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Die Resultate vom 27.11.2022

Am Sonntag konnte bereits die zweite Heimrunde dieser Saison durchgeführt werden. Das Herren III war der Gastgeber und das Punktekonto konnte um zwei weitere Punkte aufgestockt werden.

Im ersten Spiel konnte das Spiel gegen UHC Uster knapp mit 5:4 gewonnen werden. Im zweiten Spiel kam es dann zum Derby gegen Unihockey Tösstal und zugleich zum Duell der ersten beiden Verfolger von Rychenberg. In einer intensiven Partie zog man schlussendlich mit 3:6 den Kürzeren. Bäretswil war zwar über weite Strecken spielbestimmend, doch im Abschluss haperte es. Tösstal war da deutlich kaltblütiger und nutzte die Löcher in der Bäretswiler Defensive gekonnt aus. Nichtsdestotrotz ist man weiterhin auf dem guten dritten Rang klassiert.

Die Resultate vom Sonntag 27.11.2022:

Herren III:
DT Bäretswil vs. UHC Uster V 5:4
DT Bäretswil vs. Unihockey Tösstal II 3:6

Beim Heimturnier der 3. Liga KF Gruppe 7 sind von Jacken, über Pullover bis zu einem Torhütershirt diverse Dinge liegen geblieben. Man kann sich bei Andreas Spörri (a.spoerri@hotmail.com) melden.

Herren 1 – Derbysieg und Rückrundenniederlage

An diesem kühlen Sonntag stand das erste Derby gegen Emotion Hinwil auf dem Zettel. In der Vergangenheit waren diese Derbys stets eng umkämpft und meist mit dem besseren Ende für die Mannen aus Bäretswil. Sowohl die Vergangenheit, wie auch die aktuelle Tabellenlage sprachen für einen Sieg von Bäretswil. Diese Ausgangslage war in den ersten Minuten auf dem Feld nicht sichtbar. Hinwil startete konzentriert und Bäretswil sammelte munter Strafen. So mussten in den ersten 10 Minuten bereits drei Bäretswiler auf der Strafbank Platz nehmen. Gysin wanderte für Bodenspiel, G. Meier für Stockschlag und Schmitter für das Spielen ohne eines Spielgerätes auf die Strafbank. Wie man an den Gründen der Strafen erkennen kann, waren sie alles andere als zwingend und hätten problemlos vermieden werden können. Doch so unnötig diese Strafen waren, so gross war der Einsatz und Kampf in Unterzahl. Zusammen mit dem hervorragenden Huber im Tor konnten zwei der drei Strafen ohne Gegentor überstanden werden. Hinwil reüssierte in dieser Phase noch einmal bei drei gegen drei und so stand es aus Bäretswiler Sicht schon null zu zwei aber auch nur null zu zwei. Auf der Tribüne kam der Wunsch vom Schreiberling, dass seine Mannen doch endlich einmal drei gegen drei spielen sollen. Denn bei drei gegen drei war Bäretswil überlegen. Bis zum Ende der ersten Hälfte blieben die Mannen aus Bäretswil der Strafbank fern und dadurch das Spieldiktat in die Hand nehmen. Ein satter halbhoher Weitschuss ins rechte Eck von S. Meier brachte den Anschlusstreffer. Wenige Zeigerumdrehungen später tankte sich Fischer über die rechte Seite durch in den Slot und verwertete zum zwei zu zwei. Mit diesem Resultat verabschiedeten sich die Mannschaften in die Pause.

Die zweite Hälfte startete ruhiger. Die Mannschaften blieben der Strafbank fern und die Fehlerquote wurde gesenkt. Einer dieser seltenen Fehler nutzte Hinwil für den Führungstreffer. Unordnung in der Bäretswiler Hintermannschaft wurde mit einem langen Pass und einem satten Abschluss zur drei zu zwei Führung für das Heimteam genutzt. Die Bäretswiler, aufgeweckt durch den Rückstand, reagierten umgehend und Ganz glich zum drei zu drei aus. Die gleiche Linie war auch für die erstmalige Führung für Bäretswil verantwortlich. Die bis zu diesem Zeitpunkt ungenügende Raumdeckung der Linie erzwang einen Fehler, welcher mit einem schnellen Pass auf Gysin und dessen Direktabschluss ins nahe Eck ausgenutzt werden konnte. Vier zu drei. Hinwil ging nun mehr Risiko ein, was Räume für Bäretswiler Konter öffnete. Einer dieser Konter verwertet wiederum Gysin zum fünf zu drei. In dieser Phase stand ein Hinwiler zwei Mal kurz vor dem Bäretswiler Torhüter und entschied sich beide Mal für einen Rückpass. Durchatmen auf der Bäretswiler Bank. Eine Minute vor Schluss versuchten die Hinwiler G. Meier hinter dem Tor zu doppeln. Der tat dies, was man in einer solchen Situation normalerweise macht. Er dribbelte sich durch zwei Gegner im eigenen Slot, stürmte Richtung Mittelline, spielte Fischer in der linken Ecke an, sprintete weiter und verwandelte mit einem Direktabschluss den perfekten Retourpass von Fischer. Sechs zu drei und somit die Entscheidung und auch das Endresultat in diesem Derby.

