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Herren 2: Erfolgreicher Saisonstart für DT Bäretswil

Am vergangenen Wochenende starteten wir in die neue Meisterschaft der 4. Liga Kleinfeld Unihockey. In der ersten Runde standen gleich zwei Spiele auf dem Programm – und beide konnten erfolgreich gestaltet werden. Mit einem klaren 5:1-Sieg gegen den UHC Schwarz Gelb Wetzikon sowie einem hart umkämpften 6:5-Erfolg gegen Emotion Weinfelden feierte das Team einen perfekten Auftakt.

Spiel 1: UHC Schwarz Gelb Wetzikon – DT Bäretswil 1:5

Wir starteten konzentriert in die erste Partie. Zwar ging Wetzikon früh in Führung, doch Aaron Hirschi sorgte postwendend für den Ausgleich. Danach übernahmen wir das Spieldiktat. Mit schnellem Kombinationsspiel und konsequenter Chancenverwertung konnten bis zur Spielhälfte weitere Treffer durch Hirschi, Josua Lütolf und Sascha Küng erzielt werden.

Im Schlussabschnitt kontrollierten wir das Geschehen und liessen defensiv kaum mehr etwas zu. Ben Pfiffner setzte mit zwei Treffern den Schlusspunkt und sicherte den ungefährdeten 5:1-Sieg.

Torschützen DT Bäretswil:
• 2× Ben Pfiffner
• 2× Aaron Hirschi
• 1× Sascha Küng
• 1× Josua Lütolf

Spiel 2: DT Bäretswil – Emotion Weinfelden 6:5

Das zweite Spiel des Tages entwickelte sich zu einem echten Nervenspiel. Wir erwischten den besseren Start und ging schnell in Führung. Manuel Ruff glich jedoch kurze Zeit später aus. In einer intensiven Partie mit vielen Zweikämpfen ging es hin und her – zur Halbzeit stand es 3:3.

Im zweiten Abschnitt schien das Spiel zu unseren Gunsten zu kippen: Wir nutzten zwei Chancen eiskalt und lagen zwischenzeitlich mit 3:5 vorne. Doch Weinfelden zeigte ebenfalls Kampfgeist. Zuerst brachte Severin Curiger sein Team wieder heran, ehe Aaron Hirschi den viel umjubelten 2 Tore Vorsprung erzielte. Knapp zwei Minuten vor Schluss war es erneut Manuel Ruff, der mit seinem zweiten Treffer das entscheidende 5:6 markierte. Mit vereinten Kräften brachte DT Bäretswil den Vorsprung über die Zeit und durfte sich über den zweiten Sieg im zweiten Spiel freuen.

Torschützen DT Bäretswil:
• 2× Josua Lütolf
• 1× Simon Fischer
• 1× Joel Müller
• 1× Adenilton Rocha de Sousa
• 1× Aaron Hirschi

Fazit

Mit zwei Siegen zum Auftakt ist DT Bäretswil optimal in die neue Saison gestartet. Während gegen Wetzikon spielerische Überlegenheit den Unterschied machte, bewies das Team gegen Weinfelden Kampfgeist und Nervenstärke. Mit dieser Mischung kann DT Bäretswil zuversichtlich in die kommenden Meisterschaftspartien blicken und befindet sich zwischenzeitlich auf dem 1. Rang in der Tabelle.

Herren 1 – Aus im Liga Cup – Die Tigers zeigen Bäretswil die aktuellen Grenzen auf

Im Ligacup-Duell zwischen DT Bäretswil und den Tigers Langnau zeigte sich einmal mehr, wie gnadenlos Effizienz im Unihockey sein kann. Trotz eines beherzten Auftritts und zahlreicher Chancen musste sich Bäretswil mit 5:19 geschlagen geben.
Von Beginn an übernahmen die Tigers das Zepter und gingen bereits nach einer Minute durch S. Tanner in Führung. Zwar gelang G. Meier in der 12. Minute der Anschlusstreffer zum 2:1, doch Langnau antwortete prompt und baute die Führung bis zur ersten Drittelpause auf 5:1 aus.
Im zweiten Drittel setzte sich das Muster fort: Bäretswil kämpfte, kombinierte und erspielte sich gute Möglichkeiten – doch die Abschlüsse verfehlten oft das Ziel oder wurden vom überragenden Tigers-Goalie entschärft. Die Tigers hingegen nutzten ihre Chancen eiskalt und erhöhten bis zur zweiten Pause auf 11:3.
Auch im Schlussdrittel blieb das Bild unverändert. Zwar trafen G. Ganz und G. Meier nochmals für Bäretswil, doch Langnau zeigte sich weiterhin gnadenlos effizient. Besonders M. Gerber und N. Glauser stachen mit mehreren Treffern hervor. Die Schlussphase war geprägt von schnellen Kontern, dem Bäretswiler Versuch mit 4 Feldspielern mehr Druck zu erzeugen und präzisen Abschlüssen der Tigers, die das Spiel mit einem klaren 19:5 beendeten und verdient einen weiteren Schritt in Richtung Cupfinal machen.

Tigers Langnau – DT Bäretswil 19:5 (5:1, 6:2, 8:2)
Turnhalle Biglen, Biglen. SR Gyhr.
Tore: 1. S. Tanner (S. Siegenthaler) 1:0. 10. Y. Aeschlimann 2:0. 12. G. Meier 2:1. 14. S. Siegenthaler (M. Gerber) 3:1. 15. A. Jakob (D. Langenegger) 4:1. 17. S. Liechti (Y. Aeschlimann) 5:1. 22. Y. Aeschlimann (S. Tanner) 6:1. 22. Y. Glauser (S. Flühmann) 7:1. 27. M. Gerber 8:1. 30. J. Frejd (N. Glauser) 9:1. 31. Y. Webber (E. Meier) 9:2. 34. G. Meier 9:3. 38. J. Frejd (N. Glauser) 10:3. 40. J. Frejd (N. Glauser) 11:3. 47. G. Ganz (F. Osterwalder) 11:4. 48. M. Gerber 12:4. 50. M. Gerber 13:4. 52. S. Siegenthaler (Y. Glauser) 14:4. 54. S. Flühmann 15:4. 57. M. Gerber 16:4. 58. N. Glauser (M. Gerber) 17:4. 60. N. Glauser 18:4. 60. G. Meier (E. Meier) 18:5. 60. S. Flühmann 19:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau. 1mal 2 Minuten gegen DT Bäretswil.

