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Erfolgreicher Saisonauftakt im Cup

Drei Wochen vor dem Saisonstart konnte unser Fanionteam das erste Mal zeigen, ob sie bereit sind. Im Cup 1/32-Final wartete der drittligist UHC Wild Pigs Wyland. Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache, doch die Wild Pigs haben bereits im 1/64-Final einen deutlich höher dotierten Gegner ausgeschaltet und so war man gewarnt. Das Spiel war dann aber doch eine klare Angelegenheit. Unsere Herren gewannen mit 21:4 und ziehen souverän in die nächste Cuprunde ein. Herzliche Gratulation!

Die Heimturnierdaten 23/24 sind fixiert!

Wir freuen uns, dass wir auch in der kommenden Saison für alle unsere Teams ein Heimturnier durchführen dürfen. Uns wurden folgende Turnierdaten zugeteilt:

  • Herren I (1.Liga KF): 29.10.2023
    • 09:55 DT Bäretswil vs. White Horse Lengnau
    • 12:40 DT Bäretswil vs. TSV Mörschwil Dragons II
    • Organisator: Herren II
  • A-Junioren: 03.12.2023
    • 10:50 DT Bäretswil vs. UHCevi Gossau
    • 13:35 DT Bäretswil vs. emotion Hinwil-Tann
    • Organisator: Herren I
  • Herren II (3.Liga KF): 10.12.2023
    • 09:55 DT Bäretswil vs. Black Roses Rappi
    • 11:45 DT Bäretswil vs. UHC Schaan
    • Organisator: A-Junioren

Die Heimturniere finden in der MZH Dorf in Bäretswil statt. Wir freuen uns auf euren Besuch und eure Unterstützung!

GV DT Bäretswil 2022/2023

Herzliche Einladung zur diesjährigen GV vom DT Bäretswil.

  • Montag, 26.06.2023: 20:00 im Zentrum Grosswis, Bauma; die Teilnahme ist für die Aktivmitglieder obligatorisch.

Hier das Protokoll der letztjährigen GV 2021/2022.

Wir freuen uns, euch zu sehen!

Die Resultate vom 26.03.2023

Nun hat auch noch die zweite Mannschaft die Saison 22/23 abgeschlossen. In der letzten Runde ging es hinsichtlich der Tabelle um nichts mehr. So sind auch die zwei abschliessenden Niederlagen nicht so tragisch. Das Team um Remo Kündig beendet die erste Saison in der 3. Liga auf dem 8. Rang und mit 4 Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Das Team hat sich sicherlich ein bisschen mehr vorgenommen und es besteht noch Luft nach oben. Trotzdem, für die erste Saison in der höheren Liga darf man zufrieden sein.

Herren II:
Uhwieser Rotäugli vs. DT Bäretswil II 9:5
UHC Wehntal Regensdorf II vs. DT Bäreswil 10:4

Jetzt heisst es für alle Teams: Saisonpause geniessen und dann wieder Vollgas in die Vorbereitungen für 23/24 einsteigen!

Die Resultate vom 19.03.2023

Die zweite Mannschaft hat sich in der zweitletzten Runde den Ligaerhalt gesichert! Mit einem Sieg gegen Lengnau hat man gezeigt, dass man definitiv in die 3. Liga gehört. Im zweiten Spiel musste man dann eine klare Niederlage einstecken. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz kann man sich auf einen unbeschwerten Saisonabschluss freuen.

Die dritte Mannschaft hat zum Abschluss der Saison nochmals zwei Siege eingefahren. Über den vierten Tabellenrang darf das Team auf jeden Fall stolz sein. Das Topteam aus Rychenberg war zwar unantastbar, aber der Rest der Gruppe ist auf jeden Fall in Reichweite! Wir freuen uns auf die nächste Saison.

Herren II:
DT Bäretswil vs. White Horse Lengnau III 5:2
Unihockey Tösstal vs. DT Bäretswil 10:3

Herren III:
UHC Uster V vs. DT Bäretswil 2:4
Unihockey Tösstal II vs. DT Bäretswil 6:8

Die Resultate vom 12.03.2023

Die dritte Mannschaft hat in der Runde vom Sonntag zwei weitere Punkte gewonnen. Gegen das Schlusslicht aus Schaffhausen konnte man zur frühen Morgenstunde reüssieren. Leider gelang es nicht nachzudoppeln. Im zweiten Spiel musste man sich Winterthur United geschlagen geben. Immerhin, zwei weitere Punkte und der verdiente Platz im Mittelfeld!

