News
Herren 1 – Schitterglitter
Klar: Erstes Spiel am Morgen, lange Anreise, weil nicht Hinwil oder zuhause oder auch Gossau, wo wir diese Saison nicht sind, oder wenigstens Elgg, liegt ja auch hinter dem nächsten Hügelzug, aber andererseits haben ja immer neun Mannschaften eine Anreise und gerade Elgg ist ja auch nicht neben Oberbüren, ausgerechnet Oberbüren, das könnte ja irgendwo liegen, zum Beispiel neben Sellenbüren, aber es ist dann eben doch neben Niederbüren, aber die Heimrunde von Niederwil und damit im Osten und in St. Gallen und schon seit Jahren fahren wir dorthin, vorbei an der Frischkäsefabrik und hinein ins holzige Vergnügen sozusagen, aber dann war es ja Morgen und auch irgendwie sehr kalt, aber Elgg, wie gesagt ja auch nicht viel näher und unser erster Gegner. Und weil wir Elgg einerseits letztes Mal geschlagen hatten, andererseits gleiches Elgg aber auch im Moment von Sieg zu Sieg fliegt, hätte man in Bäretswil ja zumindest erkennen können, dass es heute gerade am Morgen früh entscheidend sein würde mit genug Energie zu starten, Elgg gewissermassen an die Wand zu spielen. Aber gerade an diesem Morgen, vielleicht lag es an der Anreise, oder an der Kälte in der Halle, die sich in alle Glieder schlich, oder daran, dass wir nach langem Betteln bei Fischer doch noch genau drei Blöcke hinbekamen, oder eben doch an der genauen Anspielzeit, das lässt sich jetzt nicht so genau sagen, da müsste man einmal in Ruhe drüber nachdenken, gerade an diesem Morgen auf jeden Fall, brachte der DTB oder seine Spieler oder der Staff oder die mitgereisten Anhängerinnen und Anhänger, die Energie einfach nicht aufs Feld. „Eigentlich nett“, machte ich mir eine innerliche Notiz, „nach zwei Minuten und zwei Einsätzen steht es bereits 2:0 für Elgg, das macht sich gut im Bericht, da kann man dann ein Bild drausziehen, immer zwei, das geht auf, das ist Ästhetik.“ Aber zwei Tore bei Spielbeginn sind ja gleichzeitig nie ästhetisch, auf jeden Fall nicht gegen einem und das macht dann auch keine Lust auf einen Bericht und vielleicht waren es ja gerade solche Gedanken, die besser zeigten, wie die Bäretswiler nicht ganz präsent waren und irgendwie sonst etwas nachhingen. Andererseits und das muss gleich jetzt zu Beginn, wobei der Bericht hat seinen Beginn ja längst hinter sich, aber doch immerhin noch bevor mehr geschildert wird, muss das erwähnt sein, S. Meier, der hatte heute Biss und Selbstvertrauen und darum und wohl auch gar nicht zufällig, war er es, der nach vier Minuten auch mal jubelte, mal etwas Energie zur Bäretswiler Bank transportierte. Wie gut die Chance tatsächlich war, darüber lässt sich gewiss streiten, aber in diesem Moment schloss er einfach backhand ab, und der Ball ging sozusagen dicht an dicht oder wie es im Film „Madagascar 2“ heisst „Als würdest du deine Schwester küssen“ so dicht am Pfosten vorbei zum 1:2 ins Netz. Dann nur eine gute Minute später auch noch eine Strafe wegen Stockschlags gegen Elgg. Also Powerplayformation aufs Feld und dann Ball laufen lassen, zirkulieren lassen, sauber spielen, aber halt auch schnell, aber irgendwie gelang auch das heute nicht so wie gewünscht. Erst kurz vor Ablauf der Strafe, vor der sogenannten Präskription dieser, setzte Osterwalder ein deutliches Zeichen, er hämmerte den Ball zum 2:2 in die Maschen, nun ja wenigstens steckte in diesem Team doch etwas Energie, alles konnte doch eigentlich gar nicht so schlimm sein und die Sonne streckte auch ihre Strahlen durch die Fenster. Aber und das sei auch gesagt, wer hart gepfiffene Strafen gegen seinen Gegner also zu seinen eigenen Gunsten, wer solche Strafen begrüsst, muss dann halt auch gegen sich selbst solche akzeptieren und das musste und tat E. Meier auch bereits in der achten Minute und die Überzahl Elggs dauerte einen gefühlten Wimpernschlag lang und dann lag es wieder in Führung und die Energie wich aus den Bäretswilern, wie die Luft aus einem Ballon nur geräuschloser und irgendwie war es dann auch etwas traurig, dass man sich den metaphorischen Wind wieder aus den metaphorischen Segeln nehmen liess, aber kalt war es noch immer in der Halle, ganz ohne Metaphern. Was jetzt begann war vielleicht der Knackpunkt der Partie, andere würden sagen, hier entschied es sich, wieder andere würden sagen, dass die Konzentration nicht stimmte, aber wer weiss denn schon so genau, ob die je gestimmt hatte in diesem Spiel. Nun etwas auf den Punkt gebracht verhielt es sich so, dass Elgg in der 10. Minute einen Konter zum 4:2 verwerten konnte, in der 12. Minute ein Hook zum 5:2 führte und in der 14. Minute, in der Weissenberger gerade wegen Beinstellens auf der Bank sass – es klingt jetzt hier doch übler als es aussah, es war eher ein ungeschicktes Versehen – aber jedenfalls in dieser Unterzahl gelang Elgg noch das 6:2. Und eigentlich waren die Bäretswiler nicht schlecht oder hoffnungslos überfordert, aber halt doch nicht im Flow, noch nicht ganz auf der Höhe. Dazu kam der Hader, dieser fiese Sack, der dann alles noch schlimmer macht und dann sieht man noch die Fehler der anderen und will diese auch ausbügeln, auch wenn man an der eigenen Aufgabe genug zu tun hätte und so reisst sich die ganze Mannschaft wie ein Schwarzes Loch in einen Strudel von Gegentoren und Hektik und Aufregung und bleibt doch uninspiriert und energielos und so fühlt es sich im Nachhinein an, diese erste Hälfte, in der und das soll die Zäsur zur zweiten Hälfte einleiten, Huber im Tor stets den Überblick behielt, Schlimmeres verhinderte und manchen Angriff vereitelte.
