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Die Resultate vom 29.10.2023

DT Bäretswil durfte ein mehrheitlich erfolgreiches Wochenende erleben. Die erste Mannschaft hatte Heimrunde und konnte sich zwei weitere Punkt erkämpfen. Der Spitzenkampf gegen Legnau ging zwar verloren, die Mörschwil Dragons konnten aber in einem engen Spiel bezwungen werden.

Die zweite Mannschaft schlug den Tabellennachbar aus Wil mit 6:4, bevor man sich im zweiten Spiel gegen den Tabellenführer aus Benken trotz aufopferndem Kampf knapp mit 2:3 geschlagen geben musst.

Die volle Punktzahl fuhren die A-Junioren ein. Sowohl das „Derby“ gegen Tösstal, als auch das Spiel gegen Stäfa konnte das Team für sich entscheiden.

Herren I:
DT Bäretswil vs. White Horse Lengnau 1:5
DT Bäretswil vs. TSV Mörschwil Dragons II 6:3

Herren II:
DT Bäretswil vs. Black Barons Wil 6:4
DT Bäretswil vs. UHC Benken-Mollis 2:3

A-Junioren:
Unihockey Tösstal vs. DT Bäretswil 6:11
DT Bäretswil vs. UHC Lokomotive Stäfa 8:5

Am Heimturnier sind noch einige Dinge (Schuhe, Getränkeflasche etc.) liegen geblieben. Wer etwas vermisst und es zurückhaben möchte, soll sich beim Präsidenten Andreas Spörri melden.

Herren 1 – Vanitas vanitatum (et omnia vanitas?)

Welch Wetter präsentierte sich an diesem prächtigen Sonntag in Bäretswil! Die Sonne sandte noch einmal ihre Strahlen ins Zürcher Oberland, die Bäume liessen ihr farbiges Blätterkleid aufleuchten, letzte Sommerreminiszenzen nährten die Seelen, die sich am merklich kühleren Morgen bereits in die Mehrzweckhalle Dorf aufmachten. Auch dort pulsierte das volle Leben: Die Teller, die üppig mit Teigwarensalat gefüllt wurden, der Lärm, der vom Einspielfeld die Halle füllte, Jubel und Frust auf dem Spielfeld. Welch anderer Sonntag würde besser passen, als dieser, um den Spielbericht ganz ins Zeichen des Barocken zu stellen? Heute, wo wir die Uhren wieder eine Stunde zurückstellten, in der verzweifelten Hoffnung, dem Licht am Tag mehr Raum zu geben, obwohl uns allen schmerzlich bewusst ist, dass die Tage unweigerlich kürzer werden, die Erinnerungen des Sommers nur noch ein blasses Echo eines jüngeren Ichs sind und wir uns trotzdem einmal mehr auf Gedeih und Verderben dem unparteiischen (und doch immer so zufälligen, willkürlichen und nicht währenden) Urteil des Sports auslieferten, um zu messen, welches Team im Osten nun die Nase zuvorderst haben würde. Natürlich will ich mich nicht mit Gryphius, Opitz oder gar dem grossen Paul Gerhart vergleichen, aber vielleicht lohnt es sich in dieser Jahreszeit diesen Bericht einmal fatalistischer und deshalb auch in kräftigeren, derberen Farben zu schreiben und zu lesen.

Der DT Bäretswil war bis anhin ungeschlagener Tabellenerster und durfte auf seinem berüchtigten gelben Boden Lengnau und Mörschwil empfangen. Während Lengnau als altbekannt gilt und nur gerade für eine handvoll Spielzeiten in der Westgruppe seinem Unihockeyleben fröhnte, darf Mörschwil als Drache im Fliegerpelz gelten, die letztjährigen Flyers Widnau konnten dank einem Fusionstrick nach Mörschwil dislozieren.

Zuerst traten die Bäretswiler gegen White Horse Lengnau an. Es war – etwas überraschend – der Spitzenkampf in der dritten Runde, nur gerade ein Punkt trennte die beiden Teams, die bisher ganz passabel in die neue Saison gestartet waren. Und nicht nur passabel, sondern geradezu fulminant gestaltete sich der Auftakt der Partie: Kein Herantasten, kein vorsichtiger Aufbau, sondern munter drauflos, fast schon epikureisch: Lengnau nach wenigen Sekunden mit dem ersten Angriff, der erst von Huber im Tor gestoppt wurde, im Gegenzug dann der DTB mit einem Konter, der ebenfalls erst kurz vor dem Torgehäuse seinen Abschluss fand. Ein Spielbeginn also ganz im Zeichen des heutigen Tages! Alles oder nichts! Tor oder Einschauen! Da schoss Lengnau mit voller Wucht nebens Tor, auf der anderen Seite verschnörkelte Ganz das Spiel mit einem frechen Trick, der nur ganz knapp nicht zu einem Torerfolg reichte. Gewiss, retrospektiv muss auch erwähnt sein: Ein Spiel für die Götter war das, was da gezeigt wurde, leider nicht, das kann auch kein noch so barocker Puttenengel, keine noch so üppige Formulierung so richtig schönfärben. Die ersten sieben Minuten waren eher ein gegenseitiger Ansturm auf eher tiefem Niveau. Das Tempo war eher piano, der Herbst schien sich schon in den Gliedern der Spieler eingenistet zu haben. Die weissen Pferde vermochten es – gleich weissen Rittern – das Tempo zu verschärfen und den Druck auf die Bäretswiler Defensive aufzubauen. In dieser Phase konnten die Aargauer mehr als einmal gefährlich vor Huber auftauchen und ebenso oft wurden sie auch von ihm gestoppt. Man kann den Bäretswiler Verteidigern nun gewiss nicht vorwerfen, sich nicht bemüht zu haben, im Gegenteil, da war Gegenwehr, da war Einsatz, da war Körper, wo der Schuss zu erwarten war und doch schien ihnen unter dieser Herbstsonne kein Erfolgspflänzchen gedeihen zu wollen. So folgte, was einfach folgen musste, nach langer Abwehr und verzweifeltem Dagegenstemmen, nach Mühe und doch nicht schneller werden können: Lengnau mit viel Druck ums Tor, bringt den Ball auf Höhe Mittellinie aussen auf Schussposition, der nachfolgende Schuss wird von Weissenberger noch unglücklich abgelenkt und dann stand es schon 1:0 für die Gäste. Was soll noch geschrieben werden, was sich Menschen mit genug Einfühlungsvermögen nicht auch selbst in den schillerndsten Farben selbst ausdenken können. Von tapferem Ankämpfen gegen einen Gegner, der einfach eine Klasse besser war? Nun gut, es kam vor, dass die Bäretswiler auf der Bank nicht ganz wach waren und allenthalben einen Einsatz verschliefen, aber sonst? Tapferkeit, Kampf und doch ein Haschen nach Wind! Vielleicht noch dies: In der 18. Minute konnte Lengnau auf 2:0 erhöhen, nachdem sie einen Angriff mit 4 gegen 3 Spielern spielten und sich ein Lengnauer gegen drei Bäretswiler im Slot durchsetzen konnte und den Ball in die Maschen drosch. Mit diesem Rückstand von zwei Toren ging es in die Pause. Aufgeben war keine Option und so versuchte auch Coach Webber noch zu beeinflussen, was zu beeinflussen war. Trotz der ernüchternden Ausgangslage waren die Spieler motiviert das Spiel noch zu drehen, noch eine Wendung zu erzwingen, aber ist das an einem solchen Tag wie heute denn überhaupt möglich? Kann Eitelkeit allein der Antrieb sein, um einen Spitzenkampf zu wenden?

Kurzfristig sah es ganz gut aus: G. Meier holte sich nach einem Fehlpass den Ball gleich selbst an der Mittellinie zurück, zog an und konnte den Ball in Richtung Torhüter abschiessen, via diesen und die Latte ging der Schuss ins Aus, aber ein Ausrufezeichen für die zweite Hälfte war gesetzt keine Frage (retrospektiv darf dieses Ausrufezeichen aber auch wieder etwas relativiert werden). Weiterhin war es aber Lengnau, das Druck aufbaute und Bäretswil, das zwar tapfer verteidigte, aber nicht so richtig zu wissen schien, was man mit eigenem Ballbesitz so treiben könnte. Und so erstaunt es nicht, dass Lengnau in der 24. Minute auf 3:0 erhöhen konnte, in der Folge zwei gefährliche Pfostenschüsse hatte, nur um dann in der 31. Minute wiederum zu reüssieren (notabene in einem Konter, nach einem weiteren erfolglosen Ansturm der Bäretswiler, so dass am Ende zwei Angreifer alleine vor dem Tor den Ball einnetzten). Die letzte Möglichkeit zum korrigierenden Eingreifen, zum Abwenden des Unabwendbaren, stellte nun ein Timeout dar. Auf vier Spieler würde Bäretswil wechseln, das war klar, nur wann, ebendies wurde im Timeout ausgeführt. Vorerst wurde aber Torhüter Huber in seinem Kasten belassen, was auffiel war der höhere Druck der Bäretswiler, die sisyphosgleiche Anstrengung auf ein Tor. Doch einziges Resultat war vorerst eine Strafe gegen G. Meier wegen Stockschlags. Das Powerplay der Lengnauer baute sich sogleich bedrohend auf, doch zwei Mal war Huber der Mann am Ball und sobald sich die Gelegenheit ergeben hatte, tauschten die Bäretswiler ihn gegen einen dritten Mann ein und liessen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. Bei einer Exkursion in die gegnerische Hälfte, konnten – nicht lange vor Ablauf der Strafe – die Lengnauer Spieler überlaufen werden und S. Meier konnte Ganz wunderbar bedienen, so dass das 4:1 der Bäretswiler zumindest technisch gesehen, ein Shorthander war. Anschliessend versuchte Bäretswil noch ein letztes Mal sich gegen die Kräfte, die es selbst bannten und Lengnau so mühelos vieles gelingen liessen, aufzubäumen. Mit vier Feldspielern versuchte man noch einen Anschluss an die vier Lengnauer Tore zu erreichen, doch vergebens, Lengnau konnte noch auf 5:1 ins leere Tor erhöhen. Der Bäretswiler Widerstandswille war nun endgültig gebrochen, da machte auch das Powerplay für die letzten Sekunden keinen Unterschied mehr. Der Spitzenkampf, dem man diesen leider nicht so ansah, ging deutlich an die heute stärkeren Lengnauer (aber Achtung Lengnau: Memento mori, wir sehen uns wieder!)