Herren 1 – Welcome to Paradise

Die Vorbereitungen

Ein passendes Datum mit einer allen genehmen Anspielzeit zu finden gestaltete sich gelinde gesagt schwierig. In Würenlos, dessen TV Heimrecht geniessender Gegner des DT Bäretswil war, fand bis Samstagabend das Dorffest statt („Have Fun“ lautet das vielsagende Motto! Aber als Hauptact am Freitagabend trat also tatsächlich Šuma Čovjek auf, eine Band, die ich gerne empfehle!) und so wurden zuerst einmal absurdeste Anspielzeiten vorgeschlagen, am Mittwochabend, am Dienstagabend, alles, bloss nicht am vorgegebenen Cup Wochenende – oder dann vielleicht schon am Wochenende, aber in Bäretswil?. Da der Mensch ja eigentlich dazu neigt, möglichst „ja“ zu sagen, war diese Zeit der Terminfindung auch für unseren Team-Manager Osterwalder nicht einfach. Mal für Mal musste er Würenlos wieder abberichten (Mitschuld daran trägt allerdings auch das undurchsichtige Hallenreservationssystem in Bäretswil: Es gibt einen Onlinekalender, der nichts taugt: Mal zeigt der „nicht reservierbar“ an und es stellt sich auf Nachfrage heraus, dass man sehr wohl reservieren kann. Ein anderes Mal zeigt die grüne Farbe im System die Verfügbarkeit an und wenn man dann ein Heimturnier definitiv reservieren will, wird einem beschieden, der Termin sei ja in den Ferien und dann könne man die Halle sowieso nicht reservieren; vielleicht erleben einmal den Tag, an dem eine Turnhalle nicht mehr als Schulobjekt mit ausnahmsweisen Ausleihen an Vereine, sondern als Sportobjekt, das tagsüber der Schule zur Verfügung steht, angesehen wird) und wir können nur ahnen, wie frustrierend die Suche nach Halle und Datum und Zeit für den TV Würenlos war, deren Teammanagerin sich ihrerseits vielleicht über die unsagbare Kooperationsverweigerung der Bäretswiler Gäste ärgerte.

Der Spielort

Wer Würenlos denkt, denkt Fressbalken. Vielleicht kommt einem auch das völlig offensichtliche und darum etwas wertlose (und in unserem Zusammenhang auch wirklich unangebrachte) Wortspiel mit Würdenlos in den Sinn. Diese zwei Assoziationen beruhen darauf, dass kaum einer die nette Gegend im Limmattal abseits der Autobahn kennt (ähnlich etwa, wie wenn Hawaiianerinnen und Hawaiianer aus ihren Flitterwochen in Las Vegas zurückkommen und sich schwören, nie nie wieder in die Lower 48 zu fahren, weil es dort ja schrecklich, d.h. wie in Las Vegas, sei). Tatsächlich wurden wir schon beim Eintreffen auf dem Schulhausplatz eines besseren belehrt. Die Dorfjugend genoss dort den ausklingenden Sommertag und wir traten ein in einen zeitlosen Raum: Die Mehrzweckhalle ist in einem Gebäude untergebracht, wie es wohl Mitte des letzten Jahrhunderts (zugegeben: jetzt übertreibe ich, von Kunst- oder Architekturgeschichte verstehe ich nichts, ich korrigiere mich:), dessen Baujahr für mich wie aus der Mitte des letzten Jahrhunderts aussah. Einmal eingetreten verströmte der Raum, die nette Atmosphäre eines Hauchs von Nichts. Kein Geruch – kein guter, aber auch kein schlechter, Keine Verzierungen, aber auch kein Gekritzel an der Wand, das verblasst oder ein Poster von der EM 2008, sondern funktionale Wände zur Raumbegrenzung, Treppen, die nach oben und unten führten und geradeaus der Zugang zur Mehrzweckhalle. Trotz dieser Schlichtheit drängte sich die Erkenntnis auf, dass die Innenarchitektur jünger sein muss als das Gebäude selbst. Und dass der Architekt des Umbaus nichts mehr beweisen musste, sondern sich darauf konzentrieren konnte, in den bestehenden Begrenzungen im Rahmen eines wohl nicht üppigen Budgets das beste herauszuholen. Dieser Eindruck bestätigte sich, beim Eintritt in die Halle. Sie ist in schlichtem Weiss gehalten, kein blendendes Schneeweiss, sondern ein bescheidenes weiss, dass ausdrückt: „Wir können es uns leisten, unsere Halle weiss zu streichen und wir müssen die Farbe auch nicht jedes Jahr auffrischen“. Dazu ein anthrazitfarbener Hallenboden mit allen wichtigen Markierungen und einer aufregenden Geschwindigkeit. Ein Boden mit Grip und doch können die Torhüter blitzschnell verschieben. Kurz: Ein Boden, den man sich wünscht, und den andere Vereine sich mühsam mit dem Ausrollboden zu erwerben hoffen (und den Vergleich mit dem Bäretswiler Boden muss erst gar nicht gezogen werden). Bei Eintritt wurde man schliesslich mit dem Banner „Welcome to Paradise“ eines finnischen Ausrüsters begrüsst. Abgesehen davon, dass ich meine, ein solches, vielleicht ja genau dieses, Banner sei in Arosa vor über zehn Jahren (was für ein Sommer in Arosa!) geklaut worden, liess es mich ins Nachdenken kommen: Was, wenn wir tatsächlich im Paradies gelandet sind? Was, wenn das Paradies vielleicht nicht die orgiastische Üppigkeit, nicht das Barocke ist, sondern einfach das, was man braucht? Dass wenn eh alles nie genug ist, vielleicht das Paradies darin besteht, dass es genug ist? Dass es für einen gelingenden Unihockeyabend vielleicht nicht mehr braucht, als eine solche Halle, mit einem solchen Boden. Zwei Teams, die sich aneinander messen, bevor es nächsten Tag wieder ins Alltägliche zurückgeht. Wenn ich der TV Würenlos wäre, ich würde die Mehrzweckhalle in „Paradies“ umbenennen. Aber vielleicht wäre genau das wieder ein Fehler: Die Erwartungen, die geweckt würden, die Überheblichkeit, die attestiert würde, die Vergleiche zu anderen Hallen, die dann unausweichlich gezogen werden würden. Darum: Mir bleibt die Mehrzweckhalle Würenlos sicher in guter Erinnerung, als ein zeitloser, schöner, ehrlicher Unihockeyort.

Mit grossem Besucheraufmarsch rechnete man indes nicht: Zehn Stühle wurden gezählt, und die Vermutung angestellt, vielleicht habe der TV Würenlos mit fünf Freundinnen/Ehefrauen/Partnerinnen gerechnet und dann für die Bäretswiler etwa dieselbe Rechnung aufgestellt. Etwas mehr Zuschauende waren dann doch am Spiel: Ein Bäretswiler Grüppchen aus vom Surseecup Zurückkehrenden Herren 2 Spielern und den einberechneten Partnerinnen und auch für Würenlos ein vielleicht etwas grösseres Grüppchen. Vom Hörensagen weiss ich, dass es auf der Tribüne nicht ganz so harmonisch zu und her ging, aber unten im Paradies war davon nichts zu spüren.