Herren III:
DT Bäretswil vs. Kadetten UH Schaffhausen II 5:3
UHC Winterthur United IV vs. DT Bäretswil 6:3

Die Resultate vom 12.02.2023

Die zweite Mannschaft hat in der Runde vom Sonntag zwei wichtige Punkte im Kampf gegen die Abstiegsplätze gewonnen. Das Derby gegen die ZO Pumas konnte man mit 7:4 für sich entscheiden. Leider gelang es nicht nachzudoppeln. Gegen die 3. platzierten Wild Pigs musste man sich mit 3:6 geschlagen geben. Somit bleibt das Team auf dem 8. Rang und braucht in den verbleibenden vier Spielen noch ein paar Punkte für den definitiven Ligaerhalt.

Herren II:
DT Bäretswil vs. Zürich Oberland Pumas IV 7:4
DT Bäretswil vs. UHC Wild Pigs 3:6

Die Resultate vom 05.02.2023

Die erste Mannschaft durfte die Saison mit einem Heimturnier beenden. Gegen die stark aufspielenden Teams von Cazis und Elgg – beide bereits für die Playoffs qualifiziert – war man in Anbetracht der Formkurve der Aussenseiter. Leider konnte auch die heimische Kulisse nichts an den Stärkenverhältnissen ändern und es resultierten zwei Niederlagen zum Saisonabschluss. Immerhin, der 5. Platz und somit die vordere Tabellenhälfte ist ein versöhnliches Bild zur doch ziemlich schwierigen Saison.

Besser machte es gestern die dritte Mannschaft. Gegen den klaren „5.Ligakrösus“ aus Winterthur resultierte eine „beachtlich knappe Niederlage“ und im zweiten Spiel konnte das Team aus Greifensee bezwungen werden. Zwei weitere Punkte und der 4. Zwischenrang sind der Lohn für die gute Leistung.

Herren I:
UHC Blau-Gelb Cazis vs. DT Bäretswil 8:3
UHC Elgg vs. DT Bäretswil 9:5

Herren III:
DT Bäretswil vs. HC Rychenberg Winterthur IV 7:11
DT Bäretswil vs. Unihockey am Greifensee 6:3

Herren 1 – Abschluss ohne Feuerwerk

Zur bereits letzten Runde in der laufenden Meisterschaft (und das Anfang Februar, für die Teams, die jetzt in die Sommerpause gehen ist der Klimawandel real!) durfte der DT nach Bäretswil zum wahrscheinlich höchstgelegenen Spielort der Gruppe 2 einladen (jaja, auch das Bündnerland besteht nicht nur aus Bergen). Die Heimrunde wurde zuerst einmal von der Überraschung geprägt, dass die Kollegen aus dem Herren 2 bei der Garderobeneinteilung wohl nicht ganz bei der Sache waren. So mussten die Bäretswiler (spielten Spiel 2) sich die Garderobe mit Spreitenbach (spielten Spiel 1) teilen, sicherlich ein Thema, das an der nächsten GV kurz angesprochen werden muss. Die Bäretswiler befanden sich ja tabellentechnisch im Niemandsland, rein rechnerisch, hätte – wenn Niederwil nicht punktete – der DT die Playoffs noch erreichen können, wenn er vier Punkte holen würde. Doch mit Cazis und Elgg standen schliesslich Gegner von Format auf dem Programm, so dass die Bäretswiler sich stattdessen vornahmen, die zwei letzten Spiele vor heimischem Publikum einfach noch zu geniessen und vielleicht könnte es daraus ja noch Punkte geben?

Als erster Gegner stand Cazis auf dem Programm. Über die Klasse von Cazis, über die Qualität der einzelnen Spieler wurde bereits hinreichend berichtet, die Bäretswiler wollten dem Cupfinalisten und Playoffteilnehmer aber Paroli bieten und schauen, was zu holen wäre.

