News
Die Resultate vom 01.10.2023
Die erste Mannschaft zeigt weiterhin starke Leistungen. Das Team unter der Leitung von Yannik Webber musste zwar den ersten Punktverlust in Kauf nehmen, trotzdem reichte es am gestrigen Sonntag für 3 Punkte. Somit grüsst das Team mit 7 Punkten aus 4 Partien weiterhin von der Tabellenspitze.
Herren I:
DT Bäretswil vs. emotion Hinwil-Tann 6:6
Wild Goose vs. DT Bäretswil 4:5
Die Resultate vom 24.09.2023
Nach dem Herren I und den A-Junioren durfte nun auch die zweite Mannschaft von DT Bäretswil in die Meisterschaft starten. Auf den Auftaktsieg gegen die „Rheintaler Büffel“ folgte eine Niederlage gegen die „Nesslauer Haie“. Anscheinend wird der Kampf an Land dem Wasser vorgezogen.
Eine starke Leistung zeigten die A-Junioren. Gegen das hoch gehandelte Eschenbach resultierte ein 4:4 Unentschieden, bevor man die Red Devils March-Höfe diskussionslos besiegen konnte.
Herren II:
DT Bäretswil vs. Buffalo Rheintal 6:3
Nesslau Sharks II vs. DT Bäretswil 7:5
A-Junioren:
UHC Eschenbach vs. DT Bäretswil 4:4
DT Bäretswil vs. Red Devils March-Höfe 9:2
Herren 1 – Aufgetaktet
Die diesjährige Ausgabe der 1. Liga KF Meisterschaft in der Gruppe zwei fand ihren Anfang in Elgg, in der frühen Neuzeit bekannt als Gerichtsherrschaft mit dazugehörigem Schloss, unter den Unihockeyspielern eher in Erinnerung wegen einer eher schwachen Infrastruktur. Doch hier wurden die Spieler des DTB gleich bei der Ankunft kurz vor 9 Uhr überrascht: Alle fanden auf Anhieb einen Parkplatz, was wohl dem Umstand geschuldet war, dass man für das zweite Spiel aufgeboten worden war und – das löste fast ekstaseartige Euphoriebekundungen aus – wer B sagt, hat irgendwann mal A gesagt! Denn nebst der Spielhalle, der so beschrifteten „Turnhalle B“, war die entsprechende Turnhalle A heute als Einspielhalle vorgesehen. Dieses kleine aber feine Schmuckstück liess sich dank vorbildlich aufgehängtem Kroki über zwei Wege innerhalb von zwei Minuten erreichen. Und da das Wetter sich von seiner sommerlichsten Frühherbstseite zeigte, lustwandelte man also liebend gerne zwischen Garderobe, Einspielhalle und Spielfeld. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Einspielhalle (die, so wurde mir versichert, eigentlich zum Standard bei Heimturnieren in Elgg gehört und nur letztes Mal unerklärlicherweise nicht reserviert worden war) und des schönen Wetters war, dass sich die Menschenmengen besser verteilten und man sich nicht mehr über alle drei Stöcke der Turnhalle B durch schwitzende Spieler und eilende Zuschauende zwängen musste. Über den Rest der Infrastruktur nur folgende zwei Bemerkungen. Erstens: Wer sich an fehlenden Parkplätzen stört, kann gerne mit dem Zug anreisen, Schmitter hat dies für die Bäretswiler getestet, es geht, denn Elgg ist wunderbar an die S35 angeschlossen (den anderen Bäretswilern blieb wegen der gesperrten Tösstalstrecke leider nur der Griff zum Auto).
Zweitens: Können wir den UHC Elgg wirklich für die Kommunalpolitik der vergangenen 15 Jahre verantwortlich machen? Hat der Verein sich etwa eine kleine Enge Halle mit nur zwei Garderoben gewünscht? Eben! Glücklich, die eine grosszügige Halle ihr eigen nennen können, und selig, wer diese auch mit weniger glückhaften Vereinen teilt!
Als erste Partie stand um 9.55 Uhr das Rencontre mit Regensdorf auf dem Programm. Ein Gegner, den man schlagen konnte, der einem aber auch schon empfindliche Niederlagen zugefügt hatte und physisch und läuferisch sicher auf sehr gutem Niveau verkehrt. Nach der Cupniederlage vom Vortag war es für die Bäretswiler aber doch ein Vorteil, dass auch Regensdorf am Vorabend im Bernbiet seine Cupbegegnung hatte. Diese verlief zwar durchaus zugunsten der Wehntaler, sie waren jedoch entsprechend erst sehr spät wieder zuhause und physisch sicherlich weniger erholt als die Bäretswiler.