Das Spiel

Einen spannenden Bericht zum Spielverlauf zu schreiben scheint etwas müssig. Kurz: Bäretswil gewann das Spiel mit 18:3. Herauszustreichen ist besonders der Torhüter von Würenlos, Pascal Bächli, der Mal um Mal und über die gesamte Spielzeit hinweg mirakulös rettete: Weitschüsse, Querverlagerungen, 1:1 in allen Situationen mochte er den Bäretswiler Stürmern selbstbewusst entgegenzutreten. Trotzdem: Nachdem das Spiel knapp fünf Minuten ohne Tor auskam, stand es bereits nach dem ersten Drittel 9:1 für die Bäretswiler, die bei etwas reduzierter Torproduktion (der Grund dafür war zu grossen Teilen eben just jener Pascal Bächli) relativ mühelos (aber nicht etwa einsatzlos oder locker) die Oberhand behalten.

Der Schiedsrichter

Doch lieber noch ein paar Zeilen zum Unparteiischen. Seine Spielleitung ist kein Thema. Er war jedoch in mehrfacher Hinsicht interessant. So früh er vor Spielbeginn auftauchte, so schnell verschwand der nach dem Abpfiff in seiner Garderobe und war mit seiner Tasche schon auf dem Heimweg, als die ersten Spieler sich nach dem gemeinsamen Aufräumen zum Umziehen aufmachten. Begegnete ich dem Mann privat, würde ich wohl ein lockeres, unkompliziertes Gespräch mit ihm führen, vielleicht Tagesthemen besprechen und es alles in allem eine anregende Begegnung finden. So auch der Eindruck beim kurzen aber netten Gruss beim Vorbeigehen. Als er aber zum Anpfiff blies, wussten alle in der Halle, wer heute Abend das Sagen haben würde. Ein gellender, nie enden wollender Pfiff tönte durchs Paradies und fortan war der Pfiff – war der Mann im Militär Feldweibel?- die Peitsche des Spiels. Gestreng schauend, manchmal bellend anweisend, hatte der Unparteiische die Wechselzone scharf im Blick und konnte auch von der Mitte aus sehen, wie die Bälle hinten absprangen. Den ganzen Abend gab es kaum Diskussionen oder gar Streitereien mit dem Schiedsrichter, der nicht nur der älteste Mann auf dem Platz, sondern vermutlich auch in der Halle war. Und doch dieser Strenge, dieses unerbitterlichen Pfeifens liess er dann doch ab und zu seinen Schalk durchblitzen. So etwa bei einem Penalty zu Torhüter Kuratle: „Jetzt hast du auch mal Gelegenheit, dich auszuzeichnen“, nur leider blieb ihm diese Auszeichnung verwehrt…

Torschützen und ihre Tore (in alphabetischer Reihenfolge)

Amweg, Oliver (TV Würenlos): Hatte seine Sternstunde im letzten Drittel: Zuerst verwandelte er den Penalty zum 15:3 (wobei dreschen, wohl das Stichwort wäre) und traf kurz vor Schluss noch die Latte

Brodbeck, Samuel (DT Bäretswil): Brodbeck musste sein Visier etwas einstellen bis ihm im letzten Drittel das Tor zum 17:3 gelang, dann aber unter grossem Jubel und sichtlicher eigener Erleichterung (und schön war das Tor!)

Ganz, Johnny (DT Bäretswil): Webber (kein Tor, aber doch Toppunktesammler mit fünf Assists, das heisst in den vierzig Minuten, in denen er spielte, war er an einem Drittel der Bäretswiler Tore beteiligt) hatte sich zentral vor dem Tor der Würenloser festgesetzt und zog die Aufmerksamkeit der Verteidigung auf sich, Ganz bot sich für einen kurzen Pass an und konnte zum 13:2 reüssieren (28:40).

Meier, Elia (DT Bäretswil): Das 2:0 nach 06:59 auf einen Pass aus der Ecke von Webber und das 7:0 nach 15:50 wieder auf Pass von Webber.

Meier, Gian (DT Bäretswil): Die Tore zum 5:0 (12:55) und zum 8:0 (16:51) jeweils das Zusammenspiel von Weissenberger und G.Meier, beim 5:0 war es ein direktes Zuspiel in die Mitte, beim 8:0 konnte er einen Abpraller verwerten.

Meier, Silas (DT Bäretswil): Realisierte drei Tore, beim Penalty scheiterte er an Torhüter Bächli. Das 3:0 (07:17) war ein Drehschuss, das 4:0 exakt fünf Spielminuten später entstand aus einem Pass von Osterwalder aus der Distanz. Beim letzten Tor des Abends, dem 18:3 (58:32) schliesslich spielte Osterwalder einen Pass von ganz hinten gerade durch die Mitte und fand dort S. Meier, der alleine vor dem Torhüter stand.

Moser, Micha (DT Bäretswil): Moser beschloss den Bäretswiler Torreigen im ersten Drittel, indem er einen Abpraller Weissenbergers blitzschnell verwerten konnte, 9:0 (19:29)

Osterwalder, Fabian (DT Bäretswil) : Osterwalder zeichnete sich fürs 6:0 (14:28) verantwortlich: S. Meier fand ihn in der Mitte, von wo er den Ball frei ins Tor hauen konnte. Das 16:3 (50:45) markierte das Ende der Hoffnungen auf einen Drittelsshutout von Bächli, Osterwalder schoss von aussen.

Pfiffner, Ben (DT Bäretswil) : Ganze vier Tore gelangen Pfiffner an diesem Abend: Zuerst das 1:0 (4:50) auf ein Zuspiel von E. Meier, kollektive Erleichterung, dass man Tore schiessen kann. Zehn Tore später das 11:2 (23:53), wo Pfiffner den Ball flach hielt und in dergleichen in die Ecke trieb. Das folgende 12:2 im einzigen Powerplay, S. Meier mit einer Querverlagerung und Pfiffner büschelte den Ball zuerst umständlich, bevor er ihn im Goal unterbrachte. Und schliesslich noch das 14:2, das Spektakuläre zum Abschluss. Pfiffner dribbelte sich hinter dem Tor durch und zog vor dem Torhüter vorbei und versenkte den Ball in der Ecke, 14:2 (30:16)

Schmandt, Simon (TV Würenlos): Hatte zwar sein Trikot zuhause vergessen, war aber im zweiten Drittel zuvorderst am Ball: Halb gestürchelt, halb vorgedrängelt, schmuggelte er den Ball zum 9:2 an Huber vorbei (20:36)

Städler, Christian (TV Würenlos): Ganz zum Schluss des ersten Drittels, Bäretswil wähnte sich schon fast mit einem 9:0 Vorsprung in der Pause, konnte Städler den Ball nach einer Querverlagerung an Webber und E.Meier vorbei im Bäretswiler Tor unterbringen (19:47)

Weissenberger, Dennis (DT Bäretswil): Weissenberger zog immer wieder die Aufmerksamkeit mit spektakulären Weitschüssen auf sich, die auch durchaus das Potential hatten, reinzugehen. Das 10:2 (23:46) spedierte er hoch ins Tor und das 15:2 (33:35) bei einem schnell ausgeführten Konter nach Zuspiel von und lautem Zurufen zu G. Meier.