Bäretswil zeigte bei drei gegen drei eine gute Leistung. Auch das Boxplay und drei gegen vier waren sehr solide, wobei Hinwil in diesen Situationen sicherlich zu wenig von ihrer individuellen Klasse aufblitzen liess. Alles in allem waren es zwei verdiente Punkte für die Bäretswiler.

Spiel zwei gegen Rapperswil war gleichbedeutend mit dem Start der Rückrunde. In der ersten Runde standen sich diese beiden Mannschaften gegenüber. Damals konnte Bäretswil sich mit ach und krach durchsetzen. Bäretswil war also vor dem robusten Aufsteiger gewarnt.

Der Start ins Spiel war von Bäretswil sehr verhalten. Rapperswil kam zu mehreren guten Abschlüssen, welche Huber immer wieder gekonnt entschärfte. Huber zeigte wie bereits gegen Hinwil eine super Leistung. Er und Kuratle stehlen seit Jahrzehnten unzählige Punkte und bis jetzt liefen dem Schreiberling noch kein besseres Goalieduo in der 1. Liga KF über den Weg (Dies darf man gerne einmal erwähnen, denn sonst werden die Berichte immer von diesen beiden verfasst und Selbstbeweihräucherung gehört nicht zu ihrem Wesen).

Doch auch ein gross aufspielender Huber konnte den 0:1 Rückstand nicht verhindern. Anschliessend schwächte sich Rapperswil mit einer Strafe selbst. Gespannt war man auf den Bäretswiler Auftritt im Powerplay. Durch den Ausfall von Moser und dem Saisonende von Heise stand kein Rechtsschütze zu Verfügung. Das Powerplay war nicht überragend und dennoch effektiv. Fischer konnte mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag den Ausgleich bewerkstelligen. Kurze Zeit später erblickte Brunner einen Stellungsfehler in der Rapperswiler Hintermannschaft und schickte S. Meier in die Ecke. Dieser nutzte den Vorsprung, zog mit viel Zug ums Tor und reüssierte eiskalt zum zwei zu eins. Rapperswil fand noch vor der Pause eine Antwort auf den erstmaligen Rückstand. Nach einem missglückten Abschluss aus dem hohen Slot, reagierte der Rapperswiler vor dem Tor blitzschnell und lenkte den Ball gekonnt zwischen seinen Beinen hindurch ins Bäretswiler Tor. Nach diesem Kabinettstück gab es die wohl wildesten 30 Sekunden in dieser Saison. Rapperswil mit einem Konter, welcher Huber mirakulös zu Nichte machte. Bäretswil mit dem Konter und auch hier blieb der Jubelschrei nach einem Big Save im Hals stecken. Konter Rapperswil. Jetzt muss das Tor doch fallen. Aber nein, Huber rettete wieder mirakulös. Konter Bäretswil. Super Save und auch der Nachschuss wird noch von der Linie gekratzt. Konter Rapperswil und ja Sie ahnen es, auch hier behielt der Torhüter die Oberhand. Ungläubiges Kopfschütteln bei den Zuschauern und den Spielern und ich bin mir sicher, dass ich das Grinsen beider Torhüter durch die Masken erspähen konnte. Nach dieser Hektik war eine Pause angebracht.

