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Herren 1 – Veni Vidi ohne Vici
An diesem Wochenende stand die zweite Partie gegen den amtierenden Cupsieger aus Oekingen auf dem Programm. Nachdem man letzte Woche nach einer furiosen Aufholjagd letztendlich denkbar knapp scheiterte, war man gewillt es an diesem Samstag besser zu machen. Voller Vorfreude traf man sich frühzeitig in der Mehrzweckhalle Rägeboge in Kollbrunn (Gewerbeausstellung in Bäretswil, Schade Marmelade!). Ex-Geomatiker Ganz und Seklehrer Webber vermassen das Feld und achteten darauf, dass alles den Standards von Swiss Unihockey entsprach, und der Rest des Teams hängte voller Kreativität und Enthusiasmus die Sponsorenblachen auf. Besonders G. Meier stach dabei mit seinen Kletterkünsten heraus. So weit so gut, alles war angerichtet und das Spiel konnte starten.
Beide Teams begannen fokussiert und kontrolliert. Oekingen nutze eine kurze Verwirrung auf Seiten der Bäretswiler bei einem Freistoss aus und ging mit 1:0 in Führung. Die Antwort von Bäretswil liess nicht lange auf sich warten. Ben Pfiffner glich die Partei in der 7. Minute backhand wieder aus. Im Anschluss scheiterten beide Seiten immer wieder an den Torhütern oder an den eigenen Visiereinstellungen. In der 13. Minute war es wiederum Oekingen, das mit 2:1 in Führung gehen konnte. S. Meier wurde kurze Zeit später in Bandennähe von einem Gegenspieler etwas überhart angegangen. Der Pfiff des Unparteiischen liess nicht lange auf sich warten und der Oekinger durfte auf der Strafbank Platz nehmen. Das anschliessende Powerplay wurde nach einer halben Minute ausgenutzt. S. Meier bediente F. Osterwalder und dieser versenkte den Ball diskussionslos in den Maschen. Leider reagierte Oekingen wieder postwendend, nachdem Bäretswil im Aufbauspiel den Ball leichtfertig abgab. Der erste Abschluss wurde von M. Huber noch mirakulös abgewehrt, gegen den Nachschuss war er jedoch machtlos. Mit einem 2:3 aus Sicht der Bäretswiler verabschiedete man sich in die erste Pause.
Der Start ins Mitteldrittel verschlief man, wie bereits eine Woche zuvor, komplett und sah sich bereits in der 24. Minute mit einem 2:5 Rückstand konfrontiert. Das erste Tor fiel bereits nach drei Sekunden im 2. Drittel, nachdem man einen Freistosspfiff beim Bully hinnehmen musste. Beim zweiten Gegentor wurde E. Meier für einen vielversprechenden Angriff lanciert. Leider verlor er dabei seinen Schuh, der Gegner übernahm den Ball und nutzte eine 2:1 Situation eiskalt aus. Kurze Zeit später trocknete E. Meier seinen Gegenspieler über die Backhand ab, behielt beide Schuhe an den Füssen, umkurvte den gegnerischen Torwart und schob gekonnt zum Zwischenstand von 3:5 ein. Ein paar Minuten später konnte Ben Pfiffner ein zweites Mal an diesem Abend reüssieren. Lanciert von F. Osterwalder nahm er den Ball im Mittelkreis an und versenkte ihn elegant mit einem Volley im Netz. 4:5, alles wieder offen. Das stetige Hin und Her fand auch in der Folge seine Fortsetzung. Das Spiel war von hoher Physis geprägt und die beiden Teams verschenkten keinen Meter. Mit einem satten Schuss ins Lattenkreuz ging Oekingen wieder mit 6:4 in Führung. In der 39. Minute durfte dann F. Osterwalder wegen eines Stockscklags auf der Strafbank Platz nehmen. Bis zur Pause vereitelte, der bärenstark aufspielende M. Huber im Tor der Bäretswiler, einen weiteren Gegentreffer. Somit ging man mit einem 4:6 in die letzte Pause.
Das letzte Drittel startete man in Unterzahl. G. Meier eroberte den Ball, zog allein auf den gegnerischen Torwart und scheiterte. Im Gegenzug stand ein Oekinger mutterseelenalleine vor dem Tor und stellte auf 7:4 für die Gäste. Im Anschluss war man bemüht den Rückstand zu verringern, scheiterte jedoch immer wieder am Keeper, Gegenspieler oder sich selbst. D. Weissenberger konnte mit einem satten Schuss in die nahe Ecke auf 5:7 stellen. Der Glaube, die Hoffnung und die Emotionen wieder zurück. Das anschliessende Bully wurde dann aber verloren, der Gegenspieler schnappte sich den Ball, versenkte diesen eiskalt im oberen Eck und erstickte die Euphorie gleich wieder. Drei Minuten später stimmte die Zuteilung defensiv wieder nicht und der nächste Abschluss zappelte im Netz. Zehn Minuten vor Schluss sah man sich mit einem 5:9 Rückstand konfrontiert. Bereits frühzeitig ersetzte man den Torwart mit einem vierten Gegenspieler und versuchte den Rückstand zu verringern. Dabei leistete man sich einen unnötigen Wechselfehler und verschenkte zwei wertvolle Minuten. Das Boxplay, und vor allem M. Huber im Tor, verhinderten einen weiteren Gegentreffer. G. Ganz verwertete im Anschluss einen Abpraller von Y. Webber im Tor und man konnte auf 6:9 verkürzen. Kurze Zeit später traf Kapitän Y. Webber auf einen hohen Querpass von S. Meier per Volley zum 7:9. Was für eine Kiste. Im Anschluss verlor man leider im 4:3 den Ball und die Oekinger konnten per Empty Netter auf 10:7 stellen. Die Bäretswiler kämpften weiter und konnten in Form von S. Meier noch einmal auf 8:10 verkürzten. Für mehr reichte es aber letztendlich nicht.
Wir bedanken und beim UHC Oekingen für die spannenden und fairen Spielen und wünschen für die weiteren Partien viel Erfolg. Ihr sind sehr gmögigi Type 🙂
Fazit:
Zum zweiten Mal in Serie konnte man sich für die Playoff-Viertelfinals qualifizieren. In der gesamten Serie hat man genau drei Tore weniger geschossen als die Gegner. Es fehlt nicht viel, aber doch noch das gewisse Etwas. In der Saisonpause gilt es nun weiter konzentriert zu arbeiten und die kleinen Fehler und Aussetzer im Aufbauspiel auszumerzen, damit auch in dder nächsten Spielzeit wieder vorne mitspielen kann und hoffentlich einem «Grossen» ein Bein stellen kann! Das Kader bleibt zusammen, die Stimmung und die Einstellung passt. Mir chömmed wieder und mir froied eus!
Herren 1 – Viertelfinal 1 gegen Oekingen
Gegner Oekingen:
– Aktueller Cupsieger
– Qualisieger der Saison
– Top motiviert und sehr erfolgreich
Bäretswil:
– Qualifikationsvierter
– Ebenfalls hochmotiviert
– Ziel: Den Favoriten stürzen und für eine Überraschung sorgen

Austragungsort: Das Spiel fand in Oekingen statt. Die Sonntagsreise über den Gubrist verlief zwar mit vielen Autos, aber glücklicherweise ohne Stau, was die Nerven der Bäretswiler schonte.
Halle: Die Halle war gross und lichtdurchflutet, mit einem elfenbeinfarbenen Hallenboden und einem roten Spielball – ein quasi Heimspiel für die Bäretswiler. Die Garderobe war grosszügig, wurde aber nicht optimal genutzt, da es trotz des vorhandenen Platzes an Sitzmöglichkeiten mangelte.
Spielfeldeigenschaften: Die schnelle Unterlage war ideal zum Schiessen und trug zu einem schnellen, intensiven Spiel bei.