Hopfen und Malz war noch nicht verloren und zum Glück hatte man vor einiger Zeit mal ein Mentalcoaching und deshalb die wichtigsten Grundlagen irgendwie noch bereit und kurz gesagt, hiess es nun positiv bleiben, geduldig bleiben, bei sich bleiben und die Körpersprache auf Sieg wenden. Und vielleicht fragt man sich jetzt, wieso S. Meier so benannt werden musste, aber jetzt kommts, seine Stunde schlug jetzt (nicht sein Stündchen). Nach dem Gewinn eines Bullys, das war umstritten, das steht in meinen Notizen, jetzt weiss ich aber nicht mehr für wen, egal, nach dem Gewinn also S.Meier weit hinten und schiesst und trifft das Tor, 6:3 nun der Spielstand und irgendwie mehr Energie auf dem Feld und in der Halle und alles auch nicht mehr so kalt und trostlos, so, denkt man sich, so muss Hoffnung aussehen. Aber andererseits halt auch wieder einen Einsatz später, noch nicht einmal den Schreibblock aus der Hand gelegt sozusagen, schon auch wieder ein Tor für Elgg und eben leider keine nähere Beschreibung, weil der Blick natürlich auf den Schreibblock gerichtet war. Und dann geschah fünf Minuten nichts. Also nichts erwähnenswertes. Oder vielleicht ist es eine Erwähnung wert, dass nun doch eine Ebenbürtigkeit im Spiel zugegen war, ein Hin und ein Her und Chancen und ihre Vereitelung oder Vergabe, je nach dem. Und dann in der 27. Minute findet Brodbeck S. Meier ganz genial und dieser schiebt ein und es steht nur 7:4 und trotz aller Deutlichkeit sind Zahlen doch auch nur Schall und Rauch und vielleicht könnte ja Elgg heute doch noch besiegt werden. 3 Minuten lebte diese Hoffnung, dann musste Bäretswil wieder einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen und das kann ja nicht über eine ganze Partie hin gut gehen, nicht nur rein sportlich gesehen, sondern auch psychologisch, immer Hoffnung – Dämpfer- Hoffnung- Dämpfer, das geht ja auch an die Substanz. Elgg also mit dem 8:4 und das ist ja dann so ein Äquivalent zum 7:2, eine Grenze, die dann überschritten wird, die nicht so schnell aufgeholt werden kann. Bäretswil, inzwischen richtiggehend abhängig vom Block um S. Meier also wieder voller Hoffnung mit diesem aufs Feld. Und die Antwort folgte auf dem Fusse, von Webber lanciert, versenkte S. Meier seinen vierten Treffer in der Partie zum 8:5. Und dank einer glücklich gepfiffenen Strafe gegen Elgg in der 34. Minute, kam Bäretswil sogar wieder zu einem Powerplay, dieses stand zwar beim ersten Versuch auf wackligen Beinen, aber führte zum Ziel, darum gleiche Formation wieder aufs Feld, aber wieder eher zaudernd als zaubernd aber dann halt doch erfolgreich: Webber von Osterwalder lanciert zum 8:6. Nun sah die Sache wieder etwas anders aus, auch energietechnisch, gefühlt hatte man doch etwas an Oberwasser gewonnen und mit 4 Feldspielern könnte man ja dieses Momentum jetzt ausnutzen und munter trat Bäretswil an, dieses unaufhörlich hoffende Stehaufmännchen und verstrickte sich in sich selbst und brachte den Ball kaum aus der eigenen Hälfte im Gegenteil, man raubte sich die Energie, durch Pässe, die nie ankamen und beengten Platz, aus dem man nicht ausbrechen konnte und Elgg schoss dafür noch zwei Tore und irgendwie war es dann ärgerlich nach dem Spiel, aber auch gut dass es vorbei war, weil auf die Dauer hält man dieses Hoffen und Bangen und doch wieder Kassieren ja nicht aus. Aber auch schade, weil die zweite Hälfte zeigte Ansätze, sie hatte Potential, sie liess Grösseres erahnen, aber Elgg nichts anbrennen und so war es 10:6 für Elgg und fertig.
Cazis im zweiten Spiel ist ja gewiss auch nicht, was man landläufig eine einfache Aufgabe nennt. Zwar Elgg im Moment Team der Stunde, keine Frage, Elgg mehr so der Hit und Cazis der Evergreen (und Bäretswil das Kirchenlied, hahaha), aber Cazis eben auch nur stark besetzt und nicht unschlagbar. Dank zwei Spielen Pause in Bäretswil auch Gelegenheit für Analyse, für Selbstbestärkung, Energietanken, Fokus und Mut fassen. Der Start in die Partie deshalb viel konzentrierter, Cazis gewiss mit viel Druck. Das erlitt Brodbeck als ihm sein Unterteil in hohem Bogen über die Bande flog, leider ohne den Rest des Stockes dran, das bemerkte auch die Bäretswiler Defensive im Kollektiv als Cazis schon früh in einem vier gegen drei Spiel eine numerische Überzahl erzwang. Doch die Feinabstimmung, die Präzision fehlte auf Cazner Seite dann zuweilen eben schon, zumindest so lässt sich die erste Strafe erklären, die wegen eines Wechselfehlers zustande kam. Die Strafe war zwar technisch schon abgelaufen, das Powerplay hatte nicht gefruchtet, aber doch gelang es G.Meier in den Nachwehen quasi, so etwas wie ein Tor im Powerplay zu erzielen und Bäretswil zum ersten Mal an diesem Tag in Führung zu bringen. Die Freude hielt wieder nur einen Augenblick, einen Mückenfurz lange, dann stand es wieder unentschieden, weil Cazis ausgeglichen hatte und es den Bäretswilern wieder einen Tick zu schwer gefallen war, vom Jubel wieder zur konzentrierten (Abwehr)arbeit überzugehen. In der 13. Minute – wer wagt gewinnt – E. Meier mit der langen Auslösung quer übers Feld, leider aber hier kein Gewinn, sondern der Ball souverän abgefangen und in der Gegenbewegung zum 2:1 versorgt, Cazis mit der Spielwende. Auf Bäretswils Bank aber im Vergleich zum letzten Spiel ein umgekehrter Handschuh, wie Tag und Nacht, man blieb geduldig, machte sich Mut und bestärkte sich gegenseitig. Auch auf dem Feld ein Bild von Harmonie, Spielfreude und Durchsetzungswillen. So kam auch G. Meier zu jener denkwürdigen Chance, lanciert von Fischer, die vom Cazner Amstutz im Tor noch mirakulös gehalten wurde und von den Bäretswilern mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis genommen werden musste (jaja, da hätte ich ihm vor dem Spiel dann doch besser nicht viel Erfolg gewünscht, diesem Fuchs). Die Zuversicht nahm auch mit dem 3:1 von Cazis nicht ab, und dass man auch würde jubeln können zeigten Osterwalder, die Bande und Fischer in der 16. Minute. Nach einem turbulenten Einsatz um jeden Fall schoss nämlich Fischer, am Tor vorbei an die Bande, von dort prallte der Ball ab und auf der anderen Seite vors Tor, Osterwalder quasi vor die Füsse, aber schon so, dass er noch selbst etwas zaubern musste, aber zaubern tat er und es stand wieder nur 3:2. Osterwalder nun besser im Tritt und in der 18. Minute tankte er sich durch die Reihen, schoss und bejubelte den Ausgleich zum 3:3. Auch bemerkenswert: Huber im Tor mit grossem Radius, mit Händen und Füssen sich wehrend und das Tor abschirmend, so dass man eigentlich zufrieden mit einem Unentschieden hätte in die Pause gehen können. Hätte gehen können. In den zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff befand die Bäretswiler Aufstellung, es sei wahrscheinlich jetzt genug für den Moment, man habe ja noch volle 20 Minuten vor sich und überhaupt, 3:3 scheint ja fair. Cazis mit einem Schuss durch alle Beine, mit Ablenkern und Gewusel und tatsächlich zum 4:3, nur wenige Sekunden vor dem Pfiff. Damit Bäretswil mit dem Rückstand in die Pause und etwas gedämpft, trotz ansprechender Leistung und Aussicht auf Punkte.
Deshalb oder trotzdem auch wieder viel Energie kurz nach Wiederanpfiff, Lust auf Sieg, Lust auf Unihockey oder Lust auf keine Lustlosigkeit oder was es nun war, man weiss es ja nicht so genau. Auf jeden Fall, G. Meier mit einem intelligenten Backhandpass auf Osterwalder, der Drehschuss und Tor und Ausgleich und Erleichterung bei Bäretswil und wieder an diesem Tag, dem Tag der schnellen Antwort, des Nicht-Bereit-Seins-Nach-Einem-Tor, Bully, Tor Cazis, 5:4 und lange Gesichter auf Bäretswiler Seite. Zu allem Unglück folgte nun auch noch eine Strafe gegen G. Meier, das würde bitter werden, das würde Cazis nicht ungenutzt lassen, hier würde es sich keine Blösse geben, dachten alle. Aber während Bruder G. auf der Bank sass, eroberten E. und S. Meier den Ball, stürmten zu zweit munter nach vorne und erzielten einen Shorthander, den Ausgleich zum 5:5, als wäre das eine leichte Übung. Auch den Rest des Boxplays hielten Huber und seine Vorderleute (bzw. zuweilen auch drei Feldspieler ohne Torhüter) geschickt dicht und so hatte dieses vermeintliche Handicap der Strafe gegen G. Meier sich in einen Vorteil gewandelt. Doch einmal zu viel liess man auf Bäretswiler Seite einen Konter zu und einmal zu viel, geriet man wieder in Rückstand, einmal zu viel in der Tat. Denn beim Stand vom 6:5 bekam Bäretswil zwar noch einen Penalty zugesprochen, doch auch hier scheiterte Webber am brillianten Amstutz im Tor. Eine Querverlagerung brachte Cazis wieder zwei Tore nach vorne, so dass die letzten 5 Minuten wieder den Versuch einer Bäretswiler Aufholjagd sein würden. Dieser Aufholjagd entgegen kam die Strafe gegen Cazis, so dass S. Meier in der 38. Minute nach einem wiederum chaotischen Powerplay das gerade nicht mehr leere Tor traf und mit dem Team den Anschluss zum 7:6 bejubelte. Leider war das aber auch der letzte Zwick an der Bäretswiler Geissel, das letzte Ass in seinem Ärmel, der Kuchen war gegessen wie die Engländer sagen. Denn das 8:6 der Cazner und das 4:3 Aufbegehren der Bäretswiler war bereits wie ein Nachklang dieser Geschichte, die trotz Niederlage und Nullpunkterunde doch eine Geschichte von Hoffung, von Energie und Zuversicht ist. Die Playoffqualifikation bleibt aus eigener Kraft möglich, und muss am 2. März in Hinwil geschafft werden.