Nach dem Seitenwechsel startete die erste Linie von Bäretswil mit einem schönen Angriff über alle drei Spieler, welcher mit dem drei zu zwei Führungstreffer durch Osterwalder abgeschlossen werden konnte. So kann es weitergehen…Ging es leider nicht. Bäretswil baute stark ab und Rapperswil nutzte dies gekonnt aus. Nach dem hochverdienten Ausgleich folgten in bis zu Minute 35 die Treffer vier, fünf und sechs. Dies obwohl Huber noch unzählige Grosschancen mit allen möglichen Körperteilen vereitelte. Dies waren wohl die schwächsten Minuten der ganzen Saison. Nach dem Timeout wechselten die Bäretswiler ihren besten Spieler für einen vierten Feldspieler aus. Das vier gegen drei war in den ersten Minuten nicht zwingend. Doch innerhalb von 30 Sekunden konnten S. Meier und Gysin auf fünf zu sechs verkürzen. Das Spiel dauerte noch 50 Sekunden. Konnte sich Bäretswil ein weiteres Mal einen Punkt ergaunern? Die Antwort war Nein. Mit der Schlusssirene erhöhte Rapperswil auf sieben zu fünf und durfte sich über zwei hochverdiente Punkte freuen.
Bäretswil war in diesem Spiel schlichtweg zu schwach und muss die richtigen Schlüsse ziehen, damit man in zwei Wochen gegen Widnau und Hinwil wieder die gewohnte Leistung abrufen kann.

Bäretswil: Huber; Ganz, Gysin, Osterwalder; Brunner, Brodbeck, E.Meier, S.Meier; Fischer, G.Meier, Schmitter

Bäretswil ohne Heise, Moser (beide verletzt), Kuratle (krank)

Die Resultate vom 20.11.2022

Das erste Heimturnier dieser Saison gehörte dem Herren II und konnte erfolgreich organisiert werden. Vor heimischem Publikum holte die Mannschaft zwei Punkte. In zwei äusserst engen Partien, hatte man zuerst das „Glück“ auf seiner Seite und konnte die Uhwieser Rotäugli dank einem Penalty kurz vor Schluss 4:3 bezwingen. Im zweiten Spiel gegen Regensdorf war es dann genau umgekehrt. Das Team rackerte und kämpfte, doch letztendlich resultierte trotzdem eine knappe 7:8 Niederlage.

Die erste Mannschaft konnte zuerst einen wohltuenden Derbysieg gegen Hinwil verbuchen, ehe man doch eher überraschend gegen Rapperswil den kürzeren zog. Trotzdem zwei weitere Punkte auf dem Konto und auch zur Saisonhälfte immer noch voll im Playoffrennen.

Die Resultate vom Sonntag 20.11.2022:

Herren I:
DT Bäretswil vs. emotion Hinwil-Tann 6:3
LC Rapperswil-Jona vs. DT Bäretswil 7:5

Herren II:
DT Bäretswil vs. Uhwieser Rotäugli 4:3
DT Bäretswil vs. UHC Wehntal Regensdorf II 7:8

Beim Heimturnier der 3. Liga KF Gruppe 7 sind von Jacken, über Pullover bis zu einem Torhütershirt diverse Dinge liegen geblieben. Man kann sich bei Andreas Spörri (a.spoerri@hotmail.com) melden.

Die neue Vereinsbroschüre ist da!

Auch in diesem Jahr hat DT Bäretswil wieder eine Vereinsbroschüre erstellt, welche an unseren Heimturnieren aufliegt. Wir bedanken uns herzlich bei all unseren Sponsoren und Gönnern, die uns immer wieder treu unterstützen!

Ein besonderer Dank geht an Jeffrey Meier für die Gestaltung und der DT Druck-Team AG für den Druck der Broschüre! Kleiner Teaser…die Seite 17 zeigt das neue Vereinsgesicht.

zur Broschüre

Die Resultate vom 30.10.2022

Das Herren II ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach der „Nullerrunde“ in Pfäffikon konnte man an diesem Sonntag mit einem 6:5 Sieg gegen Lengnau wieder Selbstvertrauen tanken. Im Spiel gegen Tösstal musste man sich leider knapp mit 5:7 geschlagen geben. Das Herren III konnte an diesem Sonntag die volle Punktzahl einfahren. Sowohl gegen Schaffhausen, als auch gegen Winterthur resultierten klare Siege.

Nun gibt es eine 3-wöchige Pause, wo wir uns im „Daumendrücken“ für unsere Nationalmannschaft üben, bevor es dann am 20.11. mit dem Heimturnier vom Herren II in unserer MZH Dorf in Bäretswil weitergeht.