**1. Drittel:**
Der Start des Spiels war ausgeglichen, mit mehreren Chancen auf Oekinger Seite, doch Mario Huber zeigte starke Paraden. In der 6. Spielminute ging Oekingen mit 1:0 in Führung – das Spiel war lanciert! Doch die Antwort liess nicht lange auf sich warten: Silas Meier erzielte nur zwei Minuten später das 1:1.Oekingen zeigte seine Umschaltfähigkeiten und ein gutes Passspiel, was zu zwei schnellen Treffern in nur 30 Sekunden führte. Die Bäretswiler versuchten, dagegenzuhalten, und spielten weitgehend auf Augenhöhe mit Oekingen. Die Gastgeber gingen mit einer 4:2-Führung in die Pause.
**2. Drittel:**
Motiviert und mit einem klaren Ziel kehrten die Bäretswiler zurück aufs Feld: Der Anschluss an Oekingen sollte hergestellt werden. Doch leider kam es zu einer kleinen Lehrstunde. Oekingen zeigte seine Stärke und Effizienz und erzielte in 8 Minuten sieben Tore!Der Spielstand nach 30 Minuten war 11:3 – *ooooh meine Güte, wo war die Gegenwehr geblieben?!* Ein Timeout und eine gute Ansprache von Tobi und Captain Webber folgten. Das neue Ziel: Das Scoreboard vergessen und wieder gutes Unihockey spielen.
Gesagt, getan! Die Bäretswiler kamen zurück ins Spiel, stabilisierten ihre Defensive und erzielten fünf Tore (zwei von Meier sowie je eines von Osterwalder, Fischer und Weissenberger). Dabei kassierten sie nur zwei Gegentreffer. Die Freude am geliebten Unihockey war zurück. Das zweite Drittel endete mit einem 13:8-Führung für Oekingen.
**3. Drittel:**
Das Ziel für das dritte Drittel war klar: Die Zuschauer sollten noch eine Überraschung erleben.
Die Bäretswiler starteten mit einem überzeugten, offensiv ausgerichteten Unihockey und konnten die Oekinger in vielen Situationen überfordern. Doch leider fielen die Tore nicht wie gewünscht, auch bei günstigen Situationen wie einem Powerplay und einem Penalty nicht. Die Bäretswiler blieben wachsam und hatten das Spiel noch nicht aufgegeben. Die lautstarke Unterstützung der Fans zeigte: Da lag noch was drin! In der 48. Spielminute erzielte Fabian Osterwalder einen satten Weitschusstreffer. Es standen noch 5 Minuten Spielzeit an, und der Rückstand betrug nur noch 5 Tore. Mario Huber musste vom Feld, und ein vierter Feldspieler wurde eingesetzt. Durch drei Treffer von Silas Meier und einen weiteren Treffer von Gabriel Ganz stand es 24 Sekunden vor Schluss 14:13 für Oekingen. Ein erneutes Bully – und wieder konnte Gabriel das Bully für die Bäretswiler gewinnen. Doch Silas Meier scheiterte mit einer dicken letzten Chance an der grossartigen Parade des Oekinger Torhüters. Das spannende Spiel endete mit einem 14:13-Sieg für Oekingen. Die Bäretswiler haben gezeigt, was mit viel Wille, gutem Teamspirit und Kampfgeist erreicht werden kann. Am nächsten Samstag um 19:00 Uhr in Kollbrunn wollen die Bären ihren ersten Sieg in dieser Viertelfinal-Serie feiern.
Bäretswil: Huber; Fischer, Osterwalder, Pfiffner; Brodbeck, S. Meier, Webber; G. Ganz, J. Ganz, E. Meier, D. Weissenberger, R. Weissenberger.
Bäretswil ohne: G.Meier (abwesend), Moser (verletzt, Bank), Kuratle (verletzt, Bank)
A-Junioren – Unaufhaltbar
In der 7. Runde ging es für die A-Junioren nach Mörschwil. Wie so oft gab es auch heute den beliebten Parkettboden. Im ersten Spiel spielte man gegen die Uhwieser Rotäugli. Diese kamen heute jedoch mit einem sehr kleinen Kader von vier Feldspielern. So gab es im ersten Spiel keine grosse Überraschung und es stand schon zur Halbzeit 15:0. Auch in der zweiten Hälfte spielten die Bäretswiler effizient und so endete das Spiel mit 33:0.
Das zweite Spiel hingegen war gegen unseren ersten Verfolger Berg. Der STV Berg hatte bisher auch nur eine Niederlage und diese stammte aus unserem Duell in der Hinrunde. Berg starte überraschend mutig in dieses Duell und war stark in den Zweikämpfen. So dauerte es ganze zehn Minuten bis Bäretswil mit 1:0 in Führung ging. Vor der Pause liessen sie kurz etwas nach was sogleich von Bäretswil ausgenutzt wurde und zur 3:0 Pausenführung führte. Nach der Pause versuchte Berg sich nochmals aufzubaumen und kam auf 4:2 heran. Danach machten die Bäretswiler jedoch schnell den Deckel zu und gewannen das Spiel mit 10:3.
Playoff Viertelfinal: Die Anspielzeiten sind bekannt!
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte trifft der DT Bäretswil auf Oekingen. Das Team aus dem Kanton Solothurn hat sich am Cupfinal am 22. Februar zu den Oekings gekrönt und damit ist damit seiner bisher sehr erfolgreichen Damenabteilung den Oequeens auf der Spur. Die Wasserämtler gewannen auch die Qualifikation in der Gruppe 1 der 1. Liga Kleinfeld relativ souverän und sind somit Topfavorit auf den Titel des Schweizermeisters. Als Vierter in der Qualifikation der 1. Liga KF Gruppe 2 beginnt der DT Bäretswil auch diese Playoffkampagne als klarer Aussenseiter. Während man 2018 den Favoriten Kappelen noch über drei Spiele ärgern konnte und nur mit jeweils einem Tor verlor, scheiterte man 2022 (mit einem Coronasuperspreader) klarer am Tabellenzweiten Köniz und 2024 am Tabellenersten Nuglar. Für die diesjährige Kampagne darf man aber gespannt sein: Der DT Bäretswil hat eine relativ solide Saison hinter sich: Mit Ausnahme von Lengnau und Elgg hat man in der Regel gegen schlechter platzierte Teams Punkte geholt und gegen besser platzierte verloren. Ob sich der Schwung aus der letzten Runde auch in die Playoffs mitnehmen lässt, bleibt die grosse Frage.
Das Heimspiel des DT Bäretswil findet am 15. März um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Rägeboge in Kollbrunn statt. Wir hoffen, dass wir auf zahlreiche Fans zählen können. Leider ist aus finanziellen Gründen (absurd hohe Mietkosten für auswärtige Vereine, die eine Bewirtung anbieten wollen) keine Bewirtung vor Ort möglich, wir bitten um Entschuldigung.
Die MZH Rägeboge verfügt über ein beschränktes Angebot an Parkplätzen (Parkscheibe nicht vergessen) und liegt in kurzer Gehdistanz zum Bahnhof Kollbrunn (S26 ab Winterthur/Rüti ZH).
Bärechraft!

Herren 1 – Publish or Perish
Nach zwei frühen Runden mit eher längerem Anfahrtsweg durften die Spieler des Herren 1 das frühlingshafte Wetter am letzten Spielrundensonntag lange geniessen, bevor sie im Hüssenbüel in Hinwil vor zahlreich erschienenem Publikum (wer sich im Oberland auskennt, weiss, dass es nicht weit ist) in die Hosen steigen mussten.