Bäretswil: Huber; Fischer, G.Meier, Osterwalder; Brodbeck, S. Meier, Webber; Ganz, E. Meier, Weissenberger.
Bäretswil ohne: J. Ganz (abwesend), Kuratle (verletzt, Coaching), Moser (verletzt), Schmitter (verletzt), Pfiffner (Herren II)
A-Junioren – Weiterhin auf der Siegesstrasse
Für die 6. Runde ging es für die A-Junioren nach Andelfingen. Im ersten Spiel trafen wir auf die Jonschwil Vipers. Da Jonschwil das Schlusslicht der Liga ist, lag die Favoritenrolle klar auf unserer Seite. Diese nahmen wir auch gleich an. Wir konnten viele Bälle abfangen und zogen schnell davon. So waren wir schon zur Halbzeit mit 10:1 in Führung. In der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel und wir liessen nicht anbrennen. Das Spiel endete mit einem 21:1 Sieg für Bäretswil. Im zweiten Spiel spielten wir wie schon letzte Runde gegen die Hot Shots Bronschhofen. Da wir in der Hinrunde schon nicht ganz zufrieden mit dem Spiel gegen sie waren, waren wir umso motivierter. Wir starteten gleich gut in die Partie und waren zur Pause 7:2 vorne. In der zweiten Hälfte wurden wir leider weniger effizient und so ging die Partie mit 9:2 aus.
Herren 1 – Sieg und Niederlage im Bündnerland
Spiel 1 vs Mörschwil
Frühmorgens ging es los! Schon wieder früh. Die siebte Meisterschaftsrunde in Landquart stand bevor, und die gesamte (Bezogen auf Volljährige Mitglieder) Mannschaft vom DT Bäretswil war dabei und fest entschlossen, im Kampf um die Playoff-Plätze vorzulegen. Auf dem Weg ins Bünderland schwärmte der Berichtschreiber vom schönen Wetter das stehts «änet» des Walensees anzutreffen sei, war dann aber irritiert, als es anfing zu regnen, kaum war der Walensee passiert. Während dem Einlaufen wurde noch etwas geschwärmt von der Wunderschönen Halle, dem perfekten Boden für Hallensportarten und dem riesigen Buffet am Kiosk.
Das erste Spiel des Tages führte unsere Mannschaft gegen die Mörschwil Dragons. In der Hinrunde hatten wir im 3 vs. 3 klar dominiert, uns jedoch durch ihr 4 vs. 3 aus dem Konzept bringen lassen. Dennoch konnten wir das Spiel für uns entscheiden. Das Ziel für das Rückspiel war klar: Im 3 vs. 3 wieder dominieren und das Spiel frühzeitig in die richtigen Bahnen lenken.
1. Halbzeit
Die erste Halbzeit begann spannend und bot gleich einige Höhepunkte. Mörschwil ging früh mit 0:1 in Führung, doch Gian Meiner konnte rasch den Ausgleich erzielen und uns wieder ins Spiel bringen. Die Dragons liessen jedoch nicht locker und erarbeiteten sich erneut die Führung mit 1:2. Yannik Heise Webber gelang es, den erneuten Ausgleich zum 2:2 zu schaffen, und kurze Zeit später brachte Fabian Osterwalder uns erstmals in Führung mit 3:2. Trotz eines weiteren Treffers der Mörschwiler zum 3:3 gelang es Dennis Weissenberger, uns mit einem Treffer kurz vor dem Pausenpfiff erneut in Führung zu bringen. Mit dem Stand von 4:3 und einer Strafe gegen Mörschwil zusammen mit dem Halbzeitpfiff ging es in die Halbzeitpause. In der Pause wurde nochmals betont, unser Spiel zu machen, den Ball laufen zu lassen und die zahlreichen Chancen besser zu nutzen. Der Plan war klar: Die Führung ausbauen und das Spiel kontrollieren und sie nicht in unzählige 4 vs 3 Situationen kommen zu lassen.
2. Halbzeit
Die zweite Hälfte begann mit einem Powerplay für uns, und Gabriel Ganz nutzte die Gelegenheit, um auf 5:3 zu erhöhen. Mörschwil wechselte auf drei Spieler, was uns den Treffer ins leere Tor erleichterte. Silas Meier baute die Führung weiter aus auf 6:3, und Fabian Osterwalder konnte mit einem weiteren Tor das 7:3 erzielen. Dies alles innerhalb der ersten 3 ½ Minuten der zweiten Halbzeit. Danach passierte zehn Minuten lang nichts Nennenswertes, bis Mörschwil auf 7:4 verkürzte. Doch Fabian Osterwalder war erneut zur Stelle und traf zum 8:4 – wieder ins leere Tor nach einer Strafe gegen Mörschwil (Merksatz: Das Spiel ist erst unterbrochen, wenn der Schiedsrichter pfeift). Ein letzter Treffer der Dragons zum 8:5 änderte nichts am souveränen Sieg der Bäretswiler. Es war vielleicht der souveränste Sieg der Saison. Auch hervorzuheben ist die Leistung unseres Torhüters Mario Huber, der sein Comeback nach der Babypause gab und erneut stark hielt und somit einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete. Der souveräne 8:5 Sieg gibt uns neuen Auftrieb und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Playoff-Plätze zu erreichen. Mit diesem Erfolg im Rücken blickten wir optimistisch auf die kommende Aufgabe gegen Gossau.
Spiel 2 vs Gossau
Nach nur 16 Sekunden Spielzeit musste Tobias Kuratle, unser Torhüter fürs zweite Spiel, das Spielfeld verlassen. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor wurde sein Zeigefinger mehrfach von einem Stock eines Gossauers Spielers getroffen, was zu einer Verletzung führte, die einen sofortigen Krankenhausbesuch notwendig machte. Fazit: Tobias Kuratle mit einem Shutout raus und ins Spital, Mario Huber wieder rein. Der Krankenhausbesuch von Tobias Kuratle hatte auch zur Folge, dass der Fananhang von Bäretswil sich um 2/3 verkleinerte, aus 3 mach 1. Was etwas unstimmig wirkte war, dass es keine Entschuldigung seitens der Gossauer gab, zumindest nicht so, dass es der Berichteschreiber mitbekommen hätte. Nach dem Spiel erkundigte sich der Coach von Gossau per Anruf beim Torhüter über das Wohlergehen. Chapeau! Das Spiel wurde mit einem Freistoss für Gossau direkt vor unserem Tor fortgesetzt. Konfus das ganze…
Das Spiel nahm nun Fahrt auf und Gossau erzielte das erste Tor. Doch Silas Meier schaffte kurz darauf den Ausgleich. Ein Penalty brachte Gossau erneut in Führung, bevor Silas Meier den erneuten Ausgleich erzielte. Gabriel Ganz sorgte für den neuerlichen Ausgleich (Nicht ohne vehementes Reklamieren von Seiten der Gossauer, wieso weiss ich an dieser Stelle nicht) nach einem erneuten Gegentreffer, und so ging es mit einem 3:3 in die Halbzeitpause. In der Halbzeitanalyse ging es darum das gezeigte in den ersten 20 Minuten in die 2. Hälfte mitzunehmen.