Die Resultate vom Sonntag 30.10.2022:

Herren II:
DT Bäretswil vs. Unihockey Tösstal 5:7
White Horse Lengnau III vs. DT Bäretswil 5:6

Herren III:
DT Bäretswil vs. UHC Winterthur United IV 7:2
Kadetten UH Schaffhausen II vs. DT Bäretswil 3:10

Herren 1 – Mit Hirn und Einsatz

Es ist natürlich zu kurz gegriffen, zu behaupten, das 1. Liga KF Team des UHC Blau-Gelb Cazis bestehe nur aus ehemaligen Nationalliga A Spielern (oder muss man jetzt rückgreifend ebenfalls von der *setzen-Sie-einen-Grossverteiler-Ihres-Vertrauens-ein* Unihockey Prime League schreiben?), auch wenn die Dichte dieser Ehemaligen doch sehr hoch ist, es wäre auch vermessen zu behaupten, man karre die guten 1. Liga Spieler bis aus dem Einzuggebiet der Westgruppe ins Bündnerland, auch wenn es dafür Beispiele gibt, richtig arg wäre es, zu behaupten dieser UHC Blau-Gelb Cazis habe keine eigenen Junioren, denn sowohl in den Juniorenligen, als auch in der ersten Mannschaft gibt es zuhauf talentierte Eigengewächse, die mit ein Grund für den andauernden Erfolg der Mannschaft aus Graubünden sind. Deshalb soll hier einfach nur festgestellt werden, was aus den obigen Sätzen logisch geschlussfolgert werden kann: Der UHC Blau-Gelb Cazis verfügt diese Saison wieder einmal über ein äusserst breites, äusserst schlagkräftiges und äusserst talentiertes Kader, das in eigenen Worten „Kleinfeldunihockey vom Feinsten“ zeigt. Mit diesen Caznern bekam es der DT Bäretswil in der vierten Runde der 1. Liga KF Meisterschaft zu tun. Die Bäretswiler wohl mit etwas Respekt nach dem Cup-Aus gegen Wiler-Ersigen, deren Team in einigen Aspekten den Caznern durchaus nicht unähnlich ist. Trotzdem wollten die Zürcher Oberländer die bisherige Ungeschlagenheit in der Saison auch heute in Jona weiterführen.

Kurz nach Spielbeginn zeigte sich, wer in der Begegnung den Takt vorgeben sollte: Während die Bäretswiler, durch einige Ausfälle geschwächt, sich oft einmal noch finden mussten – oder besser gesagt, oft im Aufbau noch nicht so fanden – erspielten sich die Bündner schon schnelle erste Chancen, Huber musste alleine in den ersten drei Minuten schon vier grosse Paraden auspacken, um seine Farben im Spiel zu behalten. Trotzdem stand es nach 5 Minuten noch 0:0, zwar mit Vorteil Cazis, aber das musste ja nicht zwingend etwas heissen. In der 7. Minute dann eine kuriose Szene: E. Meier blockte erfolgreich einen Abschluss von Cazis, der Ball sprang hoch über ihn hinaus in Richtung Tor, Huber steht auf, um den Ball zu fangen, wird jedoch im Stand von der Sonne geblendet und sieht den Ball nicht mehr, dieser zieht in seiner Parabel steil nach unten direkt ins Tor. 1:0 also für Cazis, kurios, aber im Spiel gesehen sicher nicht unverdient. Nur 30 Sekunden später hapert eine Bäretswiler Übergabe im Spielaufbau, Cazis lässt sich nicht zweimal bitten und netzt nach einer Querverlagerung zum 2:0 ein. Nach und nach gewannen nun aber auch die Bäretswiler Spielanteile und es liess sich etwas von einem Zug aufs gegnerische Tor erahnen. So wurde das Spiel nun zumindest in der Tendenz etwas ausgeglichener, Cazis jedoch immer noch mit mehr Abschlüssen und Chancen als der DTB. In der 16. Minute dann die Möglichkeit für Bäretswil: Eine 2 Minuten Strafe gegen Cazis. Osterwalder, der heute vom verletzten Heise die Captainbinde übernommen hatte, liess sich nicht lange bitten und erzielte nach nur einer halben Minute in Überzahl den Anschlusstreffer zum 2:1. Nun festigte sich in den Bäretswilern die Überzeugung, dass noch etwas zu reissen sein könnte. Jedoch war es nur 20 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte wieder Cazis, das das Matchtelegramm um einen Eintrag bereicherte: Ein Cazner konnte sich, wohl von der Bäretswiler Abwehr bewacht, aber nicht zu stark bedrängt, vors Tor durchdribbeln und dort mit einem Schuss zwischen den eigenen und Hubers Beinen hindurch zum 3:1 einnetzen. Somit würden die Bäretswiler in der zweiten Hälfte mit einer Hypothek von zwei Toren starten. Die vom Spielsekretariat (vielen Dank an dieser Stelle an Rapperswil-Jona, auch der Ballservice war ausgezeichnet) gelieferten Daten sprachen eine eindeutige Sprache 24 Abschlüssen aufs Bäretswiler Tor standen nur gerade 14 Abschlüsse aufs Cazner Tor entgegen. Für die zweite Hälfte mussten die Eigenfehler im Aufbau eliminiert werden und vor allem offensiv ein Akzent gesetzt werden, der Einsatz stimmte zwar, doch so richtig intelligent hatte man bis hierher noch nicht gespielt.