Bäretswil: Huber, Kuratle; E. Meier, Pfiffner, Webber; Brodbeck, S. Meier, Osterwalder; Ganz, G. Meier, Moser, Weissenberger. Bäretswil ohne G. Ganz (Autopanne, Shoutout an den AdBlue Spezialisten bei der Garage!)

A-Junioren: Ostschweizermeister!

Endlich war es so weit, die lang ersehnte Ostschweizermeisterschaft war endlich da. Die Gegner in der Gruppenphase am Samstag waren beide neu für uns.
Wir starteten gleich mit dem Heimteam aus Merenschwand. Das junge Team versuchte früh Druck auszuüben und so wurde die Startphase etwas hektisch. Doch nach einigen Minuten fielen unsere ersten Tore an diesem Turnier und wir gingen mit einer 4:1 Führung in die Pause. Nach der Pause spielten wir gleich dominant weiter und so war es ein klares Spiel zum Schluss. 8:1 gewannen die Bäretswiler.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel lag eine ungewohnt lange Pause, welche man jedoch gut gebrauchen konnte. Im zweiten Spiel trafen wir auf die Wild Dogs Sissach. Sissach war schon in ihrem ersten Spiel besonders stark im 4 gegen 3. So gingen sie auch in diesem Spiel oft auf 4 Feldspieler. Auch wenn dies manchmal unseren Spielfluss unterbrach, waren wir im 3 gegen 3 überlegen und lagen zur Halbzeit mit 6:1 vorne. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel etwas träge, aber wir verwalteten unseren Vorsprung sicher und gewannen 6:2.
Am Sonntag trafen wir im Halbfinal direkt auf den Mitfavoriten Gossau. Das Spiel war von Anfang an ein grosser Kampf. In der ersten Hälfte konnte sich kein Team so wirklich absetzen und es ging mit einem knappen 4:3 Vorsprung für uns in die Pause. Nach der Pause konnten wir Dank einigen guten Startminuten auf einen Dreitorevorsprung erhöhen. Es blieb aber trotzdem knapp und Gossau kam nochmals heran und erzielte 4 Minuten vor Schluss das 7:6. Doch wir verteidigten unsere Führung weiterhin gut und konnten so das Spiel gewinnen und in den Final einziehen.
Im Final wartete dann wieder das Heimteam, welches sich im Verlauf des Turniers gesteigert hatte. Nach der Nationalhymne und der Starting four ging das Spiel los und wir waren von Beginn an bereit. So gingen wir gleich in der ersten Minute in Führung. Das Spiel verlief ähnlich wie am Tag zuvor. Auch dieses Mal war der Pausenstand 4:1 für Bäretswil. Auch in der zweiten Hälfte hatte das Heimteam keine Lösungen und so gewannen wir auch das letzte Spiel der Saison und dürfen uns Ostschweizermeister 2025 nennen.

A-Junioren: Kampf um den Titel des Ostschweizermeisters

Nach dem mehr als souveränen Gruppensieg der A-Junioren in der Gruppe 7, steht am Wochenende vom 12. und 13. April die Ausmarchung um den Titel der Junioren A Regional Ost Meisterschaft an. Neben dem DT Bäretswil haben sich auch der UHCevi Gossau, der STV Berg (zweitplatzierter in der Gruppe 7), der UHC Eschenbach, Rambazamba Merenschwand und die Wild Dogs Sissach für das Finalturnier qualifiziert. Die zwei letztgenannten Teams werden am Samstag, 12. April um 14.00 und 18.00 Uhr Gegner der Bäretswiler sein. Am Sonntag finden dann die entsprechenden Final- bzw. Platzierungsspiele an.

Der DT Bäretswil hofft auf zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer, die das Team im Kampf um den Titel im aargauischen Merenschwand unterstützen. Besonders am Samstag um 14.00 Uhr wird ein grosser Zuschaueraufmarsch wichtig sein, wenn es gegen das Heimteam aus Merenschwand ernst gilt.

12. und 13. April 2025, Turnhalle G, 5634 Merenschwand

Herren 1 – Veni Vidi ohne Vici

An diesem Wochenende stand die zweite Partie gegen den amtierenden Cupsieger aus Oekingen auf dem Programm. Nachdem man letzte Woche nach einer furiosen Aufholjagd letztendlich denkbar knapp scheiterte, war man gewillt es an diesem Samstag besser zu machen. Voller Vorfreude traf man sich frühzeitig in der Mehrzweckhalle Rägeboge in Kollbrunn (Gewerbeausstellung in Bäretswil, Schade Marmelade!). Ex-Geomatiker Ganz und Seklehrer Webber vermassen das Feld und achteten darauf, dass alles den Standards von Swiss Unihockey entsprach, und der Rest des Teams hängte voller Kreativität und Enthusiasmus die Sponsorenblachen auf. Besonders G. Meier stach dabei mit seinen Kletterkünsten heraus. So weit so gut, alles war angerichtet und das Spiel konnte starten.

Beide Teams begannen fokussiert und kontrolliert. Oekingen nutze eine kurze Verwirrung auf Seiten der Bäretswiler bei einem Freistoss aus und ging mit 1:0 in Führung. Die Antwort von Bäretswil liess nicht lange auf sich warten. Ben Pfiffner glich die Partei in der 7. Minute backhand wieder aus. Im Anschluss scheiterten beide Seiten immer wieder an den Torhütern oder an den eigenen Visiereinstellungen. In der 13. Minute war es wiederum Oekingen, das mit 2:1 in Führung gehen konnte. S. Meier wurde kurze Zeit später in Bandennähe von einem Gegenspieler etwas überhart angegangen. Der Pfiff des Unparteiischen liess nicht lange auf sich warten und der Oekinger durfte auf der Strafbank Platz nehmen. Das anschliessende Powerplay wurde nach einer halben Minute ausgenutzt. S. Meier bediente F. Osterwalder und dieser versenkte den Ball diskussionslos in den Maschen. Leider reagierte Oekingen wieder postwendend, nachdem Bäretswil im Aufbauspiel den Ball leichtfertig abgab. Der erste Abschluss wurde von M. Huber noch mirakulös abgewehrt, gegen den Nachschuss war er jedoch machtlos. Mit einem 2:3 aus Sicht der Bäretswiler verabschiedete man sich in die erste Pause.