Die zweite Halbzeit begann jedoch weniger glücklich. Gossau zog mit einem weiteren Tor etwas davon, und die nächsten zehn Minuten verliefen ereignislos. In dieser Zeit verlor Bäretswil etwas den Fokus und Gossau konnte zwei weitere Tore erzielen und mit einem soliden Polster in die letzten Minuten des Spiels steigen. Ein Versuch, einen Freistoss mit 4-gegen-3 zu spielen, misslang, und Gossau nutzte die Gelegenheit, um ungehindert das nächste Tor zu schiessen, oder besser gesagt bis zum leeren Tor zu laufen. Dies auch dank dem Umstand, dass der Berichteschreiber jeglichen Einsatz verweigerte, den Gossauer noch etwas unter Druck zu setzen. (Entschuldigung an dieser Stelle) Ein Bäretswiler Spieler musste einen Einsatz später auf die Strafbank, was Gossau in eine Überzahlsituation brachte. Nach einem Freistoss für Bäretswil ersetzten die Bäretswiler, ihren Torhüter durch einen dritten Feldspieler, doch erneut landete der Ball bei Gossau, die das Tor zum 3:7 erzielten. Schliesslich markierte das 3:8 von Gossau den Schlusspunkt in dieser Partie.Trotz dieses kleinen Rückschlags bleiben die positiven Aspekte der Runde hängen. Bäretswil spielte gutes und dynamische Unihockey, und insgesamt zeigten sie heute 70 Minuten auf gutem bis sehr gutem Niveau. Mit den eingeplanten und geholten zwei Punkten konnte ein weiterer Schritt Richtung Playoffs gemacht werden. Der Wermutstropfen ist sicherlich der Ausfall von Tobias Kuratle. Gute Besserung! Damit er in dieser Saison noch sein Comeback geben kann, müssen die Bäretswil die Playoffs erreichen. Somit sollte es am Extraschub an Motivation nicht fehlen. Weiter geht am 09.02.2025 wieder frühmorgens in Oberbüren gegen Elgg und Cazis.
Herren 1 – Unentschieden im Thurgau
Spiel 1 vs Lengnau
Wir schreiben den Sonntag, 12. Januar. In eisiger Kälte traf sich der Teil der Mannschaft, welcher von Bäretswil aus fuhr. Im Dunkeln machte man sich auf den Weg nach Erlen in die Aachtalhalle. Nach einer monotonen Fahrt, durch gefühlt jedes Thurgauer Dorf, trafen alle pünktlich in der Halle ein.
Im ersten Spiel wartete Lengnau, unser direkter Konkurrent für die Playoff-Qualifikation, auf uns. Aufgrund erfreulicher Umstände war dieses Spiel das Debut von Matteo als Torhüter in der 1. Liga. Eins vorneweg: Seine Leistung war in beiden Spielen hervorragend!
In der Hinrunde mussten wir uns Lengnau knapp geschlagen geben. Wir wussten also, dass es eine geschlossene Mannschaftsleistung über 40 Minuten brauchen wird, damit uns die Revanche gelingt. Der Spielstart zeigte auch, dass wir bereit waren. Lengnau hatte zwar viel Ballbesitz, doch nach Balleroberungen trafen Gian Meier zum 1:0, Fabian Osterwalder zum 2:0 und nach einer Einzelleistung Yannik Webber zum 3:0. Perfekter Start. Nach einem Fehler in der Auslösung und einer Intervention von hinten, mussten wir 2 Minuten in Unterzahl spielen. Die Unterzahl war schon fast vorbei, als Lengnau zum 3:1 verkürzen konnte. Das anschliessende Anspiel ging verloren und es folgte ein perfekter halbhoher Drehschuss ins weite Eck. Nur noch 3:2. Doch wir konnten nochmals reagieren. Johnny lancierte Elia, welcher den 2 Tore Vorsprung wiederherstellen konnte. Mit dem Resultat von 4:2 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Pause.
In der zweiten Hälfte geschah zuerst einige Minuten wenig, bevor Lengnau zum 4:3 verkürzen konnte. Nach einer Intervention gegen Gian, welche er als Foul einstufte, tat er lautstark seinen Unmut kund und wurde folgerichtig für 2 Minuten auf die Strafbank verbannt. Lengnau nutze das Powerplay mit einem platzierten Flachschuss zum 4:4. 6 Minuten vor Schluss zog Näf einen seiner gefürchteten Drehschüsse auf. Unsere Verteidigung stand gut und draussen wurde schon zum erfolgreichen Block gratuliert…nur war der Ball in unserem Tor zum 4:5. Schade. Auf der Bank wurden bereits erste Gespräche geführt, wann und wie man die Spezialsituationen einsetzen möchte. Da gelang es Block 2 mit einer Freistossvariante Lengnau zu überraschen. Silas Meier traf Volley zum vielumjubelten 5:5. Die letzten Minuten sind schnell erzählt. Beide Mannschaften gingen nicht mehr grosse Risiken ein und hatten eine Grosschance. Silas traf mit seinem Schuss nur die Latte und 30 Sekunden vor Schluss kam Lengnau zu einem letzten Drehschuss, welchen Matteo mit einem super Reflex aus der linken Ecke fischte und so den hart erkämpften und verdienten Punkt für die Mannschaft sichern konnte!
Spiel 2 vs FP Niederwil
Nach 2 Spielen Pause traf man auf Niederwil. Wenn man die Resultathistorie anschaut, sieht man fast nur Unentschieden, welche von unserem Sieg in der Hinrunde durchbrochen wurde. Es war also klar, dass es ein enges Spiel geben wird. Wie in Spiel 1 versuchten wir vom 1. Einsatz an Ready zu sein. Nach einer hervorragenden Parade von Matteo, waren wir dies auch ab dem 2. Einsatz. Schon nach wenigen Minuten konnte Osterwalder mit einem seiner Drehschüsse über 2 Drittel des Feldes zum 1:0 reüssieren. Dass der Drehschuss mit gefühlt mehrminütiger Ankündigung kam, störte auf unserer Seite niemanden. Mit einer Freistossvariante konnte Niederwil zu einer Strafe wegen zu wenig Abstand verleitet werden. Das anschliessende Powerplay verwertete die neugegründete Powerplayformation gekonnt zum 2:0. Micha schloss die Kombination nach einer schönen Querverlagerung von Silas direkt ab. Doch es wäre nicht diese Saison, wenn wir nach einer Führung den Gegner wieder zurück ins Spiel einladen. So konnte Niederwil innert weniger Minuten das Spiel ausgleichen. Für beide Tore war Robin Thaddey verantwortlich, der uns in all den Jahren schon zu viele Tore eingeschenkt hat. Dennis Weissenberger, welcher seit einigen Wochen wieder regelmässig im Training ist, nachdem er unser Land 1 Jahr lang heroisch vor Feinden geschützt hat, erzielte noch vor der Pause das 3:2. Während der Pause wurden nochmals die gleichen Dinge angesprochen wie vor dem Spiel. Die Thaddeys nicht zum Abschluss kommen lassen und das Spiel mit Ball gestalten.
Dies gelang uns in der zweiten Hälfte sehr gut. Leider war die Chancenauswertung mehr als mangelhaft und so blieb das Spiel mehr als 10 Minuten ohne weitere Tore. Nach einem Ballverlust konnte der Niederwiler nur noch mit einem Foul gestoppt werden, was einen Penalty zur Folge hatte. Dieser wurde wiederum von Robin Thaddey souverän zum 3:3 verwandelt. Wer sie vorne nicht macht…scheiss Sprichwort, das leider zu oft zutrifft. Nach dem Ausgleich blieben für einige Minuten grössere Chancen Mangelware. Mit knapp 5 Minuten auf der Uhr verarbeitete Dennis eine Auslösung und zog seinen Drehschuss gnadenlos durch. Wumms 4:3. In den letzten 3 effektiven Spielminuten begann Niederwil zu viert zu spielen. Die grossen Chancen für Niederwil blieben aus. Im Gegenteil das leere Tor stand mehr als einmal offen. Wurde jedoch nicht getroffen. Wer sie vorne nicht macht…4 Sekunden vor Schluss sprang der Ball nach einem suboptimalen Schuss so von der Bande ab, dass er zur perfekten Vorlage für den Niederwiler am weiten Pfosten wurde, welcher nur noch zum 4:4 einschieben musste. Nach dem anschliessenden Anspiel kam Niederwil nochmals zu einem Abschluss, welcher vom Bein von Matteo noch geklärt wurde. Somit endete auch dieses Spiel mit einem Unentschieden.
Fazit zum Start ins neue Jahr. Wie im alten Jahr spielen wir solides Unihockey. Nicht mehr und nicht weniger. Nun geht es darum, dass wir es in den nächsten Runden hinkriegen unser Niveau von solidem Unihockey auf gutes Unihockey anzuheben, damit die zweite Playoff-Qualifikation in 2 Jahren erreicht werden kann.