Zwei Spiele Pause kamen den geschundenen Bäretswiler Gemütern nun gerade recht, um sich zu sortieren, um die numinosen Niederlage anzunehmen und auf die Mörschwiler vorzubereiten. Wie schon erwähnt gelang den Mörschwilern, was auch schon den Quebec Nordiques, den Brooklyn Dodgers und den San Diego Chargers gelungen war, sie konnten ihr Team von einem Ort zum anderen umziehen. Nun mag sich manch einer fragen, warum um alles in der Welt, man vom Rheintal nach Mörschwil umziehen wollen würde – wer weiss überhaupt, wo dieser Flecken liegt? Diesen Skeptikern sei gesagt, dass Mörschwil zumindest bei Modelleisenbahnern ein Nimbus von Qualität und Swissness umgibt. Bis zum Konkurs der Firma wurden dort die Modelle der Firma Hag hergestellt, und noch heute schwören viele Modellbahner auf die Marke. Da die Fraktion der Modelleisenbahner bei den Bäretswilern aber eher klein ist (aber doch vorhanden!), konzentrierte man sich darauf, sich gegen die Spielqualität der Dragons zu wappnen. Nach der Niederlage gegen Lengnau, wollte man gewinnen und zeigen, dass man bis anhin nicht einfach ganz zufällig den Leaderthron besetzt hatte. Das Spiel hatte gerade ein wenig Fahrt aufgenommen, mäandrierte mal auf die eine, mal auf die andere Seite, als das überaus zahlreich erschienene Heimpublikum einen ersten Dämpfer verdauen musste (daraufhin schnell eine Portion Teigwarensalat mit Wienerli!), nach vier Minuten schaffte es Mörschwil sich um Fischer zu drehen, dieser war einen Moment zu spät und der Schuss einen Ticken zu genau platziert, so dass es 1:0 für Mörschwil stand und die Bäretswiler schon wieder in Rückstand geraten waren. Würde man sich wieder so erfolglos wehren, der drückenden Dunkelheit einer Niederlage Platz machen müssen, wie das Licht im Herbst der Dunkelheit? Auch wenn es resultatmässig so aussah, das Spielgefühl war ein anderes: In diesem Spiel schien der Ball eher für Bäretswil zu laufen, oder die Bäretswiler liefen eher für den Ball (aber wer kann schon dem Geheimnis der Determination auf den Grund kommen?): Da gab es intensive Zweikämpfe und Laufduelle, und wenn der Ball in Tornähe war, konnte Kuratle das eine und andere Mal danach greifen. Und so gelang auch, was im Spiel vorher noch nach Hail-Mary ausgesehen hatte: Fischer schoss aus der Distanz und netzte zum 1:1 ein (Assist Gysin), so einfach, so schön, so echt! Das Spiel war nach 11 Minuten wieder unentschieden und Zuversicht machte sich in den Bäretswilern breit. Nach 13 Minuten stand es sogar schon 2:1 für die Bäretswiler: Ganz konnte auf Zuspiel von S. Meier mit einem Buebetrickli einstochern, nur sein Jubel zeigte dem Rest des Teams den Erfolg an, so knapp, so präzis gelang ihm das Kunststück! Und schliesslich konnten die Bäretswiler die Führung sogar noch ausbauen: S. Meier durfte zu einem Penalty anlaufen und mit einer Härte und Präzision, die jeden Zweifel, jedes Fünkchen von Zwiespalt über den Verlauf der Partie auslöschte, markierte er das 3:1 (Einzig Bruder G.Meier war nicht ganz bei der Sache: wild gestikulierend und lauthals rufend wollte er die zuschauenden Eltern Meier dazu animieren den Penalty ihres Sprösslings zu filmen, jedoch ohne Erfolg…). Die Zwischenräume dieser Torerfolge waren weiterhin geprägt von viel Kampfwillen, gegenseitiger Ermutigung und der Zuversicht, das Spiel gewinnen zu können. Doch Mörschwil hatte auch noch Pfeile in seinem Köcher, noch in der ersten Hälfte versuchten sie das Spiel mit 4:3 wieder in den Griff zu bekommen, der Erfolg blieb jedoch aus, doch den Bäretswilern schwante, was sie in der zweiten Spielhälfte erwarten würde.

Prompt: Nach kurzem Verschnaufen, gegenseitigem Schulterklopfen und Durchhalteparolen („Wiiter so Jungs!“ „Die packemer!“ „Chömed, euses Spiel!“), pfiff der Schiedsrichter die Partie für die letzten 20 Minuten an, der Ball ging an Mörschwil und sofort zogen sie ihr Spiel von vier gegen drei auf. Gegen Hinwil bekundete der DTB gegen dieses Spiel grosse Mühe, und auch jetzt drohte eine lange zweite Hälfte. Mörschwil war jedoch nicht sehr abschlussfreudig und agierte nicht immer von gefährlichen Positionen aus, so dass die Bäretswiler ihre Defensivarbeit relativ solid gestalten konnten. So gelangte der Ball dann auch zu Torhüter Kuratle und es entspann sich eine Szene eher heiterer Natur: Die Mörschwiler, immer noch zu viert, deckten sofort alle verfügbaren Bäretswiler Feldspieler, um einen offensiven Auswurf zu verhindern. Als Kuratle sich umdrehte, um den Ball hinters Tor zu spielen, kam bereits ein Mörschwiler angerauscht und stellte sich neben Ganz, der seinerseits neben dem Tor stand. Ganz reklamierte umgehend beim Schiedsrichter wegen ungenügenden Abstands vom Torhüter, der Schiedsrichter erwiderte darauf nur knapp: „Er muss den Ball spielen“. Also spielte Kuratle, und zwar direkt in den Bauch des Mörschwilers, die Hand des Schiedsrichters schnellte nach oben, der DTB konnte wertvolle Sekunden vier gegen drei (Mörschwil wechselte seinen Goalie schnell ein) spielen und anschliessend im Powerplay drei gegen zwei. (Der Mörschwiler nahms sportlich, ging auf die Strafbank und zündete Kuratle im Nachgang noch etwas an, ihm einfach den Ball in den Bauch zu werfen). Das Powerplay verstrich indes ungenutzt und die Dragons gingen sofort wieder in ihren neuen Modus operandi, vier gegen drei. Und irgendwann musste es ja gelingen: Ein Schuss von der Mitte landete im Netz und der Spielstand war auf 3:2 verkürzt. Fast schon als Antwort nach dem Bully fasste sich S. Meier ein Herz (hatte Papa Meier vielleicht sein Handy gezückt? Wir wissen es nicht) und schoss von weit in der eigenen Zone durch die Sichtmauer von Freund und Feind, schön oben ins Tor. Der Zweitoreabstand war wieder hergestellt, doch nicht für lange. Es war dies die heikle Phase des Spiels, gut das die Bäretswiler dessen nicht gewahr waren, sondern munter weiterspielten in ihrer Freude. Denn auch die Mörschwiler drückten wieder und als Kuratle einen Moment zu früh verschob, nutzte einer von ihnen die Gelegenheit und konnte den Anschlusstreffer zum 4:3 bejubeln. Aber eben, die Bäretswiler waren in Spiel zwei ja nicht gelähmt von einer Müdigkeit, vielmehr tanzten sie den Tanz gegen die Eitelkeit des Lebens, so konnte in einer spektakulären Kooperation von E.Meier und Kuratle das 4:4 verhindert werden und – es liefen bereits die letzten drei Minuten, Fischer auf Zuspiel von diesem E.Meier (dessen Schuhe mitten im Spiel den Dienst quittierten worauf er sich am Inhalt einer Goalietasche gütlich tat) ins leere Tor schiessen konnte (es war nicht die erste Möglichkeit für Bäretswil, einen Empty Netter zu erzielen, aber sicher das erste Mal, dass ein Spieler vorher noch einen Pass spielte – Chapeau, E. Meier!). Doch Mörschwil gab und gab nicht auf. Weiter stürmten sie mit 4:3 an und versuchten zu wenden, was die Bäretswiler sich ertanzt hatten. In einer Situation, in der Mörschwil seinen Torhüter wieder einmal spielen liess, konnten dann G. Meier und Osterwalder aufs Tor ziehen, mit einem scharfen Pass legte G.Meier für Osterwalder auf, der keinen Moment zögerte und den Ball im Netz versorgen konnte. 6:3 stand es nun, doch die Mörschwiler schalteten nicht einen Gang zurück. So erbittert wurde gekämpft, dass Webber schliesslich in der letzten Minute noch sein Timeout nahm, nur um den Bäretswilern eine Wechselmöglichkeit und eine Verschnaufpause zu spendieren. Doch am Schluss half das Anstürmen nichts mehr. Bäretswil konnte vor heimischem Publikum doch noch jubeln. So ist das im Barock: Mal ist Totentanz, mal ungestümer Jubel! Doch am Ende wissen wir, alles ist eitel, oder?

