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Ungeschlagen-Serie endet, Spitzenplatz bleibt

DT Bäretswil Herren 2 (14 : 8) Zürich Oberland Pumas (7:4, 7:4)

Am Sonntag, 08.02.2026 machten wir uns auf den Weg nach Berg TG. Es standen Spiele gegen die 4. Platzierten Zürich Oberland Pumas und die 2. Platzierten Emotion Weinfelden an.

B. Pfiffner und R. Weissenberger haben sich an vergangenen Spieltagen leider ernsthaft verletzt und fehlen deswegen in den nächsten Wochen und Monaten auf dem Spielfeld.

Gegen die Oberland Pumas, welche nur zu viert antraten, konnte J. Lütolf uns bereits nach 45 Sekunden in Führung schiessen. In der 3. Minute gelang ihm ein weiteres Tor, was unserer Truppe mehr Sicherheit gab. Zur Halbzeit stand es 4:7 für das DT Bäretswil. Es ging torreich weiter 😊 In der 29. Minute erhielt Nicolas Senn von den Oberland Pumas eine 2-Minuten Strafe wegen Stossen. Ansonsten war das Spiel sehr fair und sportlich. Es endete mit einem klaren Sie für das DT Bäretswil.

Tore: 1. 1:0 J. Lütolf, 3. 2:0 J. Lütolf (A. Rocha de Sousa), 5. 2:1 Pumas, 7. 2:2 Pumas, 8. 3:2 J. Kiener, 10. 3:3 Pumas, 11. 4:3 A. Hirschi (S. Küng), 13. 5:3 S. Schelldorfer, 14. 6:3 A. Hirschi, 16. 6:4 Pumas, 20. 7:4 A.Hirschi, 22. 8:4 J. Lütolf (A. Rocha de Sousa), 23. 9:4 A. Hirschi (S. Küng), 25. 10:4 D. Stäheli (N. Fischer), 26. 11:4 S. Küng (L. Uhr-Trulli), 29. 11:5 Pumas, 31. 12:5 J. Lütolf (PP), 36. 13:5 D. Stäheli, 37. 14:5 L. Uhr-Trulli (S. Küng), 37. 14:6 Pumas, 38. 14:7 Pumas, 39. 14:8 Pumas

Strafen: DT Bäretswil keine Strafen, Zürich Oberland Pumas 2-Minuten 

DT Bäretswil Herren 2 (6 : 8) Emotion Weinfelden Herren 1 (1:3, 5:5)

Gegen Emotion Weinfelden wollten wir den Vorsprung erhöhen, was bedeutete, dass dieses Spiel unbedingt gewonnen werden wollte und sollte. Bereits in der 2. Minute gingen die Gegner in Führung. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Zur Halbzeit stand es 1:3 für Emotion Weinfelden; die Anspannung war gross, das Spiel (über)hart. Wir mussten reagieren und versuchten, ruhig zu bleiben und uns nicht provozieren zu lassen.
A. Hirschi legte in der 2. Halbzeit nach einigen Sekunden sofort mit dem Anschlusstreffer los!! In der 28. Minute kassierte J. Müller eine unverdiente Strafe wegen angeblichem Halten. Nach einer halben Stunde stand es 4:7 für den Gegner. Wir versuchten alles, um das Spiel noch zu drehen. Zwei Sekunden vor Schluss kamen wir noch auf ein 6:8 heran. Leider hat es am Ende nicht für einen Sieg gereicht. Ganz ruhig zu bleiben und die Provokationen des Gegners zu ignorieren, gelang nicht bis zum Ende, was teilweise zu sehr hitzigen Köpfen führte. Daran müssen wir bestimmt noch arbeiten. Der Kampf um den ersten Platz in der Gruppe wird nun nicht mehr durch Punkte, sondern durch die Tordifferenz entschieden.

Das DT Bäretswil ist momentan auf dem 1. Platz. Unser Kampf um den Aufstieg geht in drei Wochen weiter!

Tore: 2. 0:1 Weinfelden, 7. 0:2 Weinfelden, 18. 0:3 Weinfelden, 19. 1:3 A. Hirschi (L. Uhr-Trulli) 21. 2:3 A. Hirschi (S. Küng), 21. 2:4 Weinfelden, 23. 2:5 Weinfelden, 25. 2:6 Weinfelden, 26. 3:6 J. Müller (J. Lütolf), 27. 4:6 S. Küng (A. Hirschi), 29. 4:7 Weinfelden, 35. 4:8 Weinfelden, 39. 5:8 J. Kiener (S. Küng), 40. 6:8 J. Kiener (J. Lütolf)
Strafen: DT Bäretswil 2-Minuten (J. Müller), Weinfelden 2-Minuten

Herren 1- Ein traditioneller Ausflug nach Davos – einer landet immer im Spital

„Das ist eine Schrägseilbrücke“ (F. Osterwalder)

Es gab schon einfachere Aufgaben für den DT Bäretswil als die diese drittletzte Runde, die auch noch ausgerechnet in Davos gespielt wurde (jaja ich weiss, die Iron Marmots haben diesen Weg jede Runde, und die Anspielzeit um 14. 30 Uhr ist mehr als nur human, einzig verletzen sollte man sich nicht, denn in der Skisaison sind die Notfallaufnahmen in Davos ja traditionell schon gut ausgelastet. Ausserdem bietet die Strecke durchs Prättigau eine interessante Möglichkeit über Brückenbautechniken ins Plaudern zu kommen). Die Schwierigkeit, nein Herausforderung, lag eher im Umstand, dass beim DT Bäretswil sich die Spieler im Januar fast im Wochentakt verletzten und so nur etwas wie ein Rest überhaupt einsatzbereit war. Da J. Ganz den Winter lieber in den Ferien verbringt, also lieber im Wallis als in Graubünden, fiel das Einteilen der Blöcke nicht weiter schwer, mit zwei Viererblöcken aus acht Spielern sollte die Energie auch in der Höhenluft ausreichen. Aber: Ein Rest ist nicht nur das, was übrigbleibt, sondern immerhin auch eine wichtige theologische Kategorie! Und das gibt den kleinen Funken Hoffnung, den es braucht, um den weiten Weg eben doch auf sich zu nehmen auch wenn Form und Kaderbreite Schlimmes erahnen lassen. Denn ein Bäretswil, das punkten muss, ist traditionell etwas zerstreut und mit sich selbst beschäftigt und daher schwächer, als ein Bäretswil, das mit Rückenwind von Erfolg zu Erfolg (natürlich nur in unseren bescheidenen Ausmassen) reitet.

Das erste Spiel fand ausgerechnet gegen Hinwil statt, den Verein aus dem Nachbardorf, den CO2 Abdruck dieser Begegnung rechnen wir besser nicht aus. Auch temperamentmässig waren die Teams in den benachbarten Garderoben wie Tag und Nacht: Hinwil brüllte sich in Stimmung und man befürchtete schon fast einen Ausbruch aus dem Zoo, während Fabian Osterwalder und Yannik Webber auf Bäretswiler Seite besonnenere Töne anschlugen, um das Team auf das wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn einzuschwören.

Endlich auf dem Feld in der praktischen Arkadenhalle, zentral in Davos gelegen, fanden die beiden Temperamente auch ihre Entsprechung. Bäretswil war eher passiv und verlor den Ball nach dem gewonnenen Anspiel eher unglücklich und wenigen Sekunden im Spiel gelang Hinwil bereits das 1:0 nach einem schön angelaufenen Schuss, der in die weite Ecke gezogen wurde. Die nächsten 12 Minuten des Spiels sind nicht weiter interessant zu erwähnen: Auf dem Feld nahmen sich die Bäretswiler etwas an der Nase – noch nicht ganz so präsent, wie es zu wünschen wäre, aber doch passabel und offensiv bemüht, während die Tribüne eher leise war. Das zu erwähnen ist deshalb wichtig, weil Cazis einen (!) Fan mitbrachte, die mit zwei «Rätschen» einen Höllenkrach veranstaltete, Knalltrauma und Tinnitus der Umsitzenden inbegriffen. Liebe Cazner: Eigentlich wollte ich ja schreiben, wie sehr wir euch vermissen werden und wie schade es ist, dass ihr euch zurückzieht. Aber nach diesem Angriff auf mein Trommelfell – quasi eine akustische Laserattacke – warte ich glaub noch ein wenig zu mit den Worten des Vermissens…

Zurück aufs Spielfeld, wo eben noch nicht sehr viel passiert ist, abgesehen von Zweikämpfen und viel Hin und Her.

Ein Schuss wurde vom Hinwiler Torhüter brillant pariert, aber Webber war dann doch zur Stelle um den Abpraller zum lange erhofften und ersehnten Ausgleich einzutüten.

Die Freude über den Ausgleich wurde noch getoppt von der Strafe wegen Bodenspiels gegen Hinwil, was Bäretswil die Möglichkeit gab, zum ersten Mal an diesem Nachmittag in Führung zu gehen. Doch in Führung geht man nicht mit zwei Schüssen über die Latte, die einen Freistoss für den Gegner nach sich ziehen, lässt sich keine Führung erzielen – im Gegenteil, Emotion wechselte in der Folge auf drei Feldspieler im Verzicht auf den Torhüter und dieser Move lohnte sich. Statt des erhofften 2:1 für Bäretswil erzielte nun Hinwil , technisch in Unterzahl, tatsächlich aber im drei gegen drei, seinen zweiten Treffer und konnte erneut vorlegen. Immerhin – ein Wechsel der Powerplayformation führte zum erneuten Ausgleich – diesmal durch die Person von Osterwalder – das Powerplay also im Endeffekt ein Nullsummenspiel. Nun waren in der ersten Halbzeit noch fünf Minuten zu spielen als das Bäretswiler Spiel einen weiteren empfindlichen Knick hinnehmen musste: Moser kriegte unglücklich ein Bein auf seinen Knöchel gestellt, fiel hin, hielt sich das Bein und gab ein Geräusch von sich, das erahnen liess, dass er sich nicht bloss den Fuss vertreten hatte. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel umgehend und mit Moser gesellte sich wieder einmal ein Bäretswiler Spieler ins Spital in ärztliche Behandlung und gesellt sich vermutlich für den Rest(!) der Saison zu den anderen Verletzten in den Bäretswiler Reihen. An der letzten Runde hatte eine Verletzung das Team völlig aus der Bahn  geworfen, heute sollte das anders werden, denn zum Glück kam schon bald der Pfiff zur Halbzeit und die gelichteten Reihen im DTB konnten sich neu formieren und noch restlicher in die Minuten 21-40 starten.

Auch diese Hälfte wurde in der ersten Minute durch ein Tor geprägt. Immerhin waren es diesmal die Gelben, die durch G. Ganz auf Zuspiel von Webber jubeln konnten und nun doch endlich einmal in Führung gingen. Überhaupt ging Bäretswil nun wieder mit einer Winnermentalität an die Sache, die nur Winnermentalität ist, weil es nichts mehr zu verlieren gibt. Weil der Rest nun nur noch ein kleiner Rest ist und eigentlich an Winzigkeit schon fast nicht mehr zu unterbieten. Doch es ist halt eben doch so – auch wenn es kaum jemand glaubt – dass Kraft oft im offenbar Schwachen liegt, dass dort etwas ganz grosses aufbricht, wo es niemand vermutet, dass der Lebenssaft in einem geknickten Rohr erwacht, dass der schwach glimmende Docht nicht ganz erlischt, sondern noch einmal hell entflammt.