Kurz nach Spielstart zeigte Bäretswil, dass sie sich auch mental einigermassen erholt hatten, als Gysin in der zweiten Minute nach einem Freistoss das 1:0 erzielte. Da Regensdorf aber beim Sieg am Vorabend sicher genug Selbstvertrauen getankt hatte, vermochten sie es Mal und Mal, besonders in der Startphase, die Bäretswiler im Aufbau einzuschüchtern und zu Fehlern zu zwingen. Die daraus entstehenden Chancen vermochten sie jeweils nur knapp nicht zu verwerten. Ähnlich knapp, mit nur Kuratle, der das Tor zu verhindern vermochte, begann ein Bäretswiler Powerplay. Im anschliessenden erneuten Aufbau der Überzahl gelang aber das Kunststück: Der Ball gelang von Osterwalder über S. Meier zu Ganz, der noch einschieben musste und auf 2:0 erhöhte. Nicht lange ging es und auch der UHCWR konnte in Überzahl agieren: Moser hatte bei einem Freistoss zu wenig Abstand gehalten (dass er das anders sah, gab er dem Schiedsrichter ohne ein Wort mit einer lebhaften Mimik zu verstehen). Im Boxplay agierte Bäretswil dann aber so geschickt, dass bei einem Gegenstoss ein Penalty gepfiffen wurde. Wie am Cupspiel trat wieder Ganz an. Der Regensdorfer Torhüter trat jedoch selbstbewusst an, kam weit heraus, zwang Ganz von seinem ursprünglichen Plan abzukommen und nach rechts zu ziehen, wo er den Ball schliesslich ungefährlich machen konnte. Es stand also weiterhin 2:0 und Regensdorf durfte in Überzahl spielen. Noch während der Unterzahl verschanzte sich G. Meier mit dem Ball in der gegnerischen Ecke, während er von zwei Gegnern vom Ball getrennt wurde, erwischte er den Stock des Gegners etwas unglücklich, was zu seiner Ausweisung und somit einer weiteren Strafe gegen Bäretswil führte (G. Meier freilich weiss, dass er nicht geschlagen hat, ja dass er überhaupt sich hätte in Luft auflösen müssen, um diese Strafe nicht zu kassieren, man bilde sich seine eigene Meinung). Der Ball konnte im Boxplay jedoch bald wieder in die eigenen Reihen gebracht werden und dank zugesprochenen Freistosses ersetzte Bäretswil Torhüter Kuratle durch einen dritten Feldspieler. Diese drei liessen den Ball nun laufen, tanzten übers Feld, es war eine Augenweide. Ganz wurde dabei etwas übermütig und wieselte in so engem Bogen mit dem Ball ums eigene Tor, dass er dabei wohl mit einem Fuss kurz den Schutzraum berührte. Der Schiedsrichter reagierte sofort und pfiff Freistoss für die Regensdorfer. Diese setzten auch ziemlich bald an, während die Bäretswiler noch etwas verdutzt ob dem Pfiff gegen sie waren. Doch irgendwie gelang es dem Boxplay – nun wieder zu zweit – beide Strafen schadlos zu überstehen. Ganz am Ende des Regensdorfer Powerplays kam der Ball zu Torhüter Kuratle, der den eben von der Strafbank kommenden G. Meier lancieren wollte. der letzte Stock der Regensdorfer konnte den Auswurf aber ganz knapp noch abfangen und ein Gegenstoss wurde lanciert. Doch die Bäretswiler hatten wieder blitzschnell umgeschaltet, brachten den Ball in die eigenen Reihen und nur wenige Sekunden später spedierte S. Meier den Ball zum 3:0 in die Maschen. Mit nur wenigen Augenblicken, die in der ersten Halbzeit zu spielen waren, wurde Bäretswil erneut ein Penalty zugesprochen. Wieder trat Ganz an, scheiterte aber wiederum am hervorragenden Regensdorfer Schlussmann, der den Ball dieses Mal links unten abblocken konnte. Mit dem komfortablen Vorsprung von 3:0 ging es in die Pause, ein Resultat, das das Geschehen auf dem Spielfeld allerdings etwas einseitiger aussehen liess, als es tatsächlich war.
Nach der Pause wurde das Spiel zunehmends körperlicher geführt, doch wieder war es der DTB, der jubelte. Ganz fand S. Meier quer übers Feld und dieser erzielte das 4:0. Nun wähnte sich Bäretswil etwas in Sicherheit, eigene Fehler im Aufbau sorgten regelmässig für gefährliche Situationen, doch Regensdorf bekundete sichtlich Mühe im Abschluss, oft war der Schuss nur ein Schatten der Kraft, die in den gestählten Wehntaler Oberarmen lauern muss. Doch irgendwann gelang es halt dann doch. In einer hektischen Phase vor dem Bäretswiler Tor stimmte die Zuteilung nicht mehr zu 100%, die Defensive war einen entscheidenden Schritt zu spät und Regensdorf konnte mit einem Drehschuss seinen ersten Treffer bejubeln. 4:1, zwölf Minuten vor Schluss. Bäretswil musste nun noch einmal alle Kräfte bündeln. Bei den älteren Spielern kamen Reminiszenzen an ein Spiel gegen Regensdorf von 2015 auf: Damals hatte man ebenfalls vermeintlich alles im Griff, und am Ende stieg man mit einer Niederlage ab. Doch nicht heute! Osterwalder erzielte in Wembley Manier das 5:1 und auch defensiv stieg die Bäretswiler Opferbereitschaft deutlich, es wurde geblockt und gerannt. Mit dem Time-out in der 13. Minute läutete Regensdorf die Schlussphase ein und versuchte mit 4 Feldspielern das Spiel noch zu wenden. Doch eine aggressives Spiel 3 gegen 4 liess kaum einen Abschluss zu und Regensdorf musste das Spiel von weit hinten aufziehen. Und wieder konnte Osterwalder jubeln.
Am Ende stand es 7:1 für die Bäretswiler, obwohl das Spielsekretariat nur 6 Tore auf die Tafel gebracht hatte (übrigens auch Huber, der für die Notizen dieses Spiels steht, eine herzliche Entschuldigung an den Schützen des siebten Tores, der hier nun namentlich unerwähnt bleiben muss). Die ersten zwei Punkte der Saison sind gesichert und dies gegen einen Gegner, der sicherlich zu den direkten Konkurrenten im von den Bäretswilern erwarteten Mittelfeld zählt (wobei es diese Saison gefühlt nur eine Elite und ein Mittelfeld gibt…)
Das zweite Spiel des Tages war wie schon gegen Regensdorf gegen einen wohlbekannten Gegner, gegen den man schon alle möglichen Resultate erzielen konnte, grandiose Siege, knappe Unentschieden, schmerzliche Niederlagen. Niederwil hatte zwar nur zwei Brüder und nicht deren drei wie die Bäretswiler, aber man wusste um die Athletik des Teams, die Laufbereitschaft und die satten Schüsse. Und tatsächlich: Schon in der zweiten Minute jubelte Niederwil nach einem Freistoss das erste Mal. Doch nur ein Bully und einen Energieanfall von E.Meier später war der Gleichstand wiederhergestellt, anschliessend behielt der DTB den Ball viel in den eigenen Reihen und kotrollierte das Spielgeschehen weitgehend. Doch durch den Ballbesitz und den versuchten Aufbau von hinter dem gegnerischen Tor konnte sich Niederwil gut einigeln und die Bäretswiler agierten in der Folge doch eher zahnlos und ungefährlich, wohl auch etwas unkreativ und statisch. In der siebten Minute wurde eine Strafe gegen Gysin gepfiffen, was zu einer Verlagerung des Spielgeschehens in die Bäretswiler Zone führte. Huber war jedoch auch in Überzahl nicht zu bezwingen und beide Teams gaben weiterhin alles, konnten jedoch den Status Quo nicht überwinden. In der 15. Minute wurde dann Ganz sehr hart zu Boden gebracht, jedoch ohne Konsequenz, dem Niederwiler Fairplay ist es zu verdanken, dass das Spiel schliesslich noch unterbrochen wurde. Nur eine Minute später wollten die Bäretswiler den Führungstreffer dann etwas zu fest, in der Bewegung nach vorne liess man den vordersten Niederwiler zurück, der beim Gegenstoss schnell und sicher das 2:1 erzielte. Nun war Bäretswil das erste Mal seit über 100 Spielminuten im Rückstand (trotz Cupniederlage!), doch Nervosität kam keine auf, man war weiterhin regelmässig am Drücker, defensiv aufopferungsvoll und Huber hinten ein sicherer Wert.