Das Spiel begann auf beiden Seiten hochkonzentriert, Cazis übte bereits von Beginn an viel Druck aus und stand hoch, Bäretswil fand jedoch meistens einen guten Weg, den Ball nach vorne zu spedieren und die Cazner Abwehr zu beschäftigen. Gleichzeitig war die Bündner Offensive sobald im Ballbesitz brandgefährlich und immer in Bewegung, was von den Bäretswilern viel Kommunikation und Konzentration abverlangte. In der 4. Minute war aber die Kommunikation nicht ganz klar, während zwei Cazner die Bäretswiler Aufmerksamkeit auf sich zogen, entging der Dritte letzterer und konnte nach einer schönen Querverlagerung das 1:0 erzielen. Tant pis! Dachten die Bäretswiler und kämpften munter und engagiert weiter. Und tatsächlich gelang es auch immer wieder sich in der gegnerischen Zone festzusetzen, auch wenn die ganz grossen Chancen noch nicht kreiert wurden. Auch Cazis konnte durch Abschlüsse von weit hinten und Präsenz vor dem Bäretswiler Tor immer wieder gefährlich werden, das Gesamtbild ergab aber durchaus ein ausgeglichenes Spiel, ein stärkeres Cazis gegen ein beherzteres (und vielleicht auch ein wenig zu bemühtes) Bäretswil. In Minute 12 war es aber wiederum Cazis, das jubelte und auf 2:0 erhöhte. Bitter zwar für Bäretswil, aber aus der Ruhe bringen liess man sich noch nicht. Wenig später wurde nämlich eine Strafe gegen Cazis gepfiffen, wer nun auf einen sauberen und raschen Anschlusstreffer hoffte, wurde enttäuscht: Nur wenige Sekunden dauerte die faktische Überzahl, danach gelangte Cazis in Ballbesitz und ersetzte den Torhüter durch einen dritten Feldspieler. So liess nun wiederum Cazis den Ball laufen und die Bäretswiler verloren wertvolle Überzahlsekunden. Doch auch das schönste Spiel nimmt sein Ende und Bäretswil gelangte in Ballbesitz, schloss aufs leere Tor ab, der Schuss wurde zwar geblockt, aber S. Meier konnte den Ball noch – excuse my French – hineinwürgen. Nicht schön, nicht elegant, nicht powerplaywürdig, aber drin, so stand es nun kurz vor Ablauf der ersten Hälfte 2:1 für Cazis. Doch die Bündner darf man nie unterschätzen. Das Tor des Spiels gelang Cazis nämlich nur ganz kurz vor dem Pausenpfiff: Solo tankte sich ein Bündner (oder war es ein Tscheche? der Autor, kann sich nicht erinnern) an der Bäretswiler Abwehr vorbei, lockte Torhüter Kuratle aus dem Tor und – noch immer in voller Fahrt – hookte den Ball elegant aus spitzem Winkel ins Tor, als gäbe es keine leichteren Übungen. Die Bäretswiler applaudierten zwar nicht gerade, aber diesem Treffer muss man doch ziemlich Anerkennung zollen! 3:1 stand es zur Pause, für die Bäretswiler lief es gar nicht so schlecht, die magere Trefferquote fiel zwar auf (also Schüsse, die dem Ball die Chance geben, ein Tor zu erzielen und nicht links, rechts und oben am Tor vorbeifliegen), war aber mit dem Zwischenstand noch nicht besorgniserregend.

In der zweiten Hälfte mochten die Bäretswiler nahtlos an ihr Spiel anzuknüpfen: Konzentriert (eben vielleicht auch etwas bemüht), vorne aber dann doch etwas zu zahnlos und eben ohne Zielwasser im Blut. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass Blau-Gelb seinen Vorsprung erhöhen konnte: Nach einem Freistoss fand ein satter Schuss seinen Weg ins Bäretswiler Tor zum 4:1. Das 5:1 war dann wieder ein Weitschuss, der beim Freistoss abgegeben wurde. Ein feines „Kling“ signalisierte, dass der Ball äusserst sauber unter der Latte versorgt worden war. Das anschliessende Bully ging verloren, Cazis nahm sofort wieder den Weitschuss und wieder hörte man nur ein „Kling“ und das 6:1 war realisiert. Das war also der berühmte Cazner Doppelschlag, von dem Coach Heise in der Garderobe noch erzählt hatte. Nun wurde es den Bäretswilern doch etwas unwohl. Denn selbst die besten Chancen und freisten Tore können nicht umgemünzt und erzielt werden, wenn man den Ball konsequent neben das Tor setzt. Denn defensiv stand man – eigentlich – nicht so schlecht, aber offensiv wollte einfach kein Streich gelingen. Die erneute Möglichkeit kam in der 36. Minute, als Bäretswil wieder in Überzahl antreten durfte. Diesmal gelang das Powerplay besser: Es war wieder Geburikind S.Meier (Happy Birthday!), der auf Zuspiel von Ganz das Tor zum 6:2 erzielen konnte. Auf dieses Tor hin nahm Bäretswil sein Timeout, und – welch Überraschung – versuchte es zum Schluss noch im vier gegen drei. Dieses resultierte auch sogleich in einem Tor, es stand nun 7:2 für Cazis. Der Bäretswiler Spielaufbau war überhaupt nicht gelungen nach einem halbgaren Freistoss von Bäretswil konnte Cazis relativ mühelos den Ball im leeren Tor versorgen. Der DT Bäretswil versuchte es aber doch weiter zu viert und ironischerweise war es der weit hintenstehende Osterwalder, der abdrückte, den Ball flach vors Tor brachte und den noch (oder eben erst) stehenden Torhüter zwischen den Beinen erwischte. Bäretswil kämpfte daraufhin noch einmal stark (etwas auch gegen Windmühlen vielleicht) und musste nach einem Konter noch das 8:3 hinnehmen. Die Playoffs waren also definitiv nicht mehr erreichbar, etwas unzufrieden ging man in die Garderobe, unzufrieden, weil Cazis nicht bis an die Grenzen gefordert worden war, unzufrieden, weil man ja doch in den Trainings in ebendieser Halle so viel mehr zeigt.