Jedenfalls war es so, dass Hinwil natürlich den Spielstand nicht einfach hinnehmen wollte und immer wieder ordentlich Druck aufbaute und trotz starker Bäretswiler Defensive den einen oder anderen Schuss aufs Bäretswiler Tor abfeuern konnte. In der 24. Minute blieb wieder ein solcher Abschluss in Kuratles Fängen hängen, S. Meier setzte sofort in die Gegenrichtung an, forderte den Ball, bekam den Auswurf und erhöhte zum 4:2. Und als wäre der Tore noch nicht genug, konnte E. Meier zwei Minuten später nach einem Assist Webbers über das 5:2 nach einem Weitschuss jubeln. Bäretswil nun in Torlaune und Hinwil eher glücklos, obwohl die Partie weiterhin auf beide Seiten wogte und die Teams sich in aller Fairness nichts schenkten. Ab der 30. Minute nahm Hinwil deshalb phasenweise seinen Torhüter vom Feld, um das Tor im 4 gegen 3 zu erzwingen – wer diesen Berichten aufmerksam und seit Jahren folgt weiss, dass sich diese Taktik durchaus schon bewähren konnte. Und tatsächlich: in der 32. Minute gelang ein solcher Treffer, als der Spieler im Zentrum vor dem Tor nicht präsent genug gedeckt wurde. Die Spannung nahm also gut 7 Minuten vor Abpfiff wieder deutlich an Spannung zu. Die Kehrseite von vier Feldspielern hingegen ist, dass ja dann kein Torhüter mehr sein Tor hütet. Und genau diese Kehrseite machte sich Brodbeck in 35. Minute zu Nutzen als er die Führung mit seinem Tor auf 6:3 ausbaute. Das Spektakel war aber damit noch nicht zu Ende. Hinwil weiterhin gefährlich am Drücker und als Bäretswil sich dann etwas hinter dem Hinwiler Tor festsetzen konnte, sorgten S. Meier und Kuratle für einen weiteren Leckerbissen: S. Meier spielte den Ball hoch von hinter dem Hinwiler Tor übers ganze Feld, so dass Kuratle im Tor ihn bequem hätte fangen können, hätten die Regeln ihm dies erlaubt. Doch dem Rückpassverbot folgend – und trotzdem kein Eigentor riskierend – entschied er sich dann den Ball mit dem Kopf dem zurücklaufenden Verteidiger zuzunicken, ein kleines, spontanes Kunststück, dass Mitspieler, Gegenspieler und Publikum gleichermassen entzückte. Doch bald war der Ernst der Lage wieder allen bewusst und Hinwil stellte sich beim nächsten Ballgewinn wieder zu viert auf und konnte prompt auf 4:6 verkürzen. Augenblicke nach dem Bully dann auch noch eine Strafe wegen Stockschlags gegen Brodbeck und der Bäretswiler Vorsprung schien plötzlich sehr fragil (auch das Leben ist fragil, manchmal ist es gut, sich auch das in Erinnerung zu rufen). Hinwil hatte kaum Zeit sein Powerplay so richtig in Schwung zu bringen, als es seinerseits einen scharfen Pfiff in den Rücken bekam und selbst einen Spieler auf die Strafbank entbehren musste. Nun hatte Bäretswil einen Freistoss und konnte seinen Torhüter mit einem dritten Feldspieler ersetzen. Emotion Hinwil brauchte einen Ticken zu lange, um zu merken, dass Bäretswil nicht auf Biegen und Brechen ein siebtes Tor schiessen will, sondern vielmehr den Sieg über die Zeit bringen wollte. Und so entstand ein nettes Pingpong mit Bande, Webber und G. Ganz, das von etwas Geholper zwischendrin abgesehen dann doch zum Sieg gegen Hinwil reichte, einem Sieg, der sich nicht von Beginn an abgezeichnet hatte, aber je restlicher Bäretswil wurde, desto mehr gelang, desto mehr stand man zusammen und desto mehr kam Spielfreude und Konzentration auf.

Ob das genug sein würde gegen den Cupfinalisten aus Davos, dem im Moment doch auch vieles sehr gut gelingt und der auf einem Playoffplatz steht, der zudem noch in der heimischen Halle vor dem eigenen Anhang antrat?

Der DTB, so viel war sicher, hatte nichts mehr zu verlieren: Moser out, zwei Punkte geholt, der Tag war bereits so schlecht und so gut, wie er nur hätte werden können. All dies lähmte das Team aber überhaupt nicht, sondern noch selten hatte die zweitschlechteste Offensive der Gruppe einen solchen fulminanten Start in ein Spiel. Schon der erste Einsatz war ein Feuerwerk von Laufen, schnellen Pässen und einem ersten Abschlussversuch und Davos, das sich im Spiel vorher gegen Cazis noch ein Bündner-Mikado geliefert hatte (wer sich zuerst bewegt hat verloren), zeigte nun auch eine enorme Laufbereitschaft, setzte Tempo an und konnte seinerseits auf Konter lauern, Bälle ablaufen und so versprachen bereits die ersten Minuten einen Unihockeyleckerbissen für alle, die sich bis zum bitteren Ende der Runde in der Halle aufhielten.

In der zweiten Minute wurde auch schon das Skore eröffnet: S. Meier versuchte sich mit demselben Weitschuss, der schon im ersten Einsatz zum Abpraller geführt hatte und G. Ganz war nun präsent und konnte den antizipierten Abpraller auch prompt verwerten und zum ersten Mal in der Partie vorlegen.

Mit viel Selbstvertrauen konnte nun weitergespielt werden, durch die erwartet hohe Gegenwehr Davosens wurde auch der Druck auf den Stock im Duell um die Bälle stetig erhöht und in der dritten Minute musste E. Meier dann auch wegen Stockhebens auf die Strafbank. Der Auftakt ins Boxplay gelang ausserordentlich gut: Huber im Tor parierte, was es zu parieren gab – oder Davos schoss daneben, was dem DTB die Chance gab Huber durch einen dritten Feldspieler zu ersetzen. Die Zeit verstrich, ohne dass die Iron Marmots zu einem Torerfolg kamen und plötzlich war Bäretswil wieder vollzählig und noch immer in Führung, Huber noch immer unbezwungen und die Zuschauenden konnten einen jener seltenen Momente geniessen, in denen die drei Brüder Meier gemeinsam auf dem Feld standen. Mit drei gegen drei Spielern verlief die Partie ungebrochen schnell und mit Chancen und Versuchen auf beiden Seiten. Die Iron Marmots waren diejenigen, die als nächste Grund zum Jubeln hatten: Ein Schuss verfehlte das Bäretswiler Tor nur knapp, der Ball prallte von der Bande zurück und konnte vom anstürmenden Mitspieler schnell zum Ausgleich verwertet werden. Bäretswil liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und setzte seine Akzente und Nadelstiche, während Davos mit viel Energie dagegenhielt, man merkte, die Cupfinalhauptprobe (zumal noch gegen das kleine Bäretswil) sollte gelingen. In der 12. Minute bekamen die Davoser dann auch noch Gelegenheit zur Führung: G. Meier musste wegen wiederholten Stockschlags auf die Strafbank und wieder war das Boxplay gefordert, ein Boxplay, das ja eben nicht mehr auf Moser zurückgreifen konnte, der zwar aus der ärztlichen Obhut entlassen und wieder in die Halle gesetzt wurde, aber mit zwei Krücken links und rechts nur bedingt selbstbewegend war. Doch die Unterzahl schlug sich wieder sehr gut, mit viel Unterstützung von Huber im Tor und dem Visier der Davoser, das noch etwas zu hoch eingestellt war. So waren 15 Minuten gespielt und der Spielstand war auch nach zwei abgelaufenen Strafen gegen Bäretswil noch unentschieden (zweitschwächste Offensive, aber zweitbeste Defensive der Gruppe!). Damit begann nun auch die nächste Phase der Partie, nennen wir sie mal die Sturm- und Drangphase, eingeläutet durch den Pfostenschuss G. Meiers in der 17. Minute. Denn Bäretswil stürmte an und drängte auf ein Tor, nur fallen wollte es auf keinen Fall und auch Davos war nicht faul: Blitzschnell in den Kontern, war es Mario Huber zu verdanken, dass das Pech im Abschluss nicht durch einen Gegentreffer gerächt wurde. Es lag ein Tor in der Luft, alle spürten es, als wieder die Formation um G. Meier auf dem Feld stand. Im Bauch fühlte es sich an wie ein schöner Herbsttag, an dem die Früchte reif und voll an den Bäumen hängen und man sie eigentlich nur noch pflücken muss: Eine kurze Chronologie der 18. Minute:

  • Weissenberger verpasst im Slot den Ball volley, das Tor stand weit offen
  • Anschliessend Pfostenschuss Bäretswil, immer noch kein Tor
  • G. Meier kommt zentral an den Ball, schiesst und endlich zappelt das Netz hinter dem gross aufspielenden Schneider im Tor der Iron Marmots!

2:1 stand es jetzt und schon sah Bäretswil sich mit einer Führung im Rücken zum Seitenwechsel in der Halbzeit zu watscheln. Doch der Bäretswiler Sturm- und Drang hatte für einen kurzen Moment etwas zu sehr an der Grenze zum Übermut gekitzelt und ein Abschluss von weit hinten landete etwas zu früh im Gegenspieler, alle Bäretswiler waren schön in der Vorwärtsbewegung, so dass Davos zu einem schönen Drehschuss ansetzen konnte und die Partie in der 20. Minute erneut ausglich. Mit diesem Dämpfer, der aber bald analysiert und abgehandelt war, ging es in die Pause, wo sich alle für die letzten 20 Minuten Spielzeit des Tages rüsteten. Es gab also an diesem Sonntag möglicherweise noch mehr Punkte zu holen als ohnehin schon geholt worden waren, jetzt galt es, clever und mit viel Tempo diese Punkte einzufahren.

Die zweite Hälfte war ein Wechselbad von Spannung, Ärger über grossartige Torchancen, die nur knapp am Pfosten, am Goalie, am Gegenspieler oder knapp neben dem Tor landeten. Und auch auf der anderen Seite kamen die Bündner zu hochkarätigen Chancen. Dass Davos ein Unentschieden nicht genug sein würde, zeigte es ab der 29. Minute, ab dann stellte es phasenweise vier Spieler aufs Feld, um die Führung zum ersten Mal in der Partie an sich zu reissen. Bäretswil wusste dies aber in der Person von D. Weissenberger zu unterbinden, in der Mitte fing er den Ball ab und schoss seinerseits die erneute Führung von 3:2. Und nur zwei Minuten und einen Pfostenschuss Webbers später war die Reihe wieder an G. Meier: er eroberte den Ball eigenhändig in der eigenen Zone, konnte seinen Gegenspieler abschütteln und unten links das 4:2 erzielen. Die Bäretswiler Bank kann auch laut: Endlich fielen die Bälle ins Tor und zum ersten Mal in dieser Partie konnte eine Führung ausgebaut werden! Die Iron Marmots ihrerseits glaubten weiterhin an ihre Überzahl (die Faktenlage sah zwar anders aus, aber ganz unrecht hatten sie nicht, wie wir noch sehen werden), Brodbeck gelang es aber den Ball in einer solchen Unterzahl zu dritt zu erobern und G. Ganz konnte im Anschluss das 5:2 erzielen. Noch gut fünf Minuten zu spielen, Bäretswil im Hoch, aber auch wohlwissend, dass ein Team vom Format der Iron Marmots fünf Minuten erbitterten Widerstand braucht, um besiegt zu werden – auch bei einem Vorsprung von drei Toren!

In der 36. Minute durfte S. Meier noch zu einem Penalty antreten, also eine weitere Möglichkeit, die Führung auszubauen. Trocken und eiskalt schloss S. Meier ab, doch blitzschneller und eiskälter schnellte des Torhüters Hand nach oben und stoppte den Ball in der Luft, so dass dieser herabklatschte wie ein nasser Waschlappen. Weiterhin 5:2 aber Bäretswil gut im Strumpf und motiviert noch einmal alles in die Verteidigung zu werfen, um die zwei Punkte ins Trockene zu bringen.

Doch endlich ging bei den Davosern auch der Knopf auf: Noch in der 36. Minute, nur kurz nach dem Penaltyversuch, reüssierte das Vier gegen Drei des Heimteams zum ersten Mal, eine laserschnelle Querverlagerung brachte das 5:3. Bäretswil warf nun, was es war und hatte in die Verteidigung, da wurde geblockt, auf der Bank gejubelt und im Tor pariert, was das Zeug hielt. Doch wie in der ersten Hälfte ein Tor der Bäretswiler in der Luft lag, schien es doch nur eine Frage der Zeit, bis Davos seinen Anschlusstreffer realisieren konnte. In der 37. Minute war es soweit, wieder fand sich eine Lücke in der Bäretswiler Verteidigung, die durch Pass und Schuss entscheidend ausgenutzt wurde. 5:4 stand es, bei knapp zwei Minuten Rest(!)spielzeit. Nur eine knappe Minute später kam Davos zum Ausgleich. Der vierte Mann vor dem Tor hatte viel Zeit und Huber war zwar am Ball dran, zog aber für einmal den Kürzeren und musste sich zum Ausgleich geschlagen geben. Ein Unentschieden eine Minute vor Schluss kann beide Teams glücklich machen oder ein erbittertes Tauziehen um das Punktemaximum nach sich ziehen. Die Gastgeber waren offensichtlich erpicht darauf, doch noch den Führungstreffer zu erzielen, verdenken kann man es ihnen nicht, die Torproduktion war gegen Ende des Spiels endlich angelaufen und so stellten sie sich auch in den letzten zwei Minuten bei jedem Ballbesitz wieder mit Vier gegen Drei auf.