In der Pause wurde entsprechend noch einmal an die Werte des Teams erinnert und daran, dass das Spiel noch zu holen sei, wenn man sich denn auch brav an Coach Webbers Anweisungen halte! Und Coach Webber behielt recht: In der 23. Minute stand G.Meier nach einem Freistoss vor dem Tor goldrichtig und müllte den Ball mit vollem Einsatz über die Linie (G. Meier, der Mann fürs Grobe!) , der Gleichstand war hergestellt! Und nur zwei Minuten später zielte Captain Osterwalder nach einem Freistoss in die untere rechte Ecke und sein Drehschuss fand das anvisierte Ziel zum 3:2. Wer glaubt, Niederwil sei in dieser Zeit passiv gewesen täuscht sich: Immer wieder stürmten auch die Ostschweizer an und vermochten mehr als einmal ein Schlupfloch zu finden, doch Huber war immer zur Stelle und streckte sich bisweilen auf 2 Meter um auch die gefährlichste 1:0 Situation zu entschärfen! In der 29. Minute dann ein Powerplay für Bäretswil. In diesem konnte – wie so oft dieses Wochenende – Ganz auf Zuspiel von Osterwalder einen Treffer bejubeln. Es stand nun 4:2 für Bäretswil! Und in der 36. Minute ein weiteres Powerplay für Bäretswil. Statt nun auf ein schnelles Tor zu drücken, liess man den Ball nun zirkulieren und die Zeit kontrolliert verstreichen. Erst 30 Sekunden vor Ablauf der Strafe wurde der Druck erhöht und eine Sekunde vor Ablauf schoss Osterwalder aus der Mittelposition hoch in die Maschen. 5:2. Keine Frage, dass Niederwil für die verbleibenden fast drei Minuten nun alles auf eine Karte und einen vierten Feldspieler setzte. Doch die Bäretswiler warfen noch ein letztes Mal die verbleibende Energie in die Waagschale und hielten dem Ansturm Mal für Mal stand. Sieben Sekunden vor Schluss fand S. Meier dann noch mit einem weiten Ball Moser, der das Schlussresultat von 6:2 realisierte.
Bäretswil grüsst damit nach der für solche Zwecke unrepräsentativen ersten Runde von der Tabellenspitze, die Favoriten wie Gossau und Cazis sind bereits ein erstes Mal gestrauchelt. Alles deutet also daraufhin, dass die diesjährige Saison wird, wie ein erstes Turnier in Elgg: Eng und überraschend!
Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, Moser, S.Meier; G. Meier, Osterwalder,Weissenberger; Fischer, Gysin, E.Meier; Schmitter
Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Brodbeck (Reisen),
Die Resultate vom 10.09.2023
Die erste Meisterschaftsrunde hatte es in sich. Das Herren I musste keine 24h nach dem sehr ärgerlichen und unglücklichen Out im Cup gleich wieder ran. Doch die Mannschaft zeigte Charakter und grüsst nach der ersten Runde mit vier Punkten von der Tabellenspitze!
Auch für die A-Junioren gab es einen Charaktertest. Nachdem man im ersten Spiel gegen Cevi Gossau auf verlorenem Posten stand und klar verlor, holte sich das junge Team im zweiten Spiel die ersten zwei Punkte.
Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Saisonstart! Wir freuen uns auf mehr!
Herren I:
DT Bäretswil vs. UHC Wehntal Regensdorf 7:1
UHC F.P. Niederwil vs. DT Bäretswil 2:6
A-Junioren:
UHCevi Gossau vs. DT Bäretswil 13:1
DT Bäretswil vs. Greenlight Richterswil 6:4
Herren 1 – Lost our shit/ kept their cool
Eigentlich hatte ich diesen Beitrag ja Sic transit gloria mundis, ja sogar rychenbergae, nennen wollen und dann eine altkluge Anekdote über die Gründung des HC Rychenbergs und dessen Alumnimannschaft, die heute antrat, sowie die Tatsache, dass ich ja selbst Alumnus der prestigeträchtigen Kantonsschule am Rychenberg (der wohl in anderen Gemeinden Bonzenhügel heissen würde) bin, immerhin das beste Gymnasium der Schweiz oder in den Worten eines bedeutenden Judaistikers „eine Eliteschule“, ferner wäre dann noch eingeflossen, dass man auch Rychenberg seit diesem Sommer 45 Minutenlektionen hat und nicht mehr 40 minütige, wie es seit 119 Jahren Tradition war („wer schneller kapiert, braucht halt weniger Zeit“). Leider kann der Text aufgrund des Spielverlaufs und -ausganges nun nicht so geschrieben werden. Ich musste den doch sehr profanen Titel wählen, der klingt, als würde ein 14-jähriger sein erstes Rapalbum herausgeben, nachdem er seit zwei Monaten seine Netflixserien auf Englisch schaut. Sollte ich also doch nicht in Bälde für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen werden, trägt mein Team, das nicht so spielt, wie ich gerne schreiben würde, die Schuld daran.
