mit dem ihm eigenen Bandentrick überlief er die gegnerische Verteidigung umrundete das gegnerische Tor und schloss erfolgreich ab. 3:1 und Fischer zeigte, dass er heute klar der stärkste Bäretswiler war. Doch nur einen Einsatz später verlagerte sich der Schauplatz wieder in den Bäretswiler Slot: Dort wurde ein nur der formhalber bewachter Hinwiler von seinem Mitspieler bedient und liess sich nicht bitten, die drei Tore Führung wieder herzustellen. Nun folgte endlich eine stabilere Phase des Spiels, die Bäretswiler wurden nun wieder gefährlicher, exemplarisch dafür steht G. Meiers Abschluss an die Latte mit der Vorarbeit von Fischer, solche Aktionen wären häufiger gefragt gewesen, hätte man zu Hinwil aufschliessen und nicht nur den Status Quo bewahren wollen. Doch auch die guten Phasen – auch die guten torlosen Phasen – finden ein Ende. Diese hier ein besonders Bitteres: Gysin liess den Ball vor dem eigenen Tor liegen, Hinwil konnte auf 5:1 erhöhen und das nachfolgende Anstürmen der Bäretswiler fand jeweils beim stark aufspielenden Torhüter sein jähes Ende. Für die zweite Halbzeit verordnete Coach Heise deshalb eine Reduktion auf zwei Blöcke in der Hoffnung neue Impulse zu setzen und den trotz des Zwischenstands guten Einsatz auch noch in Zähler umzuwandeln. Doch nur gut drei Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte musste S. Meier für zwei Minuten auf die Strafbank. Das folgende Boxplay zeigte, dass die Bäretswiler gewillt waren noch zu reüssieren, keinen Treffer liessen die Akteure mit dem starken Huber auf dem Feld zu. Und neben diesem Hoffnungstreifen am Horizont konnte auch Ganz in der 30. Minute einstochern: Osterwalder hatte den Ball vors Tor gebracht, Ganz behauptete sich im Slot und liess seine Backhand den Rest erledigen. 5:2 nun für Hinwil. Nur eine knappe Minute später dann aber eine Strafe wegen wiederholten Stockschlages gegen G. Meier. Emotion liess sich dieses Mal nicht von der Bäretswiler Box beirren und erzielte schnell sein sechstes Tor. Dieses Tor war nun auch der Punkt, an dem Heise das Bäretswiler Timeout einzog. Mit knapp acht Minuten zu spielen, wollte man es noch einmal – zumindest phasenweise – mit vier zu drei Spielern versuchen. Doch dieser Versuch ging gewaltig in die Hose: Zuerst kassierte man in der 33. Minute den Treffer zum 7:2, dann zeigten sich die Bäretswiler, fast unbedrängt, auch noch verantwortlich für das 8:2 durch ein Eigentor. Zwischenzeitlich stürmte man zwar mit viel Elan an, man zeigte Einsatz, man kämpfte, doch vergebens, man scheiterte Mal für Mal an der Hinwiler Defensive und übers ganze Spiel gesehen auch immer wieder an sich selbst. Man scheiterte an den eigenen Erwartungen, am eigenen Eifer und Hader und vielleicht auch am eigenen Selbstbild, das wohl aus der Hinrunde noch etwas zu schmeichelhaft gezeichnet ist. 8:2 war dann auch das Schlussresultat, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass Huber in der 37. Minute noch einen Penalty hielt und somit wenigstens eine versöhnliche Szene mit in die nächsten zwei Wochen bis zur nächsten Runde nahm. Mit den heutigen Niederlagen hat Bäretswil den Anschluss auf die Playoffplätze verloren, es braucht nun eine konzentrierte Rückrunde um im Mittelfeld zu bleiben und zumindest noch von einer Verlängerung der Saison träumen zu dürfen.
Bäretswil: Huber; Ganz, Gysin, Osterwalder; Brunner, Brodbeck, E.Meier, S.Meier; Fischer, G.Meier, Schmitter; Kuratle
Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt)

DT Bäretswil unterstützt den Planungskredit für die Turnhalle Adetswil
Vor einem Jahr hat sich DT Bäretswil für den Ersatzneubau einer 2-fach-Turnhalle in Adetswil stark gemacht. Die Bevölkerung hat die Initiative leider im Februar 2022 deutlich abgelehnt und sich stattdessen für den Neubau einer Einfachturnhalle ausgesprochen.
Als Sportverein ist es uns ein Anliegen, dass neue Turnhallen gebaut werden und so dem Mangel an Trainingsmöglichkeiten entgegengewirkt wird. Obwohl wir eine grössere Turnhalle klar bevorzugt hätten, möchten wir den Vorschlag der Gemeinde für den Planungs-/ und Projektierungskredit unterstützen. Es wäre super, wenn unser Herren I ab 2026 nicht mehr in Kollbrunn trainieren müsste, sondern eine Trainingsmöglichkeit vor Ort vorhanden ist.
Wir empfehlen darum unseren Mitgliedern (und den Eltern), die Gemeindeversammlung vom 07.12.2022 (20:00 Aula Schulhaus Letten) zu besuchen und für den Kredit zu stimmen.