A-Junioren – Zuhause ist es am schönsten
Für die letzte Runde des Kalenderjahres mussten die A-Junioren ausnahmsweise nicht weit weg, sondern durften zuhause spielen. Umso mehr wollte man natürlich heute gewinnen.
Im ersten Spiel wartete der UHT H.S. Bronschhofen. Wir versuchten von Anfang an Druck zu machen, um früh in Führung zu gehen. Auch wenn es nicht so schnell wie gewünscht war, schossen wir das eine oder andere Tor, sodass es bald 5:0 stand. Jedoch waren wir in der Defensive zu wenig konsequent und bekamen kurz Schluss der ersten Hälfte noch zwei unnötige Tore. Der Start in die zweite Hälfte war leider nicht besser. So kam Bronschhofen bis auf ein Tor an uns heran. Erst gegen Ende des Spiels konnten wir dank einigen guten Minuten davonziehen und das Spiel mit 10:5 für uns zu Entscheiden.
Das zweite Spiel gegen Niederwil war das erste Spiel der Rückrunde. Auch in diesem Spiel versuchten wir gleich zum Start mit einigen Toren davonzuziehen. Dies gelang zwar nicht wie gewünscht, aber im Verlaufe der ersten Hälfte fielen trotzdem einige Tore, sodass wir mit 4:0 in die Pause gingen. Die zweite Hälfte verlief am Anfang sehr ähnlich wie die erste aufhörte. Beim stand von 7:1 nahmen die Niederwiler ein Timeout und versuchten ihr Glück ohne Torwart. Dies glückte ihnen jedoch nicht so ganz und sie bekamen nochmals zwei Tore. Zum Schluss gingen wir auch noch auf vier und machten unser zehntes Tor, welches auch gleich zum Schlussresultat von 10:1 führte.
A-Junioren – 4. Runde
Für die vorletzte Runde der Hinrunde ging es nach Bronschhofen. Von der Tabelle her sollten die Spiele gegen den ersten Verfolger Mörschwil und die viertplatzierten Barracudas nicht gerade leicht werden. Wie wir schon gewohnt sind aus anderen Spielen in der Ostschweiz, spielten wir auch dieses Mal auf Parkettboden. In der Startphase des ersten Spiels gegen die Mörschwil Dragons agierten wir eher passiv und kamen nicht so gut in unsere Abschlusspositionen. Mit Ausnahme einiger Weitschussversuchen waren die Dragons jedoch nicht wirklich gefährlich und wir hatten das Spiel trotzdem mehr oder weniger im Griff. So gingen wir mit einer 3:0 Führung in die Pause. Nach der Pause kamen wir besser ins Spiel und wurden mutiger und effizienter. Die Mörschwiler begannen die Zweikämpfe härter zu führen, machten Fouls und holten Strafen. Da diese von uns sehr effizient ausgenutzten wurden und sie mit sich und dem Schiedsrichter am hadern waren, konnten wir schnell davonziehen und dieses Spiel klar mit 11:1 für uns entscheiden. Im zweiten Spiel gegen die Barracudas hatten wir leider einen ähnlichen Start und gingen sogar zwischenzeitlich mit 0:1 in Rückstand. Wir konnten uns jedoch noch in der ersten Hälfte fangen und gingen mit einer knappen 3:1 Führung in die Pause. Wie schon im ersten Spiel zeigten wir in der zweiten Hälfte eine deutliche Steigerung. Wir liessen den Ball viel besser laufen und wurden effizienter. So war auch das zweite Spiel am Schluss sehr klar und wir gewannen verdient mit 12:2.
Herren 1 – Homerun
Über die Heimturnierorganisation anderer Teams herzuziehen und zu schnöden ist eine Sache (man erinnert sich an die Elgger Sardinenbüchse oder das Badener Hallenbad), es selbst dann besser zu machen und das Spielerlebnis (die Game-Experience) für Gegner und Zugewandte möglichst angenehm zu gestalten – immer unter dem Vorbehalt, dass man mit der vorhandenen Infrastruktur zurechtkommen muss, eine ganz andere! Auch wenn der Titel („Homerun“) all jenen, die nicht zu den Gotthard Hörern gehören, andeutet, wir hätten in Bäretswil amerikanische Verhältnisse, so muss hier klargestellt werden: Wir haben noch Luft nach oben: Keine Kissingcams, kein Tailgategrillieren (ist aber schonmal vorgekommen), kein Jumbotron mit krassem Einlaufintro (aber immerhin ein neuer Monitor zur Anzeige der Resultate) und kein Maskottchen, das alle herzlich umarmt. Bleiben wir gleich bei den akuten Defiziten dieser Heimrunde: Zwar waren die Garderoben dieses Jahr korrekt angeschrieben und der mittelmässige Platz wurde gerecht unter den Teams aufgeteilt. Aber dass es den Bäretswilern (aka „uns“) nicht möglich ist im Jahr 2024 mit einem Drucker aufzuwarten und die Garderoben entsprechend zu etikettieren, bestätigt alle Vorurteile gegenüber dem Zürcher Berggebiet (immerhin war die Handschrift leserlich). Auch ist die Bäretswiler Halle weitestgehend von Beton geprägt, hier wäre innendekoratorisch sicher noch viel Luft nach oben. Und als ob das nicht genug wäre, schneite uns auch noch der OGR, der Online Game Report, von Swissunihockey rein, der seit 16.11. also seit zmittst in der Saison, Standard ist. Die willkommene Digitalisierung (inkl. Einscannen des unterschriebenen Spesenzettels und dann per E-Mail einsenden) wollte Bäretswil als erster Austragungsort in der 1. Liga KF Gruppe 2 natürlich nicht verschlafen haben, weshalb sich ein Teil des Vorstands auch noch drei Tage vorher zu einer Notfallsitzung traf (ausgelöst durch die Nachricht: „hat jemand von euch die Rundenblätter zugeschickt bekommen?“…). Fast alles klappte, dass irgendjemand ein Spiel zu früh finalisierte und das Resultat erst nach dem Anruf bei der Notfallhotline eingetragen werden konnte, war zum Glück die einzige Panne an diesem Spieltag.
So genug das eigene Netz beschmutzt! Was auch erwähnt sein darf: Die Drehung des Spielfelds um 90° ermöglichte nicht nur mehr Sturzraum, sondern auch ein Einspielfeld, das kaum in Konflikt mit dem Spielgeschehen kommt und die Gelegenheit Zuschauerinnen und Zuschauer näher ans Feld zu lassen, was besonders uns als Heimteam stimmungstechnisch sehr zuträglich war. Das Bistro war wieder gut ausgestattet und zur Lektüre lag der diesjährige Season Guide frisch ab Presse auf (inkl. kleinem Centerfold). Die Spiele konnten also beginnen!
Für die letzte Runde im Jahr 2024 standen zwei wegweisende Spiele für die Bäretswiler an: Gegen die beiden Tabellenschlusslichter Niederwil und Regensdorf musste man Punkte sammeln, um weiterhin auf Playoffkurs zu bleiben. Doch wer die Liga schon länger verfolgt weiss: Diese beiden Teams sind nicht klassische Liftmannschaften, die sich immer nur um die letzten Plätze rangeln. Im Gegenteil! Vor der Saison hätte man beiden durchaus zugetraut auch um Platz 3 und 4 mitzuspielen. Regensdorf steht auch nicht umsonst im Cuphalbfinal! Entsprechend wusste man auf Bäretswiler Seite, dass das Heimturnier kein Schaulaufen würde, sondern im besten Fall zwei Spiele, die mit viel Einsatz und Spielfreude gewonnen werden konnten.