Der Start ins Mitteldrittel verschlief man, wie bereits eine Woche zuvor, komplett und sah sich bereits in der 24. Minute mit einem 2:5 Rückstand konfrontiert. Das erste Tor fiel bereits nach drei Sekunden im 2. Drittel, nachdem man einen Freistosspfiff beim Bully hinnehmen musste. Beim zweiten Gegentor wurde E. Meier für einen vielversprechenden Angriff lanciert. Leider verlor er dabei seinen Schuh, der Gegner übernahm den Ball und nutzte eine 2:1 Situation eiskalt aus. Kurze Zeit später trocknete E. Meier seinen Gegenspieler über die Backhand ab, behielt beide Schuhe an den Füssen, umkurvte den gegnerischen Torwart und schob gekonnt zum Zwischenstand von 3:5 ein. Ein paar Minuten später konnte Ben Pfiffner ein zweites Mal an diesem Abend reüssieren. Lanciert von F. Osterwalder nahm er den Ball im Mittelkreis an und versenkte ihn elegant mit einem Volley im Netz. 4:5, alles wieder offen. Das stetige Hin und Her fand auch in der Folge seine Fortsetzung. Das Spiel war von hoher Physis geprägt und die beiden Teams verschenkten keinen Meter. Mit einem satten Schuss ins Lattenkreuz ging Oekingen wieder mit 6:4 in Führung. In der 39. Minute durfte dann F. Osterwalder wegen eines Stockscklags auf der Strafbank Platz nehmen. Bis zur Pause vereitelte, der bärenstark aufspielende M. Huber im Tor der Bäretswiler, einen weiteren Gegentreffer. Somit ging man mit einem 4:6 in die letzte Pause.

Das letzte Drittel startete man in Unterzahl. G. Meier eroberte den Ball, zog allein auf den gegnerischen Torwart und scheiterte. Im Gegenzug stand ein Oekinger mutterseelenalleine vor dem Tor und stellte auf 7:4 für die Gäste. Im Anschluss war man bemüht den Rückstand zu verringern, scheiterte jedoch immer wieder am Keeper, Gegenspieler oder sich selbst. D. Weissenberger konnte mit einem satten Schuss in die nahe Ecke auf 5:7 stellen. Der Glaube, die Hoffnung und die Emotionen wieder zurück. Das anschliessende Bully wurde dann aber verloren, der Gegenspieler schnappte sich den Ball, versenkte diesen eiskalt im oberen Eck und erstickte die Euphorie gleich wieder. Drei Minuten später stimmte die Zuteilung defensiv wieder nicht und der nächste Abschluss zappelte im Netz. Zehn Minuten vor Schluss sah man sich mit einem 5:9 Rückstand konfrontiert. Bereits frühzeitig ersetzte man den Torwart mit einem vierten Gegenspieler und versuchte den Rückstand zu verringern. Dabei leistete man sich einen unnötigen Wechselfehler und verschenkte zwei wertvolle Minuten. Das Boxplay, und vor allem M. Huber im Tor, verhinderten einen weiteren Gegentreffer. G. Ganz verwertete im Anschluss einen Abpraller von Y. Webber im Tor und man konnte auf 6:9 verkürzen. Kurze Zeit später traf Kapitän Y. Webber auf einen hohen Querpass von S. Meier per Volley zum 7:9. Was für eine Kiste. Im Anschluss verlor man leider im 4:3 den Ball und die Oekinger konnten per Empty Netter auf 10:7 stellen. Die Bäretswiler kämpften weiter und konnten in Form von S. Meier noch einmal auf 8:10 verkürzten. Für mehr reichte es aber letztendlich nicht.

Wir bedanken und beim UHC Oekingen für die spannenden und fairen Spielen und wünschen für die weiteren Partien viel Erfolg. Ihr sind sehr gmögigi Type 🙂

Fazit:

Zum zweiten Mal in Serie konnte man sich für die Playoff-Viertelfinals qualifizieren. In der gesamten Serie hat man genau drei Tore weniger geschossen als die Gegner. Es fehlt nicht viel, aber doch noch das gewisse Etwas. In der Saisonpause gilt es nun weiter konzentriert zu arbeiten und die kleinen Fehler und Aussetzer im Aufbauspiel auszumerzen, damit auch in dder nächsten Spielzeit wieder vorne mitspielen kann und hoffentlich einem «Grossen» ein Bein stellen kann! Das Kader bleibt zusammen, die Stimmung und die Einstellung passt. Mir chömmed wieder und mir froied eus!

Herren 1 – Viertelfinal 1 gegen Oekingen

Gegner Oekingen:

– Aktueller Cupsieger

– Qualisieger der Saison

– Top motiviert und sehr erfolgreich

Bäretswil:

– Qualifikationsvierter

– Ebenfalls hochmotiviert

– Ziel: Den Favoriten stürzen und für eine Überraschung sorgen

Austragungsort: Das Spiel fand in Oekingen statt. Die Sonntagsreise über den Gubrist verlief zwar mit vielen Autos, aber glücklicherweise ohne Stau, was die Nerven der Bäretswiler schonte.

Halle: Die Halle war gross und lichtdurchflutet, mit einem elfenbeinfarbenen Hallenboden und einem roten Spielball – ein quasi Heimspiel für die Bäretswiler. Die Garderobe war grosszügig, wurde aber nicht optimal genutzt, da es trotz des vorhandenen Platzes an Sitzmöglichkeiten mangelte.

Spielfeldeigenschaften: Die schnelle Unterlage war ideal zum Schiessen und trug zu einem schnellen, intensiven Spiel bei.

**1. Drittel:**
Der Start des Spiels war ausgeglichen, mit mehreren Chancen auf Oekinger Seite, doch Mario Huber zeigte starke Paraden. In der 6. Spielminute ging Oekingen mit 1:0 in Führung – das Spiel war lanciert! Doch die Antwort liess nicht lange auf sich warten: Silas Meier erzielte nur zwei Minuten später das 1:1.Oekingen zeigte seine Umschaltfähigkeiten und ein gutes Passspiel, was zu zwei schnellen Treffern in nur 30 Sekunden führte. Die Bäretswiler versuchten, dagegenzuhalten, und spielten weitgehend auf Augenhöhe mit Oekingen. Die Gastgeber gingen mit einer 4:2-Führung in die Pause.

**2. Drittel:**
Motiviert und mit einem klaren Ziel kehrten die Bäretswiler zurück aufs Feld: Der Anschluss an Oekingen sollte hergestellt werden. Doch leider kam es zu einer kleinen Lehrstunde. Oekingen zeigte seine Stärke und Effizienz und erzielte in 8 Minuten sieben Tore!Der Spielstand nach 30 Minuten war 11:3 – *ooooh meine Güte, wo war die Gegenwehr geblieben?!* Ein Timeout und eine gute Ansprache von Tobi und Captain Webber folgten. Das neue Ziel: Das Scoreboard vergessen und wieder gutes Unihockey spielen.
Gesagt, getan! Die Bäretswiler kamen zurück ins Spiel, stabilisierten ihre Defensive und erzielten fünf Tore (zwei von Meier sowie je eines von Osterwalder, Fischer und Weissenberger). Dabei kassierten sie nur zwei Gegentreffer. Die Freude am geliebten Unihockey war zurück. Das zweite Drittel endete mit einem 13:8-Führung für Oekingen.