Kurz bevor ich ans Spiel abrauschte, versuchte ich einer Kollegin noch zu erklären, worum es heute geht. Im Schwedischen gibt es denn knackigen Ausdruck „vinna eller försvinna“, aber auf Englisch und Deutsch fiel mir ein solcher einfach nicht ein – sie sah meine Not und, promovierte Theologin, die sie ist, half mir unkompliziert mit einem Ausdruck aus der Akademikerwelt: Publish or Perish (Veröffentlichen oder untergehen)! Dieses Bonmot trifft die Ausgangslage des DT Bäretswil vor der letzten Runde sehr gut. Mit einem Punkt Vorsprung auf Lengnau, gegen das man diese Saison drei Punkte hatte liegen lassen, lag man auf Platz vier. Wenn man also nicht würde rechnen wollen, ob die Playoffs noch zu schaffen sind, würde man zwei Siege einfahren müssen, ein Kunststück das dem Team in dieser Saison erst einmal gelungen war. Da die Spiele aber erst spät am Tag angesetzt waren, würde man auch ziemlich genau wissen was nötig wäre. Würde Lengnau stolpern, wäre man sicher in den Playoffs, aber eben, gut spekuliert ist schon halb verloren, deshalb den Fokus mal lieber auf sich selbst legen, die schönen, neuen, violetten Einspielshirts (Achtung Markennennung), die wir dank unihockeyshop.ch, Uftritt und Muu Catering unser eigen nennen können, angezogen und vollen Fokus auf die Spiele gegen Bürglen und Hinwil.
Gegen den Aufsteiger Bürglen hatte es in der Hinrunde nur für ein Unentschieden gereicht, heute wäre ein Unentschieden wohl mehr Perish als Publish, darum also auf Sieg spielen! Lengnau hatte gegen das Heimteam emotion Hinwil im Spiel zuvor noch Unentschieden gespielt, ein Unentschieden, das Hinwil ein Spiel vor Ende der Saison der Klassenerhalt sicherte. Somit war klar, dass man einerseits mit einem Sieg gegen Bürglen schon ein Bein in den Playoffs hätte und dass andererseits Hinwil im zweiten Spiel wohl nicht mehr auf Biegen und Brechen auf Punkejagd gehen musste.
Nun aber eben Fokus auf uns:
Das Spiel hatte eben begonnen, als Bürglen schon ein erstes Mal zeigte, dass stocktechnisch wahre Künstler auf dem Feld standen. Mit einem Zorromove versuchte die Nummer 30 nämlich den frühen Führungstreffer zu erzielen. Doch der Abschluss gelang nicht ganz wunschgemäss und im schnellen Gegenstoss konnte Pfiffner dafür bereits in der ersten Minute das 1:0 für den DT Bäretswil bejubeln. Ein Start nach Mass und es ging gleich weiter: In der vierten Minute konnte der eben erst eingewechselte G. Meier mit viel Energie nach vorne ziehen und gleich abschliessen, nun stand es 2:0 für Bäretswil. Einen kurzen, kurzen Moment steigerte Bürglen danach seine Gangart, stand höher und machte aktiveres Pressing, so dass die bis anhin gefühlte Bäretswiler Dominanz etwas nachliess. Doch schon einen Einsatz später nahm sich Bürglen wieder zurück und liess Bäretswil in der eigenen Zone grösstenteils gewähren. Diesen Platz nutzten G. Meier und Osterwalder geschickt aus: Nach einer Ballübergabe in der eigenen Hälfte kam Osterwalder frei zum Schuss, der Ball prallte zwar noch vom Torhüter ab, jedoch immer noch ins Tor und so stand es 6 Minuten bereits komfortable 3 Tore zu Nix für Bäretswil. Bäretswil spielte hervorragendes Unihockey: Konzentriert, drückend und einsatzfreudig. Dieser Einsatz wurde auch stetig wieder belohnt, so dass sich auch J. Ganz in die Liste der Torschützen einreihen konnte: Auf einen Pass von E. Meier schloss er wieder auf Höhe der Mittellinie ab und traf prompt. Dieser Treffer markierte auch etwas einen Abschluss der Bäretswiler Dominanz der Anfangsphase. Die nächsten Minuten zeigten ein erstarkendes Bürglen. So stand man in der 12. Minute etwas zu passiv und musste prompt den Treffer zum 4:1 hinnehmen, nur drei Minuten später stand man nicht ganz konsequent am Pfosten als Bürglen mit Ballbesitz hinter dem Bäretswiler Tor auf vier Spieler wechselte und mit einem schönen Hook von hinter dem Tor zum 4:2 aufschloss. Das Spiel war nun definitiv auf beiden Seiten in die Gänge gekommen. Bäretswil war zwar immer noch die spielmachende Kraft, aber Bürglen setzte Mal für Mal Nadelstiche, besonders mit Ballbesitz hinter dem Bäretswiler Tor wurde dieses Team gefährlich, aber auch bei Kontern, in die die Bäretswiler manchmal vielleicht eine Spur zu naiv hineinliefen. Huber im Tor zeigte aber einmal mehr seine ganze Klasse und konnte so einen weiteren Treffer der Thurgauer vorläufig verhindern. Doch auch wenn nicht mehr alles so reibungslos lief wie zu Spielbeginn, Bäretswil konnte heute auch mit etwas mehr Druck glänzend umgehen. So entwischte Pfiffner nach einer Druckphase der Bürgler und stellte mit seinem zweiten Treffer den Dreitorevorsprung wieder her. Mit dieser soliden Führung und einem über weite Strecken sehr guten Spiel besammelten sich die Bäretswiler so denn auch zur Pause. Man nahm sich vor, gerade in der Defensive noch einen Zahn zuzulegen und den Druck auf die Bürgler zu erhöhen.
Gesagt getan! Bereits in der 22. Minute wollte sich Bürglen wieder hinter dem Bäretswiler Tor einnisten, als schon die Bäretswiler Verteidigung im Doppelpack wie die Feuerwehr anrauschte. Leider rauschte man mehr mit gutem Willen denn mit einem Plan an. So entwischte der Ball und auch der freie Bürgler und schlenzte mit einem satten Move den Ball in die nahe Ecke zum 5:3. Eigentlich ein wenig ein Fehlstart in die zweite Hälfte. Doch daran mochte niemand im Team wirklich denken. Am wenigsten D. Weissenberger: Dieser zeigte im nächsten Einsatz, dass auch Bäretswil „hinter dem Tor“ kann und erhöhte mit einem Buebetrickli auf 6:3. Und plötzlich lief es wieder für Bäretswil: In der 23. Minute war es G. Meier, der bei viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor von weit hinten gar nicht mal allzu scharf schoss und das 7:3 bejubeln konnte. In der 25. Minute dann ein kurzer Dämpfer: Wegen zu wenig Abstand zum Torhüter wurde G. Ganz auf die Strafbank geschickt. Ein Pfiff, der in mir normalerweise helle Freude auslöst, in diesem Spiel aber etwas fragwürdig daher kam: Der Bürgler Torhüter holte sich nämlich den Ball an seinem linken Pfosten, von wo G. Ganz seine Umrundung des Tores startete. Als dieser gerade um den Pfosten drehte und seinem Gegenspieler nachjagte, warf der Torhüter (nun ebenfalls am rechten Pfosten) gerade aus und G. Ganz konnte kaum anders als den Ball zu berühren. Nun denn. Die Boxplayformation stellte sich auf und Huber brillierte bereits ein erstes Mal. Danach gelangte Bäretswil in Ballbesitz und konnte Huber durch einen dritten Feldspieler ersetzen. Eigentlich hätte man die Unterzahl nun elegant herunterspielen können. Hätte man nicht bei einem eigenen Freistoss zu lange zugewartet und so den Ballbesitz wieder aus der Hand gegegeben. Also wieder Boxplayformation aufs Feld, wieder in Ballbesitz gelangen und schliesslich dann die Strafe doch unbeschadet überstehen. In der 31. Minute, als wieder alles beim Alten war, konnte sich wieder G. Meier durch die ganze Abwehr tänzeln und das 8:3 erzielen. Ein Bürgler Timeout läutete daraufhin die Schlussphase ein, jedoch nicht mit der erhofften Wirkung: In der 34. Minute stoppte man zwar G. Meier sehr konsequent in der Mitte, liess jedoch Pfiffner ausser Acht, so dass G. Meier ihn lancieren konnte und Pfiffner, die Bäretswiler Antwort auf Mira Markström, satt auf 9:3 erhöhte. Noch besser kam es aus Bäretswiler Sicht, als gegen Bürglen auch noch eine Strafe wegen Haltens gepfiffen wurde. Im Powerplay konnte die Achse Osterwalder-S. Meier- Pfiffner in einer wunderschönen Kombination den zehnten Treffer bejubeln. Was nun kam war definitiv die Kür dieses Spiels: In der 39. Minute liessen die Bürgler S. Meier nur etwas zu viel Platz und auch er konnte seine Solokünste zeigen und den Ball zum 11:3 in den Maschen versenken. Dem Spiel die Krönung aufsetzen konnte schliesslich J.Ganz: Beim ersten Einsatz von R. Weissenberger im Herren 1 spielte E. Meier auf J. Ganz und das 12:3 in der 40. Minute war Tatsache.