Das Spiel gegen die Alumnimannschaft des HC Rychenbergs, das ausnahmslos aus grossen Namen besteht (O-Ton Webber: Wenn man die googlet, gibt es einem immer einen Treffer) stand eigentlich unter einem guten Stern: Die Eulachstädter mussten auf einen grossen Teil des Kaders verzichten und empfingen die Oberländer mit fünf Feldspielern und einem Torhüter. Schon die ersten zwei Minuten des Spiels liessen erahnen, in welche Bahnen das Spiel gelenkt werden könnte: Bäretswil fing zwar mit Ballbesitz und viel Laufarbeit an und setzte die Winterthurer auch gleich unter Druck, doch wenn diese in Ballbesitz kamen, wurde es binnen Sekundenbruchteilen brandgefährlich. Die Jahre auf dem nationalen und internationalen Parkett waren an den Rychenberger Körpern gut gereift! Nach einem hektischen Anfang durfte aber Bäretswil zuerst jubeln. Fischer bediente Captain Osterwalder und dieser liess sich nicht lange bitten. 0:1 Nach nur etwas mehr als zwei Minuten. Nun zeigten aber auch die Rychenberger mehr und mehr, was in ihnen steckte und behielten den Ball lange kontrolliert in ihren Reihen und konnten auch immer wieder Nadelstiche in Form von Abschlüssen aufs Bäretswiler Tor setzen. Diese Schüsse hatten es insgesamt in sich, nur selten flog ein Ball am Tor vorbei, fast immer musste Huber beherzt eingreifen und die Bäretswiler Defensive hatte alle Hände voll zu tun. Erst in der achten Minute dann wieder ein Lebenszeichen der Bäretswiler: S. Meier konnte in Ballbesitz wie der Blitz vors Tor laufen, war jedoch in einem etwas spitzen Winkel, um optimal abschliessen zu können. Da er jedoch überraschend lange etwas zu unbehelligt studieren konnte, was als nächstes zu tun wäre, bot sich Bruder E. Meier – ebenfalls völlig unbeeinträchtigt – vor dem Tor an und schloss wie der Blitz ab. 2:0 für die Bäretswiler, und in den meisten Köpfen machte sich eine gewisse Zufriedenheit breit Falls Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, schon den einen oder anderen Spielbericht gelesen haben, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Zufriedenheit war und ist ein gutes Zeichen, zumindest nicht zu Beginn eines Bäretswiler Spiels! Und so zeigten die Winterthurer nur knappe drei Minuten später, dass sie nicht nur gewillt, sondern durchaus auch fähig waren, Tore zu schiessen. Zwar konnte Huber den ersten Abschluss noch an den Pfosten lenken, doch von dort sprang der Ball wieder an eine Rychenberger Schaufel und der Anschlusstreffer zum 1:2 war realisiert. Ernüchtert von der Trunkenheit der Selbstgefälligkeit reagierten die Bäretswiler auf dem Fuss: Morf spielte auf Abry, der den Ball mit einem ansatzlosen Schuss von aussen rechts (sein Markenzeichen) zum 3:1 ins Tor spedierte. Und es kam noch dicker: In der 13. Minute wurde die erste Strafe des Spiels gegen den HC Rychenberg gesprochen. Nach einem erfolglosen Versuch, luchste sich Rüdisühli den Ball zurück, stand alleine vor dem Torhüter und erzielte mit einem zugegeben etwas aussergewöhnlichen Powerplaytor den Treffer zum 4:1. Es lief bereits das letzte Viertel des ersten Drittels, als auch Rychenberg wieder auf einen Treffer drückte, gleich zweimal konnte Huber das Unternehmen vereiteln, als die Bäretswiler Verteidigung bereits ausgetanzt worden war. Wie wir aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung wissen (KS Rychenberg, Jahr 6, bei Herrn B.) steigt die Probabilität ein Tor bei n Versuchen zu erzielen markant, wenn n möglichst gross ist. So kam es auch: Der HC Rychenberg drückte und drückte und in der 19. Minute konnte dann nach einem Pass auf der Linie der zweite Treffer des Tages bejubelt werden. Und – auch das mit mathematischen Modellen durchaus belegbar – nur zwei Sekunden vor Drittelsende gelang sogar der Anschlusstreffer zum 4:3, nach einem wunderbaren Solo rund ums Tor und einem Abschluss wie aus dem Bilderbuch. Somit war noch nichts entschieden an diesem Samstagmittag und das Spiel noch völlig offen.
Das zweite Drittel begann dann mit einem Paukenschlag von G. Ganz, der das ganze Drittel für Aufsehen sorgen würde. In der 22. Minute traf er von links ins weite Eck. Davon inspiriert spielten sich Weissenberger, Osterwalder und G. Meier mit einem Offensivfurioso in die Herzen der Zuschauenden. Defensiv stand es bei den Bäretswilern zeitenweise leider jedoch eher desaströs, einen Freistoss konnten die Rychenberger zum 4:5 Anschlusstreffer ausnutzen! In der 26. Minute dann die erste Strafe gegen Bäretswils E. Meier wegen Haltens. Würde der Ausgleich fallen? Tatsächlich zogen die Winterthurer ein sorgfältiges Powerplay auf und kamen zu einem sehr guten Abschluss, der jedoch an Kuratles Hand landete. Kurz darauf spedierten die Überzähligen (nein so sagt man denen im Powerplay glaub doch nicht, oder?), also die vom HC Rychenberg, den Ball ins Aus. Bäretswil nutzte den nun gewonnenen Ballbesitz samt Freistoss zu einem Wechsel auf drei Feldspieler. Und nur kurz darauf fasste sich Fischer ein Herz und erzielte im formellen Boxplay den Shorthander zum 4:6. Praktisch im Gegenzug fiel dann aber auch der erwartete Powerplaytreffer der Gastgeber, Bäretswils Box hatte die Mitte etwas sträflich offen gelassen, genau dort kam der Pass jetzt aber durch und musste nur noch zum erneuten Anschluss eingenetzt werden: 5:6. Etwa die Hälfte des Spiels war nun verstrichen, das machte sich einerseits durch eine erhöhte physische Präsenz in Bandennähe bemerkbar, andererseits aber auch durch den Aufbau des Grossfeldes und das Eintrudeln von Winterthurer und Thurgauer Junioren (ja genau liebe Restschweiz: Hinter Winterthur geht die Schweiz noch weiter und der wunderschöne Kanton Thurgau bildet dann mit St. Gallen und den beiden Appenzell eine eigene Ostschweiz). Hier sah man auch: Dem HC Rychenberg scheint es also doch möglich zu sein, Heimspiele zu organisieren, bei denen die Zuschauer nicht die Halskehre bekommen, weil sich die Tribüne quasi parallel zum Feld befindet, schade konnten die Kleinfeldenthusiastinnen und – enthusiasten mit ihren -enthusiastchen davon nicht profitieren! Doch ich verliere mich… Spielhälfte also (dachten wir!) und immer noch eine knappe Kiste. Dann stellte Bäretswil halt wieder Ganz aufs Feld: Pass auf E. Meier, Tor, Zwei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt. Doch die Winterthurer hatten sich lernfähig gezeigt! Die Bäretswiler Defensive zeigte sich zuweilen von der technischen Klasse und Flinkheit der Alumni überfordert und wurde vielleicht auch ein wenig verängstigt. Diese Furcht zeigte sich nicht zuletzt in einem etwas hilflosen Anstechen oder einer Unentschlossenheit beim Blocken. Innert kürzester Zeit konnte Rychenberg so die Treffer zum 6:7 und zum 7:7 