Szene: 30 Sekunden vor Schluss. Freistoss Bäretswil, G. Meier am Ball. G. Meier wird unsanft von hinten an der Bande zu Fall gebracht, was das Bäretswiler Team etwas ungehalten raunen lässt. Gegenspieler seinerseits wehrt sich, sieht sich nicht als den Schuldigen in der Szene, schliesslich müsse G. Meier ja auch nicht dort durchrennen, wo er schon stünde und ihn stoppen wollte, so in etwa lautete sein Argument. Kurz, etwas aufgeheizte Stimmung kurz vor Schluss – G. Meier, eher ein Mann der Tat als der vielen Worte, nahm stoisch hin, was gesagt wurde, und bekam den Ball nach dem ausgeführten, ihm zugesprochenen Freistoss. Mit diesem jagte er nun übers ganze Feld, schoss und erzielte den Treffer zum 6:5 nach 39 Minuten und 37 Sekunden. Revenge is a dish best served cold, wie die Franzosen zu sagen pflegen.

Der Bäretswiler Jubel kannte nun kaum mehr Grenzen und endlich konnte die jetzt erzielte Führung über die Zeit gebracht werden. Und erneut kam der DTB zu vier Punkten, als er es am wenigsten von sich erwartete und sich einfach auf sich konzentrieren konnte, als nur noch ein Rest Hoffnung war, gleich der leeren Büchse der Pandora. Die vier Punkte reichen im Moment zwar immer noch nur für Rang 6, doch Rang vier liegt nur einen Punkt entfernt, während gegen hinten vier Punkte auf den siebtplatzierten liegen. Eine nicht allzu schlechte Ausgangslage für die letzten vier Partien in der Qualifikation, auch wenn die anstehenden Spiele jetzt allesamt entscheidend sein werden, wenn der DTB tatsächlich noch etwas mit der Playoffqualifikation zu tun haben will.

Bäretswil: Kuratle, Huber; Brodbeck, S. Meier, Webber, D. Weissenberger; G. Ganz, E. Meier, G. Meier, Moser; G. Ganz. Bäretswil ohne J. Ganz (Ferien), Pfiffner (verletzt), R. Weissenberger (verletzt)

Herren 1- Wollen, Dürfen, Sollen, Müssen, Können?

„Diesen Bericht möchte ich nicht schreiben müssen“ (M. Huber).

Aber jemand muss, möchte, soll, will, vielleicht sogar kann diesen Bericht schreiben. Das Modalverb ist ja letztendlich egal, es beschreibt allerhöchstens den Modus des Schreibens, die Verfassung, den äusseren Zwang oder inneren Drang, je nachdem – wobei, vielleicht merkt man es diesen ersten Zeilen bereits an, bei mir kann durchaus von einem inneren Zwang gesprochen werden, diesen Bericht zu verfassen, in Worte zu packen, was auf dem Feld nicht geleistet wurde, Bilder zu finden für unaussprechliches. Kurz: Ich mache es halt doch, den Bericht schreiben wollen sollen.

Wer aus dem Zürcher Oberland nach Elsau fährt, begibt sich entweder via Turbenthal-Girenbad oder via Kollbrunn-Schlatt dorthin. Das Eulachtal ist dem Tösstaler oder dem Oberländer überhaupt eine unbekannte Gegend: Wenn dann reist man ja nach Winterthur oder in den Thurgau, dass dazwischen eine nette Landschaft existiert, ganz unberührt und mit exotischen Ortsnamen wie Dickbuch, Tolhusen, Wenzikon oder Waltenstein, das bleibt oft verborgen. Nur schon darum oder vielleicht auch eher nur darum war es nett vom UHC Elgg uns nach Elsau einzuladen, in eine moderne Halle, deren einziger Makel wohl im Nichtvorhandensein von Sonnenstoren besteht, was aber nur kurz und auch wirklich keineswegs entscheidend gestört hat. Auch haben die Zuschauenden für einmal bei einer Elgger Heimrunde viel Platz und den brauchte es, könnte man doch meinen alle Zuschauenden hätten nur auf diese Runde gewartet, um endlich einem Spiel der Bäretswiler beizuwohnen. Gut ganz falsch ist dieser Gedanke mit, fanden doch die 1. Liga KF Runden der Damen im letzten Jahr samt und sämtlich zeitgleich wie die der Herren statt, was den bei Cevi engagierten Freundinnen, Schwestern, Cousinen (und welche familiären Bande da sonst noch bestehen, das ist immer etwas schwierig und es gibt der Fettnäpfchen viele) einiger Bäretswiler Spieler endlich die Möglichkeit gab, einem Spiel zu folgen (Spoiler: Es hat diese Saison schon lohnendere Spiele gegeben).

Als erstes Spiel stand die Begegnung gegen Niederwil an. Niederwil wurde im Dezember noch geschlagen und entsprechend optimistisch sah man auf die Aufgabe. In der ersten Minute nach Spielbeginn wurde doch durch einen ersten Pfostentreffer Niederwils deutlich, dass auch der Gegner Ambitionen auf eine Revanche hatte und Punkte auch in diesem Spiel hart verdient werden mussten. Diese Message wurde von den Bäretswilern nicht nur empfangen, sondern auch postwendend umgesetzt, in der Folge verfügte Bäretswil über 8 Minuten über mehr Ballbesitz, tat mehr fürs Spiel und lief die Bälle in der Defensive konsequent ab. So erstaunte es auch nicht, als S. Meier in der 10. Minute das 1:0 erzielen konnte, nachdem er von R. Weissenberger lanciert wurde und alleine vors Tor gezogen war.

Die Freude währte allerdings nur einen kurzen Moment: Niederwil konnte mit einer Querverlagerung und einem schnellen Abschluss das 1:1 erzielen und quittieren. Der Bäretswiler Modus war aber in diesem Moment klar der des Können Wollens. Eine Strafe gegen Niederwil spielte dem DTB noch zusätzlich in die Hände: Ein sauber aufgezogenes Powerplay, ein Pass von G. Ganz auf R. Weissenberger und ein Abschluss desselben, der zum 2:1 führte, das ist alles, was es über die Sache zu sagen gibt. Und doch blieb Niederwil Bäretswil auf den Fersen. In der 15. Minute gelang den St. Gallern ein wirklich sehenswertes Tor: Zwischen den Beinen von G. Meier hindurch, schön rechts oben in die Ecke wurde der Ball zum 2:2 spediert. Und weiter wogte das Spiel hin und her, Bäretswil war aber weiter konsequent in der Defensive und traute sich den Sieg zu. So konnte G. Meier sich auch sogleich für das Gegentor revanchieren, solo stürmte er an und versenkte den Ball zu neuerlichen Führung zum 3:2 ins weite Eck. In der 18. Minute setzte schliesslich Brodbeck noch einen drauf und erzielte mit einem Drehschuss von rechts das 4:2. Nach der ersten Halbzeit konnte man sich also zufrieden zeigen: Man hielt seine Emotionen im Zaun und war auf dem besten Weg zwei Punkte nach Hause zu tragen.

So begann auch die zweite Hälfte vielversprechend, mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel erhöhte R. Weissenberger in der 22. Minute aus der Mitte auf 5:2. Bis dahin war alles in Butter, der Karren lief, die Bahn war gerade, doch jetzt kam Sand ins Getriebe und das nicht zu knapp:

In der 23. Minute konnte J. Ganz den Ball nicht aus der eigenen Zone bringen, blieb hängen und mit wenig Aufwand konnte Niederwil sein drittes Tor erzielen. Fast analog dann auch das 5:4, als wieder ein Niederwiler Stürmer (falsch: nicht irgendeiner, sondern Natistar R. Thaddey persönlich!) sich mit viel Zeit zum Tor bequemen konnte. Niederwil kam nun plötzlich zu Abschlüssen und Bäretswil war nicht nur defensiv passiver sondern bisweilen gänzlich dilettantisch! Ein Drehschuss Niederwils führte zum Ausgleich und Bäretswil war in diesen drei Minuten nicht wiederzuerkennen. Nun kam zur Fahrlässigkeit aber auch noch Pech: In der 27. Minute verschoss Captain Webber einen Penalty und nur kurz kam der grosse Schock im Powerplay. Niederwil entschloss sich, auf ein aggressives Pressing zu setzen und verfolgte R. Weissenberger hinter dem eigenen Tor. Der wendige Jungspund lief, davon, wendete und drehte sich und lief in die Gegenrichtung, bevor der träge Gegenspieler dies jedoch bemerkt und verarbeitet hatte, war der üble Zusammenstoss schon geschehen und R. Weissenberger blieb am Boden liegen. Nun scharten sich zuerst Mitspieler, dann Eltern, dann medizinisches Fachpersonal vor Ort und nach geraumer Zeit auch Sanitäter um ihn. Ins Spital Winterthur ging es schlussendlich, wo ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert und operiert wurde. Robin, wir wünschen dir gute Besserung und hoffen auf ein baldiges Comeback! Nach dem sehr langen Unterbruch wurde das Spiel schliesslich wieder aufgenommen, der noch angeschlagene Osterwalder hatte sich aufgewärmt und lief fürs Powerplay auf (kleiner Einschub: Der DTB war schon etwas reduziert an die Runde gekommen: E. Meier muss wieder mal ins Militär, danke Armee, für die umsichtige Sportförderung! Pfiffner hatte sein Knie im Einsatz mit dem Herren 2 lädiert, eine Diagnose steht noch aus). Zwar konnte Osterwalder mit einem Schuss an die Latte für Aufsehen sorgen, mehr gelang aber im Powerplay nicht mehr. In der 28. Minute spürte sich dann G. Ganz einen Augenblick nicht mehr und ging viel zu spät mit dem Körper in einen Gegenspieler, so dass eine Strafe folgen musste. Und dieses Powerplay konnte Niederwil, das nun definitiv Momentum hatte, ausnützen, 6:5 stand es nach 30 Minuten. Plötzlich rannte Bäretswil nun einem Rückstand hinterher, so war das alles nicht geplant gewesen! Doch Osterwalder, trotz schwächlicher Konstitution, konnte nun aufblühen. In einem weiteren Powerplay erzielte er den Ausgleich zum 6:6 aus der Mitte und in der 37. Minute assistierte er G. Meier fürs 7:6. Nun hätte man denken können, dass Niederwil zu viert anstürmen würde, um den Ausgleich zu erzielen. Aber das war gar nicht nötig. Niederwil konnte einen hohen Pass vors Tor spielen, wo mutterseelenallein ein Stürmer vielleicht mit etwas mehr Glück als Verstand den Ball volley abnahm und ausgleichen konnte. Doch es kam noch dicker: Jetzt wurde wieder ein Penalty für Bäretswil gepfiffen, nachdem D. Weissenberger im letzten Moment von den Beinen geholt worden war. S. Meier machte es spannend und die meisten hatten den Versuch schon abgeschrieben, als der Ball doch noch im Netz zappelte. 8:7 für Bäretswil und nur noch eine Minute zu spielen! Doch 39 Sekunden vor Ablauf des Spiels wurde nun eine sehr harte Strafe gegen S. Meier gepfiffen und Niederwil rannte nun mit vier Spielern gegen das Bäretswiler Boxplay an. Doch Bäretswil konnte den Ballbesitz durch einen Freistoss sichern. Kurz nachdem dieser gespielt war, kassierte nun auch noch G. Meier eine Strafe, wieder sehr hart gepfiffen. 13 Sekunden vor Schluss gelang dann Niederwil doch noch das 8:8 und das Spiel – ein auf und ab, hin und her, fand sein wohl mehr oder weniger gerechtes Ende im Unentschieden.