Mit diesen zwei Punkten und somit mindestens zwei Punkten Vorsprung auf Lengnau (und dabei blieb es auch, Lengnau gewann sein Spiel gegen Mörschwil deutlich) würde man gegen emotion Hinwil um die Playoffs spielen: Mit viel Publikum und der Zuversicht, dass man nicht nur mit zwei Punkten Vorsprung, sondern auch mit dem besseren Torverhältnis als Lengnau in die Partie starten würde. Aber eben, It’s not over ‚til it’s over…
Das Spiel gegen Hinwil war das letzte Spiel dieser Saison für Hinwil, das vor heimischem Publikum noch einmal zeigen wollte, was es drauf hat. Der Start ins Spiel war schwieriger als im vorherigen Spiel: Bäretswil gelangte in den ersten Minuten jeweils nur kurz in Ballbesitz, während im Gegensatz Hinwil das Spiel am Ball zeitlich ausdehnte und die Einsätze für die Bäretswiler sehr lange wurden. Nach einem sehr langen ersten Einsatz des ersten Bäretswiler Blocks, kam in der zweiten Minute endlich Block zwei für einen Freistoss aufs Feld und fackelte nicht lange: Captain Webber bediente S. Meier, und dieser erzielte sogleich das 1:0 für Bäretswil. Nach fünf Minuten hatte dann auch Bäretswil ins Spiel gefunden und konnte einen hohen Wechselrhythmus etablieren. Dies zeigte sich auch in den Aktionen auf dem Feld. In der 6. Minute scheiterte G. Ganz nur knapp an der Latte und in der 9. Minute überzeugte wiederum das Duo Webber/S. Meier, das auf 2:0 erhöhen konnte. In der 10. Minute fand G. Ganz von hinter dem gegnerischen Tor E. Meier, der aus nächster Nähe das 3:0 markierte. Und nur Sekunden später war es Osterwalder mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse, der von einem Hinwiler vor dem Tor entscheidend abgelenkt wurde und zum 4:0 für Bäretswil führte. Wer nun denkt, das Spiel sei eine Einbahn gewesen, täuscht sich: Auch Hinwil hatte etliche Vorstösse, besonders zu erwähnen ist jener in der 12. Minute, in dem alle drei Hinwiler gegen nur einen Bäretswiler Verteidiger zum Konter aufliefen. Doch die Hinwiler hatten die Rechnung ohne Huber gemacht: Dieser antizipierte geschickt die Anspielstation, verschob und wehrte nicht nur ab, sondern konnte den Ball sogleich in eigenen Besitz bringen! In der 14. Minute bedankte sich S. Meier auf seine Weise bei Webber für die vorherigen Assists: Er legte für Webber bei einem Freistoss auf und auch das 5:0 für Bäretswil war Realität. Die erste Hälfte endete mit einem 5:0 Vorsprung für Bäretswil, jedoch nicht ohne, dass man in letzter Sekunde noch einen gefährlichen Abschluss aufs eigene Tor zuliess, der jedoch zu hoch geriet.
Gerne würde ich die zweite Hälfte ebenso ausführlich schildern. Doch was geschah eigentlich in der zweiten Hälfte? Nur wenige Notizen sind erhalten, daher die Kurzform: In der 22. Minute zeigte Hinwil, dass auch in seinen Reihen Solokünstler zu finden sind, somit erster Treffer fürs Heimteam. In der 24. Minute dann die Chance auf einen weiteren Treffer, doch Huber vereitelte den Penalty geschickt. In der 26. Minute dann wieder eine lange Druckphase Hinwils, die im Treffer zum 5:2 endete. Der Rest des Spiels war durchaus nicht unattraktiv, sogar Emotionen kamen gegen Schluss auf beiden Seiten auf, welche mit vereinten Kräften jedoch wieder auf ein gesundes Mass gebändigt werden konnten. So endete die Begegnung für alle versöhnlich mit 5:2. Nach dem Spiel ehrte Emotion Hinwil noch seine abtretenden Spieler und ein durch und durch gelungener Unihockeysonntag ging für die Bäretswiler zu Ende. Ende? Nein!!! Publish! Playoffs, zum vierten Mal und zum ersten Mal gelingt zweimal hintereinander die Playoffqualifikation! Das Abenteuer beginnt bereits am nächsten Wochenende gegen Oekingen, Cup- und Qualifikationssieger der Westgruppe. Sobald die Daten bekannt sind, werden sie natürlich hier auf der Homepage und auf den anderen Kanälen veröffentlicht!
Bäretswil: Huber; G. Meier, Osterwalder, Pfiffner; Brodbeck, S. Meier, D. Weissenberger; G. Ganz, J. Ganz, E. Meier, R. Weissenberger; Webber.
Bäretswil ohne: Fischer (krank), Moser (verletzt, Bank), Kuratle (verletzt, Bank)
Herren 1 – Schitterglitter
Klar: Erstes Spiel am Morgen, lange Anreise, weil nicht Hinwil oder zuhause oder auch Gossau, wo wir diese Saison nicht sind, oder wenigstens Elgg, liegt ja auch hinter dem nächsten Hügelzug, aber andererseits haben ja immer neun Mannschaften eine Anreise und gerade Elgg ist ja auch nicht neben Oberbüren, ausgerechnet Oberbüren, das könnte ja irgendwo liegen, zum Beispiel neben Sellenbüren, aber es ist dann eben doch neben Niederbüren, aber die Heimrunde von Niederwil und damit im Osten und in St. Gallen und schon seit Jahren fahren wir dorthin, vorbei an der Frischkäsefabrik und hinein ins holzige Vergnügen sozusagen, aber dann war es ja Morgen und auch irgendwie sehr kalt, aber Elgg, wie gesagt ja auch nicht viel näher und unser erster Gegner. Und weil wir Elgg einerseits letztes Mal geschlagen hatten, andererseits gleiches Elgg aber auch im Moment von Sieg zu Sieg fliegt, hätte man in Bäretswil ja zumindest erkennen können, dass es heute gerade am Morgen früh entscheidend sein würde mit genug Energie zu starten, Elgg gewissermassen an die Wand zu spielen. Aber gerade an diesem Morgen, vielleicht lag es an der Anreise, oder an der Kälte in der Halle, die sich in alle Glieder schlich, oder daran, dass wir nach langem Betteln bei Fischer doch noch genau drei Blöcke hinbekamen, oder eben doch an der genauen Anspielzeit, das lässt sich jetzt nicht so genau sagen, da müsste man einmal in Ruhe drüber nachdenken, gerade an diesem Morgen auf jeden Fall, brachte der DTB oder seine Spieler oder der Staff oder die mitgereisten Anhängerinnen und Anhänger, die Energie einfach nicht aufs Feld. „Eigentlich nett“, machte ich mir eine innerliche Notiz, „nach zwei Minuten und zwei Einsätzen steht es bereits 2:0 für Elgg, das macht sich gut im Bericht, da kann man dann ein Bild drausziehen, immer zwei, das geht auf, das ist Ästhetik.