Ausgleich bejubeln, jeweils mit einem schnellen, platzierten Drehschuss. Und weil sie grad so in Fahrt waren, bekamen sie auch noch einen Penalty zugesprochen (hier lasse ich mal eine scheue Kritik am Schiedsrichter durchschimmern, wenn der Pfiff zum Penalty erst auf entsprechende Anfrage kommt, gibt das der Entscheidung schon einen fahlen Beigeschmack). Beim Penalty zeigte sich dann aber, dass die Winterthurer a) entweder über ein nicht zu überbietendes Selbstvertrauen verfügen oder b) zu diesem Zeitpunkt mit ihren Kräften ziemlich am Ende waren. Der Schütze lief an, würde er schiessen oder umlaufen? Danach tippte er den Ball an, um sich fürs Umlaufen bereit zu machen – ein wenig zu heftig allerdings, so dass der Ball nach rechts abdriftete und der Winterthurer sich nicht dazu hinreissen lassen konnte, mit schnellem Schritt den Penalty noch in ein Tor zu verwandeln (keeping cool oder losing his shit?). Die Statistik notierte also: Kein Tor! Am erstmaligen Rückstand war man also gerade noch einmal vorbeigeschrammt! Osterwalder konnte kurz darauf, man schrieb Minute 33 wieder die Führung realisieren, 7:8. Dann wurde auch noch eine Strafe gegen den HC Rychenberg gepfiffen. Nach dem ersten Versuch und Ballverlust Bäretswils konnte der Winterthurer Zürcher (hihi), genau jener Züri, die legendäre Nummer 81, allerdings jetzt mit der Tarnnummer 24 alleine auf Kuratle losziehen, dieser streckte sich so weit, dass ihm sogar die Maske vom Kopf fiel und parierte den Versuch! Nächster Anlauf also für die Bäretswiler und diesmal klappte es: Osterwalder erhöhte auf 9:7! Und es sah bald noch bunter aus. Abry zog mit Fischer auf den gegnerischen Torhüter los und hätte den Ball nur auf Fischer ablegen müssen, wollte jedoch selbst ganz cool den Torhüter vernaschen. Dies gelang nicht, stattdessen liess der folgende Konter die verdutzten Bäretswiler stehen und erzielte den Anschlusstreffer zum 8:9 (hier ist klar, wer seinen shit verlor und wer cool aussah…). Kurz darauf war es wieder der Veteranenblock der Bäretswiler, dem eine Auslösung so gar nicht gelang, und den erneuten Ausgleich zum 9:9 einstecken musste. Zur Rehabilitation jenes Blocks muss nun auch die 39. Minute erwähnt werden, in der Morf Fischer assistierte und dieser einmal mehr herrlich die Führung herstellen konnte. Und zum ebenfalls in der 39. Minute ergab sich wieder ein Powerplay für die Bäretswiler. Mit knapp 90 Sekunden zum Austoben im Mitteldrittel, liessen Ganz, Osterwalder und Rüdisühli den Ball lange zirkulieren, bevor sie die Unterzahl mit dem Treffer zum 9:11 bezwangen und sich den verdienten Pausentee gönnen konnten. Was unerwähnt blieb, sind viele Bäretswiler Abschlüsse, die nur gerade die Beine des Gegners fanden, von harmlos weit hinten abgegeben wurden und leider auch zu oft neben oder übers Tor gesetzt wurden. Ebenfalls unerwähnt, aber wichtig, dass die Winterthurer zwar nicht mehr wie junge Rehe, aber doch erstaunlich lauffreudig und hochstehend Klasse zeigten.
Das dritte Drittel war klar zugunsten der Bäretswiler angelegt: Man war kadermässig in Überzahl, führte und war guter Dinge im Cup eine Runde weiterzukommen. Entsprechend verlief auch der Start ins Drittel vielversprechend: Mit hohem Druck und Spielfreude wollten die Oberländer den Sack zumachen. In die Karten spielte ihnen eine Strafe gegen Winterthur, als Ganz hinter dem eigenen Tor gefoult wurde (lost his shit there…). So konnte selbiger Ganz in „seinem“ Powerplay in der 44. Minute auf Zuspiel von Rüdisühli auf 9:12 erhöhen. Kurz darauf war es Abry, der auf Zuspiel von Rüdisühli auf 9:13 erhöhen konnte. (immer noch Minute 44) Doch das Blut war scheinbar nicht nur bei den Eulachstädtern in Wallung geraten, auch S. Meier ging etwas zu forsch zu Sache und kassierte ebenfalls in der 44. Minute ebenfalls eine Strafe. Die Winterthurer gingen im Powerplay aufs ganze und traten ohne Torhüter 4:2 an und reüssierten damit, es stand nun 10:13, doch postwendend kam auch wieder ein Treffer Bäretswils: Osterwalder stellte mit einem wunderbaren Drehschuss die Vier-Tore-Führung wieder her. Es war in dieser Phase als Rychenberg immer cooler und Bäretswil immer shittiger spielte: Nach einer Verwirrung beim Wechseln pfiff der Schiedsrichter eine Strafe gegen Fischer wegen Stockschlags, obwohl dieser noch kaum Gelegenheit gehabt hatte seinen Stock in diesem Einsatz irgendwie einzusetzen. Rychenberg gelang der Treffer zum 11:14 nachdem die Bäretswiler einen Ticken zu lang hatten, um einen dritten Feldspieler wieder für den Torhüter auszuwechseln. In der 50. Minute dann wiederum die fast identische Verwirrung an der Bank bei einem Wechsel, ein aus der Situation folgender und unnötiger Freistoss der Winterthurer wurde schnell und ohne Setzen des Balls ausgeführt, Bäretswil schon wieder überrumpelt und es stand noch 12:14. Doch obwohl die Alumni mit einem übersichtlichen Kader angetreten waren, leisteten sie sich 10 Minuten vor Schluss einen Wechselfehler. Ganz konnte den Schuss nicht wie in üblicher Manier in ein Tor ummünzen und auch die Rychenberger ersetzten nun für den Ballbesitz im Boxplay ihren Torhüter durch einen dritten Feldspieler. Das Kunststück gelang und plötzlich stand es 13:14 und das Spiel wurde wieder sehr spannend. Das Powerplay der Bäretswiler konnte in der Restzeit keinen Erfolg mehr vorweisen, das Spiel der Bäretswiler war nun endgültig fahrig, hektisch und nervös geworden. Nur noch einzelne Spuren von Coolness konnten bezeugt werden. So Ganz als er einen zugesprochenen Penalty (Schutzraum) ohne Firlefanz in die linke untere Ecke platzierte, und später G. Meier der in einem Kraftanfall hinter dem eigenen Tor den Ball eroberte, übers Feld stürmte, in einem atemberaubenden Tempo noch einen Move einbaute und das 16. Tor für Bäretswil erzielte. Dieses gelang in der 57. Minute, kurz zuvor hatten die Bäretswiler einen Wechsel verschlafen und prompt das 14. Tor bekommen. Der HCR setzte nun definitiv auf vier Feldspieler – warum auch nicht, damit hatte man guten Erfolg gehabt – und konnte in der 18. Minute den Anschluss zum 15:16 realisieren. Die Bäretswiler waren nun komplett von allen guten Geistern verlassen: Statt den Ball zu halten, den Gegner laufen zu lassen, kurz Coach Webbers klare Anweisungen umzusetzen, nahmen sie unmögliche Abschlüsse, manövrierten sich in aussichtslose Duelle oder versuchten, kaum am Ball durch unzählige Beine hindurch das leere Tor zu erzielen. So kam es, wie es kommen musste: Rychenberg, wieder zu viert, erzielte den Ausgleich acht Sekunden vor Schluss und um ein Haar (bzw. einen Huber im Tor) noch den Siegtreffer in der regulären Spielzeit. Nun musste also die Verlängerung entscheiden.