Vor dem Spiel gegen Elgg wurde in der Garderobe noch thematisiert, wie man dafür sorgen könnte, dass man auch mental bereit sei, allen war also bewusst, dass man dieses Spiel nicht verschlafen wollte. Klar, dieses Spiel war schon vor Anpfiff Makulatur, es wird es nicht einmal in die Fussnoten der Geschichte schaffen, aber Freude haben wollten die Bäretswiler ja schon, und Freude – so sagt man es sich zumindest in unserem Verein – entsteht, wenn man sein Potential ausschöpft und als Team sein bestes Unihockey auspacken kann. Also ging es noch einmal freudig-motiviert und, um 11.45 Uhr nicht weiter erstaunlich, vor sichtlich mehr Heimpublikum aufs Feld. Das Schöne vorweg: Obwohl Elgg wie Cazis bereits für die Playoffs qualifiziert war, liess es sich das Team nicht nehmen, ein super Unihockey zu zeigen, lauffreudig und frech! Dass einzelne Protagonisten scheinbar Mühe mit der Konfession einiger Bäretswiler haben und dies seit Jahren schon auf dem Feld kundtun müssen ist zwar schade, insgesamt aber begegnete den Bäretswilern aber ein fairer und motivierter Gegner, der die Qualifikation in die Playoffs sicher verdient hat und dies auch heute wieder zeigte. Das Spiel nahm einen spannenden Anfang, kaum hatte sich Torhüter Huber nach einem Ball gestreckt, schon ging das Spiel auch wieder in die andere Richtung, um vor dem Elgger Tor für Furore zu sorgen. Das 1:0 erzielte dann aber doch Elgg und zwar in dieser kuriosen Manier: S. Meier (der mit dem Geburtstag) konnte mit der Schaufelspitze eben noch einen Elgger Konter abfangen und den Ball nach vorne spielen, dort prallte dieser aber so unglücklich an Fischer ab, dass er direkt wieder den konternden Elggern zufiel, die mit einer zwei zu eins Überzahl in Führung gehen konnten. Anschliessend zeigten sich im Bäretswiler Spiel immer mehr die kleinen Mängel: Mehr als einmal traf man im Spielaufbau den Ball nicht wie gewünscht und schaffte unerwünschte Aufregung oder sogar eine gefährliche Situation, da wurden Abschlüsse wieder in alle Ecken geschleudert nur nicht aufs Tor, da probierte man sich (erfolglos natürlich) durch die gegnerischen Reihen zu dribbeln, statt den einfachen Pass zu spielen. Diese Phase gipfelte in der neunten Minute in einer Strafe wegen Stockschlags gegen Bäretswil, die sicher hart gepfiffen war. Nach nur ca. 30 Sekunden verwertete Elgg seine Überzahl und erhöhte den Vorsprung auf 2:0. Was in kleinen Mängeln begonnen hatte, wuchs sich auf Bäretswiler Seite nun zum Monster aus: Nach einem zu langen Einsatz stimmte die Defensivzuteilung nicht mehr zu 100 Prozent, man war einen Schritt zu spät und schon konnte Elgg in der 13. Minute auf 3:0 erhöhen. In der 15. Minute dann ein freier Abschluss von der Mittellinie und schon war Elgg 4:0 im Vorsprung. Dies war dann aber dem Block um E. Meier (hatte am Freitag Geburi) doch etwas zu viel: Mit einer simplen Kombination bediente Schmitter den jüngsten Meier und endlich erzielte auch Bäretswil seinen ersten Treffer in der Partie. Doch war das 4:1 vorerst nur ein Intermezzo in einem Klagelied: Analog zum ersten Treffer sprang in der 16. Minute nach einer beherzten Defensivarbeit und viel Einsatz ein Ball genau zu Elgg, das auf 5:1 erhöhen konnte. In der 17. Minute traute das Heimpublikum dann wohl seinen Augen kaum mehr. Bäretswil liess den Elggern viel Platz (nach dem letzten Treffer hätte man ja auf die irrige Idee kommen können, verteidigen lohne sich nicht) und mit einem schönen solo wurde das 6:1 erzielt. In der 19. Minute konnte Bäretswil sich zumindest die Hoffnung auf eine Aufholjagd insofern bewahren, als dass E. Meier Captain Osterwalder bei einer Freistossvariante bediente und dieser den 6:2 Pausenstand realisierte. Beim Bäretswiler Coachingstaff war aber grosse Ratlosigkeit: Wie sollte man auf ein solches Trauerspiel reagieren? Coach Heise, ein Mann der wirksamen Ansagen, forderte in der Pause Klarheit: Klarheit in allen Aktionen, Klarheit im Umgang mit dem Ball, Klarheit beim Verteidigen, keine halbgaren Ansätze oder nach Züri West: Keine „haubi Songs“, das Spiel müsste man ja nicht mehr auf Biegen und Brechen gewinnen, aber da war das Team sich einig, sich und dem Publikum war man etwas mehr als das bisher gezeigte schuldig.