“ Aber zwei Tore bei Spielbeginn sind ja gleichzeitig nie ästhetisch, auf jeden Fall nicht gegen einem und das macht dann auch keine Lust auf einen Bericht und vielleicht waren es ja gerade solche Gedanken, die besser zeigten, wie die Bäretswiler nicht ganz präsent waren und irgendwie sonst etwas nachhingen. Andererseits und das muss gleich jetzt zu Beginn, wobei der Bericht hat seinen Beginn ja längst hinter sich, aber doch immerhin noch bevor mehr geschildert wird, muss das erwähnt sein, S. Meier, der hatte heute Biss und Selbstvertrauen und darum und wohl auch gar nicht zufällig, war er es, der nach vier Minuten auch mal jubelte, mal etwas Energie zur Bäretswiler Bank transportierte. Wie gut die Chance tatsächlich war, darüber lässt sich gewiss streiten, aber in diesem Moment schloss er einfach backhand ab, und der Ball ging sozusagen dicht an dicht oder wie es im Film „Madagascar 2“ heisst „Als würdest du deine Schwester küssen“ so dicht am Pfosten vorbei zum 1:2 ins Netz. Dann nur eine gute Minute später auch noch eine Strafe wegen Stockschlags gegen Elgg. Also Powerplayformation aufs Feld und dann Ball laufen lassen, zirkulieren lassen, sauber spielen, aber halt auch schnell, aber irgendwie gelang auch das heute nicht so wie gewünscht. Erst kurz vor Ablauf der Strafe, vor der sogenannten Präskription dieser, setzte Osterwalder ein deutliches Zeichen, er hämmerte den Ball zum 2:2 in die Maschen, nun ja wenigstens steckte in diesem Team doch etwas Energie, alles konnte doch eigentlich gar nicht so schlimm sein und die Sonne streckte auch ihre Strahlen durch die Fenster. Aber und das sei auch gesagt, wer hart gepfiffene Strafen gegen seinen Gegner also zu seinen eigenen Gunsten, wer solche Strafen begrüsst, muss dann halt auch gegen sich selbst solche akzeptieren und das musste und tat E. Meier auch bereits in der achten Minute und die Überzahl Elggs dauerte einen gefühlten Wimpernschlag lang und dann lag es wieder in Führung und die Energie wich aus den Bäretswilern, wie die Luft aus einem Ballon nur geräuschloser und irgendwie war es dann auch etwas traurig, dass man sich den metaphorischen Wind wieder aus den metaphorischen Segeln nehmen liess, aber kalt war es noch immer in der Halle, ganz ohne Metaphern. Was jetzt begann war vielleicht der Knackpunkt der Partie, andere würden sagen, hier entschied es sich, wieder andere würden sagen, dass die Konzentration nicht stimmte, aber wer weiss denn schon so genau, ob die je gestimmt hatte in diesem Spiel. Nun etwas auf den Punkt gebracht verhielt es sich so, dass Elgg in der 10. Minute einen Konter zum 4:2 verwerten konnte, in der 12. Minute ein Hook zum 5:2 führte und in der 14. Minute, in der Weissenberger gerade wegen Beinstellens auf der Bank sass – es klingt jetzt hier doch übler als es aussah, es war eher ein ungeschicktes Versehen – aber jedenfalls in dieser Unterzahl gelang Elgg noch das 6:2. Und eigentlich waren die Bäretswiler nicht schlecht oder hoffnungslos überfordert, aber halt doch nicht im Flow, noch nicht ganz auf der Höhe. Dazu kam der Hader, dieser fiese Sack, der dann alles noch schlimmer macht und dann sieht man noch die Fehler der anderen und will diese auch ausbügeln, auch wenn man an der eigenen Aufgabe genug zu tun hätte und so reisst sich die ganze Mannschaft wie ein Schwarzes Loch in einen Strudel von Gegentoren und Hektik und Aufregung und bleibt doch uninspiriert und energielos und so fühlt es sich im Nachhinein an, diese erste Hälfte, in der und das soll die Zäsur zur zweiten Hälfte einleiten, Huber im Tor stets den Überblick behielt, Schlimmeres verhinderte und manchen Angriff vereitelte.
Hopfen und Malz war noch nicht verloren und zum Glück hatte man vor einiger Zeit mal ein Mentalcoaching und deshalb die wichtigsten Grundlagen irgendwie noch bereit und kurz gesagt, hiess es nun positiv bleiben, geduldig bleiben, bei sich bleiben und die Körpersprache auf Sieg wenden. Und vielleicht fragt man sich jetzt, wieso S. Meier so benannt werden musste, aber jetzt kommts, seine Stunde schlug jetzt (nicht sein Stündchen). Nach dem Gewinn eines Bullys, das war umstritten, das steht in meinen Notizen, jetzt weiss ich aber nicht mehr für wen, egal, nach dem Gewinn also S.Meier weit hinten und schiesst und trifft das Tor, 6:3 nun der Spielstand und irgendwie mehr Energie auf dem Feld und in der Halle und alles auch nicht mehr so kalt und trostlos, so, denkt man sich, so muss Hoffnung aussehen. Aber andererseits halt auch wieder einen Einsatz später, noch nicht einmal den Schreibblock aus der Hand gelegt sozusagen, schon auch wieder ein Tor für Elgg und eben leider keine nähere Beschreibung, weil der Blick natürlich auf den Schreibblock gerichtet war. Und dann geschah fünf Minuten nichts. Also nichts erwähnenswertes. Oder vielleicht ist es eine Erwähnung wert, dass nun doch eine Ebenbürtigkeit im Spiel zugegen war, ein Hin und ein Her und Chancen und ihre Vereitelung oder Vergabe, je nach dem. Und dann in der 27. Minute findet Brodbeck S. Meier ganz genial und dieser schiebt ein und es steht nur 7:4 und trotz aller Deutlichkeit sind Zahlen doch auch nur Schall und Rauch und vielleicht könnte ja Elgg heute doch noch besiegt werden. 3 Minuten lebte diese Hoffnung, dann musste Bäretswil wieder einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen und das kann ja nicht über eine ganze Partie hin gut gehen, nicht nur rein sportlich gesehen, sondern auch psychologisch, immer Hoffnung – Dämpfer- Hoffnung- Dämpfer, das geht ja auch an die Substanz. Elgg also mit dem 8:4 und das ist ja dann so ein Äquivalent zum 7:2, eine Grenze, die dann überschritten wird, die nicht so schnell aufgeholt werden kann. Bäretswil, inzwischen richtiggehend abhängig vom Block um S. Meier also wieder voller Hoffnung mit diesem aufs Feld. Und die Antwort folgte auf dem Fusse, von Webber lanciert, versenkte S. Meier seinen vierten Treffer in der Partie zum 8:5. Und dank einer glücklich gepfiffenen Strafe gegen Elgg in der 34. Minute, kam Bäretswil sogar wieder zu einem Powerplay, dieses stand zwar beim ersten Versuch auf wackligen Beinen, aber führte zum Ziel, darum gleiche Formation wieder aufs Feld, aber wieder eher zaudernd als zaubernd aber dann halt doch erfolgreich: Webber von Osterwalder lanciert zum 8:6. Nun sah die Sache wieder etwas anders aus, auch energietechnisch, gefühlt hatte man doch etwas an Oberwasser gewonnen und mit 4 Feldspielern könnte man ja dieses Momentum jetzt ausnutzen und munter trat Bäretswil an, dieses unaufhörlich hoffende Stehaufmännchen und verstrickte sich in sich selbst und brachte den Ball kaum aus der eigenen Hälfte im Gegenteil, man raubte sich die Energie, durch Pässe, die nie ankamen und beengten Platz, aus dem man nicht ausbrechen konnte und Elgg schoss dafür noch zwei Tore und irgendwie war es dann ärgerlich nach dem Spiel, aber auch gut dass es vorbei war, weil auf die Dauer hält man dieses Hoffen und Bangen und doch wieder Kassieren ja nicht aus. Aber auch schade, weil die zweite Hälfte zeigte Ansätze, sie hatte Potential, sie liess Grösseres erahnen, aber Elgg nichts anbrennen und so war es 10:6 für Elgg und fertig.