Trotzdem will der DT Bäretswil natürlich auch weiterhin in der Meisterschaft mitreden und sich ertanzen, was es zu ertanzen gibt. Die nächste Gelegenheit dafür bietet der 12. November, dann sind wir in der schönen AL Arena in Gossau zu Gast und duellieren uns mit dem rekonvaleszenten Cevi Gossau und dem UHC Elgg. Am Abend vorher spielt übrigens noch Pixbo im Champions Cup gegen die Kloten-Dietlikon Jets (in Kloten), Gelegenheit also um sich unmittelbar davor von Krupnová, Loneberg und natürlich Lara Heini inspirieren zu lassen!

Bäretswil: Huber, Kuratle; G. Meier, Moser, Osterwalder; Ganz, S.Meier, Weissenberger; Fischer; Gysin, E.Meier; Brodbeck, Schmitter. Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach).

Eine typische Szene in Spiel 2:

Die neue Vereinsbroschüre ist da!

Auch in diesem Jahr hat DT Bäretswil wieder eine Vereinsbroschüre erstellt, welche an unseren Heimturnieren aufliegt. Wir bedanken uns herzlich bei all unseren Sponsoren und Gönnern, die uns immer wieder treu unterstützen!

Ein besonderer Dank geht an Jeffrey Meier von der Uftritt GmbH für die Gestaltung und der DT Druck-Team AG für den Druck der Broschüre!

zur Broschüre

Die Resultate vom 15.10.2023

Das Herren II hat zwei weitere Punkte einfahren können. Nachdem im ersten Spiel wenig zusammen passte und man gegen die Jonschwil Vipers klar mit 2:10 verlor, zeigte das Team eine starke Reaktion. Der Tabellennachbar Red Devils March-Höfe konnte mit 5:3 bezwungen werden. Während vorne Benken und Nesslau mit der vollen Punktzahl von der Tabellenspitze grüssen, sind dahinter nicht weniger als 5 Teams mit 4 Punkten klassiert; mittendrin unser Herren II.

Herren II:
UHC Jonschwil Vipers vs. DT Bäretswil 10:2
Red Devils March-Höfe III vs. DT Bäretswil 3:5

Herren 1 – Partly Persevered (P!nk Edition)/Welcome back! (feat. Goose)

Dear Mr. President, so heisst und beginnt ein Lied der Sängerin P!nk, in dem sie den damaligen US Präsidenten George W. Bush mit allerlei Fragen über seine Politik und die darin scheinbar fehlende Menschlichkeit konfrontiert. Was aber wenn der Spiess für einmal umgedreht würde? Was wenn sich die 1. Mannschaft des Herren 1 nach jeder Meisterschaftsrunde beim Präsidenten melden und Rechenschaft ablegen müsste? Würden wir – falls wir unserer Pflicht schriftlich nachgingen – auch Dear Mr. President schreiben? Oder ihn duzen, oder je nach Verlauf und Ausgang des Spiels kollegialere oder unterwürfigere Töne anschlagen? Würden sich in einem solchen Fall vielleicht sogar Nachfolgerinnen oder Nachfolger für auf die sehr lange Amtszeit unseres Vereinspräsidenten finden lassen?

Spielen wir diese Fiktion doch einmal durch und nehmen exemplarisch das Spiel gegen Emotion Hinwil-Tann vom 1. Oktober, was sich ja auch wegen der Vereinsfarben des Gegners anbietet. Vermutlich würde man nach einem solchen Spiel ein unterwürfig-distanziertes „Sehr geehrter Herr Präsident“ an den Anfang stellen. Und dann weiterfahren:

„Gewiss waren die Umstände nicht ganz optimal, unter denen wir die Reise nach Oberbüren antreten mussten, zum einen hatten wir an mehreren Fronten Personalengpässe und mussten Veteranen organisieren, zum anderen ist die Reise in die Ostschweiz an einem sonnigen Herbstnachmittag eine durchaus beschwerliche, fährt doch gefühlt die halbe Stadt Zürich im gemächlichen Tempo durchs Tösstal, bestaunt die abgelegene, bäuerlich geprägte Kulturlandschaft und macht an Ampeln Fotohalte“, unser Präsident – auch nicht auf den Kopf gefallen, würde diese Zeilen natürlich überfliegen und schon spüren, dass da irgendwo ein Hund begraben liegen müsse. Die weiteren, seitenlangen Ausführungen zur Geschichte mit besonderem Fokus auf die Kirchengeschichte und die Abhängigkeit vom Kloster St. Gallen (falls eine solche bestanden hatte), zur steil ansteigenden Formkurve der Gegner und weitere Ablenkungsmanöver würde er höchstens aus Interesse an Allgemeinbildung kurz streifen und endlich den Abschnitt finden, wo das Spiel in der wunderschönen Heimhalle der Flying Penguins Niederwil angepfiffen wurde. „In der ersten Minute durften wir sogleich unsere starke und bereits gut erprobte Defensive unter Beweis stellen“, würde er dort lesen. Und weiter: „Trotz Ballbesitz des Gegners und hohem Tempo der Pinkgefärbten, vermochten wir – von einzelnen, kaum erwähnenswert gefährlichen Abschlüssen aufs Tor – gut dagegenzuhalten. Mehr als drei Minuten dauerte es schliesslich, bis wir uns zu einem Abwehrfehler hinreissen liessen und eine Übermacht aus drei Hinwilern zuletzt noch einen Verteidiger und den Torhüter schwindlig spielten, um dann das 1:0 zu erzielen.“ „Aber“, würden wir sogleich nahtlos ansetzen, „aber auch wir waren nicht faul und konnten den Gegner nach diesem fulminanten Auftakt in falscher Sicherheit wiegen. Moser lief in grossem Bogen und schloss mit seiner Rechtsauslegervorhand vom Mittelpunkt ab, mitten durch die Abwehr hindurch und konnte einen wunderschönen Treffer oben links bejubeln, das Publikum verfiel in Extase ob diesem Ausgleich und noch heute bekommt die Nummer 88 gelegentlich Dankzuschriften für diesen tollen Treffer“ (wie gesagt, unser Präsident ist ein schlauer Mann und kennt die Verhältnisse der 1. Liga KF, ungläubig würde er den Kopf schütteln, seufzen, den Abend seiner Wahl verwünschen und weiterlesen). „Es dauerte nur wenige Sekunden, dass Schmitter, unser hoffnungsvollster Jungspund, extra aus dem Solothurnischen angereist, mit einem Airhook von hinter dem Tor die Führung zum 2:1 markierte und damit nicht genug, Hinwil wechselte in dieser frühen Phase bereits auf vier Feldspieler und wurde prompt bestraft, Ganz wurde, als er aufs Tor losziehen konnte (das leere solche notabene), unsanft gehalten, so dass der Schiedsrichter auf Penalty entschied. S. Meier – ebenfalls ein Eigengewächs…“ (auch hier würde der Präsident kurz innehalten und sich fragen, wer im Team denn kein Eigengewächs oder seit gefühlt 20 Jahren im Verein sei), ja dieses Eigengewächs, zog in klarer Linie vom Penaltypunkt auf den Torhüter zu, ohne zu zögern nagelte er den Ball oben links ins Eck, der Torhüter chancenlos, die eigene Bank im Freudentaumel. Und wieder nur wenig später war es Gysin, der auf 4:1 erhöhte, mit einem Kunstschuss durch 2 Verteidiger erwischte er den Torhüter auf Hüfthöhe, also dort wo die Beine nicht mehr und die Arme noch nicht hinreichen, und für uns war klar: ‚Hinwil haben wir in der Tasche‘ und dies nach nur gerade 10 Minuten, die abgesehen vom ersten Anfang ganz in unserem Sinne liefen. Doch dann“, würden wir in einem etwas melancholischen Ton anfügen, „dann wurde auch Hinwil wieder gefährlicher: in der elften Minute fand der Ball seinen Weg tief an den Pfosten und in der 13. Minute wurde uns eine Nachlässigkeit im Aufbau, eine Dummheit, wie sie im Übermut mal passiert, zum Verhängnis. Zudem hielt Hinwil an seinem Konzept mit vier Feldspielern fest und brachte uns doch schon reduzierte Bäretswil Mal für Mal in numerische Unterzahl und durch ihre etwas unkonventionelle Aufstellung in die Bredouille. So geschah es denn auch, dass ein Pass der Hinwiler seinen Weg in den Slot fand, wo der dort lauernde Spieler sich nur noch einmal um 180° drehen musste, um den Ball zum 4:3 Anschlusstreffer zu versenken. Und schliesslich gelang auch noch der Ausgleich: Hinwil, wieder zu viert (ja der Torhüter dort muss wohl beim Sommertraining alle Sprints mitabsolviert haben, empfehlen wir aber nicht unbedingt zur Nachahmung), schoss sehr schön und jubelte über die gelungene Aufholjagd. Wir hingegen wandten uns in unserer Not und Überforderung in der Pause an Coach Webber, der unsere Schwachstellen bereits entdeckt und analysiert hatte und wie immer eine Lösung aus dem Ärmel zaubern konnte.“ (Bei diesem Lob auf den Coach würde der Präsident die Augen verdrehen und hoffen, dass Coach Webber, wenn man schon mal einen hatte, diesem Team nicht zu bald überdrüssig würde). Eine der klaren Anweisungen Webbers war: Ball in den eigenen Reihen zirkulieren lassen, nicht sofort abschliessen, damit Hinwil nicht weiterhin sein zermürbendes 4:3 spielen konnte. Und tatsächlich hielt sich der Block um Osterwalder ganze zwei Pässe an dieses Konzept, und schon war der Schuss, irgendwo versenkt und Hinwil konnte wieder frisch-fröhlich mit 4:3 anlaufen. Nachdem S. Meier dann noch einen wunderschönen Assist zum 5:4 für Hinwil beisteuerte und seinen Unmut darüber so ungestüm kundtat, dass er um ein Haar vom Feld geflogen wäre (danke dem Schiedsrichter für die Nachsicht!), geriet nun auch der sonst so gefasste Webber in Rage, ich zitiere: „Ihr mached nüt vo dem woni gseit han!“ Was wie er oft zu pflegen sagt, „lustig ist, weils wahr ist“. All das würden wir dem Präsidenten natürlich nicht ganz so unverblümt schildern, er hat ja auch noch andere Sorgen im Leben. Wo wir dann aber wieder voll dabei wären, wäre die folgende Szene: „Endlich griff unser 3:4 Unterzahlspiel: Hinwil brachte kaum noch einen Ball in eine gefährliche Position und musste ihn immer wieder in der eigenen Zone zirkulieren lassen, kein Wunder also, dass ein Pass dann einmal zu weit nach hinten gespielt wurde und wir den 5:5 Ausgleich bejubeln konnten. Gleichwohl bemerkten wir, dass ein Spiel 3:4 sehr streng ist, zumal wir kaum in Ballbesitz gelangten und wenn doch, den Ball sogleich auf unerklärliche Weise wieder verloren. Dennoch zapften wir noch einmal alle Energiereserven an. Moser attackierte knapp drei Minuten vor Schluss einen Angreifer hinter dem eigenen Tor, dieser entwischte ihm jedoch und konnte mit einem Buebetrickli die Führung für Hinwil wieder herstellen. Doch Coach Webber hatte ja sein Time-out noch nicht genommen. Dieses folgte nun und nach einem Bilderbuchbully von Ganz“ – eines der wenigen in diesem Spiel, auffällig oft wurde, zurecht, ein Freistoss gegen den DT Bäretswil gepfiffen – „nach diesem Bilderbuchbully konnten wir auch mal auf vier Feldspieler wechseln und 90 Sekunden vor Schluss traf dann auch S. Meier zum Ausgleich! Danach spielten wir das Spiel souverän“ – der Präsident hätte unseren ungebremst-optimistischen Offensivdrang natürlich vor seinem inneren Auge – „bis zum Schluss herunter und teilten die Punkte mit einem heute ausserordentlich starken Hinwil.