Zwei Spiele später stand die Begegnung mit Bürglen auf dem Programm. Bürglen hat sich als Angstgegner der Bäretswiler etabliert. Erst ein Sieg konnte gegen die Thurgauer errungen werden, die letzte Begegnung resultierte in einem Unentschieden nach hoher Bäretswiler Führung. Auch nach dem ernüchternden Unentschieden gegen Niederwil wollte der DTB nun endlich auch gegen diesen Gegner punkten. In diesem Spiel gab auch Lütolf sein Debüt im Herren 1 (man hätte ihm ein anderes Spiel gegönnt).

Denn in der vierten Minute konnte Bürglen das 1:0 erzielen. In der siebten das 2:0 und in der neunten das 3:0. Von Bäretswil bis dahin: sehr magere Leistungen. Zwar auf dem Feld, zwar irgendwie am Mitspielen, sicher auch bemüht, aber irgendwie ineffizient, ohne klare Körpersprache, nichts Richtiges und das von allem. Huber zeichnete sich bisweilen mit einem Save aus, aber bei einer mageren Offensive hilft das leider nicht viel. In der 16. Minute erhöhte Bürglen nach einer völlig unkoordinierten Bäretswiler Defensive dann noch auf 4:0 und so langsam bröckelte auch bei den grössten Optimisten die auf der Bäretswiler Bank die Zuversicht. Erst in der 18.(!) Minute gelangen dem DTB erste ernsthafte gefährliche Abschlüsse. Und Bürglen: Bürglen spielte einfach sein Spiel, cool, ohne sich zu verstricken, sicher nicht aufsehen erregend oder gar spektakulär, aber sec und sauber. In der Pause dann Ratlosigkeit, gute Worte, aber im Effekt: Kaum Wirkung – mind over matter stimmt halt dann doch nicht ganz immer. Immerhin, in der 28. Minute bäumte sich Moser auf, nahm die Sache in die eigenen Hände und schloss einen Sololauf zum 4:1 ab. Dann wieder: farbloses Bäretswil. In der 30. Minute wurde man regelrecht ausgespielt und das Score auf 5:1 erhöht. In der 31. Minute bekam man eine Strafe wegen wiederholten Vergehens, die man aber dann schadlos überstand und bald einmal auf vier Feldspieler wechseln konnte. Dort war es wieder Osterwalder (so schlecht geht es ihm also doch nicht), der das 5:2 erzielte. In der 39. Minute vertändelte dann S. Meier noch den Ball als hinterster Spieler und so gelang Bürglen das 6:2. Ein kurzer Bericht zu einer „Nicht-Leistung“ (Y. Webber). Bäretswil will, darf, muss, soll und kann (!) besser. Nächste Gelegenheit, dies unter Beweis zu stellen ist der 8. Februar, wenn in Davos (wieder viele Zuschauer kommen bitte) Tabellen- und Dorfnachbar Emotion Hinwil und Cupfinalist und Heimteam Davos auf dem Spiel- und Speiseplan stehen. Immerhin, von einem Playoffplatz trennen Bäretswil im Moment magere 3 Punkte (rate mal, wo man diese hätte holen wollen/ dürfen/sollen/ müssen/können!).

Bäretswil: Kuratle, Huber; G. Meier, Osterwalder; Brodbeck, S. Meier, Webber; J. Ganz, Moser; G. Ganz, D. Weissenberger, R. Weissenberger, Lütolf. Bäretswil ohne E. Meier (Militär), Pfiffner (verletzt).

Heimrunde Herren II, 18.01.2026

Am 18. Januar 2026 war es ruhig auf den Strassen von Bäretswil. Aber nicht in der Sporthalle MZH Dorf. Diese verwandelte sich vergangenen Sonntag in eine hitzige Unihockeyarena. Für unser Team heisst das Heimspiel!!! Als seit Saisonbeginn ungeschlagenes Team und mit klarem Ziel des Aufstiegs in die 3. Liga war die Ausgangslage klar: Vor den eigenen Fans wollten wir unser bestes Unihockey zeigen. Angetrieben von Kampfgeist, Leidenschaft und Zusammenhalt ging es um 11:30 Uhr in der Garderobe los.

Um 12:40 Uhr startete das erste Spiel gegen das Team UHC S-G Wetzikon. Wir hatten einen guten Start ins Spiel und schon nach fünf Minuten erzielte Pfiffner mit einem präzisen Schuss das erste Tor. Bereits zwei Minuten nach dem ersten Treffer konnten wir unsere Führung dank Pfiffner und Küng auf 3:0 ausbauen. Danach sprangen die Torerfolge etwas hin und her. Zuerst gelang es Wetzikon, den Ball in unserem Tor unterzubringen, doch die Antwort darauf kam in der 12. Minute von Lütolf durch ein gutes Zusammenspiel mit Weissenberger. Danach mussten wir noch ein weiteres Gegentor einstecken. Doch davon liessen wir uns nicht beeindrucken und legten kurz vor der Pause noch einen Gang zu. Am Ende der ersten Halbzeit stand es 6:2 für uns.

Der Start in die zweite Hälfte war ebenfalls ein Erfolg. Nach drei Toren in Folge, drängten wir Wetzikon zu einem Time-Out, doch das scheint ebenfalls nichts genützt zu haben. Das legendäre «zehnte Tor» schoss Müller. Im weiteren Verlauf des Spiels mussten wir noch eine 2-Minuten-Strafe einstecken, welche wir dank einer starken Defensive ohne Gegentor überstanden. In den letzten Minuten konnten wir nochmals jubeln, als Lütolf das Netz zum Zappeln brachte. Kurz darauf gelang es Wetzikon durch einen schnellen Vorstoss noch das letzte Tor der Partie zu erzielen. Wir beendeten den ersten Match mit einem soliden 11:3.

Nach dem klaren Sieg gegen Wetzikon waren wir gut vorbereitet für die zweite Partie gegen die Zürich Oberland Pumas. Das Spiel gegen den Tabellendritten war von Beginn an kampfbetont. Unsere zahlreich erschienenen Fans unterstützten uns lautstark.

In den ersten zwölf Minuten konnten wir uns durch Treffer von Weissenberger und Hirschi einen 2:0 Vorsprung erarbeiten. Schon kurze Zeit später mussten wir jedoch das erste Gegentor hinnehmen. Lütolf stellte den alten Abstand sogleich wieder her, doch leider wurde auch dieser Vorsprung noch vor der Pause von den Pumas mit einem sehenswerten Treffer auf ein Tor verkürzt.

Unglücklicherweise zog sich Ben Pfiffner durch ein hartes Einsteigen des Gegners eine Verletzung zu und musste für den Rest des Spiels aussetzen. In der Pause wurden wir vom Trainer gut auf die zweite Hälfte eingestellt und waren bereit alles zu geben.

Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn konnte Küng einen Auswurf von Goalie Schnetzler direkt verwerten und uns damit erneut mit zwei Toren in Führung bringen. Danach ging es bis zum 6:4 mit Toren von Weissenberger und Lütolf hin und her. Die Pumas spielten früh mit vier gegen drei und konnten den Anschlusstreffer einmal mehr erzielen. Danach kippte dank Kampfwille und Einsatz das Momentum auf unsere Seite.

Die nächsten vier Tore bis zum Endresultat von 10:5 gehörten uns –  zum Teil mit etwas Mithilfe des gegnerischen Torhüters, aber klar erkämpft. Hirschi, Lütolf und zweimal Weissenberger waren die Torschützen.

Mit diesen zwei Siegen konnten wir unsere Führung in der Tabelle festigen.

Der nächste Härtetest folgt am 07. Februar. Mit Emotion Weinfelden wartet der Tabellenzweite auf uns – wir freuen uns auf dieses Spiel und sind bereit!

Herren 1- It’s the mind, stupid

Wo liegt jetzt auch schon wieder dieses Otelfingen? Müssen wir da durch den Gubrist? Das waren Fragen, welche die Mitglieder des Bäretswiler Fanionteams im Vorfeld von Runde 5 quälten – oder zumindest die Fragen, die gestellt werden konnten, um sogleich beantwortet zu werden, denn an Lehrern und Berufsautofahrern mangelt es in dieser Mannschaft gewiss nicht (was eigentlich, bezogen aufs Autofahren auch etwas schade ist, denn wäre es nicht viel toller, wir wären ein ferrophiles Team, das mit dem Zug anreist? Aber schon der Bahnhof in Bäretswil mit seinem Drahtseilstellwerk ist ja nur sehr selektiv in Betrieb). Otelfingen, um auf den Punkt zu kommen liegt am Fuss der Lägern, also eigentlich im Zürcher Jura und aus autofahrtechnischer Sicht vor dem Gubrist, rein geographisch aber wohl eher hinter ihm – egal. Alle fanden den Weg pünktlich, um Antworten auf die komplexeren Fragen der Saison zu finden: War der Sieg gegen Elgg eine Eintagesfliege? Ein glücklicher Moment, der im Strom der Zeit dahingespült wird? Oder gibt es eine andere Wirklichkeit als die Erzählung, dass Bäretswil dieses Jahr nur noch hinten mitspielt? Fragen, die auf dem Feld müssten beantwortet werden – und dies sei verraten – vorläufig auch beantwortet wurden. Fragen auch, auf die die Antwort, auf die die Bäretswiler hofften, mit zwei unbequemen Gegnern verquickt waren: Niederwil, das sich nicht ganz unerwartet auf einem Playoffplatz befand und das Gossau, welches das Hinspiel diskussionslos für sich entschieden hatte und sich auf Platz zwei der Tabelle befindet. Ein herausfordernder zweiter Adventsmorgen also, der zugleich das Jahresende in der Meisterschaft markierte.

Das erste Spiel gegen die Flying Penguins aus Niederwil wurde um 9.00 Uhr angepfiffen, der Gegner war gut bekannt und entsprechend konnte man sich gut auf die verschiedenen Blöcke einstellen – viel wichtiger war es dem Team von Captain Yannik Webber aber den Elan und den Schwung des Spieles gegen Elgg mitzunehmen. Dafür war es unabdingbar, dass jeder einzelne Spieler auf dem Feld und auf der Bank mit voller Präsenz die Energie hineingab, die er geben konnte. Denn – und das habe ich von Tomas Sjödin geklaut – wir können steuern, was wir geben, aber nicht, was dabei herauskommt. Aber, wer nichts hineingibt, gibt von vornherein der Energie keine Chance aufs Feld zu kommen.

Beide Teams hatten keine kurze Nacht hinter sich, und wenn dann liessen es sich die Spieler nicht anmerken: Schon in der ersten Minute gelang Niederwil ein erster Abschluss über eine Querverlagerung und Bäretswil liess es sich in der Folge nicht nehmen, das Spieldiktat energisch an sich zu reissen. Mit einem Auge, das die Möglichkeit sieht und dem Selbstvertrauen des Gewinners nahm Osterwalder ein erstes Mal in seiner eigenen Hälfte Anlauf, nachdem ihm von G. Meier der Ball übergeben worden war und platzierte einen Weitschuss in Richtung Tor Niederwils und sogleich landete der Ball auch in den Maschen und Bäretswil lag nach etwas über zwei Minuten bereits in Führung.

Nun folgte eine Phase, in der Bäretswil über sieben Minuten fast durchgehend im Ballbesitz war, vielleicht nicht sehr konsequent im Abschluss, aber dafür sicher im Spielaufbau, geduldig und bei etwaigen Gegenstössen schnell und clever. Doch das Tor musste fallen und es fiel. S. Meier lancierte Brodbeck, der sich über die Breite des Spielfelds durchschlängelte und dann doch noch eine gute Abschlussposition fand, um die Führung auf 2:0 zu erhöhen.