Und die geforderte Klarheit wurde sobald umgesetzt, was Worte zu verändern vermögen! Obwohl allen Bäretswilern schon vor der Pause klar war, dass sich etwas ändern müsste, schienen Heises Worte der Schlüssel zu dieser Veränderung zu sein. Schon in der 21. Minute konnte Ganz alleine auf das Elgger Tor ziehen, wo er leider scheiterte. Doch es war eine neue Präsenz durch alle Blöcke sichtbar, das Spiel hatte an Qualität gewonnen, weil man dem spritzigen Elgger Spiel nun etwas entgegenzusetzen hatte. Das Spiel war nun härter, umkämpfter, mit Chancen auf beiden Seiten. Erst nach 7 Minuten in der zweiten Hälfte fand dann aber ein Ball seinen Weg ins Tor. E. Meier legte den Ball aus der Elgger Zone zurück auf Osterwalder, der seinen Drehschuss aufziehen konnte und auf 3:6 verkürzte. Elgg nahm in der 30. Minute ein Timeout, hatte es auch gespürt, dass der Wind nun auch aus der Bäretswiler Hälfte etwas rauher wehte? Nun falls sie es merkten, sie reagierten auch adäquat: Das 7:3 war ein glanzvolles Solo, mit einem Abschluss in letzter Sekunde (bevor der Spieler am Tor vorbeigerauscht wäre) ins nahe Eck. Der rauhe Bäretswiler Wind wurde aber nicht nur durch das Timeout wieder zu einem lauen Lüftchen, auch die Strafe gegen E. Meier günstigte selbstredend auch eher die Elgger Segel. Zwar brachte man etwas Widerstand im Boxplay aufs Feld, aber in der 37. Minute konnte Elgg nun auch das 8:3 erzielen. Fast postwendend antwortete Bäretswil: Gysin fand Ganz, obwohl dieser eigentlich keine halben Sachen macht, konnte er den Treffer zum hälftigen Rückstand (4:8) verbuchen. Bäretswil versuchte es noch einmal zu viert. Nachdem die Formation sich langsam nach vorne gespielt hatte, gelang es Fischer S.Meier (ihr wisst schon) zu lancieren, er erzielte das 5:8, bereits lief die letzte Spielminute. Bäretswil trat weiter zu viert an, seit der letzten Runde wusste man, dass nur wenige Sekunden für einen Effort reichen. Es war aber wiederum Elgg, das seine Führung zum letzten Mal ausbauen konnte. Mit einem Treffer ins leere Tor schaffte es deutliche Verhältnisse, das Spiel endete 9:5 für Elgg.

Das Herren 1 des DT Bäretswil verabschiedet sich jetzt also in die Zwischensaison (aka Sommerpause). Die Zeit wird sicher nicht ungenutzt verstreichen und wir hoffen, dass wir im Herbst dann wieder weniger Lüftchen und mehr Sturm sind.

Allen Meister- und Cuptitelanwärtern, allen Abstiegswehrenden, allen ebenfalls pausierenden, allen Schiedsrichtern, Zuschauern und anderen Zugewandten wünschen wir alles Gute und wir sehen uns – in Arosa oder dann sicher nächste Saison!

Bäretswil: Huber, Kuratle; Brodbeck, Ganz, Gysin; E. Meier, Osterwalder, Schmitter, Fischer, G.Meier, S. Meier;

Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Brunner (Ferien)

Herren 1 – Von den Rändern her spielen

Zumindest mental und emotional stand am 22. Januar viel auf dem Spiel für das Fanionteam des DT Bäretswil: Nach einer Niederlagenserie im alten Jahr würde sich erweisen müssen, ob von einer Herbstbaisse oder von einem Totalabsturz gesprochen werden konnte. Alle im Team wussten: Nicht die zu bespielenden Teams, sondern der eigene Kopf würde der grösste Gegner werden.