Cazis im zweiten Spiel ist ja gewiss auch nicht, was man landläufig eine einfache Aufgabe nennt. Zwar Elgg im Moment Team der Stunde, keine Frage, Elgg mehr so der Hit und Cazis der Evergreen (und Bäretswil das Kirchenlied, hahaha), aber Cazis eben auch nur stark besetzt und nicht unschlagbar. Dank zwei Spielen Pause in Bäretswil auch Gelegenheit für Analyse, für Selbstbestärkung, Energietanken, Fokus und Mut fassen. Der Start in die Partie deshalb viel konzentrierter, Cazis gewiss mit viel Druck. Das erlitt Brodbeck als ihm sein Unterteil in hohem Bogen über die Bande flog, leider ohne den Rest des Stockes dran, das bemerkte auch die Bäretswiler Defensive im Kollektiv als Cazis schon früh in einem vier gegen drei Spiel eine numerische Überzahl erzwang. Doch die Feinabstimmung, die Präzision fehlte auf Cazner Seite dann zuweilen eben schon, zumindest so lässt sich die erste Strafe erklären, die wegen eines Wechselfehlers zustande kam. Die Strafe war zwar technisch schon abgelaufen, das Powerplay hatte nicht gefruchtet, aber doch gelang es G.Meier in den Nachwehen quasi, so etwas wie ein Tor im Powerplay zu erzielen und Bäretswil zum ersten Mal an diesem Tag in Führung zu bringen. Die Freude hielt wieder nur einen Augenblick, einen Mückenfurz lange, dann stand es wieder unentschieden, weil Cazis ausgeglichen hatte und es den Bäretswilern wieder einen Tick zu schwer gefallen war, vom Jubel wieder zur konzentrierten (Abwehr)arbeit überzugehen. In der 13. Minute – wer wagt gewinnt – E. Meier mit der langen Auslösung quer übers Feld, leider aber hier kein Gewinn, sondern der Ball souverän abgefangen und in der Gegenbewegung zum 2:1 versorgt, Cazis mit der Spielwende. Auf Bäretswils Bank aber im Vergleich zum letzten Spiel ein umgekehrter Handschuh, wie Tag und Nacht, man blieb geduldig, machte sich Mut und bestärkte sich gegenseitig. Auch auf dem Feld ein Bild von Harmonie, Spielfreude und Durchsetzungswillen. So kam auch G. Meier zu jener denkwürdigen Chance, lanciert von Fischer, die vom Cazner Amstutz im Tor noch mirakulös gehalten wurde und von den Bäretswilern mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis genommen werden musste (jaja, da hätte ich ihm vor dem Spiel dann doch besser nicht viel Erfolg gewünscht, diesem Fuchs). Die Zuversicht nahm auch mit dem 3:1 von Cazis nicht ab, und dass man auch würde jubeln können zeigten Osterwalder, die Bande und Fischer in der 16. Minute. Nach einem turbulenten Einsatz um jeden Fall schoss nämlich Fischer, am Tor vorbei an die Bande, von dort prallte der Ball ab und auf der anderen Seite vors Tor, Osterwalder quasi vor die Füsse, aber schon so, dass er noch selbst etwas zaubern musste, aber zaubern tat er und es stand wieder nur 3:2. Osterwalder nun besser im Tritt und in der 18. Minute tankte er sich durch die Reihen, schoss und bejubelte den Ausgleich zum 3:3. Auch bemerkenswert: Huber im Tor mit grossem Radius, mit Händen und Füssen sich wehrend und das Tor abschirmend, so dass man eigentlich zufrieden mit einem Unentschieden hätte in die Pause gehen können. Hätte gehen können. In den zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff befand die Bäretswiler Aufstellung, es sei wahrscheinlich jetzt genug für den Moment, man habe ja noch volle 20 Minuten vor sich und überhaupt, 3:3 scheint ja fair. Cazis mit einem Schuss durch alle Beine, mit Ablenkern und Gewusel und tatsächlich zum 4:3, nur wenige Sekunden vor dem Pfiff. Damit Bäretswil mit dem Rückstand in die Pause und etwas gedämpft, trotz ansprechender Leistung und Aussicht auf Punkte.
Deshalb oder trotzdem auch wieder viel Energie kurz nach Wiederanpfiff, Lust auf Sieg, Lust auf Unihockey oder Lust auf keine Lustlosigkeit oder was es nun war, man weiss es ja nicht so genau. Auf jeden Fall, G. Meier mit einem intelligenten Backhandpass auf Osterwalder, der Drehschuss und Tor und Ausgleich und Erleichterung bei Bäretswil und wieder an diesem Tag, dem Tag der schnellen Antwort, des Nicht-Bereit-Seins-Nach-Einem-Tor, Bully, Tor Cazis, 5:4 und lange Gesichter auf Bäretswiler Seite. Zu allem Unglück folgte nun auch noch eine Strafe gegen G. Meier, das würde bitter werden, das würde Cazis nicht ungenutzt lassen, hier würde es sich keine Blösse geben, dachten alle. Aber während Bruder G. auf der Bank sass, eroberten E. und S. Meier den Ball, stürmten zu zweit munter nach vorne und erzielten einen Shorthander, den Ausgleich zum 5:5, als wäre das eine leichte Übung. Auch den Rest des Boxplays hielten Huber und seine Vorderleute (bzw. zuweilen auch drei Feldspieler ohne Torhüter) geschickt dicht und so hatte dieses vermeintliche Handicap der Strafe gegen G. Meier sich in einen Vorteil gewandelt. Doch einmal zu viel liess man auf Bäretswiler Seite einen Konter zu und einmal zu viel, geriet man wieder in Rückstand, einmal zu viel in der Tat. Denn beim Stand vom 6:5 bekam Bäretswil zwar noch einen Penalty zugesprochen, doch auch hier scheiterte Webber am brillianten Amstutz im Tor. Eine Querverlagerung brachte Cazis wieder zwei Tore nach vorne, so dass die letzten 5 Minuten wieder den Versuch einer Bäretswiler Aufholjagd sein würden. Dieser Aufholjagd entgegen kam die Strafe gegen Cazis, so dass S. Meier in der 38. Minute nach einem wiederum chaotischen Powerplay das gerade nicht mehr leere Tor traf und mit dem Team den Anschluss zum 7:6 bejubelte. Leider war das aber auch der letzte Zwick an der Bäretswiler Geissel, das letzte Ass in seinem Ärmel, der Kuchen war gegessen wie die Engländer sagen. Denn das 8:6 der Cazner und das 4:3 Aufbegehren der Bäretswiler war bereits wie ein Nachklang dieser Geschichte, die trotz Niederlage und Nullpunkterunde doch eine Geschichte von Hoffung, von Energie und Zuversicht ist. Die Playoffqualifikation bleibt aus eigener Kraft möglich, und muss am 2. März in Hinwil geschafft werden.
Bäretswil: Huber; Fischer, G.Meier, Osterwalder; Brodbeck, S. Meier, Webber; Ganz, E. Meier, Weissenberger.
Bäretswil ohne: J. Ganz (abwesend), Kuratle (verletzt, Coaching), Moser (verletzt), Schmitter (verletzt), Pfiffner (Herren II)
A-Junioren – Weiterhin auf der Siegesstrasse
Für die 6. Runde ging es für die A-Junioren nach Andelfingen. Im ersten Spiel trafen wir auf die Jonschwil Vipers. Da Jonschwil das Schlusslicht der Liga ist, lag die Favoritenrolle klar auf unserer Seite. Diese nahmen wir auch gleich an. Wir konnten viele Bälle abfangen und zogen schnell davon. So waren wir schon zur Halbzeit mit 10:1 in Führung. In der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel und wir liessen nicht anbrennen. Das Spiel endete mit einem 21:1 Sieg für Bäretswil. Im zweiten Spiel spielten wir wie schon letzte Runde gegen die Hot Shots Bronschhofen. Da wir in der Hinrunde schon nicht ganz zufrieden mit dem Spiel gegen sie waren, waren wir umso motivierter. Wir starteten gleich gut in die Partie und waren zur Pause 7:2 vorne. In der zweiten Hälfte wurden wir leider weniger effizient und so ging die Partie mit 9:2 aus.