Hochachtungsvoll, dein Herren 1.“

Zum Glück braucht es derlei Briefe nicht, wir haben einen tollen Präsidenten, der sich über die weitere Ungeschlagenheit seines Fanionteams freut. Danke Res für deinen Einsatz!

Nach zwei Spielen Pause, die in der Halle bei Beobachtung des Gegners, an der Sonne bei angeregter Diskussion über das vergangene Spiel oder die historischen Bauten in der Nähe, oder einfach bei einem Nickerchen oder Plausch mit mitgereisten Fans (fast ausschliesslich weiblicher Natur), verbracht wurden, stand der DT Bäretswil wieder im Einsatz. Seit Jahren (lässt man den diesjährigen Surseecup mal ausser acht, aber das tun wir nur hier, bei der Titelzählung ist ein solcher stets wichtig) hatte man wieder eine Begegnung mit Wild Goose Wil-Gansingen, die ihre Punkte in den vergangenen Saisons jeweils in der Westgruppe jagten. Wild Goose finde ich übrigens immer noch einen der genialsten Teamnamen, hätten sich Leventiner Eishockeybosse auf den Namen Alpine Prowlers geeinigt, würden sich Piotta und Ambrí nicht bis heute darum streiten, woher der Club denn nun ursprünglich stammt. Aber natürlich kommt mir bei Wild Goose auch immer der herzige Film Amy und die Wildgänse in den Sinn, den man als Kind Mitte der 90er Jahre einfach gesehen haben musste. Den Bäretswilern war aber klar, Wild Goose würde im Spiel weder herzig auftreten noch sonst wie Rücksicht nehmen. Die Gänse hatten in der ersten Runde schon Federn gelassen und wollten nun punkten, nachdem man gegen den Kantonsrivalen aus Lengnau, der ebenfalls aus der Gruppe 1 in die Ostschweiz verbannt wurde, bereits den Kürzeren gezogen hatte.

Die verschiedenartige Reflexion der Bäretswiler schien zu Spielbeginn Früchte zu tragen. Schon in der zweiten Minute zog S. Meier von hinter dem eigenen Tor los und setzte mit einem Drehschuss ein erstes Ausrufezeichen, schon stand es 1:0 für die Bäretswiler. Kurz darauf folgte die Reaktion der Gansinger: die Minuten drei, vier und fünf gehörten ihnen und nur Torhüter Huber war es zu verdanken, dass der Vorsprung gehalten werden konnte. Nach einer solchen Druckphase konnte aber Ganz übers ganze Feld ziehen, am Pfosten vorbei und hinters gegnerische Tor… dachte zumindest der Gansinger Torhüter, Ganz hingegen machte kurz nach dem Pfosten blitzschnell Halt, drehte und erwischte den bereits verschobenen Torhüter am Pfosten, 2:0 für Bäretswil. Aber auch die Gänse konnten dreckig: Bei einem Angriff, den Huber einmal mehr souverän mit dem Bein parierte, drückte ein Gansinger vehement nach und konnte den Ball so doch noch ins Tor befördern, die Bäretswiler Präsenz im Slot war in diesem Moment einfach nicht dominant genug. Nur eine gute Minute später wurde Rüdisühli dann wegen Sperrens des Feldes verwiesen und das bis anhin noch makellose Boxplay der Bäretswiler musste sich ein erstes Mal an diesem Tag unter Beweis stellen. Etwa eine Minute ging alles gut, doch dann fiel Moser in der Rückwärtsbewegung und die Gansinger konnten sich die 3:1 Überzahl zunutze machen und den Ausgleich erzielen. Was jetzt geschah passt zum Bäretswiler Gemüt: Mit dem Rücken zur Wand hielt man sich jetzt immer weniger an den Gameplan, war verunsichert und in der Folge auch einen Schritt zu weit vom Gegner entfernt, einen solchen Moment nutzte Gansingen in der 13. Minute aus und konnte mit einem satten Schuss unter die Latte wieder in Führung gehen. Ein Schlüsselmoment dann in der 18. Minute. Ein Ball tropft von Huber ab und kullert langsam Richtung Torlinie, Huber gewinnt jedoch innert Hundertstelsekunden den Überblick, packt den Ball, lanciert den startenden Osterwalder, der wies Bisiwätter über links den Konter läuft und abschliesst, derweil Rüdisühli auf der rechten Seite auf einen Abpraller wartet. Diesen gibt es tatsächlich und Rüdisühli kann den Ausgleich mit einem wunderbaren Volley realisieren.

Wieder war die Partie ausgeglichen und wieder war es Gysin, der fürs vierte Tor im Spiel stehen sollte. Er fing einen Pass vor dem eigenen Tor ab und lief (ist Ihnen aufgefallen, wieviel Läufe mit Ballbesitz zu Torerfolg führten? Bäretswil ist ja schon keine Tikitaka-Klapp-Klapp Mannschaft, aber gleich so wenig passfreudig?) wieder an und skorte schliesslich, nur gut eine halbe Minute vor der Pausensirene. So konnte der DT Bäretswil doch noch mit einer Führung in die zweite Hälfte starten.

Die zweite Hälfte wurde ab der 23. Minute kurz interessant: Moser kassierte eine Strafe, etwas zu spät war er etwas zu motiviert gestartet. Die unvermeidliche Kollision mit dem Gegenspieler war zwar unglücklich, aber ob sie strafwürdig war, Moser zumindest war strikte auf dem Weg zum Ball. Sei wie es wolle, Gansingen führte auch diese Strafe zu einem frühen Ende und zum erneuten Ausgleich. Wer nun hoffte, eines der Teams würde nun noch eine Schippe zulegen, wurde bitter enttäuscht. Da in Gansingen aber offensichtlich Goethe gelesen wird („Das ist ja wohl das Klügste, was man tun kann, um sich Ruhe zu verschaffen, dass man gegen die anderen etwas unverträglich sei““), kam in der 30. Minute dann doch noch etwas Bewegung ins Spiel: Gansingen brachte durch eine Strafe nämlich Bewegung ins Spiel und der Plan schien sogar noch fast aufzugehen. Bäretswil hatte in seinem Powerplay kaum eine Chance auf einen Abschluss, derweil Gansingen gleich zwei gute Chancen in Unterzahl kreieren konnte, fast hätten sie sich durch die eigene Unverträglichkeit (mit den Regeln), so also Ruhe (durch einen Vorsprung) verschafft. Nach dem – vor allem für die Bäretswiler glücklichen – Ablauf der Strafe, erwachte nun auch der Siegeswille der Bäretswiler: In der 34. Minute durfte wieder S.Meier zum Penalty antreten. Diesen versenkte er mit einem eleganten Hook, ohne mit der Wimper zu zucken, so dass nun doch Bäretswil wieder 5:4 in Führung gehen konnte. Doch noch war der Kuchen nicht gegessen und leider trug auch der Schiedsrichter zur Schlusshektik bei: Gysin versuchte in der Spielfeldmitte einen hüpfenden Ball unter Kontrolle zu bringen, schlug aber immer wieder ins Leere (wie beim Töggelikasten, mit dem 5er, mit dem man den Ball aber sicher gar nie tüpft!), ein Gansinger gesellte sich dazu und tat es ihm gleich. Pfiff Schiedsrichter: Strafe gegen Gysin wegen Stockschlags. Unverständnis in seinem Gesicht und den Bäretswiler Gemütern. Nun konnte Gansingen also fünf Minuten vor Spielende zum dritten Mal in Überzahl antreten und hatte eine sehr reale Chance auf den Ausgleich. Doch gleich den ersten Abschluss konnte Huber parieren und den Ball in die eigenen Reihen bringen. Nun gingen die Bäretswiler auf Kosten des Torhüters auf drei Feldspieler und liessen den Ball gekonnt zirkulieren und die Gansinger rennen. Was etwas übel nachschmeckt, während dieser Phase wurden die Bäretswiler Mal für Mal grob attackiert, was jedoch nie in einer Strafe mündete, was angesichts der laufenden Strafe gegen Gysin – und deren Grund – absolut unverständlich war. Aber vielleicht hatte der Schiedsrichter auch einfach das letzte Bäretswiler Powerplay im Kopf und wollte sich ein solches Trauerspiel kein zweites Mal ansehen. Nachdem die Box überstanden war, setzte Gansingen alles auf eine Karte und lief nach einem Timeout mit vier Feldspielern auf. Beginn der Ära Huber: In den letzten zwei Minuten setzte Gansingen noch einmal alles daran auszugleichen und kam immer wieder zu Topchancen. Doch immer wieder stand Torhüter Huber zwischen den Gansingern und ihrem Erfolg, er bewegte sich, streckte sich, wehrte ab, richtete sich auf und warf sich nieder. Mit dem erlösenden Schlusspfiff konnten zwei weitere wichtige Punkte in dieser engen Gruppe bejubelt werden, an denen Huber schwerstgewichtigen Anteil hatte.