**3. Drittel:**
Das Ziel für das dritte Drittel war klar: Die Zuschauer sollten noch eine Überraschung erleben.
Die Bäretswiler starteten mit einem überzeugten, offensiv ausgerichteten Unihockey und konnten die Oekinger in vielen Situationen überfordern. Doch leider fielen die Tore nicht wie gewünscht, auch bei günstigen Situationen wie einem Powerplay und einem Penalty nicht. Die Bäretswiler blieben wachsam und hatten das Spiel noch nicht aufgegeben. Die lautstarke Unterstützung der Fans zeigte: Da lag noch was drin! In der 48. Spielminute erzielte Fabian Osterwalder einen satten Weitschusstreffer. Es standen noch 5 Minuten Spielzeit an, und der Rückstand betrug nur noch 5 Tore. Mario Huber musste vom Feld, und ein vierter Feldspieler wurde eingesetzt. Durch drei Treffer von Silas Meier und einen weiteren Treffer von Gabriel Ganz stand es 24 Sekunden vor Schluss 14:13 für Oekingen. Ein erneutes Bully – und wieder konnte Gabriel das Bully für die Bäretswiler gewinnen. Doch Silas Meier scheiterte mit einer dicken letzten Chance an der grossartigen Parade des Oekinger Torhüters. Das spannende Spiel endete mit einem 14:13-Sieg für Oekingen. Die Bäretswiler haben gezeigt, was mit viel Wille, gutem Teamspirit und Kampfgeist erreicht werden kann. Am nächsten Samstag um 19:00 Uhr in Kollbrunn wollen die Bären ihren ersten Sieg in dieser Viertelfinal-Serie feiern.

Bäretswil: Huber; Fischer, Osterwalder, Pfiffner; Brodbeck, S. Meier, Webber; G. Ganz, J. Ganz, E. Meier, D. Weissenberger, R. Weissenberger.

Bäretswil ohne: G.Meier (abwesend), Moser (verletzt, Bank), Kuratle (verletzt, Bank)

A-Junioren – Unaufhaltbar

In der 7. Runde ging es für die A-Junioren nach Mörschwil. Wie so oft gab es auch heute den beliebten Parkettboden. Im ersten Spiel spielte man gegen die Uhwieser Rotäugli. Diese kamen heute jedoch mit einem sehr kleinen Kader von vier Feldspielern. So gab es im ersten Spiel keine grosse Überraschung und es stand schon zur Halbzeit 15:0. Auch in der zweiten Hälfte spielten die Bäretswiler effizient und so endete das Spiel mit 33:0.
Das zweite Spiel hingegen war gegen unseren ersten Verfolger Berg. Der STV Berg hatte bisher auch nur eine Niederlage und diese stammte aus unserem Duell in der Hinrunde. Berg starte überraschend mutig in dieses Duell und war stark in den Zweikämpfen. So dauerte es ganze zehn Minuten bis Bäretswil mit 1:0 in Führung ging. Vor der Pause liessen sie kurz etwas nach was sogleich von Bäretswil ausgenutzt wurde und zur 3:0 Pausenführung führte. Nach der Pause versuchte Berg sich nochmals aufzubaumen und kam auf 4:2 heran. Danach machten die Bäretswiler jedoch schnell den Deckel zu und gewannen das Spiel mit 10:3.

Playoff Viertelfinal: Die Anspielzeiten sind bekannt!

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte trifft der DT Bäretswil auf Oekingen. Das Team aus dem Kanton Solothurn hat sich am Cupfinal am 22. Februar zu den Oekings gekrönt und damit ist damit seiner bisher sehr erfolgreichen Damenabteilung den Oequeens auf der Spur. Die Wasserämtler gewannen auch die Qualifikation in der Gruppe 1 der 1. Liga Kleinfeld relativ souverän und sind somit Topfavorit auf den Titel des Schweizermeisters. Als Vierter in der Qualifikation der 1. Liga KF Gruppe 2 beginnt der DT Bäretswil auch diese Playoffkampagne als klarer Aussenseiter. Während man 2018 den Favoriten Kappelen noch über drei Spiele ärgern konnte und nur mit jeweils einem Tor verlor, scheiterte man 2022 (mit einem Coronasuperspreader) klarer am Tabellenzweiten Köniz und 2024 am Tabellenersten Nuglar. Für die diesjährige Kampagne darf man aber gespannt sein: Der DT Bäretswil hat eine relativ solide Saison hinter sich: Mit Ausnahme von Lengnau und Elgg hat man in der Regel gegen schlechter platzierte Teams Punkte geholt und gegen besser platzierte verloren. Ob sich der Schwung aus der letzten Runde auch in die Playoffs mitnehmen lässt, bleibt die grosse Frage.

Das Heimspiel des DT Bäretswil findet am 15. März um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Rägeboge in Kollbrunn statt. Wir hoffen, dass wir auf zahlreiche Fans zählen können. Leider ist aus finanziellen Gründen (absurd hohe Mietkosten für auswärtige Vereine, die eine Bewirtung anbieten wollen) keine Bewirtung vor Ort möglich, wir bitten um Entschuldigung.

Die MZH Rägeboge verfügt über ein beschränktes Angebot an Parkplätzen (Parkscheibe nicht vergessen) und liegt in kurzer Gehdistanz zum Bahnhof Kollbrunn (S26 ab Winterthur/Rüti ZH).

Bärechraft!

Herren 1 – Publish or Perish

Nach zwei frühen Runden mit eher längerem Anfahrtsweg durften die Spieler des Herren 1 das frühlingshafte Wetter am letzten Spielrundensonntag lange geniessen, bevor sie im Hüssenbüel in Hinwil vor zahlreich erschienenem Publikum (wer sich im Oberland auskennt, weiss, dass es nicht weit ist) in die Hosen steigen mussten.