Herren 1 – Sieg und Niederlage im Bündnerland
Spiel 1 vs Mörschwil
Frühmorgens ging es los! Schon wieder früh. Die siebte Meisterschaftsrunde in Landquart stand bevor, und die gesamte (Bezogen auf Volljährige Mitglieder) Mannschaft vom DT Bäretswil war dabei und fest entschlossen, im Kampf um die Playoff-Plätze vorzulegen. Auf dem Weg ins Bünderland schwärmte der Berichtschreiber vom schönen Wetter das stehts «änet» des Walensees anzutreffen sei, war dann aber irritiert, als es anfing zu regnen, kaum war der Walensee passiert. Während dem Einlaufen wurde noch etwas geschwärmt von der Wunderschönen Halle, dem perfekten Boden für Hallensportarten und dem riesigen Buffet am Kiosk.
Das erste Spiel des Tages führte unsere Mannschaft gegen die Mörschwil Dragons. In der Hinrunde hatten wir im 3 vs. 3 klar dominiert, uns jedoch durch ihr 4 vs. 3 aus dem Konzept bringen lassen. Dennoch konnten wir das Spiel für uns entscheiden. Das Ziel für das Rückspiel war klar: Im 3 vs. 3 wieder dominieren und das Spiel frühzeitig in die richtigen Bahnen lenken.
1. Halbzeit
Die erste Halbzeit begann spannend und bot gleich einige Höhepunkte. Mörschwil ging früh mit 0:1 in Führung, doch Gian Meiner konnte rasch den Ausgleich erzielen und uns wieder ins Spiel bringen. Die Dragons liessen jedoch nicht locker und erarbeiteten sich erneut die Führung mit 1:2. Yannik Heise Webber gelang es, den erneuten Ausgleich zum 2:2 zu schaffen, und kurze Zeit später brachte Fabian Osterwalder uns erstmals in Führung mit 3:2. Trotz eines weiteren Treffers der Mörschwiler zum 3:3 gelang es Dennis Weissenberger, uns mit einem Treffer kurz vor dem Pausenpfiff erneut in Führung zu bringen. Mit dem Stand von 4:3 und einer Strafe gegen Mörschwil zusammen mit dem Halbzeitpfiff ging es in die Halbzeitpause. In der Pause wurde nochmals betont, unser Spiel zu machen, den Ball laufen zu lassen und die zahlreichen Chancen besser zu nutzen. Der Plan war klar: Die Führung ausbauen und das Spiel kontrollieren und sie nicht in unzählige 4 vs 3 Situationen kommen zu lassen.
2. Halbzeit
Die zweite Hälfte begann mit einem Powerplay für uns, und Gabriel Ganz nutzte die Gelegenheit, um auf 5:3 zu erhöhen. Mörschwil wechselte auf drei Spieler, was uns den Treffer ins leere Tor erleichterte. Silas Meier baute die Führung weiter aus auf 6:3, und Fabian Osterwalder konnte mit einem weiteren Tor das 7:3 erzielen. Dies alles innerhalb der ersten 3 ½ Minuten der zweiten Halbzeit. Danach passierte zehn Minuten lang nichts Nennenswertes, bis Mörschwil auf 7:4 verkürzte. Doch Fabian Osterwalder war erneut zur Stelle und traf zum 8:4 – wieder ins leere Tor nach einer Strafe gegen Mörschwil (Merksatz: Das Spiel ist erst unterbrochen, wenn der Schiedsrichter pfeift). Ein letzter Treffer der Dragons zum 8:5 änderte nichts am souveränen Sieg der Bäretswiler. Es war vielleicht der souveränste Sieg der Saison. Auch hervorzuheben ist die Leistung unseres Torhüters Mario Huber, der sein Comeback nach der Babypause gab und erneut stark hielt und somit einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete. Der souveräne 8:5 Sieg gibt uns neuen Auftrieb und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Playoff-Plätze zu erreichen. Mit diesem Erfolg im Rücken blickten wir optimistisch auf die kommende Aufgabe gegen Gossau.
Spiel 2 vs Gossau
Nach nur 16 Sekunden Spielzeit musste Tobias Kuratle, unser Torhüter fürs zweite Spiel, das Spielfeld verlassen. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor wurde sein Zeigefinger mehrfach von einem Stock eines Gossauers Spielers getroffen, was zu einer Verletzung führte, die einen sofortigen Krankenhausbesuch notwendig machte. Fazit: Tobias Kuratle mit einem Shutout raus und ins Spital, Mario Huber wieder rein. Der Krankenhausbesuch von Tobias Kuratle hatte auch zur Folge, dass der Fananhang von Bäretswil sich um 2/3 verkleinerte, aus 3 mach 1. Was etwas unstimmig wirkte war, dass es keine Entschuldigung seitens der Gossauer gab, zumindest nicht so, dass es der Berichteschreiber mitbekommen hätte. Nach dem Spiel erkundigte sich der Coach von Gossau per Anruf beim Torhüter über das Wohlergehen. Chapeau! Das Spiel wurde mit einem Freistoss für Gossau direkt vor unserem Tor fortgesetzt. Konfus das ganze…
Das Spiel nahm nun Fahrt auf und Gossau erzielte das erste Tor. Doch Silas Meier schaffte kurz darauf den Ausgleich. Ein Penalty brachte Gossau erneut in Führung, bevor Silas Meier den erneuten Ausgleich erzielte. Gabriel Ganz sorgte für den neuerlichen Ausgleich (Nicht ohne vehementes Reklamieren von Seiten der Gossauer, wieso weiss ich an dieser Stelle nicht) nach einem erneuten Gegentreffer, und so ging es mit einem 3:3 in die Halbzeitpause. In der Halbzeitanalyse ging es darum das gezeigte in den ersten 20 Minuten in die 2. Hälfte mitzunehmen.
Die zweite Halbzeit begann jedoch weniger glücklich. Gossau zog mit einem weiteren Tor etwas davon, und die nächsten zehn Minuten verliefen ereignislos. In dieser Zeit verlor Bäretswil etwas den Fokus und Gossau konnte zwei weitere Tore erzielen und mit einem soliden Polster in die letzten Minuten des Spiels steigen. Ein Versuch, einen Freistoss mit 4-gegen-3 zu spielen, misslang, und Gossau nutzte die Gelegenheit, um ungehindert das nächste Tor zu schiessen, oder besser gesagt bis zum leeren Tor zu laufen. Dies auch dank dem Umstand, dass der Berichteschreiber jeglichen Einsatz verweigerte, den Gossauer noch etwas unter Druck zu setzen. (Entschuldigung an dieser Stelle) Ein Bäretswiler Spieler musste einen Einsatz später auf die Strafbank, was Gossau in eine Überzahlsituation brachte. Nach einem Freistoss für Bäretswil ersetzten die Bäretswiler, ihren Torhüter durch einen dritten Feldspieler, doch erneut landete der Ball bei Gossau, die das Tor zum 3:7 erzielten. Schliesslich markierte das 3:8 von Gossau den Schlusspunkt in dieser Partie.Trotz dieses kleinen Rückschlags bleiben die positiven Aspekte der Runde hängen. Bäretswil spielte gutes und dynamische Unihockey, und insgesamt zeigten sie heute 70 Minuten auf gutem bis sehr gutem Niveau. Mit den eingeplanten und geholten zwei Punkten konnte ein weiterer Schritt Richtung Playoffs gemacht werden. Der Wermutstropfen ist sicherlich der Ausfall von Tobias Kuratle. Gute Besserung! Damit er in dieser Saison noch sein Comeback geben kann, müssen die Bäretswil die Playoffs erreichen. Somit sollte es am Extraschub an Motivation nicht fehlen. Weiter geht am 09.02.2025 wieder frühmorgens in Oberbüren gegen Elgg und Cazis.
Herren 1 – Unentschieden im Thurgau
Spiel 1 vs Lengnau
Wir schreiben den Sonntag, 12. Januar. In eisiger Kälte traf sich der Teil der Mannschaft, welcher von Bäretswil aus fuhr. Im Dunkeln machte man sich auf den Weg nach Erlen in die Aachtalhalle. Nach einer monotonen Fahrt, durch gefühlt jedes Thurgauer Dorf, trafen alle pünktlich in der Halle ein.