Bäretswil bleibt also Leader in der Gruppe zwei, als einziges Team, das bisher ohne Niederlage dasteht. Das deutet aber weniger auf eine Dominanz hin als auf eine Alle-gegen-alle Meisterschaft, in der unter Umständen einzelne Aktionen über Sieg und Niederlage und über Sein oder Nichtsein entscheiden können.

Wer sich trotz der sagenhaften und ausgezeichneten Matchberichte selbst ein Bild vom Bäretswiler Spiel machen will, dem oder der sei das Heimturnier am 29. Oktober herzlich empfohlen: Bei einem Pastasalat lässt sich von der Galerie in der MZH Dorf bestens das Treiben auf dem Spielfeld beobachten und ganz nebenbei noch ein wenig die Glasplatten ein wenig betapen, die ein armer Helfer oder eine arme Helferin dann am Abend mühevoll wieder putzen muss. An besagtem Sonntag spielt Bäretswil gegen Lengnau und Mörschwil, also den 2. und 4. Platzierten, Spannung ist in dieser Gruppe aber sowieso garantiert.

Bäretswil: Huber, Kuratle; Osterwalder, Rüdisühli, Schmitter; Ganz, S.Meier, Weissenberger; Gysin, E.Meier; Moser; G.Meier

Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Brodbeck (Reisen), Fischer (abwesend)

Die Resultate vom 01.10.2023

Die erste Mannschaft zeigt weiterhin starke Leistungen. Das Team unter der Leitung von Yannik Webber musste zwar den ersten Punktverlust in Kauf nehmen, trotzdem reichte es am gestrigen Sonntag für 3 Punkte. Somit grüsst das Team mit 7 Punkten aus 4 Partien weiterhin von der Tabellenspitze.

Herren I:
DT Bäretswil vs. emotion Hinwil-Tann 6:6
Wild Goose vs. DT Bäretswil 4:5

Die Resultate vom 24.09.2023

Nach dem Herren I und den A-Junioren durfte nun auch die zweite Mannschaft von DT Bäretswil in die Meisterschaft starten. Auf den Auftaktsieg gegen die „Rheintaler Büffel“ folgte eine Niederlage gegen die „Nesslauer Haie“. Anscheinend wird der Kampf an Land dem Wasser vorgezogen.

Eine starke Leistung zeigten die A-Junioren. Gegen das hoch gehandelte Eschenbach resultierte ein 4:4 Unentschieden, bevor man die Red Devils March-Höfe diskussionslos besiegen konnte.

Herren II:
DT Bäretswil vs. Buffalo Rheintal 6:3
Nesslau Sharks II vs. DT Bäretswil 7:5

A-Junioren:
UHC Eschenbach vs. DT Bäretswil 4:4
DT Bäretswil vs. Red Devils March-Höfe 9:2

Herren 1 – Aufgetaktet

Die diesjährige Ausgabe der 1. Liga KF Meisterschaft in der Gruppe zwei fand ihren Anfang in Elgg, in der frühen Neuzeit bekannt als Gerichtsherrschaft mit dazugehörigem Schloss, unter den Unihockeyspielern eher in Erinnerung wegen einer eher schwachen Infrastruktur. Doch hier wurden die Spieler des DTB gleich bei der Ankunft kurz vor 9 Uhr überrascht: Alle fanden auf Anhieb einen Parkplatz, was wohl dem Umstand geschuldet war, dass man für das zweite Spiel aufgeboten worden war und – das löste fast ekstaseartige Euphoriebekundungen aus – wer B sagt, hat irgendwann mal A gesagt! Denn nebst der Spielhalle, der so beschrifteten „Turnhalle B“, war die entsprechende Turnhalle A heute als Einspielhalle vorgesehen. Dieses kleine aber feine Schmuckstück liess sich dank vorbildlich aufgehängtem Kroki über zwei Wege innerhalb von zwei Minuten erreichen. Und da das Wetter sich von seiner sommerlichsten Frühherbstseite zeigte, lustwandelte man also liebend gerne zwischen Garderobe, Einspielhalle und Spielfeld. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Einspielhalle (die, so wurde mir versichert, eigentlich zum Standard bei Heimturnieren in Elgg gehört und nur letztes Mal unerklärlicherweise nicht reserviert worden war) und des schönen Wetters war, dass sich die Menschenmengen besser verteilten und man sich nicht mehr über alle drei Stöcke der Turnhalle B durch schwitzende Spieler und eilende Zuschauende zwängen musste. Über den Rest der Infrastruktur nur folgende zwei Bemerkungen. Erstens: Wer sich an fehlenden Parkplätzen stört, kann gerne mit dem Zug anreisen, Schmitter hat dies für die Bäretswiler getestet, es geht, denn Elgg ist wunderbar an die S35 angeschlossen (den anderen Bäretswilern blieb wegen der gesperrten Tösstalstrecke leider nur der Griff zum Auto).
Zweitens: Können wir den UHC Elgg wirklich für die Kommunalpolitik der vergangenen 15 Jahre verantwortlich machen? Hat der Verein sich etwa eine kleine Enge Halle mit nur zwei Garderoben gewünscht? Eben! Glücklich, die eine grosszügige Halle ihr eigen nennen können, und selig, wer diese auch mit weniger glückhaften Vereinen teilt!

Als erste Partie stand um 9.55 Uhr das Rencontre mit Regensdorf auf dem Programm. Ein Gegner, den man schlagen konnte, der einem aber auch schon empfindliche Niederlagen zugefügt hatte und physisch und läuferisch sicher auf sehr gutem Niveau verkehrt. Nach der Cupniederlage vom Vortag war es für die Bäretswiler aber doch ein Vorteil, dass auch Regensdorf am Vorabend im Bernbiet seine Cupbegegnung hatte. Diese verlief zwar durchaus zugunsten der Wehntaler, sie waren jedoch entsprechend erst sehr spät wieder zuhause und physisch sicherlich weniger erholt als die Bäretswiler.