Ein Beispiel dieser etwas mangelnden Konzentration manifestierte sich nur kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte: Bäretswil auf einmal mit einem Spieler zu viel auf dem Feld, statt einer Aufholjagd stand nun zuerst eine Verteidigungsschlacht an. Dieses brauchte zwar etwas Anlauf, doch nach etwa der Hälfte der Strafzeit erzielte das Bündner Powerplay den Treffer zum 4:1. Nun folgte die schwächste Bäretswiler Phase: In der 26. Minute konnte Cazis nach einem Freistoss auf 5:1 erhöhen, kurz danach im nominellen Boxplay (der Torhüter wurde nach einer Strafe wegen eines Wechselfehlers durch einen dritten Feldspieler ersetzt) auf 6:1. In der 33. Minute dann das 7:1. Die Bäretswiler in dieser Phase zwar immer kämpferisch, jedoch leider im Modus Hühnerhaufen: Auf der Bank und auf dem Feld war keiner mehr nur auf seine Aufgabe konzentriert, sondern wollte gleich auch für alle anderen mitdenken, was zu stehen gelassenen Gegenspielern auf dem Feld und einem Stimmengewirr auf der Bank führte. Coach Heise nahm sodann das fällige Timeout: Trotz des grossen Rückstandes versuchte man es nun noch mit einem vierten Feldspieler. Nun begann die letzte Phase des Spiels, wir nennen sie der Einfachheit halber 4:3. Denn dasjenige Team, das gerade in Ballbesitz war, ersetzte nun seinen Torhüter durch einen extra Feldspieler. Diese Phase führte zu zwei weiteren Toren: S.Meier konnte ins leere Tor einnetzen und Cazis konnte in Überzahl noch das 8:2 erzielen. Für Bäretswil eine rauhe, schmerzende Niederlage: Der Graben zum Tabellennachbarn war heute definitiv zu gross, auch der Speaker hatte sich andere Hoffnungen zu diesem Spiel gemacht: Statt des erhofften Kampfes am Tabellenkopf eine Niederlage, die sich gewaschen hatte.

Über den UHC Elgg lässt sich noch keine so lange Laudatio schreiben wie über Cazis, doch es gibt Parallelen: Nicht nur befindet sich Elgg wie Cazis nur wenige Autominuten einer Stadt, deren Brauerei vom Heineken Konzern übernommen wurde: Auch wird in dieser wie in jener Stadt Unihockey auf hohem Niveau gepflegt. Dass hochdotierte ehemalige HCR Spieler diverser Stufen nun noch in Elgg ihre Karriere verlängern ist nicht völlig ausgeschlossen, insofern heisst es, den Aufsteiger weiter aufmerksam zu beobachten. Andererseits sind auch die Elgger Eigengewächse sehr talentiert: Welches Kraut in Elgg, Schlatt, Rümikon, Wenzikon, Hagenbuch, Dickbuch, Hofstetten usw. auch immer wächst, Unihockey spielen können sie!

Die Bäretswiler wollten gegen Elgg unbedingt noch zu Punkten kommen. Das bedeutete einerseits die Schlappe gegen Cazis beiseite zu stecken und nach vorne zu blicken, andererseits, sich bewusst zu machen, dass Einsatz allein nicht viel bringt, wenn der Kopf dabei in der Garderobe bleibt.

Die ersten drei Minuten des Spiels begann Bäretswil eher etwas gehemmt. Elgg im Ballbesitz rauschte hinter dem Bäretswiler Tor durch, stolperte, fing sich, spielte den tödlichen Querpass und führte plötzlich 1:0. Nun fand auch Bäretswil langsam etwas den Tritt. Heute wollte man keine weitere Niederlage einstecken und so liess sich auch für einen Laien erkennen, dass Bäretswil überlegter und abgeklärter spielte und sich auch vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen liess. Osterwalder lief nach einem Ballgewinn in der Defensive mit so viel Energie über das Feld, dass er den Ball auch noch behauptete, als er regelwidrig abgedrängt wurde. Die Hand des Schiedsrichters schnellte nur für kurze Zeit nach oben, Osterwalder war schneller und realisierte den Ausgleich. Nun war die Bäretswiler Offensive erwacht: Elgg etwas mehr verunsichert im Aufbau, das Spiel nahm Fahrt auf. Nach einem Elgger Bodenspiel dann Powerplay für Bäretswil. Der erste Freistoss misslingt jedoch komplett, in der Folge rennen die Bäretswiler dem Ball nach, 1:1 Abschlüsse, keine Tore nach diesem Powerplay. In der 17. Minute dann eine Strafe gegen Gysin (bereits die zweite an dieser Runde). Das Boxplay von G. Meier und Fischer läuft gut, doch dann gleitet Fischer aus und die Elgger können ihre erneute Führung bejubeln.