Im ersten Spiel wartete Lengnau, unser direkter Konkurrent für die Playoff-Qualifikation, auf uns. Aufgrund erfreulicher Umstände war dieses Spiel das Debut von Matteo als Torhüter in der 1. Liga. Eins vorneweg: Seine Leistung war in beiden Spielen hervorragend!
In der Hinrunde mussten wir uns Lengnau knapp geschlagen geben. Wir wussten also, dass es eine geschlossene Mannschaftsleistung über 40 Minuten brauchen wird, damit uns die Revanche gelingt. Der Spielstart zeigte auch, dass wir bereit waren. Lengnau hatte zwar viel Ballbesitz, doch nach Balleroberungen trafen Gian Meier zum 1:0, Fabian Osterwalder zum 2:0 und nach einer Einzelleistung Yannik Webber zum 3:0. Perfekter Start. Nach einem Fehler in der Auslösung und einer Intervention von hinten, mussten wir 2 Minuten in Unterzahl spielen. Die Unterzahl war schon fast vorbei, als Lengnau zum 3:1 verkürzen konnte. Das anschliessende Anspiel ging verloren und es folgte ein perfekter halbhoher Drehschuss ins weite Eck. Nur noch 3:2. Doch wir konnten nochmals reagieren. Johnny lancierte Elia, welcher den 2 Tore Vorsprung wiederherstellen konnte. Mit dem Resultat von 4:2 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Pause.
In der zweiten Hälfte geschah zuerst einige Minuten wenig, bevor Lengnau zum 4:3 verkürzen konnte. Nach einer Intervention gegen Gian, welche er als Foul einstufte, tat er lautstark seinen Unmut kund und wurde folgerichtig für 2 Minuten auf die Strafbank verbannt. Lengnau nutze das Powerplay mit einem platzierten Flachschuss zum 4:4. 6 Minuten vor Schluss zog Näf einen seiner gefürchteten Drehschüsse auf. Unsere Verteidigung stand gut und draussen wurde schon zum erfolgreichen Block gratuliert…nur war der Ball in unserem Tor zum 4:5. Schade. Auf der Bank wurden bereits erste Gespräche geführt, wann und wie man die Spezialsituationen einsetzen möchte. Da gelang es Block 2 mit einer Freistossvariante Lengnau zu überraschen. Silas Meier traf Volley zum vielumjubelten 5:5. Die letzten Minuten sind schnell erzählt. Beide Mannschaften gingen nicht mehr grosse Risiken ein und hatten eine Grosschance. Silas traf mit seinem Schuss nur die Latte und 30 Sekunden vor Schluss kam Lengnau zu einem letzten Drehschuss, welchen Matteo mit einem super Reflex aus der linken Ecke fischte und so den hart erkämpften und verdienten Punkt für die Mannschaft sichern konnte!
Spiel 2 vs FP Niederwil
Nach 2 Spielen Pause traf man auf Niederwil. Wenn man die Resultathistorie anschaut, sieht man fast nur Unentschieden, welche von unserem Sieg in der Hinrunde durchbrochen wurde. Es war also klar, dass es ein enges Spiel geben wird. Wie in Spiel 1 versuchten wir vom 1. Einsatz an Ready zu sein. Nach einer hervorragenden Parade von Matteo, waren wir dies auch ab dem 2. Einsatz. Schon nach wenigen Minuten konnte Osterwalder mit einem seiner Drehschüsse über 2 Drittel des Feldes zum 1:0 reüssieren. Dass der Drehschuss mit gefühlt mehrminütiger Ankündigung kam, störte auf unserer Seite niemanden. Mit einer Freistossvariante konnte Niederwil zu einer Strafe wegen zu wenig Abstand verleitet werden. Das anschliessende Powerplay verwertete die neugegründete Powerplayformation gekonnt zum 2:0. Micha schloss die Kombination nach einer schönen Querverlagerung von Silas direkt ab. Doch es wäre nicht diese Saison, wenn wir nach einer Führung den Gegner wieder zurück ins Spiel einladen. So konnte Niederwil innert weniger Minuten das Spiel ausgleichen. Für beide Tore war Robin Thaddey verantwortlich, der uns in all den Jahren schon zu viele Tore eingeschenkt hat. Dennis Weissenberger, welcher seit einigen Wochen wieder regelmässig im Training ist, nachdem er unser Land 1 Jahr lang heroisch vor Feinden geschützt hat, erzielte noch vor der Pause das 3:2. Während der Pause wurden nochmals die gleichen Dinge angesprochen wie vor dem Spiel. Die Thaddeys nicht zum Abschluss kommen lassen und das Spiel mit Ball gestalten.
Dies gelang uns in der zweiten Hälfte sehr gut. Leider war die Chancenauswertung mehr als mangelhaft und so blieb das Spiel mehr als 10 Minuten ohne weitere Tore. Nach einem Ballverlust konnte der Niederwiler nur noch mit einem Foul gestoppt werden, was einen Penalty zur Folge hatte. Dieser wurde wiederum von Robin Thaddey souverän zum 3:3 verwandelt. Wer sie vorne nicht macht…scheiss Sprichwort, das leider zu oft zutrifft. Nach dem Ausgleich blieben für einige Minuten grössere Chancen Mangelware. Mit knapp 5 Minuten auf der Uhr verarbeitete Dennis eine Auslösung und zog seinen Drehschuss gnadenlos durch. Wumms 4:3. In den letzten 3 effektiven Spielminuten begann Niederwil zu viert zu spielen. Die grossen Chancen für Niederwil blieben aus. Im Gegenteil das leere Tor stand mehr als einmal offen. Wurde jedoch nicht getroffen. Wer sie vorne nicht macht…4 Sekunden vor Schluss sprang der Ball nach einem suboptimalen Schuss so von der Bande ab, dass er zur perfekten Vorlage für den Niederwiler am weiten Pfosten wurde, welcher nur noch zum 4:4 einschieben musste. Nach dem anschliessenden Anspiel kam Niederwil nochmals zu einem Abschluss, welcher vom Bein von Matteo noch geklärt wurde. Somit endete auch dieses Spiel mit einem Unentschieden.
Fazit zum Start ins neue Jahr. Wie im alten Jahr spielen wir solides Unihockey. Nicht mehr und nicht weniger. Nun geht es darum, dass wir es in den nächsten Runden hinkriegen unser Niveau von solidem Unihockey auf gutes Unihockey anzuheben, damit die zweite Playoff-Qualifikation in 2 Jahren erreicht werden kann.
A-Junioren – Zuhause ist es am schönsten
Für die letzte Runde des Kalenderjahres mussten die A-Junioren ausnahmsweise nicht weit weg, sondern durften zuhause spielen. Umso mehr wollte man natürlich heute gewinnen.
Im ersten Spiel wartete der UHT H.S. Bronschhofen. Wir versuchten von Anfang an Druck zu machen, um früh in Führung zu gehen. Auch wenn es nicht so schnell wie gewünscht war, schossen wir das eine oder andere Tor, sodass es bald 5:0 stand. Jedoch waren wir in der Defensive zu wenig konsequent und bekamen kurz Schluss der ersten Hälfte noch zwei unnötige Tore. Der Start in die zweite Hälfte war leider nicht besser. So kam Bronschhofen bis auf ein Tor an uns heran. Erst gegen Ende des Spiels konnten wir dank einigen guten Minuten davonziehen und das Spiel mit 10:5 für uns zu Entscheiden.
Das zweite Spiel gegen Niederwil war das erste Spiel der Rückrunde. Auch in diesem Spiel versuchten wir gleich zum Start mit einigen Toren davonzuziehen. Dies gelang zwar nicht wie gewünscht, aber im Verlaufe der ersten Hälfte fielen trotzdem einige Tore, sodass wir mit 4:0 in die Pause gingen. Die zweite Hälfte verlief am Anfang sehr ähnlich wie die erste aufhörte. Beim stand von 7:1 nahmen die Niederwiler ein Timeout und versuchten ihr Glück ohne Torwart. Dies glückte ihnen jedoch nicht so ganz und sie bekamen nochmals zwei Tore. Zum Schluss gingen wir auch noch auf vier und machten unser zehntes Tor, welches auch gleich zum Schlussresultat von 10:1 führte.