Bäretswil verlor umgehend das Bully und musste sich wieder 3:4 wehren, auch hier war mehr Kraut und Rüben als organisiertes Boxplay, nur dank Huber kam man überhaupt noch in Ballbesitz in der Verlängerung! Nach einer Szene an der Bande (sie fiel um) überliessen die Bäretswiler in einem Anflug retrospektiv unerklärlicher Grosszügigkeit den Ball den Winterthurern (eine nicht-repräsentative Umfrage im Anschluss ergab keinen klaren Grund für diese zwar nette, aber letztlich entscheidende Geste). Die Winterthurer nahmen das Geschenk dankbar an und versenkten den Ball im folgenden Angriff cool zum letzten Mal an diesem Nachmittag im Bäretswiler Gehäuse.
Sieg HCR, hängende Köpfe bei den Bäretswilern. Nie war man hinten gewesen in diesem Spiel, aber fünf gute Minuten pro Drittel reichen gegen einen so renommierten Gegner einfach nicht zu einem Sieg. Hätte man nur etwas mehr Coolness gezeigt, würde man heute zufriedener ins Bett gehen. Herzliche Gratulation an den HCR zum erkämpften und auch verdienten Sieg!
Fürs Herren 1 geht es gleich morgen weiter zum Saisonauftakt in Elgg gegen Regensdorf und Niederwil.
(Eigentlich wäre jetzt noch ein schönes lateinisches Zitat ein runder Abschluss, aber mit dem Latein bin ich für heute – trotz sechs Jahren am Rychenberg – definitiv am Ende..)
Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, E.Meier, S.Meier; G. Meier, Osterwalder, Fischer; Abry, Morf, Rüdisühli; Weissenberger
Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Schmitter (abwesend), Gysin (Forfait), Brodbeck (Reisen), Moser (Schonen)
Saisonausblick Herren 2
Die erste Saison nach Wiederaufstieg in die dritte Liga des Kleinfeld-Unihockeys war von Hochs und Tiefs geprägt. Das Mindestziels des Klassenerhalts konnte in der durchzogenen Saison erfüllt werden, jedoch hatte die Akklimatisierung an die dritte Liga viel Zeit und Kraft gekostet, weshalb die Erfolgserlebnisse hart erarbeitet werden mussten und nur gelegentlich geschaffen werden konnten.
Dank dem Klassenerhalt darf sich die zweite Herrenmannschaft des DT Bäretswils nun eine weitere Saison in der dritten Liga beweisen. Da keine dritte Herrenmannschaft für die neue Saison angemeldet wurde, erhält das Herren-II-Team einerseits Verstärkung und muss sich aber andererseits auch neu orientieren, um sich in der dritten Liga festsetzen zu können. Durch die vielen Veränderungen im Kader steht die spielerische und individuelle Weiterentwicklung im Vordergrund. Durch die Integration der A-Junioren ins Mannschaftstraining erhält auch die Förderung der Junioren einen zentralen Stellenwert.
Wie bereits in den Vorsaisons möchte das Team die defensive Stabilität weiter ausbauen. Durch die Kadererweiterungen bestehen auch neue Möglichkeiten, offensiv kreative Chancen zu kreieren und flexible Blockformationen zu bilden. Wo das Herren II am Ende der Saison stehen wird, ist schwer einzuschätzen. Der Saisonstart hat aufgezeigt, dass das Team in der dritten Liga mithalten kann und sich nicht verstecken muss. Sollte sich das Team wie geplant entwickeln und das Potenzial abrufen können sowie von Verletzungen verschont bleiben, sollte sich die Mannschaft im oberen Mittelfeld festsetzen können. Doch in erster Linie soll es darum gehen, die Gemeinschaft zu pflegen und die Freude am Sport zu zelebrieren!
Saisonausblick A-Junioren
Nach zwei Jahren Unterbruch kann DT Bäretswil wieder mit einer schlagkräftigen A-Junioren-Mannschaft antreten. Das Kader ist zwar nicht allzu breit und noch sehr jung. Trotzdem erhofft man sich, um die vorderen Plätze mitzuspielen.
Ein breit abgestützter Trainerstaff wird dafür sorgen, dass ein reibungsloser Trainingsbetrieb auf gutem Niveau gewährleistet wird. Insgesamt ist aber – wie jedes Jahr – eine Prognose bei den A-Junioren besonders schwierig. Mit UHCevi Gossau, emotion Hinwil, UHC Eschenbach oder auch Unihockey Tösstal sind gleich vier Vereine in der Gruppe vertreten, welche sich in der Vergangenheit einen Namen für gute Nachwuchsförderung gemacht haben. Man darf also gespannt sein, wohin es reicht. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Das Potenzial ausschöpfen und mit viel Freude und Motivation als Team auftreten, das ist das primäre Ziel für diese Saison. Gespickt mit den taktischen Finessen vom Trainerstaff kann sicherlich die eine oder andere Überraschung geschafft werden.