In der Pause dann noch einmal die Ermahnung Heises: Intelligenz und mehr Pässe statt Einzelaktionen. Weissenberger wurde nach 60 starken Minuten durch den noch frischen Schmitter ersetzt. Der erste Einsatz zeigte dann auch, welches Tempo sich die Bäretswiler für ihr Spiel vorstellten. Allen voran zeigte Osterwalder, dass er die Captainbinde zurecht trug und jagte mit seinem Block allen Bällen intelligent nach.
Nach einem Foul an Gysin schnellte wieder die Hand des Schiedsrichters nach oben, doch noch bevor Bäretswil auf vier Spieler erhöhen konnte, zeigte der neu eingewechselte Schmitter, was er kann, und erzielte den Ausgleich zum 2:2. Nun hatte Bäretswil die Oberhand, scheiterte aber Mal für Mal am sicheren Elgger Keeper, der kaum Abpraller zuliess und zuverlässig zur Stelle war. Elgg spielte zumindest in einer Aktion etwas intelligenter: Ein Schuss traf S. Meier an einer sehr empfindlichen Stelle und setzte ihn augenblicklich ausser Gefecht, mit 3:2 erzielte Elgg die erneute Führung zum 3:2. Das war aber nicht genug für die Elgger: Sie wechselten nun auf 4:3 und wollten die Führung ausbauen, einmal gelang es nur knapp nicht, als Fischer hinter Torhüter Kuratle in bester Squash Manier noch klären konnte. Doch diese Art des Spiels war auch mit Risiko verbunden: E. Meier traf in dieser Phase zum Ausgleich 3:3. Nach einem Elgger Timeout 8 Minuten vor Spielende waren die Bäretswiler in der 3:4 Unterzahl auf der Hut: Rüdisühli fing einen Pass ab und netzte abgeklärt zur 4:3 Führung ein. Nur wenige Sekunden später bediente E. Meier Gysin und Bäretswil konnte nun plötzlich seine Führung ausbauen. Elgg warf nun alles nach vorne, Bäretswil wehrte sich zwar mit Händen und Füssen aber die Details entschieden: die Bäretswiler Abwehr waren bei einem Freistoss kurz nicht 100% konzentriert und da landete der Ball auch schon in den Maschen. Ein Treffer von G. Meier wurde in der Folge – wohl zurecht – nicht gezählt, weiter blockten die Bäretswiler alles und warfen sich beherzt in die Elgger Schüsse. Dann die bitterste Minute für die Bäretswiler: 55 Sekunden vor Schluss scheiterte ein Elgger alleine an Kuratle, Fischer der zu Hilfe eilte, jedoch weder Ball noch Mann traf, wurde des Fouls bezichtigt und ein Penalty gepfiffen. Diesen versenkte der Elgger Büchi (wie sich herausstellte ein ehemaliger Mitspieler Kuratles aus KS Rychenberg Zeiten) schnörkellos zum 5:5. In der letzten Minute war also wieder alles offen, beide Teams kämpften nun um den Ballbesitz und wollten den Extrapunkt mit nach Hause nehmen. Mit nur 2 Sekunden auf der Uhr schoss S. Meier von weit hinten, sehr tief und präzis und hob schon die Hände zum Jubel, doch er traf ganz knapp nur den Pfosten, danach ertönte die Sirene und die Teams trennten sich mit je einem Punkt. Hatte Bäretswil in der Vergangenheit oft das Privileg, eher glücklich Punkte mit nach Hause zu nehmen, fühlte sich dieses Unentschieden eher nach einem Punktverlust an, da war einerseits der unglückliche Penalty, aber auch die Gedächtnisschüsse übers leere Tor oder knapp daran vorbei, die Bäretswiler Offensivpower ist noch ausbaufähig! So bleibt also ein Punkt aus dieser Runde, das vierte Unentschieden in dieser Saison. Nach der WM Pause (nur Rüdisühli wurde aufgeboten, er musste seine WM Tickets wieder verkaufen, kein Witz!) trifft sich die 1. Liga KF Gruppe 2 in Tann zu den letzten Hinrunden und ersten Rückrundenspielen, für Bäretswil steht das Derby gegen Emotion Hinwil an sowie das Spiel gegen LC Rapperswil-Jona.