Mit Niederwil stand an diesem sonnigen Winternachmittag ein Playoffmitkämpfer auf dem Spielplan. Für Niederwil steht in den letzten Partien viel auf dem Spiel, entsprechend musste man sich auf eine hochmotivierte und fest entschlossene Truppe einstellen, der man nur mit noch mehr Motivation und mehr Entschlossenheit entgegentreten konnte, wenn man um Punkte mitspielen wollte.

Das Spiel in der grosszügigen Riedhalle in Landquart (für Unterländer und Zürcher Oberländer ein angenehm kürzerer Weg als die Heimrunden in Chur oder Flims – ausser man bewirtschaftet nebenbei noch ein Ferienhaus z.B. in Tschiertschen) begann entsprechend konzentriert auf beiden Seiten: Niederwil versuchte mit gefährlichen Weitschüssen und/oder viel Präsenz im Slot zu Toren zu kommen, Bäretswil hingegen versuchte mit viel Geduld und einfachem Spiel zu Abschlüssen zu kommen und erarbeitete sich auch entsprechende Chancen. Ein eigentlich sehr attraktives Spiel konnte sich so entwickeln, ohne jedoch zu Toren zu führen. In der 10. Minute änderte sich dies drastisch: Nach zwei flinken Pässen konnte G. Meier Fischer bedienen, dieser liess sich nicht bitten und erzielte den Bäretswiler Führungstreffer. Nur Sekunden später wurde den Bäretswilern ein Freistoss in der Niederwiler Hälfte zugesprochen. In der frechen Variante legte Brodbeck auf Ganz zurück und dieser erwischte die Lücke von Block und Torhüter und erhöhte zum 2:0. Das Spiel lief noch immer in der 10. Minute (wie sich Zeit manchmal ausdehnen kann! Aber dazu später noch intensivere Beispiele), als die Niederwiler hinter dem Bäretswiler Tor Furore machten: Eigentlich war ein Buebetrickli angesagt, der Spieler verlor den Ball jedoch – indes so geschickt, dass er seinen Mitspieler, der im Slot bereit war bedienen konnte und so stand es nach 10 Minuten 2:1 für Bäretswil. Noch immer war Niederwil dann gefährlich, wenn sie sich im Slot Platz verschaffen konnten, so war es wirklich nur eine Fingerspitze, die einen abgeprallten Ball an seiner Flugbahn ins Tor retten konnte. Aber nicht nur aus nächster Nähe, auch aus der Distanz konnten die fliegenden Pinguine Mal für Mal gefährlich werden. Und in der 18. Minute schlug ein solcher Weitschuss, ein wahrliches Geschoss, im Bäretswiler Tor zum Ausgleich auf. Nun war wieder alles offen und beide Teams gewillt, den Vergleich nicht punktelos zu verlassen. Die erste Halbzeit näherte sich bereits ihrem Ende als Fischer mit vier Sekunden auf der Uhr den Ball auf der Mittellinie annahm. (Achtung weitere Zeitausdehnung). Statt, wie alle hofften und ihm zuriefen, sofort zu schiessen, lief er mit dem Ball bis vors gegnerische Tor, dort nahm er nicht den Abschluss sondern bediente G. Meier, der nur Bruchteile einer Sekunde vor der Sirene den erneuten, frenetisch bejubelten Führungstreffer für den DT Bäretswil erzielte.