Kurz bevor ich ans Spiel abrauschte, versuchte ich einer Kollegin noch zu erklären, worum es heute geht. Im Schwedischen gibt es denn knackigen Ausdruck „vinna eller försvinna“, aber auf Englisch und Deutsch fiel mir ein solcher einfach nicht ein – sie sah meine Not und, promovierte Theologin, die sie ist, half mir unkompliziert mit einem Ausdruck aus der Akademikerwelt: Publish or Perish (Veröffentlichen oder untergehen)! Dieses Bonmot trifft die Ausgangslage des DT Bäretswil vor der letzten Runde sehr gut. Mit einem Punkt Vorsprung auf Lengnau, gegen das man diese Saison drei Punkte hatte liegen lassen, lag man auf Platz vier. Wenn man also nicht würde rechnen wollen, ob die Playoffs noch zu schaffen sind, würde man zwei Siege einfahren müssen, ein Kunststück das dem Team in dieser Saison erst einmal gelungen war. Da die Spiele aber erst spät am Tag angesetzt waren, würde man auch ziemlich genau wissen was nötig wäre. Würde Lengnau stolpern, wäre man sicher in den Playoffs, aber eben, gut spekuliert ist schon halb verloren, deshalb den Fokus mal lieber auf sich selbst legen, die schönen, neuen, violetten Einspielshirts (Achtung Markennennung), die wir dank unihockeyshop.ch, Uftritt und Muu Catering unser eigen nennen können, angezogen und vollen Fokus auf die Spiele gegen Bürglen und Hinwil.

Gegen den Aufsteiger Bürglen hatte es in der Hinrunde nur für ein Unentschieden gereicht, heute wäre ein Unentschieden wohl mehr Perish als Publish, darum also auf Sieg spielen! Lengnau hatte gegen das Heimteam emotion Hinwil im Spiel zuvor noch Unentschieden gespielt, ein Unentschieden, das Hinwil ein Spiel vor Ende der Saison der Klassenerhalt sicherte. Somit war klar, dass man einerseits mit einem Sieg gegen Bürglen schon ein Bein in den Playoffs hätte und dass andererseits Hinwil im zweiten Spiel wohl nicht mehr auf Biegen und Brechen auf Punkejagd gehen musste.

Nun aber eben Fokus auf uns:

Das Spiel hatte eben begonnen, als Bürglen schon ein erstes Mal zeigte, dass stocktechnisch wahre Künstler auf dem Feld standen. Mit einem Zorromove versuchte die Nummer 30 nämlich den frühen Führungstreffer zu erzielen. Doch der Abschluss gelang nicht ganz wunschgemäss und im schnellen Gegenstoss konnte Pfiffner dafür bereits in der ersten Minute das 1:0 für den DT Bäretswil bejubeln. Ein Start nach Mass und es ging gleich weiter: In der vierten Minute konnte der eben erst eingewechselte G. Meier mit viel Energie nach vorne ziehen und gleich abschliessen, nun stand es 2:0 für Bäretswil. Einen kurzen, kurzen Moment steigerte Bürglen danach seine Gangart, stand höher und machte aktiveres Pressing, so dass die bis anhin gefühlte Bäretswiler Dominanz etwas nachliess. Doch schon einen Einsatz später nahm sich Bürglen wieder zurück und liess Bäretswil in der eigenen Zone grösstenteils gewähren. Diesen Platz nutzten G. Meier und Osterwalder geschickt aus: Nach einer Ballübergabe in der eigenen Hälfte kam Osterwalder frei zum Schuss, der Ball prallte zwar noch vom Torhüter ab, jedoch immer noch ins Tor und so stand es 6 Minuten bereits komfortable 3 Tore zu Nix für Bäretswil. Bäretswil spielte hervorragendes Unihockey: Konzentriert, drückend und einsatzfreudig. Dieser Einsatz wurde auch stetig wieder belohnt, so dass sich auch J. Ganz in die Liste der Torschützen einreihen konnte: Auf einen Pass von E. Meier schloss er wieder auf Höhe der Mittellinie ab und traf prompt. Dieser Treffer markierte auch etwas einen Abschluss der Bäretswiler Dominanz der Anfangsphase. Die nächsten Minuten zeigten ein erstarkendes Bürglen. So stand man in der 12. Minute etwas zu passiv und musste prompt den Treffer zum 4:1 hinnehmen, nur drei Minuten später stand man nicht ganz konsequent am Pfosten als Bürglen mit Ballbesitz hinter dem Bäretswiler Tor auf vier Spieler wechselte und mit einem schönen Hook von hinter dem Tor zum 4:2 aufschloss. Das Spiel war nun definitiv auf beiden Seiten in die Gänge gekommen. Bäretswil war zwar immer noch die spielmachende Kraft, aber Bürglen setzte Mal für Mal Nadelstiche, besonders mit Ballbesitz hinter dem Bäretswiler Tor wurde dieses Team gefährlich, aber auch bei Kontern, in die die Bäretswiler manchmal vielleicht eine Spur zu naiv hineinliefen. Huber im Tor zeigte aber einmal mehr seine ganze Klasse und konnte so einen weiteren Treffer der Thurgauer vorläufig verhindern. Doch auch wenn nicht mehr alles so reibungslos lief wie zu Spielbeginn, Bäretswil konnte heute auch mit etwas mehr Druck glänzend umgehen. So entwischte Pfiffner nach einer Druckphase der Bürgler und stellte mit seinem zweiten Treffer den Dreitorevorsprung wieder her. Mit dieser soliden Führung und einem über weite Strecken sehr guten Spiel besammelten sich die Bäretswiler so denn auch zur Pause. Man nahm sich vor, gerade in der Defensive noch einen Zahn zuzulegen und den Druck auf die Bürgler zu erhöhen.