Wer nun aufgrund dieser Zeilen meint, Niederwil habe diese mehrheitliche Bäretswiler Dominanz einfach über sich ergehen lassen, liegt sehr falsch. Niederwils Forechecking begann hoch und Bäretswil konnte sich bisweilen mehr schlecht als recht aus diesen Drucksituationen lösen und ging etwas sehr mit dem Kopf durch die Wand – so z.B. in der 12. Minute, als G. Meier meinte den Ball von hinter dem Tor an zwei Gegenspielern vorbeitragen zu können – statt ihn dem bereiten Osterwalder in der Ecke abzuspielen – da blieb er prompt hängen und Niederwil liess sich nicht bitten, sondern kostete den Gratisversuch lange aus, bis der Ball hinter Kuratle im Netz zappelte. 2:1 – aus Bäretswiler Sicht etwas knapp für das bisher geleistete und das merkte man der Truppe an. Die Brust war plötzlich einen Atemhauch schmaler, der Kopf einen traurigen Gedanken tiefer, die Beine einen kleinen Zweifler schwerer. So kam Niederwil nun vermehrt zu Abschlüssen und Bäretswil versuchte zwar weiterhin die Führung auszubauen, doch auf beiden Seiten waren die Torhüter die stärkeren Kräfte. Trotz der engen Ausgangslage und der wichtigen zur Disposition stehenden Punkte: Das Spiel war jederzeit von Fairness und Achtsamkeit geprägt, dazu trug auch die Umsichtigkeit und aktive Kommunikation von Schiedsrichter Brauchli einen entscheidenden Teil bei!

Mit der knappen Führung von 2:1 ging es so nach 20 Minuten in die Pause. Mehr vom Gleichen und dazu eine Handvoll zusätzliches Selbstvertrauen, garniert mit etwas mehr Kaltblütigkeit und Freude, die auf der Bank begann, würde in diesem Spiel reichen, um einen Sieg einzufahren.

Doch wieder erwischte Niederwil zuerst einmal den schwungvolleren Start zumindest bis die Bäretswiler wieder auf Betriebstemperatur liefen. In der 22. Minute zeigte E. Meier, dass dies der Fall war: Langsam tastete er sich von hinter dem Niederwiler Tor nach vorne und mit ein wenig Platz nahm er rasche Schritte zur Seite und konnte den Ball in sicherer Distanz neben dem Niederwiler Torhüter zum 3:1 platzieren. Nur Augenblicke später versuchte auch Bruder S. Meier auf ähnliche Art und Weise sein Glück: Lanciert von Webber schüttelte er den Niederwiler Verteidiger ab und umlief den Torhüter zum Treffer zum 4:1. Nun standen die Zeichen auf Effizienz und die Bäretswiler Spielfreude und auch das Selbstvertrauen waren definitiv zurück. Aber auch Niederwil drehte nun auf, drängender und drängender wurden die Abschlüsse und Abschlussversuche, wenn auch viele geblockt werden konnten. Erst ein Freistoss, der zentral ausgeführt werden konnte, führte zum zweiten Niederwiler Treffer, ein schöner Drehschuss fand seinen Weg durch die Mauer bis ins Tor. Das Spiel nun auch etwas hektischer, Bäretswil nicht mehr so zwingend im Abschluss, aber doch über weite Strecken im Ballbesitz und mit viel Geduld unterwegs. Das Spiel gefiel: so liess sich auch schon erwähnter Schiedsrichter Brauchli zu einem „Es geils Spiel“ hinreissen. Ab der 30. Minute lief Niederwil oft mit vier Feldspielern auf, zeigte sich dort jedoch oft einen Ticken zu wenig kreativ und die Bäretswiler Defensive lief sich gleichzeitig die Sohlen heiss, um Pässe zu unterbinden und Schüsse zu blocken. G. Meier und Pfiffner konnten dagegen in einem feinen Duett jubilieren: Nachdem ein erster Anlauf nicht fruchtete, eroberte G. Meier den Ball hoch hoben in der gegnerischen Zone und bediente den sowieso noch lauernden Pfiffner zum 5:2. Für die letzten drei Minuten galt es noch einmal alles in die Defensive zu werfen. Niederwil versuchte und versuchte und nahm zuletzt noch ein Timeout. Dieses half, denn in der 40. Minute schossen sie doch noch das 5:3, nachdem die Bäretswiler etwas zu enthusiastisch auf einen Ballgewinn spekuliert hatten. Doch Bäretswil hatte sich heute entschlossen den Sieg heimzubringen und brachte die dafür nötige Energie immer wieder aufs Feld, so auch am Schluss. Mit einem 5:3 beschloss man das erste Spiel des Tages, ein attraktives, faires Spiel. Bäretswil zwar klar mit mehr Spielanteilen und der nötigen Cleverness, Niederwil aber sicher auf Augenhöhe und eine harte Nuss zu knacken.

Für das zweite Spiel gegen Gossau wurden neue Kräfte aktiviert und die Blöcke entsprechend umgestellt. Neu kamen G. Ganz, der im ersten Spiel umsichtig und souverän gecoacht hatte und D. und R. Weissenberger zum Zug. Gegen Gossau galt mehr als zuvor, dass das Spiel nur könnte gewonnen werden, wenn man im Kopf dazu bereit ist. Konkret: Sich auf das eigene Spiel konzentrieren und nicht aus dem Konzept bringen zu lassen – nicht vom Gegner und nicht von eigenen Fehlern. Mit diesen guten Vorsätzen ging es frisch ans Werk. Doch Bäretswil hatte im ersten Einsatz null Spielanteil. Gossau gewann das Bully, spielte schnell und zielsicher und traf zum 1:0 bevor irgendjemand auf Bäretswiler Seite ernsthaft verstanden hatte, dass das Spiel begonnen hatte. Aber der DTB liess nicht etwa den Kopf hängen oder resignierte oder täubelte. Sondern er wechselte und Webber sah G. Ganz, spielte ihm den Ball und dieser realisierte nach nur 45 Sekunden bereits ein erstes Mal den Gleichstand nach einem Rückstand. Besser kam es mit der zweiten frischen Kraft: R. Weissenberger liess sich an der Bande nicht weghobeln, blieb am Ball und konnte sich so geschickt von seinem Peiniger wegdrehen, dass er das 2:1 hoch unter die Latte setzen konnte. Bäretswil hatte definitiv die Energie im Spiel: Man ermutigte, peitschte an, klopfte einander auf die Schultern und war entschlossen, die Führung zu behalten. So wogte die Partie hin und her, nicht auch ohne eine gewisse Angespanntheit und zuweilen an Gehässigkeit grenzenden Dialogen und Têtes-à-têtes auf dem Feld, wobei auch wieder Schiedsrichter Brauchli die Gemüter schnell abzukühlen vermochte. In der 9. Minute kam Cevi dann aber halt doch von zentraler Position zum Abschluss und konnte zum 2:2 ausgleichen. In der Folge agierte Bäretswil härter, quasi hart am Wind, oder hart am Stock und es hätte wohl nicht viel zu einer Strafe wegen Stockschlags gefehlt. Das heisst auch: Gossau nun mehr in Ballbesitz und Bäretswil wurde zu längeren Einsätzen gezwungen. Verdienterweise dann auch die 3:2 Führung von Cevi nach einer geschickten Freistossvariante und wiederum von Höhe Mitte hoch unter die Latte. Und fast schon um die Symmetrie dieser Hälfte zu schliessen, ging es keine Minute und Osterwalder hatte auf Zuspiel von G. Meier den Ausgleich realisiert, Cevi hatte wieder keine Minute geführt. Bis zum Ende der Halbzeit wogte das Spiel wieder hier und dorthin, Huber im Tor zeigte seine Paraden und hielt den DTB im Spiel und so kam der Pausenpfiff beim Stand von 3:3.

Die Ausgangslage bis hierhin war nicht aussergewöhnlich für ein Spiel gegen Cevi: Am Anfang hatte man gut mitgehalten, doch was würde nach der Pause kommen? Und hier setzen wir nun an. Zuerst mit der Talfahrt. Ein Doppelschlag in der 23. und 24. Minute führte zur Gossauer Zweitoreführung. Nach einem umstrittenen Freistoss hatte man zuerst den Slot nicht beherrschen können, danach verlor man im Aufbau den Ball an Gossau und dieses konnte via Pfosten und Maske von Huber das 5:3 realisieren. Doch Bäretswil verlor deswegen nicht den Kopf. Niemand haderte, alle Zweifel an sich selbst wurden auf der Bank zerstreut und der Glauben daran, dass dieses Spiel ein Bäretswiler Spiel sein könnte, blieb. So spielte man weiterhin geduldig und versuchte Chancen zu kreieren, jedoch ohne nennenswertes Resultat. Erst in der 30. Minute kam etwas Fleisch an den Knochen der Hoffnung, als R. Weissenberger mit seinem zweiten Treffer aus einem Drehschuss den Anschluss zum 4:5 erzielte. Die zweite Hälfte wollte dann aber nichts mehr Zählbares hergeben, auf Bäretswiler Seite waren es oft beherzte Defensivaktionen, die Bereitschaft schnell umzuschalten und zu blocken und natürlich Torhüter Huber mit viel Spektakel, die einen Ausbau der Führung durch Gossau verhinderten, aber auch der unbedingte Glaube daran, dass man ganz nah dran war, diesem Gossau doch wieder einmal seit langem einen Punkt zu stehlen. Nach einem Timeout versuchte es dann die Formation mit Vier-gegen-drei noch den Ausgleich zu erzielen. Und in der 39. Minute fand Webber in der Halbbedrängnis S. Meier, der im Slot relativ frei agieren konnte und den Torhüter zum Ausgleich zum 5:5 bezwang. Der Jubel war riesig: Entgegen vielen Spielen in der jüngeren Vergangenheit hatten die Bäretswiler noch an das Tor geglaubt und dieses endlich auch erzielt. Es bedurfte noch einmal Hubers genialster Paraden, um den Punkt zu behalten, denn Gossau verkündete von seiner Bank aus gut vernehmlich, dass es also schon den Sieg holen wolle, während Bäretswil doch eigentlich mit drei Punkten aus der Runde nach einem sehr mässigen Saisonstart schon ziemlich zufrieden war. In der 40. Minute wurde Osterwalder mit der Gossauer Absicht nun eben den Ball zu holen und noch den Siegestreffer zu erzielen abgedrängt und fiel. Da der bedrängende Spieler auch weg vom Ball war, lag dieser plötzlich seltsam einsam in der auf dem Feld herum. Bühne auf für R. Weissenberger zum Dritten. Dieser schnappte sich den Ball – denn gepfiffen hatte der Schiedsrichter ja nicht – und schlenzte ihn zum 6:5 in die Ecke. Der Bäretswiler Jubel kannte kaum Grenzen: Das mächtige Gossau hatte nun nicht die budgetierten und anvisierten zwei Punkte, sondern keinen. Und die Bäretswiler fanden sich ausgerechnet an dieser Runde mit vier Punkten wieder. Für das kommende Jahr gilt also in Anlehnung an Bill Clinton: It’s the mind, stupid!

Bäretswil: Kuratle, Huber; G. Meier, Osterwalder, Pfiffner; Brodbeck, S. Meier, Webber; J. Ganz, E. Meier, Moser; G. Ganz, D. Weissenberger, R. Weissenberger.

Herren 1- Premiere an der Heimrunde

Die Heimrunde ist für ein Team immer etwas Spezielles. Die Gelegenheit Freundinnen, Familie und Zugewandte einzuladen und ihnen 80 Minuten des bestmöglichen Unihockeys zu bieten. Vor Letzterem allerdings hatten die Bäretswiler mit gutem Grund etwas Respekt. Denn bisher war das beste Unihockey einfach nicht gut genug oder das gezeigte Unihockey war nicht das Beste. Ausgerechnet an der Heimrunde auf Leader Mörschwil und auf Elgg, das Langnau im Cup gebodigt hatte (wir erinnern uns, 19:5), zu treffen, machte die Aufgabe nicht gerade leichter. Trotzdem freute man sich endlich wieder einmal in der MZH Dorf zu spielen, die dem Herren 1 seit Ende September aufgrund eines Neubaus und gewissen Vorgängen hinter den Kulissen der Gemeinde, die an dieser Stelle nicht kommentiert werden müssen, nicht mehr zugänglich ist. Heimspiel auswärts also, Heimrunde in der Exilsaison. Wie immer gibt es natürlich auch in diesem Bericht eine ungeschönte Kritik auch der eigenen Heimrunde (ach wir wünschten alle Teams wären so selbstkritisch wie wir!). Garderobeneinteilung: Wir wissen welcher Gedanke der unsinnigen Idee Pate stand, zwei Teams, die ihre Spiele fast zeitgleich absolvieren zusammen in die Garderobe zu verstauen. Der Gedanke nämlich, dass nach dem Mittag bald einmal die ersten Teams ihre Garderobe räumen würden und diese dann bereits früh gereinigt werden können. Praktisch für alle, die einen Helfereinsatz haben, unpraktisch für alle, die spielen (aber wenn wir uns je mit einem Team die Garderobe auf engem Raum teilen müssen, dann natürlich gerne wieder mit euch, F.P. Niederwil). Über den Boden in der MZH gibt es keine Neuigkeiten zu berichten, einzig die Frage, wieviel Staub auf einer begrenzten Fläche überhaupt liegen kann. Es gibt natürlich auch positives zu berichten: Wie jedes Jahr lag wieder eine attraktive Vereinsbroschüre mit Interviews, Ausblicken, einem inspirierenden Editorial und gehaltvoller Werbung auf (und dies, liebe Lesende, ist für einmal keine Ironie, sondern blankes, stinkendes Eigenlob, gern geschehen!).