Bäretswil: Huber, Kuratle; Gysin, E. Meier, Weissenberger, Schmitter; Brunner, S. Meier, Rüdisühli; Fischer, G.Meier, Osterwalder; Bäretswil ohne Brodbeck (Militär), Ganz (Ferien), Heise (verletzt), Moser (verletzt)

Die Resultate vom 16.10.2022

Das Herren III holte an diesem Sonntag zwei weitere Punkte. Einem klaren Siege gegen Unihockey am Greifensee folgte eine klare Niederlage gegen HC Rychenberg Winterthur. Allerdings sollte diese Klatsche relativ einfach zu verschmerzen sein; ist das gegnerische Kader doch mit einigen ehemaligen NLA-Spielern gespickt.

Die Resultate vom Sonntag 16.10.2022:

Herren III:
Unihockey am Greifensee vs. DT Bäretswil 2:7
HC Rychenberg Winterthur IV vs. DT Bäretswil 13:2

Herren 1 – Vom Cupsieger aus dem Cup gekegelt

Im Kleinfeld-Unihockey sind Anpfiffzeiten um 21 Uhr zum Glück eher selten! Dennoch
fanden sich rund 60 Personen zum Cup-Fight gegen den amtierenden Cup-Sieger in der
Mehrzweckhalle Bäretswil ein.
Die beiden Erstligisten liessen es dann auch von Beginn weg so richtig knallen:
E. Meier eröffnete den Torreigen bereits nach Ablauf der ersten Spielminute zur erstmaligen
(und auch letztmaligen) Führung für die Bäretswiler.
Beide Teams suchten jeweils schnell und von überall den Abschluss aufs gegnerische Tor.
S. Meier verwandelte dann auch einen dieser Abschlüsse zum 1:1 Ausgleich und riss damit
scheinbar auch gleich ein bleibendes Loch in die Defensive der Bäretswiler! In den
darauffolgenden Minuten entfesselte der SV Wiler-Ersigen seine offensive Wucht und stellte
durch Hirschi, Scheidegger und Zurflüh innert drei Minuten gleich auf 1:4, was sowohl den
Bäretswiler-Spielern, wie auch dem Grossteil des Publikums etwas auf die Laune schlug.
Die Zürcher Oberländer rauften sich nach diesen schwachen Minuten zusammen und fanden
in Überzahl und dem Treffer durch Captain Heise zum 2:4 kurzzeitig zurück in die Partie.
Nur ein paar Atemzüge später kassierte dann der DTB eine Strafe, welche Wiler-Ersigen
umgehend durch Meier ins 2:5 ummünzte und später bei personeller Gleichheit noch auf 2:6
stellte. G. Meier drückt vor der ersten Pause den Ball zwar noch zum 3:6 über die Linie, doch
es galt auf Seite der Bäretswiler sich zu sammeln und mehr Energie und Freude für das Spiel
zu finden.
Es folgte dann auch eine der besten Phasen der Begegnungen. Beide Teams liessen den Ball
zügig laufen und machten kaum Fehler und es rumpelte immer wieder heftig nach hart
geführten Sprintduellen. Dies resultierte dann auch in der zweiten Strafe gegen den DTB,
welche diesmal mit Ersatz des Torhüters durch einen weiteren Feldspieler runtergespielt
werden konnte. Nur 20 Sekunden nach Ablauf der Strafe vermochte Uetz zum 3:7
einzuschiessen und Hirschi legte gar auf 3:8 nach.
Die Partie wurde nun stetig hitziger und jegliche Schiedsrichterentscheidungen wurden
durch beide Teams und auch den Zuschauern teils lauthals kommentiert.
Getrieben durch die Emotionen erhielten die Bäretswiler in der 31. Minute die dritte Strafe,
was Wiler-Ersigen im Powerplay zum 3:9 nutzte. Damit stellte sich allmählich das Gefühl ein,
dass die Partie bereits kurz nach Spielhälfte entschieden sein könnte. Die DTB-Mannen
versuchten nun mit allen Mitteln und viel Kampfwillen nochmals ins Spielgeschehen
einzugreifen, bremste sich aber mit einer weiteren umstrittenen Strafe nochmals selbst.
Wiler-Ersigen nutzte auch dieses Powerplay und machte das Stängeli bereits vor der zweiten
Drittelpause durch Mühlethaler voll. Dass Bäretswil ohne eigenen Treffer blieb und in einem
einzelnen Drittel gleich dreimal die Strafbank drückt geniesst beides grosse Seltenheit.
Sieben Tore aufzuholen ist nicht ein Pappenstiel, aber es könnte möglich sein! Routinier J.
Fischer brachte mit dem 4:10 etwas neue Hoffnung auf die Resultattafel zurück, doch die
Emmentaler-Antwort mit den Treffern zum 4:11 und dem 4:12 erstickte dann die
aufglimmende Hoffnung an eine Wende wohl auch bei den grössten Optimisten.
Als dann mit S. Meier zum fünften Mal ein Bäretswiler auf die Strafbank wanderte und
Mühlethaler ins verlassene DTB-Tor einschob, machte sich teils auch Frust in der Halle breit.
Brotschi mit dem 4:14 für die Berner und Osterwalder mit dem 5:14 setzten die beiden
tortechnischen Schlusspunkte der inzwischen emotional hitzigen Begegnung.
In der 53. Minute rückte für die Bäretswiler dann plötzlich der aussichtlose Spielstand in den
Hintergrund: Captain und Team-Hirn Y. Heise ging zu Boden und hielt sich wimmernd das
Knie und musste später vom Feld zum Abtransport in Richtung Spital getragen werden.
Gute Besserung an dieser Stelle! Die unschöne Szene schlug wohl beiden Teams etwas auf
die Spielfreude, denn die letzten sieben Minuten ging es beide etwas gemässigter als zuvor
zu Werke und die Abschlüsse wurden von beiden Seiten jeweils entschärft.
Wiler-Ersigen wurde über die ganzen 60 Minuten seiner Favoritenrolle gerecht und zieht
verdient ins Viertelfinale ein. Auf Seiten der Bäretswiler gilt es die richtigen Schlüsse aus der
Partie zu ziehen und in der Meisterschaft zu zeigen, dass das Potential der Truppe deutlich
über dem heute gezeigten liegt.