Das Spiel gegen Niederwil begann auf beiden Seiten zögerlich abtastend. Die Bäretswiler waren sich das breite Feld in der eigenen Halle nicht gewohnt (ein Schiedsrichter hatte frühmorgens interveniert und verlangt, dass das Feld von den maximal 14m auf unzulässige 14.5m verbreitert würde). Aber immerhin: Der Ball zirkulierte relativ gut in den eigenen Reihen und die wenigen Drucksituationen Niederwils wurden in den Anfangsminuten konsequent abgelaufen. Solides Unihockey, nicht mehr, nicht weniger. Eine solche Situation führte dann auch zum ersten Treffer. Mit einer klassischen Interception (um nach dem Titel auch noch eine zweite unpassende Analogie aus einer US-amerikanischen Sportart zu bemühen) gelangte S. Meier an den Ball, wechselte blitzschnell in die Vorwärtsbewegung und verlagerte auf Webber. Dieser jedoch – zur Überraschung S. Meiers – ist ein Rechtsausleger und musste den ihm auf links zugespielten Ball zuerst zurechtbüscheln, bevor er ihn mit einem Flachschuss im Tor unterbringen konnte. Inspiriert von S. Meier und Webber ging der dritte Block im Einsatz darauf ans Werk. G. Ganz bediente Fischer, der, wieder tief, den Treffer zum 2:0 erzielte. Nun war auch etwas mehr Energie auf Bäretswiler Seite zu spüren, die zwei Treffer hatten gutgetan. Der Energieschub währte indes nicht lange. Sehr bald darauf wurde das Spiel wieder etwas träger, zwar spielte man weiter oft solid und Huber im Tor griff jeweils erfolgreich ein, wenn es nötig war, doch eine wirkliche Spielfreude vermisste das heimische Publikum leider. Es war als ob man unter einer Lethargie litte, als hätte der November, der sich an diesem Sonntag so gar nicht typisch regnerisch-neblig zeigte, sondern vielmehr in seiner sonnig-schneereichen Version, doch Spuren in den Bäretswiler Seelen hinterlassen, die sich wie Gewichte an ihre Gemüter hängten. Zu sagen, dass das Spiel dahinplätscherte wäre daher zu freundlich, zu verspielt. Vielmehr schleppte es sich dahin, kaum auf der Bank, sackten die Spieler in sich zusammen – trotz 2:0 Führung und trotz aller redlicher Versuche es auf dem Feld wirklich gut zu machen. Auch ein relativ hoher Wechselrhythmus half wenig, zusätzlich Energie reinzubringen. Einziger Lichtblick in der ersten Hälfte war in der 18. Minute Webber, der Brodbeck bediente. Dieser setzte mit einem sehenswerten Drehschuss den Ball unter die Latte zum 3:0 für Bäretswil. Der kurzfristige Plan war nun diese Führung bis zur Pause zu behalten, um dann noch Impulse für die zweite Hälfte zu gewinnen, denn ein drei Tore Vorsprung schmilzt bekanntlich in der zweiten Hälfte gerne hin wie Softeis im Petcopark. Aber halt! Ich presche schon zur Pause vor. Doch noch etwas geschah in Hälfte 1! In der 20. Spielminute blieb G.Meier an der Bande einen Moment zu lange und ungeschickt stehen und fällte dabei einen Niederwiler so offensichtlich, dass eine zwei Minutenstrafe die unweigerliche Konsequenz sein musste. Die ersten Sekunden dieser Strafe, konnten die Bäretswiler unbeschadet überstehen und sogar noch auf drei Feldspieler wechseln, bevor die erste Hälfte endlich abgepfiffen worden war.
In der Pause wurde kurz angesprochen, was angesprochen werden musste: Solide, nicht mehr, nicht weniger.
Der Einstand in die zweite Hälfte gelang – trotz Boxplay – nach Mass. S. Meier und Brodbeck gelangten sofort in Ballbesitz und wussten diesen so geschickt zu verteidigen, dass am Ende sogar noch ein Abschluss Brodbecks drinlag, dieser blieb am Torhüter hängen, insgesamt hatte man nun aber schon fast dreiviertel der Strafe überstanden. Doch dann gelang es Niederwil doch noch, sein Powerplay ordentlich aufzuziehen und seinen ersten Treffer in der Partie zu erzielen. Es kam noch dicker: Nur zwei Minuten später wurde Niederwil ein Penalty (Täter J. Ganz trottete schon reuig zur Strafbank) zugesprochen: Die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer. Huber im Tor markierte jedoch Präsenz und zwang den Niederwiler dazu den Ball backhand flach abzugeben und den Versuch neben das Tor zu setzen. Der Weckruf, dass es jetzt höchste Eisenbahn wäre, etwas für den eigenen Vorsprung zu tun, verhallte jedoch ungehört. In der zweiten Hälfte konnte Niederwil mehr zwingende Aktionen für sich beanspruchen, Huber wurde je länger, je mehr gefordert. Auf der anderen Seite zeigte die Bäretswiler Offensive durchaus kreative Ansätze, doch die liebe Energie war nicht so richtig vorhanden (oder das, was man manchmal als Spielfreude bezeichnet). Ein Lichtblick in dieser Hinsicht war die 31. Minute: Schmitter kämpfte an der Bande in der Niederwiler Zone um den Ball und schaffte es, diesen in die Mitte zu befördern, ins spielerlose Niemandsland: Auftritt G. Meier – oder besser Antritt G. Meier: Als hätte ein Düsenjet den Nachbrenner eingestellt rauschte er auf den Ball zu und dreschte ihn mit derselben Energie kompromisslos und ohne den geringsten Zweifel an seinem Erfolg hinter dem Niederwiler Schlussmann ins Tor zur 4:1 Führung. G. Meier, der übrigens das ganze Spiel durch seinen Ärger darüber, dass die Energie fehlte, nicht hinter dem Berg hielt, zeigte hier eindrücklich, was Energie heisst und wie sie erfolgreich umgewandelt wird. Doch auch das Gegenteil war der Fall: Beim Spielaufbau in der 32. Minute war Osterwalder für einen kurzen Moment nicht bei der Sache oder richtig am Ball und verlor ihn, unmittelbar vor dem eigenen Tor, an die Niederwiler Offensive. Hubers doppeltes mirakulöses Eingreifen verhinderte den Treffer, doch Niederwil blieb in Ballbesitz, liess den Ball einmal rotieren und liess die schon verwirrte Bäretswiler Defensive auseinanderbrechen und dann folgte der Abschluss zum 4:2. Niederwil ergriff die Gelegenheit zum Wechsel im Spiel auf 4:3. Dieses Konzept hatte Erfolg. Innert kürzester Zeit vermochte es durch zwei Treffer das Spiel auszugleichen, Bäretswil konnte kaum etwas dagegenstellen (mal abgesehen von den Chancen, den Ball ins leere Tor zu verfrachten oder alternativ den Ball in den eigenen Reihen kurz zirkulieren zu lassen, beides liess man aus). Wenig verwunderlich deshalb, dass Niederwil sich mit einem Punkt nicht zufrieden geben wollte: Trotz ausgeglichenem Spielstand bestellten sie im Ballbesitz wieder ihren Torhüter vom Feld und stellten sich fürs 4:3 auf. Bäretswil war nun etwas besser angepasst und Niederwil vielleicht trotz der Aussicht auf einen Sieg etwas vorsichtiger geworden. Nach einem langen Einsatz in der Abwehr hatte S. Meier in der letzten Minute dann aber doch noch den richtigen Riecher und passte einen Ball goldrichtig ab (wieder eine Interception, so schön schliesst sich der Kreis), erwischte den Niederwiler Verteidiger zwischen den Beinen und bejubelte unter grossem Applaus des Heimpublikums den Treffer zum 5:4. Noch knapp 40 Sekunden waren zu spielen und Bäretswil gelangte bald nach dem Bully wieder in Ballbesitz. Im Nachhinein war der Entscheid G. Meiers, sich von hinter dem Tor durch die anrückenden Gegner durchzutanken, wohl höchstens der zweitbeste, noch einmal abzudrehen und sich eine bessere Auslösung zu suchen, hätte wohl mehr Zeit gespart und weniger Nerven gekostet. Aber etwas Spannung muss ja sein. Also raus vors eigene Tor, Ball verlieren, Freistoss gegen sich kassieren und wieder war Niederwil in bester Ausgangslage für den Ausgleich. Ein letztes Mal warfen die Bäretswiler Verteidiger alles in die Abwehr und konnten zusammen mit dem ausgezeichnet aufspielenden Huber den Ausgleich noch einmal verhindern. Grosse Erleichterung beim Abpfiff und Jubel über zwei Punkte. Solid. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Spiel gegen Regensdorf stand unter ähnlichen Vorzeichen wie das Rencontre mit Niederwil. Im Gegensatz zum ersten Spiel brachte Bäretswil aber viel mehr Energie aufs Feld und konnte auch die gefährlichen Drehschüsse der Wehntaler konsequent abblocken. Die Energie zeigte sich aber auch in Momenten, wo etwas Mässigung hilfreicher gewesen wäre. So spedierte G. Ganz einen Ball in der eigenen Zone über die Bande. Im anschliessenden Freistoss hielt die Mauer nicht ganz dicht (oder anders gesagt, Regensdorf fand die Lücke und traf sie) und so geriet der DTB schon nach kurzer Zeit in Rückstand. Doch die Energie zeigte sich auch auf der gegenüberliegenden Seite: Dort markierte G. Meier derart stark Präsenz im gegnerischen Slot, dass er als einziger die Übersicht über den Ball behielt und das Spiel in der 8. Minute wieder ausgleichen konnte. Doch nur wenige Sekunden verstrichen und kurz nach dem Bully erhielt Regensdorf nach einem Stockschlag wiederum einen Freistoss zugesprochen. Dieser, zentral ausgeführt, fand wieder einen Weg durch die Mauer und ins Tor zur erneuten Regensdorfer Führung. Entsprechend tief war wohl die Erwartung des Publikums (das sehr zahlreich und auch lautstark war) als Regensdorf zum dritten Mal innert kurzer Zeit einen weiteren Freistoss zugesprochen bekam. Doch Bäretswil war dieses Mal bereit. Der Freistoss blieb in der Mauer hängen, so dass G. Ganz sofort einen Konter starten konnte, der Schuss prallte vom Torhüter ab, doch Bruder J. Ganz war bereits für den Abstauber zur Stelle und glich die Partie erneut aus. Und nur wenige Augenblicke später hätten die Bäretswiler um ein Haar erneut gejubelt, als wieder J. Ganz einen Ball an den Pfosten setzte. Was sich – trotz der Energie – aber im Spiel der Bäretswiler bemerkbar machte, waren die wenigen Auslösungen, die ankamen. Das Spiel war geprägt von Einzelaktionen und Zweikämpfen, obwohl man auf dem breiten Feld nun wahrlich genug Platz für Bewegung und freien Raum gehabt hätte. So endete die erste Hälfte in einem durchaus gerechtfertigten Unentschieden.