Titelverteidigung am Surseecup!
Bäretswil kann den Titel am Surseecup erfolgreich verteidigen. Das Vorbereitungsturnier fürs Kleinfeldunihockey hat eine lange Tradition und wurde bereits zum 32. Mal durchgeführt. Obwohl das Turnier auch schon stärker und mit mehr 1.Liga-Teams besetzt war, musste man sich den „grossen Kübel“ hart erkämpfen! Herzliche Gratulation an unser Fanionteam!

Herren 1 – Geh aus mein Herz…
…und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit, so lautet der Anfang eines Lieds von Paul Gerhart. Inwiefern die Temperaturen 1653 schon quasi gewohnheitsmässig die 30°C Grenze knackten kann hier mangels klimahistorischen Wissens nicht erörtert werden, für die Cup-Equipe des DT Bäretswil galt es aber bei Höchsttemperaturen die diesjährige Cup Ausgabe zu eröffnen, dass dabei nicht nur das Herz, sondern auch alle anderen Innereien fast ausschmolzen, war nur schwer zu vermeiden. Zudem wurden heute auch erstmals die neuen Trikots präsentiert, so kann man weitersingen „die Bäretswiler und der Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide“, doch nun genug der barocken Kirchenmusik!
Der Weg führte nach Andelfingen zu den Wild Pigs (und ich dachte immer das heisse Boar), wo der oder die ortsunkundige Automobilist bzw. -mobilistin schon am Dorfeingang auf das nachmittägliche Rencontre hingewiesen wurde. Tatsächlich bevorzugten dann auch 58 Zuschauende die geräumige, helle, aber trotz allen Massnahmen heisse Halle einem abkühlenden Bad in der Thur. Die Wild Pigs, eine aufstrebende und ambitionierte 3. Liga Mannschaft, hatte im Cup bereits Stäfa sehr deutlich und die Glattal Falcons in der Verlängerung bezwungen. Den Spielern des DTB war bewusst, dass jegliche Überheblichkeit fehl am Platz sein würde und neben Mastermind Yannik Webber an der Bande reiste man auch mit einem vollen Kader, sowie einer Hand voll Fans an.
Die Partie wurde um 14.00 Uhr angepfiffen und der Ball gelang sofort in Besitz der gastierenden Bäretswiler. Und schon in der ersten Minute fiel dann auch das erste Tor. G. Ganz spielte auf S. Meier, dieser liess seine Technik aufblitzen, schlängelte den Ball zwischen zwei Gegnern durch und traf oben rechts zum 1:0. Ein Start nach Mass für Bäretswil. Die ersten fünf Minuten waren fest in der Hand der Bäretswiler, die den Ball geschickt zirkulieren liessen und sich auffällig lauffreudig zeigten. Doch die Wild Pigs gaben sich nicht mit der Statistenrolle zufrieden und erkämpften sich nach und nach mehr Spielanteile und zeigten, dass auch sie in der Lage sind, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und Bäretswiler Beine müde werden zu lassen. In der sechsten Minute dann entsprechend auch eine Szene, die zu dieser Entwicklung passte. Ein hoher Ball findet den Weg durch die Bäretswiler Defensive hindurch, dort steht eine Wildsau (ist imfall nicht abwertend gemeint!) bereit, um Volley abzuschliessen. Im Sommertraining standen wohl weniger die Volleyabschlüsse auf dem Programm und entsprechend wird der Ball nicht wuchtig in die Maschen genietet, sondern ein Aufsetzer vermag den am Boden liegenden Kuratle an der Hand zu streifen und dann ins Netz zu gehen. 1:1 und Wyland weiterhin auf dem besten Weg ein Favoritenschreck zu werden. Mit diesem Tor ging auch ein kleines Rucken durch die Bäretswiler Reihen und der Zug aufs Tor verstärkte sich zunehmend. So tankte sich Fischer in der 7. Minute durch die Abwehr und bediente G. Meier, der das Visier jedoch noch etwas zu hoch eingestellt hatte. Nur wenig später bediente dann selbiger G. Meier den dritten Blockpartner Osterwalder zur wiederholten Führung. Nun kam endlich auch die gesuchte Freude in die sommerlichen Herzen und die heisse Halle: Nur eine knappe Minute nach dem 1:2 konnte Rüdisühli im Veteranenblock J. Ganz zum 1:3 assistieren und etwas Ruhe in die Bäretswiler Gemüter bringen. Davon inspiriert war nun wieder der Block mit G.Ganz, S.Meier und E.Meier an der Reihe: nach einem langen Aufbau fand ein Querpass von G.Ganz den Stock von S. Meier, der zum 1:4 einnetzte. Nur kurz darauf – noch immer lief die 10. Minute zeigte G. Meier mit einem Hammer, dass er hier war um zu treffen, den Pass gespielt hatte Fischer. Es war etwa um diese Zeit, als der Schiedsrichter, der die Partie souverän und gelassen leitete, den Torhütern, die langsam zu zerfliessen drohten, signalisierte, dass sie bei ihm jederzeit bei einem Unterbruch eine Trinkpause beantragen durften, sehr löblich! Zurück zum Spiel. Die Bäretswiler liefen weiter munter und setzten auch Defensiv immer wieder Akzente, für die Wild Pigs war es zwar möglich in Ballbesitz zu kommen und den Ball laufen zu lassen, gefährlich wurden sie doch kaum, und entsprechend wenige Abschlüsse konnten die Andelfinger nehmen. In der 16. Minute der nächste Torerfolg: J. Ganz legte auf Schwager Rüdisühli ab, dieser konnte durch die Mitte laufen und den Schuss halbhoch zum 1:6 hinter die Linie setzen. Einen Blockdurchlauf später zeigte sich Pflüger für ein Tor verantwortlich: Sein Abschluss bei einem Freistoss prallte vom Torhüter ab und von da via den Fuss eines Verteidigers zum 1:7 ins Tor. In der 18. Minute konnte das Heimpublikum dann den Save des Tages feiern: G. Ganz wuchtete einen präzisen Volleyschuss in Richtung obere Ecke, doch im letzten Moment kam der Wyländer Goalie mirakulös mit der Fussspitze an den Ball. Das Publikum jubelte und applaudierte, jedenfalls war es im Begriff dazu, doch G. Ganz wollte das Tor, wenn nicht in schön, dann halt in hineingewürgt. Den Abpraller stocherte er beharrlich zum 1:8 ins Tor und der Jubel der Wildsauen vermischte sich mit der Bäretswiler Freude. Nach 20 Spielminuten effektiv, war niemand unglücklich, eine Pause einzulegen, so zogen sich beide Teams zur Abkühlung und um des Wassertankens willens in die Katakomben zurück. Drittelstand 1:8