Das erste Spiel gegen die in der Tabelle führenden Mörschwil Dragons, die sich im Sommer durch geschickte Verstärkungen vom ambitionierten Mittelfeldteam zum konkurrierenden Spitzenteam mauserten, konnte immerhin gelassen angegangen werden. Verlieren war ausnahmsweise nicht verboten, jeder Punktegewinn würde aber Balsam auf die geschundene Bäretswiler Seele sein.

Wir wurden ja alle noch vom Erfolgsrezept der Mörschwiler vom Chippen in die Mitte, vom Ball direkt vor den Slot gewarnt. Und doch war die erste Aktion ein solcher Pass und ein freier blitzschneller Abschluss, der nur mit Glück noch an Kuratles Bein hängen blieb. Mörschwil setzte also von Beginn ab einen Akzent, doch Bäretswil liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Man lief von nun an noch einen Schritt gewissenhafter mit dem Gegner mit und versuchte geduldig eigene Chancen zu kreieren. In der 5. Minute war es dann aber doch Mörschwil, das eine kurze Unaufmerksamkeit ausnutzen konnte, zuerst in der gegnerischen Ecke den Ball erobern konnte und nach einem Lauf und Drehschuss in die untere linke Ecke das 1:0 für sich in Anspruch nehmen konnte. Was an der letzten Runde vielleicht noch in Ausrufen, beschuldigenden Blicken oder Niedergeschlagenheit ausgeartet wäre, wurde nun hingenommen und abgehakt. Zwei Einsätze später kam Moser an den Ball, schloss ab und egalisierte den Spielstand zum 1:1. Das Spiel verlief nun weitestgehend ebenbürtig, rein chancentechnisch hatte wohl Mörschwil etwas Oberwasser, die grundsätzlichen Spielanteile waren aber gleichmässig verteilt. In der 10. Minute konnte Mörschwil einen Freistoss dazu nutzen Durcheinander in die Abwehr zu bringen und in der Folge die Bäretswiler so zu desorganisieren, dass ein Querpass zum freistehenden ehemaligen Schiedsrichter Christoffel geschoben werden konnte, der dann umgehend die Führung für die St. Galler herstellte. Bäretswil brauchte nur gerade 23 Sekunden, um den Gleichstand wieder herzustellen: E. Meier drückte nach einer sehenswerten Ballannahme ab, nachdem wiederum J. Ganz den Assist gegeben hatte, der schon vorher Moser bedient hatte.

Einer der entscheidenden Momente im Spiel kam nun. Es wäre jetzt die Gelegenheit gewesen, die freigesetzte Energie aufs Feld zu bringen und einander bis zum Limit zu pushen. Doch Bäretswil spielte leider weiterhin nur sauber, geduldig und konstant, aber zu wenig angriffslustig, zu wenig frech, zwar traf Webber einmal noch die Latte und der Ball ging hinter dem Torhüter zu Boden, aber eben nicht ins Tor. Als würde man sich einen Sieg gegen Mörschwil dann doch nicht ganz vorstellen können. So war es denn halt Mörschwil, das mit Treffern in der 15. und 17. Minute auf 4:2 davonziehen konnte und sich so ein (letztendlich entscheidendes) Polster für die zweite Hälfte sichern konnte.

In der zweiten Hälfte startete Bäretswil dann aber doch wieder entschlossener und machte sofort Druck. Der Ballbesitz wurde oft in der gegnerischen Hälfte verteidigt und auch wieder zurückgewonnen, die Defensive begann hoch, so dass der Anschlusstreffer nur eine Frage der Zeit sein würde. G. Meier setzte schon in Minute 21 ein Ausrufezeichen in Form eines Pfostenknallers.

Fakt und Tatsache war dann aber, dass Mörschwil einfach kaltblütiger war, nach einem Abpraller war man schneller am zweiten Ball und konnte die Führung in der 30. Minute auf 5:2 erhöhen. Das Spiel ging zwar munter hin und her, doch so richtig gelingen wollte den Bäretswilern nichts. Erst Osterwalder, der im Training schon gezeigt hatte, was er von ausgeklügelten Freistossvarianten hält (nicht so viel), visierte bei einer Standardsituation die Lücke an und traf. Endlich! ganze 24 Minuten hatten die Bäretswiler gebraucht, um endlich den dritten Treffer zu realisieren. Wer nun dachte, das Momentum könne auf die Seite des Heimteams kippen, dachte falsch: Nur kurz nach dem Anschlusstreffer wurde in einem empfindlichen Augenblick des Spiels eine sehr harte Strafe gegen E. Meier gepfiffen. Das anschliessende Powerplay war noch nicht erfolgreich gewesen als Moser und Kuratle scheinbar in den Ballbesitz kamen, doch Moser verlor unglücklich das Gleichgewicht, Kuratle konnte den Ball noch nicht kontrollieren, so dass der lachende Dritte, ein Mörschwiler seinen Freund quer auf der anderen Seite bedienen konnte und auf 6:3 erhöhte. Als wenig später dann auch noch das 7:3 fiel, schien das Spiel definitiv verloren, trotzdem setzten die Bäretswiler alles auf eine Karte und ersetzten nach einem Time-out den Torhüter durch einen vierten Feldspieler. Der Versuch fruchtete: Webber konnte bedient von G. Meier das 7:4 erzielen. Mit zweieinhalb Minuten auf der Uhr würde ein Ausgleich noch möglich sein. Also weiterhin Torhüter raus, vier Feldspieler rein. Im nächsten empfindlichen Moment im Spiel verdribbelte sich jedoch S. Meier und verlor den Ball, der prompt ins eigene Netz spediert wurde – zum 8:4. Nun waren nur noch etwas über 30 Sekunden zu spielen und wohl nichts mehr zu holen. Etwas aus dem Nichts gelang dann aber Pfiffner auf Zuspiel von E. Meier das 8:5 und S. Meier das 8:6. Also in letzter Verzweiflung und sechs Sekunden auf der Uhr noch einmal vier Feldspieler einsetzen, um das Unmögliche zu versuchen. Doch es reichte nicht. 8:6 war der Endstand, wobei es nicht das Ende war, sondern die Verzagtheit (und ein wenig das Pech) in entscheidenden Momenten, die das Spiel zwar als solides Auftreten und somit in Ordnung für das Heimpublikum, aber nicht mehr in unseren Erinnerungen langsam verblassen lassen werden.

Für das Spiel gegen Elgg, eben Langnau Bezwinger und letztjährige Playoffhalbfinalisten, nahmen sich die Bäretswiler vor, das Solide und den kühlen Kopf mitzunehmen, die guten Aktionen zu feiern und auch endlich mal einen Sieg einzufahren. Es wurden kleinere Änderungen in den Blöcken vorgenommen, die jedoch schon vorgängig kommuniziert waren und auch hier kein Hauruck oder etwa Panik erahnen liessen.

Das Spiel gegen Elgg begann ähnlich wie jenes gegen Mörschwil: Chance für den Gegner in der ersten Minute und ein Abschluss, nur dass dieser auch gleich im Tor landete. 1:0 für Elgg. Etwas dicker kam es, als S. Meier etwas kontextlos auf die Strafbank musste und ein 2:0 in gefährlicher Nähe lag. Doch Hubers Können blitzte in dieser Unterzahl ein erstes Mal auf und als er den Ball wieder freigab, schnellte des Schiedsrichters Hand zu einer (noch kontextloseren) Strafe gegen Elgg in die Luft. Bäretswil war nun plötzlich im Vorteil und konnte im Spiel 2:2 und einem Freistoss ins numerische Überzahlspiel wechseln. Das de facto fast dreiminütige Spiel in Überzahl konnte Osterwalder nach kaum zwei Minuten assistiert von Webber ins 1:1 verwandeln. Nun konnte der Bäretswiler Motor endlich starten, immer mutiger und kühner wurden die Angriffe, die Bank feierte alle Abschlüsse und immer wieder auch den herausragenden Huber im Tor. In der 9. Minute gelang dann ein Kunststück, das schon lange nicht mehr gelungen war: Bäretswil ging durch Captain Webber persönlich oder durch G. Ganz (die Angaben sind nicht eindeutig und es gibt Fürsprecher auf beiden Seiten) endlich einmal wieder in einem Spiel in Führung! Zwar wahrte dieses Glückgefühl nur gerade 4 Minuten, doch diese genügten scheinbar, um den Glauben an den Sieg etwas tiefer in der geschundenen Bäretswiler Seele zu zementieren (und natürlich trug auch das Publikum mit seiner Unterstützung das Seinige zu einem dynamischen Bäretswiler Auftritt bei, alle fieberten sie mit, auch Papa Meier war wieder einmal zugegen und kommunizierte mit seinen Söhnen, ob es wieder ums Filmen oder anderes ging, ist nicht überliefert, die Stimmung war derart grossartig, dass sogar die, ich muss es noch einmal erwähnen, grossartigen Vereinsbroschüren ungelesen auf den Tischen liegen blieben, weil auf dem Platz spannendes, attraktives Kleinfeldunihockey geboten wurde und zwar auf beiden Seiten! Gruss an dieser Stelle auch an Felix Wüthrich aus Elgg, der das Spiel sicherlich eloquenter in Worte fassen könnte, als mir es je gelingen wird). Doch wieder riss eine Strafe, diesmal gegen G. Meier die Bäretswiler unvermittelt aus dem Konzept (wir erinnern uns das Vokabular ist „kontextlos“). So konnte Elgg doch wieder in Führung gehen und nur gut drei Minuten vor Spielhälfte auf 3:2 erhöhen. War es der Trotz, das Publikum, die Freude am Unihockey, der Teamspirit oder etwas im Bäretswiler Trinkwasser? Irgendetwas liess die Bäretswiler nur noch entschlossener auftreten. Weissenberger also nach dem Gegentor aufs Feld, kriegt den Ball von J. Ganz und drescht den Ball unter die Latte zum erneuten Ausgleich! Mit diesem 3:3 und Lust auf mehr ging es in die Pause wo man sich vornahm mehr vom Gleichen zu bieten und sich bei den Themen Abstand und Stockschlag noch etwas vornehmer zurückzuhalten, um nicht den Verdacht einer Strafe auf sich zu lenken.