Nun war es aber so, dass Regensdorf unbedingt von den Playoutplätzen wegkommen will und Bäretswil sich unbedingt auf den Playoffplätzen halten will. Ein klassischer Zielkonflikt, der in dieser Partie leider nur einseitig beantwortet werden konnte. Auf Bäretswiler Seite einigte man sich in der Theorie darauf, dass man mit weniger Einzelaktionen wohl erfolgreicheres Unihockey würde spielen können und einigte sich darauf, dies in der Folge auch umzusetzen.
Vorab: Es gelang nur zum Teil. Ohne im Folgenden jede Szene zu schildern, sei einfach pauschal gesagt: Stellen sie sich beim Lesen immer wieder vor, dass es unzählige Situationen gab, in denen man den Ballbesitz lieber aufgab, als den Ball noch einmal in die eigene Zone zu schicken oder einen Abschluss zu riskieren.
Aber nun zu einem gelingenden Beispiel. S. Meier spielte hinter dem Tor Webber an, dieser zögerte nicht lange und schoss, quasi parallel zum Tor den Ball an des Torhüters Maske, von wo jener wie bei einem Kopfball ins Tor zurück spickte. Je nach Perspektive ein sehr schönes oder eher hässliches Tor. Aber es war der erste Führungstreffer für Bäretswil in der Partie. Nur Sekunden später zog Regensdorf von weit hinten einen Schuss auf und die Bäretswiler Defensive stand so ungünstig, dass sie Torhüter Kuratle bis in der letzten Sekunde die Sicht auf Ballabgabe und Schuss nahm, so dass dieses Mal Regensdorf den Ausgleich erzielen konnte. Kein Team konnte so richtig davonziehen, das machte die Partie spannend, aber gleichzeitig auch mühsam, an den Kräften zehrend. Zwar fiel bald einmal der Treffer zum 4:3. Webber und S. Meier waren in der Defensive nicht richtig abgestimmt, keiner von beiden – obwohl nah beim Spieler – deckte die gefährliche Vorhand ab – und es stand 4:3 für Regensdorf.
Erst ein Penalty brachte die endgültige Wende: Captain Webber durfte antreten und verwandelte den Versuch – in gewohnter Manier ist man fast versucht zu sagen. Jetzt ging es endlich aufwärts für Bäretswil: Osterwalder stach einen Ball bei den Regensdorfern ab und brachte in postwendend (was für ein schöner Ausdruck, von dem ich keine blasse Ahnung habe, was er eigentlich bedeutet) vors Tor zum dort bereits eifrig aufwartenden Pfiffner. Dieser konnte dann die 5:4 Führung herstellen und in den anrückenden letzten fünf Minuten machte sich Bäretswil wieder auf ein Spiel in Unterzahl – wegen eines gezogenen Torhüters auf Regensdorfer Seite – gefasst. Doch Regensdorf war vom Timing her auch nicht auf der Höhe. In der 35. Minute wurde G. Meier derart hart angegangen, dass eine Strafe folgte. Das Powerplay darf als „durchzogen mit gutem Ende“ bezeichnet werden. Webbers Versuch eines hohen Balles auf G. Ganz beim Slot wurde etwas ungewollt zum 6:4 Treffer, auf der Uhr waren nun noch drei Minuten angezeigt. Drei Minuten, deren Zeit effektiv bemessen wird, reicht locker für zwei Tore. Deshalb Regensdorf wieder mit vier Feldspielern im Angriff. Doch bevor überhaupt eine gefährliche Situation entstehen konnte, wurde bei einem Gegenangriff Bäretswils G. Ganz von den Beinen geholt und dieses Vergehen richtigerweise mit einer weiteren Strafe gegen Regensdorf bestraft (hier – G. Ganz bejubelte den Entscheid wie ein Tor- , wie auch als Moser den Ball nach einem Pfiff über die Bande wegschlenzte, hätte der Schiedsrichter wohl auch zu Recht gegen Bäretswil eingreifen können). Nun galt es für Bäretswil mit Zwei Minuten zwei Sekunden auf der Uhr eine Zwei-Minuten Strafe herunterzuspielen. Geschickt liess man den Ball im Powerplay rotieren, vor, zurück, links, rechts. Doch 30 Sekunden vor Ablauf der Strafe war die Gelegenheit dann doch zu gut. Webber konnte Osterwalder quer vor dem Tor bedienen und Osterwalder – trotz der Angst den Ball nicht zu treffen – reüssierte und traf zum 7:4. Die letzten 30 Sekunden konnte Regensdorf zwar noch einmal in Vollbesetzung antreten, es reichte aber nicht mehr und Bäretswil konnte zum ersten Mal in dieser Saison, vor einem tollen Heimpublikum, mit der vollen Punkteausbeute den Sonntagabend geniessen. Homerun!
Bäretswil: Huber, Kuratle; G.Meier, Osterwalder, Pfiffner, Schmitter; Brodbeck, S. Meier, Webber, Weissenberger; Fischer, G. Ganz, J. Ganz, Moser. Bäretswil ohne E. Meier (abwesend/ Coaching Spiel 2)
A-Junioren – 3. Runde
In der 3.Runde der A-Junioren ging es nach Jonschwil. Da es keine Einspielhalle gab, mussten wir beim Aufwärmen etwas improvisieren. Im ersten Spiel gegen den neuntplatzierten UHC Elgg merkte man dies nach einigen Minuten kaum mehr. Wir konnten schnell zu einigen Toren kommen und kontrollierten das Spiel. Zur Pause waren wir mit 10:1 vorne. In der zweiten Hälfte ging es dann ähnlich weiter und so gewannen wir mit 21:3. Trotz des sehr erfreulichen Resultates müssen wir zugeben, dass es noch nicht unser bestes Unihockey war.
Unser zweiter Gegner war der UHC Wild Pigs. Nach kurzem Abtasten in der Startphase konnten wir auch im zweiten Spiel des Tages die Spielkontrolle übernehmen und in Führung gehen. Obwohl der Gegner offensiv stärker war, konnten wir zur Pause die Null halten waren 5:0 vorne. Dies war auch über lange Zeit in der zweiten Hälfte der Fall bis die Wild Pigs gegen Ende des Spiels nochmals aufdrehten und das eine oder andere Tor erzielten. Alles in Allem gewannen wir jedoch hochverdient mit 12:3 und konnten den Matchtag auch noch gut beenden.
Herren 1 – Einmal „klassisch Bäretswil“, bitte!