Für die zweite Hälfte nahmen sich die Bäretswiler vor, sich defensiv zu konsolidieren: Weitschüsse möglichst nicht zuzulassen und im Slot für Klarheit zu schaffen. Ansonsten galt es nicht nachzulassen, sondern weiter zu kämpfen. Mit viel Kampf wurde dann auch jeder Ball erstritten, zuweilen mit heftigen Mitteln. E. Meier stieg gegen einen Niederwiler an der Bande klar zu hart ein und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Boxplay um seine älteren Brüder G. Meier und S. Meier funktionierte aber tadellos. Nach einem Ballgewinn und Freistoss für Bäretswil, verliess Kuratle sein Tor, um einem dritten Feldspieler Platz zu machen. Der Ballbesitz wurde geschickt verwaltet und die Niederwiler Überzahlzeit schmolz dahin. Nach einem etwas zu übermütigen Ballwechsel und anschliessendem -verlust wurde ein Freistoss gegen Bäretswil gepfiffen – da er zum Glück zuerst falsch angezeigt wurde, war Zeit, um wieder in die Unterzahlformation zu wechseln. Doch Niederwil liess sich diesmal nicht mehr bitten, nach nur einem kurzen Aufziehen des Überzahlspiels erzielte es aus spitzem Winkel den Ausgleich zum 3:3. Bäretswil liess sich jedoch nicht mehr entmutigen: Ganz konnte nur kurz darauf das 4:3 mit einem Buebetrickli erzielen und S. Meier später noch nach einem sehenswerten Sololauf – als wären bei ihm alle Stricke gerissen – das 5:3. Die Schlussminuten standen an und Niederwil würde, das war klar, bei nächster Gelegenheit mit vier Spielern anstürmen. So kam es auch, die Bäretswiler hielten tapfer gegen die Überzahl an und konnten ein ums andere Mal den Ball zurückerobern, scheiterten jedoch mehrmals am leeren Tor. So kam es, dass Niederwil in der 39. Minute den Anschlusstreffer zum 5:4 bejubeln konnte. Die Bäretswiler gaben nun noch mal alles und waren drauf und dran die Führung wieder auszubauen – doch mal traf man den Ball nicht, ein anderes Mal das Tor und wieder ein anderes Mal schoss man an Beine oder Stöcke des Gegners. Mit nur 7 Sekunden auf der Uhr (der geneigte Leser kennt ja die Leier von der ausgedehnten Zeit) bekam Niederwil einen Freistoss zugesprochen. Die Bäretswiler wussten (oder so könnte man meinen), dass der Block dieses Freistosses einen ganzen Punkt wert war. Niederwil jedoch war schneller, und etwas gewillter und erzielte vier Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch. Die Bäretswiler verliessen die Halle in etwas gedämpfter Stimmung, trotz eines attraktiven Spiels und gutem Umsetzen des Gameplans, war man in den letzten vier Minuten offensiv nicht ganz bereit gewesen und empfand darum die geteilten Punkte als ein wenig verloren.

Aber es war noch nicht aller Tage Abend, nach einem Spiel Pause stand ja die letzte Partie des Tages gegen den Aargauer Vertreter aus Spreitenbach an. Spreitenbach war zwar Schlusslicht, hatte jedoch am Nachmittag bereits einen Erfolg verbuchen können und überhaupt ist es zumindest in Bäretswilern Gefilden ein kleines Rätsel, dass Spreitenbach nicht so in die Gänge kommt, das Zeug dafür wäre nämlich sicher vorhanden. Entsprechend mahnte man sich gegenseitig zum Spiel bereit zu sein, anzuknüpfen an das Vorherige und dergleichen Dinge, die man sich so sagt, obgleich man tief in sich eine gewisse Zufriedenheit und Selbstgefälligkeit empfindet. Nicht nur einzelne Spieler, sondern das Kollektiv des Teams, hatte sich einer gewissen Lethargie hingegeben, das wurde kurz nach Spielbeginn offenbar: Bälle wurden nicht richtig kontrolliert, auf einen Ballgewinn wurde mit einem allzu oft aussichtslosen Abschluss (und daraus resultierendem Ballverlust) geantwortet und Mal für Mal wurde auf der Bank fast mantraartig wiederholt: „Jungs, wir sind wach!“ (welch eine Selbstbelügung!). Spreitenbach, das jeden Punkt gegen den Abstiegsschlund braucht, trat motivierter und kontrollierter auf. Der Ballbesitz wurde geschickt verwaltet, die Bäretswiler zu langen Einsätzen gezwungen und immer wieder konnten Nadelstiche gesetzt werden, so auch dann als ein Spreitenbacher vom Bäretswiler Spielaufbau unmittelbar vor Huber bedient wurde, abschloss und am starken Huber scheiterte. Man musste kein Mathematiker sein, um den Ausgang des Spiels extrapolieren zu können. So konnte sich ein Spreitenbacher elegant durch die Bäretswiler Abwehr durchtanken (oder durchtanzen) und solo das 1:0 erzielen. Ein Weckruf? Mitnichten! Nur wenig später erhöhte Spreitenbach durch einen Weitschuss auf 2:0. Die Bäretswiler hatten nur wenige Chancen, die allesamt ungenutzt blieben. In der 16. Minute kam es dann noch dicker: ein Hook von hinter dem Tor – sauber und weit ausgeführt brachte die Spreitenbacher mit 3:0 in Führung und beim anschliessenden Bully spedierte Bäretswil den Ball gleich selbst in hohem Bogen zum 4:0 ins eigene Tor (geneigter Leser, es sah genau so aus, wie du es dir jetzt im Kopf vorstellst!). Grund genug für den coachenden Kuratle nun ein Timeout zu nehmen. Doch welche Worte finden? Was sagen, wenn das Team als Organismus versagt? Zauberworte wurden jedenfalls nicht gesagt, so viel sei verraten, aber immerhin konnte Osterwalder zwei Minuten später den ersten Bäretswiler Treffer erzielen, was zu einem Aufschnaufen in den Reihen der Zürcher Oberländer führte. Im anschliessenden Bully jedoch wurde Spreitenbach der Freistoss zugesprochen, diesen verwandelten sie sogleich zum 5:1, Bäretswil also wieder zurück auf Feld 1. In der Pause war es nun endgültig Zeit aufzuwachen und eine Zäsur zu machen. Das Spiel war noch nicht vorbei, aber hier noch an Punkte zu glauben grenzte schon etwas an Tollkühnheit.