DT Bäretswil – SV Wiler-Ersigen II 5:14 (3:6, 0:4, 2:4), MZH Dorf, Bäretswil, 60 Zuschauende.
Bäretswil: Huber; J. Ganz, Fischer, Heise, G. Ganz, G. Meier, S. Meier, Weissenberger, E. Meier,
Gysin, Osterwalder.
Bäretswil ohne Brodbeck (Militär), Kuratle (Ferien), Moser (verletzt)

Bilder Cupspiel

Hopp Bäri!

Bäretswil trifft im Cup 1/8-Final auf den amtierenden Kleinfeld-Cupsieger SV Wiler-Ersigen II. Zumindest auf dem Papier ist der Gegner klarer Favorit, schliesslich schmücken diverse gestandene Unihockeygrössen der jüngeren (oder älteren) Vergangenheit das Kader von Wiler. Ob diese Spieler dann auch alle die Musse haben, sich am Freitagabend durch den Feierabendverkehr ins Zürcher Oberland zu quälen, ist eine andere Frage. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den bevorstehenden Fight!

Fr. 14.10.2022 21:00 DT Bäretswil vs. SV Wiler-Ersigen II, MZH Dorf, Bäretswil

Wir freuen uns trotz der eher ungewöhnlichen Anspielzeit auf zahlreiche Zuschauer, die unser Herren I lautstark unterstützen!

Hopp Bäri!

Die Resultate vom 09.10.2022

Auch in der dritten Runde der diesjährigen Meisterschaft holte das Herren I drei Punkte. Mit einem Sieg gegen Spreitenbach und einem Unentschieden gegen Niederwil liegt man mit neun Punkten aus sechs Spielen auf dem dritten Rang.

Das Herren II hat derweil einen weniger erfolgreichen Sonntag hinter sich. Trotz guter spielerischen Ansätzen und – vor allem im zweiten Spiel – kämpferischem Einsatz, holte sich das Team keine Punkte. Die gewichtigen Absenzen machten sich insgesamt doch stark bemerkbar und so verlor man sowohl im Derby gegen die Pumas, als auch gegen die Wild Pigs.

Die Resultate vom Sonntag 09.10.2022:

Herren I:
DT Bäretswil vs. STV Spreitenbach 9:4
DT Bäretswil vs. UHC F.P. Niederwil 3:3

Herren II:
UHC Wild Pigs vs. DT Bäretswil 7:3
Zürcher Oberland Pumas IV vs. DT Bäretswil 6:2