Bei strahlend schönem Wetter zur Mittagsstunde versammelte sich das Fanionteam von Bäretswil auf dem altbekannten «Lettenparkplatz». Ein Ort, an dem sich Kinder zum Skaten treffen, Besucher für einen schönen Sonntagsspaziergang ihr Auto abstellen oder die berühmt-berüchtigte Bäretswiler-Viehschau einmal im Jahr stattfindet. Die Autos wurden geladen und die Reise nach Elgg konnte starten. Das anfänglich herrliche Sonnenwetter wich spätestens ab der Überquerung des Girenbads einer milchigen, weissen Nebelsuppe. Licht und Schatten waren folglich die treuen Wetterbegleiter an diesem Sonntag. Später sollte sich zeigen, dass das Wetter doch einiges mit den Spielen der Mannschaft gemeinsam hat.
Auch in diesem Jahr überzeugte die topmoderne Infrastruktur in der Turnhalle Ritschberg die Spieler und Zuschauer mit einem herausragenden Design und grossen, weitläufigen Verweilungsflächen. Ein Traum für jeden Unihockeyspieler und Fan. Hohe Luftfeuchtigkeit (immerhin hat es nicht von der Decke getropft wie in Baden), eine Toilette pro Geschlecht, zwei Garderoben für 10 Mannschaften, 50 cm Sturzraum in der Halle, schreckliche Akkustik und last but not least ein doch eher unangenehmer Hotdog-Geruch in der ganzen Anlage. Beste Voraussetzungen also für faire, aber trotzdem intensive Spiele.
Spiel 1 DT Bäretswil : UHC Löwen Bürglen 6:6
Bäretswil zeigte einen kontrollierten Start in die erste Partie des Tages. Der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen und man hatte einen guten Zug aufs gegnerische Tor. Im ersten Powerplay des Tages reüssierte Osterwalder mit einem satten Schuss in den oberen rechten Winkel. Im Anschluss erarbeiteten sich die Bäretswiler immer wieder gute Chancen, welche aber nicht in Tore umgemünzt werden konnten. S. Meier durfte nach einem Stockschlag auf der Strafbank Platz nehmen und Bürgeln ihrerseits ein erstes Mal im Powerplay aufspielen. Das Boxplay um Brodbeck und G. Meier stand jedoch sehr gut und konnte den Ball abfangen. G. Meier kontrollierte den Ball blitzschnell und versenkte den Ball eiskalt zum 2:0. Nach dem überstandenen Boxplay konnten die Bären nach einem sehenswerten Pass von E. Meier auf Schmitter die Führung sogar auf 3:0 erhöhen. Der Rest der ersten Halbzeit ist schnell erzählt. Das Tempo wurde ein wenig reduziert, man fühlte sich vielleicht ein wenig zu wohl und wurde dafür eiskalt mit dem 1:3, dem 2:3 und letztendlich dem 3:3 kurz vor dem Pausenpfiff bestraft.
Nach der Pause begann das Spiel also wieder bei null. Bäretswil kontrollierte das Tempo, übernahm sofort wieder das Spieldiktat und zog durch zwei Tore von S. Meier und einem von Osterwalder auf 6:3 davon. Die Löwen aus Bürglen setzten zunehmend Druck auf und liessen den Bäretswilern keine ruhige Sekunde. Immer wieder schlichen sich dadurch kleine Fehler ein, welche in Ballverlusten und gefährlichen Abschlusspositionen endeten. In den letzten vier Spielminuten gab Bäretswil den Vorsprung leichtfertig her, indem man sich das Leben mit dem Ball in der eigenen Reihe immer wieder selbst schwer machte und fahrlässig und unkonzentriert agierte. Dazu kam noch, dass man offensiv schlicht einfach zu viele Torchancen ausliess. So endete das Spiel mit einem doch sehr enttäuschenden 6:6 aus Sicht der Bäretswiler.
Spiel 2 DT Bäretswil : Emotion Hinwil-Tann 4:3
Im zweiten Spiel des Tages stand das Oberland-Derby auf dem Programm. Man war bestens auf den Gegner eingestellt und beide Teams wussten, was sie erwarten konnten. Der Start ins Spiel gelang den Bäretswilern nicht wunschgemäss. Nach einem Ballverlust in der Offensivbewegung geriet man mit 0:1 in Rücklage. Bereits früh im Spiel waren viele Emotionen mit dabei und es gab immer wieder kleiner Diskussionen und unnötige Fouls. In einem ersten Powerplay blieben die Bäretswiler ohne Erfolg, da der Goalie von Hinwil eine Parade nach der anderen zeigte. Vor der Pause konnte Osterwalder mit einem Schuss in den Winkel die Partie ausgleichen.
Auch in der zweiten Spielhälfte ging es drunter und drüber. Es war sehr hitzig, laut und hektisch in der Halle. Egal ob für Spieler, Spielsekretär, Zuschauer oder Schiedsrichter, unter diesen Umständen war es wirklich enorm schwierig einen kühlen Kopf zu bewahren. Emotion ging durch einen Freistoss wieder in Führung. Im Anschluss startete ein langer, intensiver Abnützungskampf. Hinwil versuchte bei Freistössen oder Ballbesitz hinter dem Tor der Bäretswiler den Goalie rauszunehmen und sich freie Abschlusspositionen zu erspielen. Dies misslang jedoch bei einem Versuch und E. Meier konnte den Ball im leeren Tor unterbringen. Somit war das Spiel wieder ausgeglichen. Bäretswiler scheiterte auch in der zweiten Hälfte immer wieder am stark agierenden Torhüter der Hinwiler. Erst 6 Minuten vor Schluss konnte Bäretswil einen Auslösungspass der Hinwiler abfangen und durch Osterwalder das 3:2 markieren. Der Jubel kannte keine Grenzen.
Leider hielt die Freude nicht lange an und kurze Zeit später musste man den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. Bäretswil drückte jedoch weiter aufs Gas und versuchte einen Abschluss im Tor unterzubringen. Dies gelang S. Meier durch einen satten Drehschuss drei Minuten vor Schluss. In den letzten Spielminuten verstand man es besser als im ersten Spiel den Ball in den eigenen Reihen laufenzulassen und hatte sicherlich ab und zu auch noch das kleine Quäntchen Glück, welches im ersten Spiel gefehlt hatte. So brachte man den Sieg in einem emotionalen und äusserst intensiven Derby letztendlich nach Hause und konnte sich über zwei wichtige Punkte im Rennen um die Playoffs freuen.
Herren 2: Durchzogener Saisonstart – Jetzt gehts bergauf!
Die Herren der zweiten Mannschaft des DT Bäretswil haben einen durchzogenen Saisonstart hinter sich. Bereits vor Beginn der Spielzeit wusste man, dass die Saison 24/25 eine herausfordernde wird. Schwer wiegen die Abgänge der letzten zwei Jahre, durch die viel Qualität und Leadership verloren ging. Nun nach zwei Runden ohne Punkte dazustehen ist dennoch nicht leicht wegzustecken.
Schwarzsehen wäre dennoch fehl am Platz. Auch wenn nichts Zählbares aus den ersten vier Spielen mitgenommen werden konnte, so war doch einiges positiv stimmendes zu beobachten. Trotz reduziertem Kader gelang es, mit den Top Teams der Gruppe mitzuhalten. Insbesondere an der zweiten Runde lag man lange gegen den letztjährigen Gruppengewinner – also einem potenziellen Zweiligisten – lange vorne und verlor am Ende nur knapp und dies sehr unglücklich. Für die Zukunft stimmt ebenfalls zuversichtlich, dass es dem Herren 2 gelang, viele, sehr junge Spieler in den Trainingsbetrieb einzubinden. Ziel wäre es, den frischen Elan früher oder später ans Herrenunihockey heranzuführen umso das Fortbestehen des Vereins in der höchsten und der drittenhöchsten Liga zu sichern.
Für den kommenden Sonntag nimmt man sich nun einiges vor. Die ersten Punkte müssen her und man ist zuversichtlich, dass dies zu schaffen ist. Zum ersten Mal seit Saisonstart wird die zweite Mannschaft der Bäretswiler Bären mit drei Linien antreten können und hofft, dadurch über die gesamte Spielzeit die Konkurrenz fordern zu können und in der Tabelle die ersten Schritte nach vorne machen zu können.