Kurz nach Spielstart zeigte Bäretswil, dass sie sich auch mental einigermassen erholt hatten, als Gysin in der zweiten Minute nach einem Freistoss das 1:0 erzielte. Da Regensdorf aber beim Sieg am Vorabend sicher genug Selbstvertrauen getankt hatte, vermochten sie es Mal und Mal, besonders in der Startphase, die Bäretswiler im Aufbau einzuschüchtern und zu Fehlern zu zwingen. Die daraus entstehenden Chancen vermochten sie jeweils nur knapp nicht zu verwerten. Ähnlich knapp, mit nur Kuratle, der das Tor zu verhindern vermochte, begann ein Bäretswiler Powerplay. Im anschliessenden erneuten Aufbau der Überzahl gelang aber das Kunststück: Der Ball gelang von Osterwalder über S. Meier zu Ganz, der noch einschieben musste und auf 2:0 erhöhte. Nicht lange ging es und auch der UHCWR konnte in Überzahl agieren: Moser hatte bei einem Freistoss zu wenig Abstand gehalten (dass er das anders sah, gab er dem Schiedsrichter ohne ein Wort mit einer lebhaften Mimik zu verstehen). Im Boxplay agierte Bäretswil dann aber so geschickt, dass bei einem Gegenstoss ein Penalty gepfiffen wurde. Wie am Cupspiel trat wieder Ganz an. Der Regensdorfer Torhüter trat jedoch selbstbewusst an, kam weit heraus, zwang Ganz von seinem ursprünglichen Plan abzukommen und nach rechts zu ziehen, wo er den Ball schliesslich ungefährlich machen konnte. Es stand also weiterhin 2:0 und Regensdorf durfte in Überzahl spielen. Noch während der Unterzahl verschanzte sich G. Meier mit dem Ball in der gegnerischen Ecke, während er von zwei Gegnern vom Ball getrennt wurde, erwischte er den Stock des Gegners etwas unglücklich, was zu seiner Ausweisung und somit einer weiteren Strafe gegen Bäretswil führte (G. Meier freilich weiss, dass er nicht geschlagen hat, ja dass er überhaupt sich hätte in Luft auflösen müssen, um diese Strafe nicht zu kassieren, man bilde sich seine eigene Meinung). Der Ball konnte im Boxplay jedoch bald wieder in die eigenen Reihen gebracht werden und dank zugesprochenen Freistosses ersetzte Bäretswil Torhüter Kuratle durch einen dritten Feldspieler. Diese drei liessen den Ball nun laufen, tanzten übers Feld, es war eine Augenweide. Ganz wurde dabei etwas übermütig und wieselte in so engem Bogen mit dem Ball ums eigene Tor, dass er dabei wohl mit einem Fuss kurz den Schutzraum berührte. Der Schiedsrichter reagierte sofort und pfiff Freistoss für die Regensdorfer. Diese setzten auch ziemlich bald an, während die Bäretswiler noch etwas verdutzt ob dem Pfiff gegen sie waren. Doch irgendwie gelang es dem Boxplay – nun wieder zu zweit – beide Strafen schadlos zu überstehen. Ganz am Ende des Regensdorfer Powerplays kam der Ball zu Torhüter Kuratle, der den eben von der Strafbank kommenden G. Meier lancieren wollte. der letzte Stock der Regensdorfer konnte den Auswurf aber ganz knapp noch abfangen und ein Gegenstoss wurde lanciert. Doch die Bäretswiler hatten wieder blitzschnell umgeschaltet, brachten den Ball in die eigenen Reihen und nur wenige Sekunden später spedierte S. Meier den Ball zum 3:0 in die Maschen. Mit nur wenigen Augenblicken, die in der ersten Halbzeit zu spielen waren, wurde Bäretswil erneut ein Penalty zugesprochen. Wieder trat Ganz an, scheiterte aber wiederum am hervorragenden Regensdorfer Schlussmann, der den Ball dieses Mal links unten abblocken konnte. Mit dem komfortablen Vorsprung von 3:0 ging es in die Pause, ein Resultat, das das Geschehen auf dem Spielfeld allerdings etwas einseitiger aussehen liess, als es tatsächlich war.

Nach der Pause wurde das Spiel zunehmends körperlicher geführt, doch wieder war es der DTB, der jubelte. Ganz fand S. Meier quer übers Feld und dieser erzielte das 4:0. Nun wähnte sich Bäretswil etwas in Sicherheit, eigene Fehler im Aufbau sorgten regelmässig für gefährliche Situationen, doch Regensdorf bekundete sichtlich Mühe im Abschluss, oft war der Schuss nur ein Schatten der Kraft, die in den gestählten Wehntaler Oberarmen lauern muss. Doch irgendwann gelang es halt dann doch. In einer hektischen Phase vor dem Bäretswiler Tor stimmte die Zuteilung nicht mehr zu 100%, die Defensive war einen entscheidenden Schritt zu spät und Regensdorf konnte mit einem Drehschuss seinen ersten Treffer bejubeln. 4:1, zwölf Minuten vor Schluss. Bäretswil musste nun noch einmal alle Kräfte bündeln. Bei den älteren Spielern kamen Reminiszenzen an ein Spiel gegen Regensdorf von 2015 auf: Damals hatte man ebenfalls vermeintlich alles im Griff, und am Ende stieg man mit einer Niederlage ab. Doch nicht heute! Osterwalder erzielte in Wembley Manier das 5:1 und auch defensiv stieg die Bäretswiler Opferbereitschaft deutlich, es wurde geblockt und gerannt. Mit dem Time-out in der 13. Minute läutete Regensdorf die Schlussphase ein und versuchte mit 4 Feldspielern das Spiel noch zu wenden. Doch eine aggressives Spiel 3 gegen 4 liess kaum einen Abschluss zu und Regensdorf musste das Spiel von weit hinten aufziehen. Und wieder konnte Osterwalder jubeln.

Am Ende stand es 7:1 für die Bäretswiler, obwohl das Spielsekretariat nur 6 Tore auf die Tafel gebracht hatte (übrigens auch Huber, der für die Notizen dieses Spiels steht, eine herzliche Entschuldigung an den Schützen des siebten Tores, der hier nun namentlich unerwähnt bleiben muss). Die ersten zwei Punkte der Saison sind gesichert und dies gegen einen Gegner, der sicherlich zu den direkten Konkurrenten im von den Bäretswilern erwarteten Mittelfeld zählt (wobei es diese Saison gefühlt nur eine Elite und ein Mittelfeld gibt…)

Das zweite Spiel des Tages war wie schon gegen Regensdorf gegen einen wohlbekannten Gegner, gegen den man schon alle möglichen Resultate erzielen konnte, grandiose Siege, knappe Unentschieden, schmerzliche Niederlagen. Niederwil hatte zwar nur zwei Brüder und nicht deren drei wie die Bäretswiler, aber man wusste um die Athletik des Teams, die Laufbereitschaft und die satten Schüsse. Und tatsächlich: Schon in der zweiten Minute jubelte Niederwil nach einem Freistoss das erste Mal. Doch nur ein Bully und einen Energieanfall von E.Meier später war der Gleichstand wiederhergestellt, anschliessend behielt der DTB den Ball viel in den eigenen Reihen und kotrollierte das Spielgeschehen weitgehend. Doch durch den Ballbesitz und den versuchten Aufbau von hinter dem gegnerischen Tor konnte sich Niederwil gut einigeln und die Bäretswiler agierten in der Folge doch eher zahnlos und ungefährlich, wohl auch etwas unkreativ und statisch. In der siebten Minute wurde eine Strafe gegen Gysin gepfiffen, was zu einer Verlagerung des Spielgeschehens in die Bäretswiler Zone führte. Huber war jedoch auch in Überzahl nicht zu bezwingen und beide Teams gaben weiterhin alles, konnten jedoch den Status Quo nicht überwinden. In der 15. Minute wurde dann Ganz sehr hart zu Boden gebracht, jedoch ohne Konsequenz, dem Niederwiler Fairplay ist es zu verdanken, dass das Spiel schliesslich noch unterbrochen wurde. Nur eine Minute später wollten die Bäretswiler den Führungstreffer dann etwas zu fest, in der Bewegung nach vorne liess man den vordersten Niederwiler zurück, der beim Gegenstoss schnell und sicher das 2:1 erzielte. Nun war Bäretswil das erste Mal seit über 100 Spielminuten im Rückstand (trotz Cupniederlage!), doch Nervosität kam keine auf, man war weiterhin regelmässig am Drücker, defensiv aufopferungsvoll und Huber hinten ein sicherer Wert.

In der Pause wurde entsprechend noch einmal an die Werte des Teams erinnert und daran, dass das Spiel noch zu holen sei, wenn man sich denn auch brav an Coach Webbers Anweisungen halte! Und Coach Webber behielt recht: In der 23. Minute stand G.Meier nach einem Freistoss vor dem Tor goldrichtig und müllte den Ball mit vollem Einsatz über die Linie (G. Meier, der Mann fürs Grobe!) , der Gleichstand war hergestellt! Und nur zwei Minuten später zielte Captain Osterwalder nach einem Freistoss in die untere rechte Ecke und sein Drehschuss fand das anvisierte Ziel zum 3:2. Wer glaubt, Niederwil sei in dieser Zeit passiv gewesen täuscht sich: Immer wieder stürmten auch die Ostschweizer an und vermochten mehr als einmal ein Schlupfloch zu finden, doch Huber war immer zur Stelle und streckte sich bisweilen auf 2 Meter um auch die gefährlichste 1:0 Situation zu entschärfen! In der 29. Minute dann ein Powerplay für Bäretswil. In diesem konnte – wie so oft dieses Wochenende – Ganz auf Zuspiel von Osterwalder einen Treffer bejubeln. Es stand nun 4:2 für Bäretswil! Und in der 36. Minute ein weiteres Powerplay für Bäretswil. Statt nun auf ein schnelles Tor zu drücken, liess man den Ball nun zirkulieren und die Zeit kontrolliert verstreichen. Erst 30 Sekunden vor Ablauf der Strafe wurde der Druck erhöht und eine Sekunde vor Ablauf schoss Osterwalder aus der Mittelposition hoch in die Maschen. 5:2. Keine Frage, dass Niederwil für die verbleibenden fast drei Minuten nun alles auf eine Karte und einen vierten Feldspieler setzte. Doch die Bäretswiler warfen noch ein letztes Mal die verbleibende Energie in die Waagschale und hielten dem Ansturm Mal für Mal stand. Sieben Sekunden vor Schluss fand S. Meier dann noch mit einem weiten Ball Moser, der das Schlussresultat von 6:2 realisierte.

Bäretswil grüsst damit nach der für solche Zwecke unrepräsentativen ersten Runde von der Tabellenspitze, die Favoriten wie Gossau und Cazis sind bereits ein erstes Mal gestrauchelt. Alles deutet also daraufhin, dass die diesjährige Saison wird, wie ein erstes Turnier in Elgg: Eng und überraschend!

Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, Moser, S.Meier; G. Meier, Osterwalder,Weissenberger; Fischer, Gysin, E.Meier; Schmitter

Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Brodbeck (Reisen),

Die Resultate vom 10.09.2023

Die erste Meisterschaftsrunde hatte es in sich. Das Herren I musste keine 24h nach dem sehr ärgerlichen und unglücklichen Out im Cup gleich wieder ran. Doch die Mannschaft zeigte Charakter und grüsst nach der ersten Runde mit vier Punkten von der Tabellenspitze!
Auch für die A-Junioren gab es einen Charaktertest. Nachdem man im ersten Spiel gegen Cevi Gossau auf verlorenem Posten stand und klar verlor, holte sich das junge Team im zweiten Spiel die ersten zwei Punkte.

Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Saisonstart! Wir freuen uns auf mehr!

Herren I:
DT Bäretswil vs. UHC Wehntal Regensdorf 7:1
UHC F.P. Niederwil vs. DT Bäretswil 2:6

A-Junioren:
UHCevi Gossau vs. DT Bäretswil 13:1
DT Bäretswil vs. Greenlight Richterswil 6:4

Herren 1 – Lost our shit/ kept their cool

Eigentlich hatte ich diesen Beitrag ja Sic transit gloria mundis, ja sogar rychenbergae, nennen wollen und dann eine altkluge Anekdote über die Gründung des HC Rychenbergs und dessen Alumnimannschaft, die heute antrat, sowie die Tatsache, dass ich ja selbst Alumnus der prestigeträchtigen Kantonsschule am Rychenberg (der wohl in anderen Gemeinden Bonzenhügel heissen würde) bin, immerhin das beste Gymnasium der Schweiz oder in den Worten eines bedeutenden Judaistikers „eine Eliteschule“, ferner wäre dann noch eingeflossen, dass man auch Rychenberg seit diesem Sommer 45 Minutenlektionen hat und nicht mehr 40 minütige, wie es seit 119 Jahren Tradition war („wer schneller kapiert, braucht halt weniger Zeit“). Leider kann der Text aufgrund des Spielverlaufs und -ausganges nun nicht so geschrieben werden. Ich musste den doch sehr profanen Titel wählen, der klingt, als würde ein 14-jähriger sein erstes Rapalbum herausgeben, nachdem er seit zwei Monaten seine Netflixserien auf Englisch schaut. Sollte ich also doch nicht in Bälde für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen werden, trägt mein Team, das nicht so spielt, wie ich gerne schreiben würde, die Schuld daran.

Das Spiel gegen die Alumnimannschaft des HC Rychenbergs, das ausnahmslos aus grossen Namen besteht (O-Ton Webber: Wenn man die googlet, gibt es einem immer einen Treffer) stand eigentlich unter einem guten Stern: Die Eulachstädter mussten auf einen grossen Teil des Kaders verzichten und empfingen die Oberländer mit fünf Feldspielern und einem Torhüter. Schon die ersten zwei Minuten des Spiels liessen erahnen, in welche Bahnen das Spiel gelenkt werden könnte: Bäretswil fing zwar mit Ballbesitz und viel Laufarbeit an und setzte die Winterthurer auch gleich unter Druck, doch wenn diese in Ballbesitz kamen, wurde es binnen Sekundenbruchteilen brandgefährlich. Die Jahre auf dem nationalen und internationalen Parkett waren an den Rychenberger Körpern gut gereift! Nach einem hektischen Anfang durfte aber Bäretswil zuerst jubeln. Fischer bediente Captain Osterwalder und dieser liess sich nicht lange bitten. 0:1 Nach nur etwas mehr als zwei Minuten. Nun zeigten aber auch die Rychenberger mehr und mehr, was in ihnen steckte und behielten den Ball lange kontrolliert in ihren Reihen und konnten auch immer wieder Nadelstiche in Form von Abschlüssen aufs Bäretswiler Tor setzen. Diese Schüsse hatten es insgesamt in sich, nur selten flog ein Ball am Tor vorbei, fast immer musste Huber beherzt eingreifen und die Bäretswiler Defensive hatte alle Hände voll zu tun. Erst in der achten Minute dann wieder ein Lebenszeichen der Bäretswiler: S. Meier konnte in Ballbesitz wie der Blitz vors Tor laufen, war jedoch in einem etwas spitzen Winkel, um optimal abschliessen zu können. Da er jedoch überraschend lange etwas zu unbehelligt studieren konnte, was als nächstes zu tun wäre, bot sich Bruder E. Meier – ebenfalls völlig unbeeinträchtigt – vor dem Tor an und schloss wie der Blitz ab. 2:0 für die Bäretswiler, und in den meisten Köpfen machte sich eine gewisse Zufriedenheit breit Falls Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, schon den einen oder anderen Spielbericht gelesen haben, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Zufriedenheit war und ist ein gutes Zeichen, zumindest nicht zu Beginn eines Bäretswiler Spiels! Und so zeigten die Winterthurer nur knappe drei Minuten später, dass sie nicht nur gewillt, sondern durchaus auch fähig waren, Tore zu schiessen. Zwar konnte Huber den ersten Abschluss noch an den Pfosten lenken, doch von dort sprang der Ball wieder an eine Rychenberger Schaufel und der Anschlusstreffer zum 1:2 war realisiert. Ernüchtert von der Trunkenheit der Selbstgefälligkeit reagierten die Bäretswiler auf dem Fuss: Morf spielte auf Abry, der den Ball mit einem ansatzlosen Schuss von aussen rechts (sein Markenzeichen) zum 3:1 ins Tor spedierte. Und es kam noch dicker: In der 13. Minute wurde die erste Strafe des Spiels gegen den HC Rychenberg gesprochen. Nach einem erfolglosen Versuch, luchste sich Rüdisühli den Ball zurück, stand alleine vor dem Torhüter und erzielte mit einem zugegeben etwas aussergewöhnlichen Powerplaytor den Treffer zum 4:1. Es lief bereits das letzte Viertel des ersten Drittels, als auch Rychenberg wieder auf einen Treffer drückte, gleich zweimal konnte Huber das Unternehmen vereiteln, als die Bäretswiler Verteidigung bereits ausgetanzt worden war. Wie wir aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung wissen (KS Rychenberg, Jahr 6, bei Herrn B.) steigt die Probabilität ein Tor bei n Versuchen zu erzielen markant, wenn n möglichst gross ist. So kam es auch: Der HC Rychenberg drückte und drückte und in der 19. Minute konnte dann nach einem Pass auf der Linie der zweite Treffer des Tages bejubelt werden. Und – auch das mit mathematischen Modellen durchaus belegbar – nur zwei Sekunden vor Drittelsende gelang sogar der Anschlusstreffer zum 4:3, nach einem wunderbaren Solo rund ums Tor und einem Abschluss wie aus dem Bilderbuch. Somit war noch nichts entschieden an diesem Samstagmittag und das Spiel noch völlig offen.