Die zweite Halbzeit startete vergleichsweise konzentrierter, die Bäretswiler spielten nun etwas kontrollierter und machten auch in der Defensive mehr richtig. Dennoch war es Spreitenbach, das in der 24. Minute mit einem sehenswerten Schuss ins hohe Eck auf 6:1 erhöhen konnte. Nach diesem Tor regte sich nun endgültig so etwas wie Widerstand in den Bäretswiler Reihen, nicht ruckartig und noch nicht durch alle Blöcke, eher so wie wenn Tauwetter im Frühling den Schnee schmilzt und die Welt langsam wieder in Grün erstrahlen lässt. Als E. Meier solo nicht ganz am Torhüter vorbeikam, schnappte sich Schmitter den freiliegenden Ball und netzte zum 6:2 ein. Die Antwort der Spreitenbacher liess nicht lange auf sich warten, nach einer Neuzuordnung standen die Bäretswiler einen Moment zu weit weg und liessen den Spreitenbachern den Platz, um auf 7:2 zu erhöhen. Eine weitere Minute später war es Osterwalder, der sich noch nicht geschlagen geben wollte und das 7:3 nach einem Freistoss erzielte. Und eine weitere Minute später, 10 Minuten vor Spielende, hatte die innere Frühlingssonne alle Blöcke ergriffen und Fischer erzielte das 7:4. Bäretswil hatte nun das Gefühl zurück im Spiel zu sein. Doch bis in die 38. Minute gelang weder Spreitenbach noch Bäretswil ein weiterer Treffer. Hatte man mit den erzielten Toren einfach das Gesicht noch ein wenig wahren können, war nicht sang- und klanglos untergegangen? Irgendwie spürten die Bäretswiler, dass das Momentum auf ihre Seite gekippt war. Und so schalteten die Bäretswiler in Minute 37 auf vier Feldspieler um. Diese Massnahme zeigte sobald Wirkung: Ganz erzielte sec den Treffer zum 7:5 in Minute 18, in Minute 19 war es dann S.Meier, der zum Anschluss zu 7:6 traf. Jetzt wollte Bäretswil den Punkt! Doch ebenfalls in der 19. Minute dann der vermeintliche Dämpfer: Spreitenbach erzielte den Treffer zum 8:6 ins leere Tor. Doch Bäretswil rannte weiter mit vier Spielern an (die gewonnenen Bullys halfen bei dieser Massnahme). Osterwalder hatte viel Platz und sicherte wiederum in Minute 19 den Anschluss zum 8:7. Und als wäre das nicht genug, stand er in der letzten Minute auch noch für den Ausgleich zum 8:8. Was für ein Comeback der Bäretswiler. Während nun einige Protagonisten meinten, man wolle gleich zwei Punkte holen und mit vier Spielern weiterspielen, befand der Coach, er wolle den Punkt behalten und stellte wieder auf die bewährten drei Linien um. Vier Sekunden vor Schluss wurde dann Captain Osterwalder mit einem satten Schlag auf den Stock am Abschluss gehindert. Dieser resultierte in einer Strafe gegen Spreitenbach und darin, dass Bäretswil sich noch einmal mit vier Spielern aufstellte. In den vier Sekunden fand der Ball seinen Weg von Osterwalder über Fischer zu S. Meier, welcher, nach einer gefühlten Ewigkeit Annehmen und Büscheln, cool zu Ganz legte, der nur Sekundenbruchteile vor der Sirene den Siegtreffer zum 9:8 erzielte. Jetzt kannte der Bäretswiler Jubel keine Grenzen mehr und das Team stürmte das Feld. Im ganzen Spiel hatte man weniger als eine Sekunde lang geführt und doch zwei Punkte gewonnen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, diese Spiele wurden an den Rändern entschieden, vielleicht würde es sich lohnen die Mitte noch etwas zu füllen?

Bäretswil: Huber, Kuratle; Brodbeck, Ganz, Gysin; E. Meier, Osterwalder, Schmitter, Fischer, G.Meier, S. Meier;

Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Brunner (krank)