Die kurze Pause hatte den Bäretswilern sichtlich gut getan: G. Meier schoss sich die Anspannung seiner absolvierten Weiterbildung mit dem 4:3 in der 21. Minute von der Seele, nur wenig später erhöhte G. Ganz auf Pass (hier muss man präzisieren, ein hoher Ball von Webber, den Ganz mit einer Lässigkeit sondergleichen volley ins Netz spedierte) von Webber zum 5:3 und wieder G. Meier nur 30 Sekunden später zum 6:3. In Bäretswil lief es plötzlich wie am Schnürchen. Und Elgg war nicht etwa passiv oder untätig, doch Huber einfach zu stark und Elgg vielleicht auch ein wenig abgelenkt von seinem Hadern mit den Schiedsrichtern (das konnte bereits im Spiel vorher beobachtet werden). Der nächste Bäretswiler Einsatz geriet entsprechend lang (eben weil Elgg doch auch Ballbesitz hatte und Bäretswil geduldig seine langen Einsätze leisten musste) und es wurde bereits zum Wechsel gerufen, doch S. Meier wollte lieber noch schnell ein Tor schiessen (welch Albtraum eines Coaches!), was er auch tat und zufrieden und bejubelt zum Wechsel antrabte. Es war der berühmte Tropfen, der das Elgger Fass zum Überlaufen brachte – zumindest nahm sich das Team nun doch ein Timeout – und würde wohl mit vier Feldspielern zu retten versuchen, was zu retten war (und wir erinnern uns an turbulente Spiele gegen Elgg, die plötzlich auf beide Seiten kippen können!). Doch Torhüter Huber hatte in der zweiten Hälfte geschlossen und liess sich nicht von drei und nicht von vier Elggern bezwingen, er tauchte und streckte sich und schnappte sich Bälle hinter dem Tor, es war eine wahre Freude, ihn in seinem Element zu sehen! Doch das Timeout der Elgger hatte zumindest den Effekt das die Bäretswiler Torproduktion etwas abrupt gestoppt wurde. So stand es bis in die 36. Minute 7:3, bis E. Meier auf Pass von Pfiffner das 8:3 ins leere Tor erzielen konnte. Das 9:3 in der 7. Minute erzielte G. Ganz unter diesen kuriosen Umständen: Webber hatte ganz fest eins auf die Finger bekommen und schrie auf. Der Schiedsrichter liess sich – im Gegensatz zu allen anderen in der Halle – nicht erweichen und liess weiterspielen, also schlenzte G. Ganz den Ball halt ins Tor, um dem perplexen und schmerzverzerrten Webber endlich Linderung auf der Bank zu verschaffen. Der wahre Leckerbissen des Abends (und die Latte lag bereits hoch!) kam aber erst noch. Huber hatte wieder einmal fantastisch gerettet und konnte Osterwalder lancieren, dieser lief der Bande nach nach vorne und platzierte den Ball milimetergenau zum 10:3 unter der Latte, die Halle tobte, der erste Sieg der Saison war Tatsache – umso schöner, dass es kein Lottersieg war, sondern ein erkämpfter, und von A bis Z sauber gespielter Sieg.

Bäretswil findet sich nun bereits weitab der Abstiegsplätze in Playoffnähe (nun gut, das ist bestenfalls eine Halbwahrheit: Platz 8 und punktegleich mit Platz 9 ist immer noch gefährlich. Aber: Auch ein Playoffplatz liegt zumindest noch in machbarer Reichweite, wenn man in Bäretswil ein Gefühl und Rezept dafür entwickeln kann, zu spielen wie zuhause). Next: Otelfingen gegen Niederwil und Gossau zum Auftakt der Rückrunde!

Tabellenführung ausgebaut, 3. Runde Herren II

1. Spiel vs. emotion Hinwil-Tann
Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen ging es in die nächste Runde unserer Mission Aufstieg. Der Gegner des ersten Spiels war uns bereits sehr bekannt: Emotion Hinwil. Viele unserer Spieler haben bereits in ihrer Juniorenzeit beim DT gegen sie gespielt. Der Start ins Spiel war uns nicht geglückt. Bereits nach drei Minuten bekamen wir das erste Gegentor durch einen schönen Konter des Gegners und mussten das 0:1 hinnehmen. Zum Glück fanden wir schnell unseren Rhythmus. Zuerst konnten wir durch einen schönen Vorstoss von Fischer ausgleichen. Lange war das Spiel ausgeglichen und beide Teams hatten die eine oder andere Chance, in Führung zu gehen. In der 12. Minute gelang Emotion durch eine Unkonzentriertheit in unserer Defensive das erneute Führungstor. In der Folge konnten wir vor der Pause kein Tor mehr erzielen.

In der zweiten Hälfte lief es deutlich besser. Keine zwei Minuten nach der Pause konnte Pfiffner durch ein «Buebetrickli» das Spiel wieder ausgleichen. In der Folge übernahmen wir das Spieldiktat. Zwei Minuten nach dem Ausgleichstor konnte Lütolf mit einem Drehschuss die erstmalige Führung für den DT herstellen. Danach lief fast alles für uns. Innert weniger Minuten sorgten Lütolf, Müller und Pfiffner plus ein Eigentor des Gegners dafür, dass wir das Resultat klar zu unseren Gunsten ausbauen konnten. Trotz eines Gegentreffers liessen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und konnten durch Treffer von Hirschi und Fischer das Resultat auf 9:3 schrauben.

2. Spiel vs. Unihockey Wild Wings
Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: Wir gingen als Tabellenführer auf Platz 1 in die Partie, während der Gegner als Fünftplatzierter unbedingt Punkte brauchte. Trotzdem wussten wir, dass es kein Selbstläufer wird.

Wir starteten stark in die erste Hälfte: Pfiffner brachte uns mit dem 1:0 in Führung, und Fischer legte schnell zum 2:0 nach. Der Gegner blieb jedoch dran – Egli verkürzte, bevor Pfiffner erneut zuschlug. Danach trafen Althaus und Altwegg für das gegnerische Team, während Lütolf uns mit seinem Treffer im Spiel hielt. Kurz vor der Pause stellte Altwegg mit einem weiteren Tor das 4:4 her.

In der zweiten Hälfte blieb es ein offener Schlagabtausch. Altwegg und Egli brachten das gegnerische Team mehrfach in Führung, während wir durch Hirschi und später wieder Pfiffner dranblieben. Auch Küng traf in einer wichtigen Phase und hielt uns im Spiel. Für den Gegner waren zudem Althaus und Ausderau erfolgreich. Doch wir bewahrten am Ende die Nerven: Küng glich aus – und Pfiffner erzielte kurz vor Schluss den viel umjubelten Siegtreffer zum 10:9.

Am Ende war es vor allem unsere Mentalität als Team, die den Unterschied machte: Wir blieben geduldig, vertrauten einander in Drucksituationen und zeigten in den wichtigen Momenten eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung. So verteidigten wir verdient unsere Spitzenposition

Herren 1- Subjektive Wahrnehmung und etwas Sprachlehre

Der Saisonstart des Herren 1 des DT Bäretswil verlief bisher nicht nach Wunsch. Einen Sieg konnte das Fanionteam noch nicht einfahren. Dies galt es an der 3. Runde auf dem Parkettboden in Oberbüren zu ändern. Die beiden Gegner erfreuten sich ebenfalls nicht über einen gelungenen Saisonstart und so war klar, dass es zwei Spiele mit hochmotivierten und konzentrierten Gegnern geben würde.

1. Spiel vs Blau-Gelb Cazis

Im ersten Spiel ging es gegen Blau-Gelb Cazis, welche bereits das erste Spiel des Tages klar gewonnen hatten und dabei nach zwei Minuten schon mit 3:0 gegen Bürglen in Front lagen. So galt es, ein erneutes Startfurioso der Bündner zu verhindern.

Kaum hatte der Schiedsrichter das Spiel angepfiffen, musste dieses auch schon wieder unterbrochen werden. Kuratle im Bäretswiler Tor musste seinen Finger verarzten lassen, zum Glück war es aber nur ein abgebrochener Nagel. Als es dann weiterging, starteten die Bündner prompt wieder wie die Feuerwehr und setzten Kuratle im Bäretswiler Tor unter Dauerbeschäftigung. In den ersten zehn Minuten zeigte dieser diverse bärenstarke Saves, und trotzdem stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 3:0 für die Cazner: zwei Drehschüsse und ein cool verwandelter Penalty führten dazu.

Von den Bäretswilern kam bis dahin noch zu wenig, auch wenn es ein paar Bemühungen gab, etwas nach vorne zu tun. Fortan konnte sich Bäretswil etwas mehr am Spiel beteiligen, Cazis liess aber nur sehr wenig zu und spielte über die gesamten 40 Minuten kontrolliert, konzentriert und nahezu fehlerlos. Trotzdem konnte Ganz G. in der 14. Minute den ersten Treffer für die Bäretswiler erzielen.

Bis zur Pause passierte nichts Nennenswertes mehr. Kurz nach Wiederanpfiff konnte Cazis den alten Vorsprung wiederherstellen, dies mittels einem feinen Chip über den Goalie. Bäretswil war aber in dieser Phase gut im Spiel, und Ganz J. erzielte mit einem Drehschuss aus der Distanz das zweite Tor der Bäretswiler.

Bäri wollte mehr, leider wurden sie durch eine streng gepfiffene Strafe wieder gebremst. Cazis erzielte im Powerplay das 5:2. Bäretswil war weiterhin bemüht und kam durchaus zu Möglichkeiten, doch entweder scheiterte man am starken Torhüter oder an sich selbst. Cazis dagegen spielte weiterhin solide und baute nach einem feinen Solo den Vorsprung auf 6:2 aus.

Bäretswil versuchte in den Schlussminuten mit vier Feldspielern noch das Ruder herumzureissen, doch es gelang trotz zahlreicher Schussversuche kein Tor mehr. Den Schlusspunkt durfte nochmals Kuratle setzen, mittels eines gehaltenen Penaltys.

2. Spiel vs. Wehntal-Regensdorf

In Anlehnung an den Austausch zwischen den beiden Spielen wird das 2. Spiel mittels Gedichts im Daktylus Stil geschrieben. (Danke Chat GPT fürs umschreiben)

Sie kannten ihn wohl, den Gegner aus Wehntal und Regensdorf,
die schnellen, die bissigen, flink wie der Wind.
Sie wussten: Da braucht es viel Laufkraft und Willen,
doch Fehler – ja Fehler – die finden sich bestimmt.

Die Halle erzitterte, als der Anpfiff erklang,
Regensdorf stürmte, mit Feuer im Blick.
Die Bären begannen noch suchend, noch tastend,
und liessen sich treiben vom fremden Geschick.

Viermal schon zappelte früh das Netz,
kaum acht Minuten – ein Sturzbach aus Toren!
Regensdorf jubelte laut, die Bären verstummten,
als hätte der Mut sie im Sturm verloren.

Doch Hoffnung verglüht nie, sie lodert im Innern,
und Bäretswil stellte die Linien neu.
Ein wenig geordneter, kämpfender, klarer,
kam Leben zurück in das Team – und auch Scheu.

Chancen entstanden, doch Kälte, die fehlte,
vor dem Tor war der Mut nicht ganz rein.
Dann kam die Strafe der Regensdorfer, zu viele im Feld –
und Bäretswil durfte im Powerplay sein.

Wie rasch kam der Pass, wie präzise der Schuss,
da stand Meier G., der vollendete kühn!
Der erste Jubel, der hallte durch Reihen –
vier zu eins stand’s, und Hoffnung begann zu blühn.

Im Pausengang leise die Worte der Trainer:
„Zwei Linien, geschlossen, jetzt zeigen, wer wir sind.“
Sie kamen zurück – entschlossener, fester,
der Wille geweckt, im Herzen der Wind.

Das Spiel nun auf Augenhöhe, ein Ringen, ein Brennen,
vielleicht gar ein kleiner Vorteil für Bäretswil.
Doch Regensdorf fand wieder Spalten und Räume,
traf präzise, traf klug, traf mit Ziel.

Ein Freistoss, ein Powerplay, dann noch ein Konter,
die Scheibe im Netz, das Resultat schwer.
Sieben zu eins – doch die Bären gaben nicht auf,
sie kämpften, sie liefen, sie wollten noch mehr.

Doch Bitterkeit mischte sich leise ins Ringen,
denn Pfeifen erklangen, so mancher zu früh.
Ein Foul blieb ungehört, ein Pfiff kam zu hastig –
der Wind drehte scharf, wie ein Schwert in der Glut.

Zu oft, kaum gepfiffen, fiel kurz drauf das Tor,
als läge ein Fluch auf dem Bärenrevier.
Die Blicke zum Schiri, das Seufzen, das Fragen –
doch Antwort kam keine, nur Leere und Zier.

Da kam das Timeout, ein Griff in den Geist,
vier Feldspieler draussen, der Torhüter raus.
Osterwalder traf – und wieder! – zweimal in Folge,
das Feuer entbrannt, die Halle ein Haus!

Dann Meier S. setzte den nächsten Stich,
zum vier zu sieben, die Hoffnung zurück.
Drei Tore in drei Minuten – welch Aufbegehren!
Ein Funken von Glaube, ein Stück vom Glück.

Doch das Schicksal, es wandte sich wieder.
Ein Ball ging verloren, das Tor leer, der Schuss.
Acht zu vier stand’s – der Frust unermesslich,
der Schiri ermahnte, der Ärger war Schluss.