Gesagt getan! Bereits in der 22. Minute wollte sich Bürglen wieder hinter dem Bäretswiler Tor einnisten, als schon die Bäretswiler Verteidigung im Doppelpack wie die Feuerwehr anrauschte. Leider rauschte man mehr mit gutem Willen denn mit einem Plan an. So entwischte der Ball und auch der freie Bürgler und schlenzte mit einem satten Move den Ball in die nahe Ecke zum 5:3. Eigentlich ein wenig ein Fehlstart in die zweite Hälfte. Doch daran mochte niemand im Team wirklich denken. Am wenigsten D. Weissenberger: Dieser zeigte im nächsten Einsatz, dass auch Bäretswil „hinter dem Tor“ kann und erhöhte mit einem Buebetrickli auf 6:3. Und plötzlich lief es wieder für Bäretswil: In der 23. Minute war es G. Meier, der bei viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor von weit hinten gar nicht mal allzu scharf schoss und das 7:3 bejubeln konnte. In der 25. Minute dann ein kurzer Dämpfer: Wegen zu wenig Abstand zum Torhüter wurde G. Ganz auf die Strafbank geschickt. Ein Pfiff, der in mir normalerweise helle Freude auslöst, in diesem Spiel aber etwas fragwürdig daher kam: Der Bürgler Torhüter holte sich nämlich den Ball an seinem linken Pfosten, von wo G. Ganz seine Umrundung des Tores startete. Als dieser gerade um den Pfosten drehte und seinem Gegenspieler nachjagte, warf der Torhüter (nun ebenfalls am rechten Pfosten) gerade aus und G. Ganz konnte kaum anders als den Ball zu berühren. Nun denn. Die Boxplayformation stellte sich auf und Huber brillierte bereits ein erstes Mal. Danach gelangte Bäretswil in Ballbesitz und konnte Huber durch einen dritten Feldspieler ersetzen. Eigentlich hätte man die Unterzahl nun elegant herunterspielen können. Hätte man nicht bei einem eigenen Freistoss zu lange zugewartet und so den Ballbesitz wieder aus der Hand gegegeben. Also wieder Boxplayformation aufs Feld, wieder in Ballbesitz gelangen und schliesslich dann die Strafe doch unbeschadet überstehen. In der 31. Minute, als wieder alles beim Alten war, konnte sich wieder G. Meier durch die ganze Abwehr tänzeln und das 8:3 erzielen. Ein Bürgler Timeout läutete daraufhin die Schlussphase ein, jedoch nicht mit der erhofften Wirkung: In der 34. Minute stoppte man zwar G. Meier sehr konsequent in der Mitte, liess jedoch Pfiffner ausser Acht, so dass G. Meier ihn lancieren konnte und Pfiffner, die Bäretswiler Antwort auf Mira Markström, satt auf 9:3 erhöhte. Noch besser kam es aus Bäretswiler Sicht, als gegen Bürglen auch noch eine Strafe wegen Haltens gepfiffen wurde. Im Powerplay konnte die Achse Osterwalder-S. Meier- Pfiffner in einer wunderschönen Kombination den zehnten Treffer bejubeln. Was nun kam war definitiv die Kür dieses Spiels: In der 39. Minute liessen die Bürgler S. Meier nur etwas zu viel Platz und auch er konnte seine Solokünste zeigen und den Ball zum 11:3 in den Maschen versenken. Dem Spiel die Krönung aufsetzen konnte schliesslich J.Ganz: Beim ersten Einsatz von R. Weissenberger im Herren 1 spielte E. Meier auf J. Ganz und das 12:3 in der 40. Minute war Tatsache.

Mit diesen zwei Punkten und somit mindestens zwei Punkten Vorsprung auf Lengnau (und dabei blieb es auch, Lengnau gewann sein Spiel gegen Mörschwil deutlich) würde man gegen emotion Hinwil um die Playoffs spielen: Mit viel Publikum und der Zuversicht, dass man nicht nur mit zwei Punkten Vorsprung, sondern auch mit dem besseren Torverhältnis als Lengnau in die Partie starten würde. Aber eben, It’s not over ‚til it’s over…

Das Spiel gegen Hinwil war das letzte Spiel dieser Saison für Hinwil, das vor heimischem Publikum noch einmal zeigen wollte, was es drauf hat. Der Start ins Spiel war schwieriger als im vorherigen Spiel: Bäretswil gelangte in den ersten Minuten jeweils nur kurz in Ballbesitz, während im Gegensatz Hinwil das Spiel am Ball zeitlich ausdehnte und die Einsätze für die Bäretswiler sehr lange wurden. Nach einem sehr langen ersten Einsatz des ersten Bäretswiler Blocks, kam in der zweiten Minute endlich Block zwei für einen Freistoss aufs Feld und fackelte nicht lange: Captain Webber bediente S. Meier, und dieser erzielte sogleich das 1:0 für Bäretswil. Nach fünf Minuten hatte dann auch Bäretswil ins Spiel gefunden und konnte einen hohen Wechselrhythmus etablieren. Dies zeigte sich auch in den Aktionen auf dem Feld. In der 6. Minute scheiterte G. Ganz nur knapp an der Latte und in der 9. Minute überzeugte wiederum das Duo Webber/S. Meier, das auf 2:0 erhöhen konnte. In der 10. Minute fand G. Ganz von hinter dem gegnerischen Tor E. Meier, der aus nächster Nähe das 3:0 markierte. Und nur Sekunden später war es Osterwalder mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse, der von einem Hinwiler vor dem Tor entscheidend abgelenkt wurde und zum 4:0 für Bäretswil führte. Wer nun denkt, das Spiel sei eine Einbahn gewesen, täuscht sich: Auch Hinwil hatte etliche Vorstösse, besonders zu erwähnen ist jener in der 12. Minute, in dem alle drei Hinwiler gegen nur einen Bäretswiler Verteidiger zum Konter aufliefen. Doch die Hinwiler hatten die Rechnung ohne Huber gemacht: Dieser antizipierte geschickt die Anspielstation, verschob und wehrte nicht nur ab, sondern konnte den Ball sogleich in eigenen Besitz bringen! In der 14. Minute bedankte sich S. Meier auf seine Weise bei Webber für die vorherigen Assists: Er legte für Webber bei einem Freistoss auf und auch das 5:0 für Bäretswil war Realität. Die erste Hälfte endete mit einem 5:0 Vorsprung für Bäretswil, jedoch nicht ohne, dass man in letzter Sekunde noch einen gefährlichen Abschluss aufs eigene Tor zuliess, der jedoch zu hoch geriet.

Gerne würde ich die zweite Hälfte ebenso ausführlich schildern. Doch was geschah eigentlich in der zweiten Hälfte? Nur wenige Notizen sind erhalten, daher die Kurzform: In der 22. Minute zeigte Hinwil, dass auch in seinen Reihen Solokünstler zu finden sind, somit erster Treffer fürs Heimteam. In der 24. Minute dann die Chance auf einen weiteren Treffer, doch Huber vereitelte den Penalty geschickt. In der 26. Minute dann wieder eine lange Druckphase Hinwils, die im Treffer zum 5:2 endete. Der Rest des Spiels war durchaus nicht unattraktiv, sogar Emotionen kamen gegen Schluss auf beiden Seiten auf, welche mit vereinten Kräften jedoch wieder auf ein gesundes Mass gebändigt werden konnten. So endete die Begegnung für alle versöhnlich mit 5:2. Nach dem Spiel ehrte Emotion Hinwil noch seine abtretenden Spieler und ein durch und durch gelungener Unihockeysonntag ging für die Bäretswiler zu Ende. Ende? Nein!!! Publish! Playoffs, zum vierten Mal und zum ersten Mal gelingt zweimal hintereinander die Playoffqualifikation! Das Abenteuer beginnt bereits am nächsten Wochenende gegen Oekingen, Cup- und Qualifikationssieger der Westgruppe. Sobald die Daten bekannt sind, werden sie natürlich hier auf der Homepage und auf den anderen Kanälen veröffentlicht!

Bäretswil: Huber; G. Meier, Osterwalder, Pfiffner; Brodbeck, S. Meier, D. Weissenberger; G. Ganz, J. Ganz, E. Meier, R. Weissenberger; Webber.

Bäretswil ohne: Fischer (krank), Moser (verletzt, Bank), Kuratle (verletzt, Bank)