Das zweite Drittel begann dann mit einem Paukenschlag von G. Ganz, der das ganze Drittel für Aufsehen sorgen würde. In der 22. Minute traf er von links ins weite Eck. Davon inspiriert spielten sich Weissenberger, Osterwalder und G. Meier mit einem Offensivfurioso in die Herzen der Zuschauenden. Defensiv stand es bei den Bäretswilern zeitenweise leider jedoch eher desaströs, einen Freistoss konnten die Rychenberger zum 4:5 Anschlusstreffer ausnutzen! In der 26. Minute dann die erste Strafe gegen Bäretswils E. Meier wegen Haltens. Würde der Ausgleich fallen? Tatsächlich zogen die Winterthurer ein sorgfältiges Powerplay auf und kamen zu einem sehr guten Abschluss, der jedoch an Kuratles Hand landete. Kurz darauf spedierten die Überzähligen (nein so sagt man denen im Powerplay glaub doch nicht, oder?), also die vom HC Rychenberg, den Ball ins Aus. Bäretswil nutzte den nun gewonnenen Ballbesitz samt Freistoss zu einem Wechsel auf drei Feldspieler. Und nur kurz darauf fasste sich Fischer ein Herz und erzielte im formellen Boxplay den Shorthander zum 4:6. Praktisch im Gegenzug fiel dann aber auch der erwartete Powerplaytreffer der Gastgeber, Bäretswils Box hatte die Mitte etwas sträflich offen gelassen, genau dort kam der Pass jetzt aber durch und musste nur noch zum erneuten Anschluss eingenetzt werden: 5:6. Etwa die Hälfte des Spiels war nun verstrichen, das machte sich einerseits durch eine erhöhte physische Präsenz in Bandennähe bemerkbar, andererseits aber auch durch den Aufbau des Grossfeldes und das Eintrudeln von Winterthurer und Thurgauer Junioren (ja genau liebe Restschweiz: Hinter Winterthur geht die Schweiz noch weiter und der wunderschöne Kanton Thurgau bildet dann mit St. Gallen und den beiden Appenzell eine eigene Ostschweiz). Hier sah man auch: Dem HC Rychenberg scheint es also doch möglich zu sein, Heimspiele zu organisieren, bei denen die Zuschauer nicht die Halskehre bekommen, weil sich die Tribüne quasi parallel zum Feld befindet, schade konnten die Kleinfeldenthusiastinnen und – enthusiasten mit ihren -enthusiastchen davon nicht profitieren! Doch ich verliere mich… Spielhälfte also (dachten wir!) und immer noch eine knappe Kiste. Dann stellte Bäretswil halt wieder Ganz aufs Feld: Pass auf E. Meier, Tor, Zwei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt. Doch die Winterthurer hatten sich lernfähig gezeigt! Die Bäretswiler Defensive zeigte sich zuweilen von der technischen Klasse und Flinkheit der Alumni überfordert und wurde vielleicht auch ein wenig verängstigt. Diese Furcht zeigte sich nicht zuletzt in einem etwas hilflosen Anstechen oder einer Unentschlossenheit beim Blocken. Innert kürzester Zeit konnte Rychenberg so die Treffer zum 6:7 und zum 7:7 Ausgleich bejubeln, jeweils mit einem schnellen, platzierten Drehschuss. Und weil sie grad so in Fahrt waren, bekamen sie auch noch einen Penalty zugesprochen (hier lasse ich mal eine scheue Kritik am Schiedsrichter durchschimmern, wenn der Pfiff zum Penalty erst auf entsprechende Anfrage kommt, gibt das der Entscheidung schon einen fahlen Beigeschmack). Beim Penalty zeigte sich dann aber, dass die Winterthurer a) entweder über ein nicht zu überbietendes Selbstvertrauen verfügen oder b) zu diesem Zeitpunkt mit ihren Kräften ziemlich am Ende waren. Der Schütze lief an, würde er schiessen oder umlaufen? Danach tippte er den Ball an, um sich fürs Umlaufen bereit zu machen – ein wenig zu heftig allerdings, so dass der Ball nach rechts abdriftete und der Winterthurer sich nicht dazu hinreissen lassen konnte, mit schnellem Schritt den Penalty noch in ein Tor zu verwandeln (keeping cool oder losing his shit?). Die Statistik notierte also: Kein Tor! Am erstmaligen Rückstand war man also gerade noch einmal vorbeigeschrammt! Osterwalder konnte kurz darauf, man schrieb Minute 33 wieder die Führung realisieren, 7:8. Dann wurde auch noch eine Strafe gegen den HC Rychenberg gepfiffen. Nach dem ersten Versuch und Ballverlust Bäretswils konnte der Winterthurer Zürcher (hihi), genau jener Züri, die legendäre Nummer 81, allerdings jetzt mit der Tarnnummer 24 alleine auf Kuratle losziehen, dieser streckte sich so weit, dass ihm sogar die Maske vom Kopf fiel und parierte den Versuch! Nächster Anlauf also für die Bäretswiler und diesmal klappte es: Osterwalder erhöhte auf 9:7! Und es sah bald noch bunter aus. Abry zog mit Fischer auf den gegnerischen Torhüter los und hätte den Ball nur auf Fischer ablegen müssen, wollte jedoch selbst ganz cool den Torhüter vernaschen. Dies gelang nicht, stattdessen liess der folgende Konter die verdutzten Bäretswiler stehen und erzielte den Anschlusstreffer zum 8:9 (hier ist klar, wer seinen shit verlor und wer cool aussah…). Kurz darauf war es wieder der Veteranenblock der Bäretswiler, dem eine Auslösung so gar nicht gelang, und den erneuten Ausgleich zum 9:9 einstecken musste. Zur Rehabilitation jenes Blocks muss nun auch die 39. Minute erwähnt werden, in der Morf Fischer assistierte und dieser einmal mehr herrlich die Führung herstellen konnte. Und zum ebenfalls in der 39. Minute ergab sich wieder ein Powerplay für die Bäretswiler. Mit knapp 90 Sekunden zum Austoben im Mitteldrittel, liessen Ganz, Osterwalder und Rüdisühli den Ball lange zirkulieren, bevor sie die Unterzahl mit dem Treffer zum 9:11 bezwangen und sich den verdienten Pausentee gönnen konnten. Was unerwähnt blieb, sind viele Bäretswiler Abschlüsse, die nur gerade die Beine des Gegners fanden, von harmlos weit hinten abgegeben wurden und leider auch zu oft neben oder übers Tor gesetzt wurden. Ebenfalls unerwähnt, aber wichtig, dass die Winterthurer zwar nicht mehr wie junge Rehe, aber doch erstaunlich lauffreudig und hochstehend Klasse zeigten.

Das dritte Drittel war klar zugunsten der Bäretswiler angelegt: Man war kadermässig in Überzahl, führte und war guter Dinge im Cup eine Runde weiterzukommen. Entsprechend verlief auch der Start ins Drittel vielversprechend: Mit hohem Druck und Spielfreude wollten die Oberländer den Sack zumachen. In die Karten spielte ihnen eine Strafe gegen Winterthur, als Ganz hinter dem eigenen Tor gefoult wurde (lost his shit there…). So konnte selbiger Ganz in „seinem“ Powerplay in der 44. Minute auf Zuspiel von Rüdisühli auf 9:12 erhöhen. Kurz darauf war es Abry, der auf Zuspiel von Rüdisühli auf 9:13 erhöhen konnte. (immer noch Minute 44) Doch das Blut war scheinbar nicht nur bei den Eulachstädtern in Wallung geraten, auch S. Meier ging etwas zu forsch zu Sache und kassierte ebenfalls in der 44. Minute ebenfalls eine Strafe. Die Winterthurer gingen im Powerplay aufs ganze und traten ohne Torhüter 4:2 an und reüssierten damit, es stand nun 10:13, doch postwendend kam auch wieder ein Treffer Bäretswils: Osterwalder stellte mit einem wunderbaren Drehschuss die Vier-Tore-Führung wieder her. Es war in dieser Phase als Rychenberg immer cooler und Bäretswil immer shittiger spielte: Nach einer Verwirrung beim Wechseln pfiff der Schiedsrichter eine Strafe gegen Fischer wegen Stockschlags, obwohl dieser noch kaum Gelegenheit gehabt hatte seinen Stock in diesem Einsatz irgendwie einzusetzen. Rychenberg gelang der Treffer zum 11:14 nachdem die Bäretswiler einen Ticken zu lang hatten, um einen dritten Feldspieler wieder für den Torhüter auszuwechseln. In der 50. Minute dann wiederum die fast identische Verwirrung an der Bank bei einem Wechsel, ein aus der Situation folgender und unnötiger Freistoss der Winterthurer wurde schnell und ohne Setzen des Balls ausgeführt, Bäretswil schon wieder überrumpelt und es stand noch 12:14. Doch obwohl die Alumni mit einem übersichtlichen Kader angetreten waren, leisteten sie sich 10 Minuten vor Schluss einen Wechselfehler. Ganz konnte den Schuss nicht wie in üblicher Manier in ein Tor ummünzen und auch die Rychenberger ersetzten nun für den Ballbesitz im Boxplay ihren Torhüter durch einen dritten Feldspieler. Das Kunststück gelang und plötzlich stand es 13:14 und das Spiel wurde wieder sehr spannend. Das Powerplay der Bäretswiler konnte in der Restzeit keinen Erfolg mehr vorweisen, das Spiel der Bäretswiler war nun endgültig fahrig, hektisch und nervös geworden. Nur noch einzelne Spuren von Coolness konnten bezeugt werden. So Ganz als er einen zugesprochenen Penalty (Schutzraum) ohne Firlefanz in die linke untere Ecke platzierte, und später G. Meier der in einem Kraftanfall hinter dem eigenen Tor den Ball eroberte, übers Feld stürmte, in einem atemberaubenden Tempo noch einen Move einbaute und das 16. Tor für Bäretswil erzielte. Dieses gelang in der 57. Minute, kurz zuvor hatten die Bäretswiler einen Wechsel verschlafen und prompt das 14. Tor bekommen. Der HCR setzte nun definitiv auf vier Feldspieler – warum auch nicht, damit hatte man guten Erfolg gehabt – und konnte in der 18. Minute den Anschluss zum 15:16 realisieren. Die Bäretswiler waren nun komplett von allen guten Geistern verlassen: Statt den Ball zu halten, den Gegner laufen zu lassen, kurz Coach Webbers klare Anweisungen umzusetzen, nahmen sie unmögliche Abschlüsse, manövrierten sich in aussichtslose Duelle oder versuchten, kaum am Ball durch unzählige Beine hindurch das leere Tor zu erzielen. So kam es, wie es kommen musste: Rychenberg, wieder zu viert, erzielte den Ausgleich acht Sekunden vor Schluss und um ein Haar (bzw. einen Huber im Tor) noch den Siegtreffer in der regulären Spielzeit. Nun musste also die Verlängerung entscheiden.

Bäretswil verlor umgehend das Bully und musste sich wieder 3:4 wehren, auch hier war mehr Kraut und Rüben als organisiertes Boxplay, nur dank Huber kam man überhaupt noch in Ballbesitz in der Verlängerung! Nach einer Szene an der Bande (sie fiel um) überliessen die Bäretswiler in einem Anflug retrospektiv unerklärlicher Grosszügigkeit den Ball den Winterthurern (eine nicht-repräsentative Umfrage im Anschluss ergab keinen klaren Grund für diese zwar nette, aber letztlich entscheidende Geste). Die Winterthurer nahmen das Geschenk dankbar an und versenkten den Ball im folgenden Angriff cool zum letzten Mal an diesem Nachmittag im Bäretswiler Gehäuse.

Sieg HCR, hängende Köpfe bei den Bäretswilern. Nie war man hinten gewesen in diesem Spiel, aber fünf gute Minuten pro Drittel reichen gegen einen so renommierten Gegner einfach nicht zu einem Sieg. Hätte man nur etwas mehr Coolness gezeigt, würde man heute zufriedener ins Bett gehen. Herzliche Gratulation an den HCR zum erkämpften und auch verdienten Sieg!

Fürs Herren 1 geht es gleich morgen weiter zum Saisonauftakt in Elgg gegen Regensdorf und Niederwil.

(Eigentlich wäre jetzt noch ein schönes lateinisches Zitat ein runder Abschluss, aber mit dem Latein bin ich für heute – trotz sechs Jahren am Rychenberg – definitiv am Ende..)

Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, E.Meier, S.Meier; G. Meier, Osterwalder, Fischer; Abry, Morf, Rüdisühli; Weissenberger

Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Schmitter (abwesend), Gysin (Forfait), Brodbeck (Reisen), Moser (Schonen)