Zu viel Unmut, zu laut das Klagen,
der Captain musste zur Strafbank gehn.
Doch Bäretswil kämpfte, das Herz voll Flammen,
sie wollten noch einmal aufrechtes Stehn.

Ganz stürmte mit Kraft, vielleicht etwas zu wild,
stieß einen Gegner hart in die Bande.
Die Pfeife erklang – der Pfiff war gerecht,
auch wenn der Zorn blieb, in wilderem Brande.

Die letzten Minuten, ein Aufbäumen noch,
doch Regensdorf traf – zwei Tore zum Schluss.
Zehn zu vier stand am Ende die Zahl,
doch Zahlen erzählen nicht alles, zum Glück.

Die nächste Runde steht in drei Wochen zu Hause in Bäretswil an. Für die Bäretswiler geht es gegen den noch verlustpunktlosen Leader Mörschwil und gegen den UHC Elgg. Wie da der erste Sieg herausgespielt werden will, ist nun die Herausforderung für die Bäretswiler Mannschaft. Wie man so schön sagt: „Guter Rat ist teuer.“

2. Runde – Je (nur) einen Punkt gegen Davos und Hinwil


DT Bäretswil – Davos Unihockey 5:5 (4:2)

Bereits um 7:45 Uhr trafen die ersten Bäretswiler in Hinwil ein und mussten gar noch ein paar Minuten auf die Öffnung der Halle warten.
Um 9:00 Uhr waren dann alle richtig wach und starteten in eine ereignisreiche Partie.

Bereits in der 3. Minute wanderte ein Spieler des Aufsteigers aus dem Bündnerland auf die Strafbank, was Bäretswil innert Sekunden zur Führung zu nutzen wusste. Silas Meier konnte sich den ersten Treffer des Tages gutschreiben lassen. Nur 40 Sekunden später nutzten die Davoser einen Bäretswiler Ballverlust zum Ausgleich, und weitere 40 Sekunden später netzte Fabian Osterwalder erneut für die Bäretswiler zum 2:1 ein.

Bäretswil spielte mit breiter Brust nach vorne, und so legte Waebber für Silas Meier auf, der den Ball zum umjubelten 3:1 einhämmerte.
Die wenigen Zuschauer in der Halle sahen bis dahin eine attraktive Partie mit diversen Chancen und Fehlern auf beiden Seiten.
Eine solche Chance nutzten die Davoser dann per Ablenker zum 3:2-Anschluss.

Saves und Tricks auf beiden Seiten sorgten für gute Unterhaltung. DTB-Captain Waebber traf bereits zum 4:2, obwohl erst gerade die Sonne aufging und die Kaffeemaschine im Fairplay-Bistro noch am Aufheizen war. Es stand bereits der erste Pausentee an, und Bäretswil wäre gewillt und gut bedient gewesen, an die Leistung der ersten 20 Minuten anzuknüpfen.

Leider gelang dies nicht! Davos handelte sich zwar eine Strafe wegen Abstandsmissachtung beim Freistoss ein, doch diese konnte nicht ausgenutzt werden. So kam sogar Davos in dieser Phase zu guten Abschlüssen, scheiterte jedoch am DTB-Schlussmann Huber. In der 27. Spielminute klappte es dann: Davos traf zum 4:3.

Momente später wanderte Gian Meier wegen eines Bodenspiels für zwei Minuten auf die Strafbank, was die Bäretswiler aber sauber herunterspielten – ohne Gegentreffer.

In der 34. Minute kam Osterwalder zu einem Abschluss und verwertete danach den eigenen Abpraller sehenswert zur 5:3-Führung. Der Zwei-Tore-Abstand hatte nur wenige Augenblicke Bestand, denn Gian Meier blieb im Forechecking der Davoser hängen, und die Bündner stellten auf 5:4.

Wer glaubte, dass der Wechselfehler der Davoser in der 39. Minute nun den Bäretswiler Sieg besiegeln würde, hatte sich leider verschätzt: Trotz Unterzahl trafen die Davoser rund 11 Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 5:5-Ausgleich, was seitens Bäretswil zu dem einen oder anderen hängenden Kopf auf dem Weg zum Handshake führte.

So belohnten sich die Bäretswiler nur sehr bedingt für eine solide Leistung

DT Bäretswil – Emotion Hinwil 6:6 (2:4)

Was für ein Oberland-Derby! Schon ab der ersten Minute brannten beide Teams ein Feuerwerk ab: Fabian Osterwalder setzte früh ein Zeichen. Mit dosierter Härte zeigte er bereits in der Startminute, wie diese Partie aussehen könnte, und schulterte den Gegner beim Zweikampf über die Bande.

Auch DTB-Hüter Kuratle, frisch im Kopf nach USA-Aufenthalt, zeichnete sich kurz mal mit einem Dreifach-Save aus und stoppte damit den ersten gelungenen Ansturm der Hinwiler mirakulös. Dann schlug Gian Meier zu und eröffnete mit einem abgeklärten Schuss das Skore zum 0:1.

Nach den ersten drei intensiven Minuten beruhigte sich das Spiel etwas, beide Teams fanden ihren Rhythmus und in die Partie. In Minute 8 kam wieder Spannung auf: Hinwil brach über rechts durch die Abwehr, und Dennis Weissenberger konnte den Gegner nur noch von hinten am Abschluss hindern. Kuratle hätte die Szene wohl entschärfen können, dennoch entschied der Mann mit der Pfeife auf Penalty für Hinwil – der berüchtigte Mike mit der Rückennummer 66 verwandelte trocken ins obere rechte Eck zum Ausgleich.

Bäretswil zeigte sich danach sehr bemüht, übernahm zwar die Kontrolle, hielt den Ball über mehrere Blockwechsel. In dieser dominanten Phase führte ein technischer Fehler im Zentrum des Feldes zu einem überraschenden Ballverlust und ermöglichte den Hinwilern einen Konter, den diese eiskalt zum 1:2 nutzten. Die Halle tobte ob der erstmaligen Führung der Heimtruppe. Kurz darauf fasste Emotion eine Strafe – das Powerplay brachte Chancen, doch Osterwalder, Silas und Waebber scheiterten mehrmals mehr oder weniger knapp im Abschluss. Kurz nach Ablauf dieser Strafe wurde Ben Pfiffner rüde von den Beinen geholt – das nächste Powerplay stand bereits an. Erst verzogen Osterwalder und Waebber, doch dann legte Waeber auf, und Osterwalder vollendete zum 2:2-Ausgleich.

Die letzten Minuten vor der Pause hatten es in sich: Hinwil traf 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 2:3 – und legte sogar noch einen drauf. Ein Konter brachte das 2:4 fast mit dem Pausenpfiff. Bäretswil war nach diesem Doppelpack gerade etwas bedient, und die Stimmung zur Pause war spürbar angespannt.

Coach Jonathan Ganz fand in der Pause klare Worte: „Einfache Pässe, gute Laufwege, keine Sicht für den Torhüter und mehr Dynamik und Freude am Spiel!“ Mit breiter Brust startete Bäretswil in die zweite Hälfte. Hinwil versuchte bei eigenem Freistoss, auf vier Feldspieler zu wechseln, was sehr unkoordiniert ablief und zu einem unignorierbaren Wechselfehler und der damit verbundenen Strafe führte. Silas Meier nutzte die weitere Überzahl-Gelegenheit und hämmerte den Direktschuss zum 3:4-Anschluss in die Maschen.

Nur Momente später tat es ihm sein Bruder Gian Meier gleich und traf zum 4:4.

Die Derbystimmung erreichte ihren Kochpunkt, und das Spiel wurde härter, emotionaler. In Minute 28 schredderte sich Hinwil durch die Bäretswiler Abwehr und traf zum 4:5. Nur 11 Sekunden später folgte bereits das 4:6 – das zweite Hinwiler-Doppelpack der Partie.

Bäretswil schoss zwei Minuten später den vermeintlichen Anschluss durch Gian Meier, doch der Treffer wurde wegen eines Stockschlags annulliert.

In Minute 33 düpierte Silas Meier die gesamte Hinwiler Abwehr und traf solo zum 5:6. Bäretswil war wieder dran und arbeitete auf den Ausgleich hin. Doch in der 36. Minute musste Robin Weissenberger auf die Strafbank, doch die Bäretswiler Unterzahl-Box hielt stand und verhinderte den wohl entscheidenden Gegentreffer.

Wieder vollzählig machte Bäretswil mit vier Feldspielern alles – und wurde belohnt: Fabian Osterwalder traf 19 Sekunden vor Schluss zum 6:6-Ausgleich und jubelte, als gäbe es kein Morgen, und besiegelte die Punkteteilung. Ein emotionsgeladenes Derby, das mit einem Unentschieden endete, welches wohl keiner der beiden Mannschaften richtig gefallen mochte.

Herren 1 – Wir gewinnen fast immer fast

Matchbericht: Erste Meisterschaftsrunde des Herren 1 – DT Bäretswil

Am vergangenen Wochenende startete die erste Mannschaft des DT Bäretswil in die neue Meisterschaft. Mit Cevi Gossau und Löwen Bürglen warteten gleich zwei spannende Gegner auf uns.

Spiel 1: DT Bäretswil – Cevi Gossau 4:8

Zum Auftakt stand uns mit Cevi Gossau gleich der amtierende Schweizer Meister gegenüber – ein Team, das für seine Qualität und Effizienz bekannt ist.

Wir starteten konzentriert, kassierten aber bald das 0:1. Der Ausgleich gelang, doch bis zur Pause zeigte Gossau, vor allem in Person von Jason Abbühl seine Klasse und zog auf 4:1 davon. In der zweiten Halbzeit steigerten wir uns deutlich: aggressiver in den Zweikämpfen, besser im Spielaufbau und mit mehr Durchsetzungsvermögen. Wir konnten weitere Tore erzielen, doch eine Unterzahl brachte uns erneut ins Hintertreffen. Beim Stand von 3:6 versuchten wir mit einem vierten Feldspieler alles und konnten nochmals verkürzen, ehe Gossau mit zwei Treffern ins leere Tor den 8:4-Endstand fixierte. Trotz Niederlage war die Leistung in der zweiten Halbzeit und die kämpferische Einstellung ein positives Signal.

Spiel 2: DT Bäretswil – Löwen Bürglen 7:7

Im zweiten Spiel wartete mit Löwen Bürglen ein Gegner, gegen den wir uns einiges vorgenommen hatten. Doch der Start misslang: frühe individuelle Fehler führten zum 0:2. Danach fanden wir aber immer besser ins Spiel und dominierten die Partie über weite Strecken. In der Phase 3 gegen 3 waren wir klar überlegen und konnten bis acht Minuten vor Schluss auf 7:4 davonziehen.

Doch dann kam es zu einem Déjà-vu aus der letzten Saison: Unsicherheiten in Unterzahl, fehlende Konsequenz und etwas führten dazu, dass die Löwen Tor um Tor aufholten. Am Ende mussten wir uns mit einem 7:7 begnügen – ein verlorener Punkt über den sich niemand so richtig freuen konnte ausser natürlich die Gegner aus Bürglen.

Ausblick

Die erste Runde brachte also eine Niederlage gegen den Meister und ein Unentschieden gegen Löwen Bürglen – mit guten Ansätzen, aber auch wichtigen Lehren. Vor allem herauszustreichen ist die Leistung unserer jungen Spieler, welche viel Schwung und Torgefahr mit aufs Feld brachten und ihre Ambitionen definitiv angemeldet haben.

 Am Sonntag, 5. Oktober, in Hinwil geht’s weiter mit der zweiten Meisterschaftsrunde. Wir treffen um 9 Uhr auf den Aufsteiger Iron Marmots Davos. Ein Team, welches gespickt von ehemaligen NLB-Akteuren, bereits in der ersten Runde ihre Ambitionen angemeldet hat. Im zweiten Spiel treffen wir auf die Gastgeber aus Hinwil. Eine junge dynamische Truppe, welche zuhause sicher heiss darauf ist, im Oberland-Derby abzuliefern. Wir erwarten zwei spannende und ausgeglichene Partien und sind gewillt uns in jede Aktion reinzuhängen und um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen! Wir freuen uns über jede Unterstützung vor Ort.