Frisch gestärkt konnte das zweite Drittel beginnen. Den Bäretswilern wurde in der Pause noch einmal klar gemacht, dass der Kuchen hier noch nicht gegessen sei: Immerhin kämpften sich die Wildsäue im letzten Cupspiel zweimal aus einem Dreitorerückstand zurück. Und tatsächlich dauerte es keine Minute, bis die Gäste aus dem Oberland wieder jubeln konnten. Für das 1:9 stand E. Meier auf Zuspiel S. Meiers. Entsprechend motiviert behielten die Bäretswiler in der Folge den Druck hoch, arbeiteten in der Defensive weiterhin beherzt, konnten aber keinen Torerfolg vermelden. In der 28. Minute kam dann erstmals eine gewisse Hitzigkeit zusätzlich zur Hitze und Schiedsrichter Seitz sah sich genötigt das Gespräch unter sechs Augen mit den beiden Captains zu suchen, die Schlichtung gelang und trotz einer unsportlichen Szene musste keine Strafe gesprochen werden. Bäretswil wurde zusehends etwas selbstgefälliger: Die Tore wollten nicht fallen und Torhüter Huber musste nun doch öfter bei brenzligeren Situationen eingreifen. Es war wohl um die Spielmitte als sich auf den Rängen scheinbar das Gespräch von zwei einheimischen Fans dahin wendete, dass sie fanden, es sei doch gemein (nicht unfair) gegen einen solchen Torhüter spielen zu müssen, da habe man als Wyländer ja gar keine Chance! Gleichzeitig setzte Coach Webber auf dem Feld neue Akzente und erweiterte die Blöcke mit je einem weiteren Spieler. Und das Kunststück gelang: In der 33. Minute, also mehr als zehn Minuten nach dem letzten Treffer schloss Brodbeck bei seinem ersten Einsatz auf Zuspiel von Rüdisühli ab und konnte sogleich das Bäretswiler Stängeli realisieren (Kuchen, Bier, Sämi, du darfst auswählen, was du bringst). In der 34. Minute dann der nächste Einsatz des Blockes und gleiches Abspiel: Rüdisühli auf Brodbeck und Tor. Auf einmal fielen die Tore wieder. Immer noch lief die 34. Minute und Weissenberger konnte den Ball in der Defensive abfangen, zu Fischer spielen, der Osterwalder mustergültig bedienen, 1:12. In der 37. Minute war es wiederum dieser Block, der weiter erhöhen konnte. Fischer hielt hinter dem gegnerischen Tor den Ball und konnte den Ball trotz starker Anfechtungen wieder zum Pfosten bringen von da brauchte es nur noch ein Pässchen auf Weissenberger und es stand 1:13. Zum Abschluss des zweiten Drittels legte S.Meier den Ball noch auf G.Ganz, der zum 1:14 einnetzte. Somit ging das Drittel 6:0 an die Bäretswiler und Huber wurde für seinen Drittel-Shutout beglückwünscht.
Obwohl die Sache mittlerweile doch an Klarheit gewann, wollte man jetzt nicht nachlassen und am Ende noch so etwas wie Hoffnung beim Heimteam aufkommen lassen. Aber wie es beim Stand von 1:14 wohl vielen Teams gehen würde, ging Bäretswil zu Beginn des Drittels plötzlich nicht mehr jeden Schritt so konsequent wie zuvor, man setzte zu aussichtslosen Einzelaktionen an, die einzig zu Chancen der immer noch aktiven und überhaupt nicht resignierten Andelfinger führten. Entsprechend war es auch das Heimteam, das einen Freistoss zum 2:14 verwerten konnte. Die Bäretswiler Reaktion folgte auf dem Fuss, Rüdisühli spielte auf J. Ganz, der sich einen weiteren Skorerpunkt gutschreiben lassen konnte, das Tempo war in diesem Einsatz merklich gesteigert worden. Die ereignisreiche 44. Minute war noch nicht fertiggespielt als wiederum die Wild Pigs einen Freistoss in der Ecke bekamen. Und nun gelang es tatsächlich. Der Ball wurde kühn mitten in den Slot gespielt, wo der hereinbrechende Stürmer mustergültig bedient wurde und makellos einnetzte, der Jubel auf den Rängen war fast grenzenlos. Kuhglocken, Applaus und Sprechgesang war zu hören, die Andelfingerinnen und Andelfinger, die nicht in der Thur schwammen, hatten Hoffnung geschöpft. Nach diesem Intermezzo fing sich Bäretswil nicht nur defensiv wieder und machte weiter, wo man Ende des zweiten Drittels aufgehört hatte: Beim Toreschiessen: In der 51. Minute konnte Osterwalder jubeln nachdem ihm G. Meier aufgespielt hatte, in der 53. dann noch ein Tor der Wild Pigs. Der Abschluss war wohl nicht als Schuss gedacht und wurde hoch vors Tor gespielt, die Bäretswiler Defensive stellte aber einen so guten Screen und machte erst im letzten Moment einen Schritt zu Seite, dass der Ball seinen Weg ins Tor fand, von der Tribüne aus muss es herrlich einfach ausgesehen haben (im Tor sah man herrlich dämlich aus). 4:16, stand es also nun und die letzten Minuten gehörten nun noch einmal den Bäretswiler Skorern. In der 56. Minute traf Rüdisühli, in der 57. Fischer nach einem Drehschuss, in der 58. konnte Osterwalder den Abstauber von G. Meiers Schuss bejubeln. Nur zehn Sekunden später realisierte S. Meier das 20. Tor für Bäretswil auf Zuspiel des lange verletzten Moser. Den Abschluss des Nachmittags setzte dann G.Ganz (Assist E.Meier) mit einem wunderbar herausgespielten Traumtor. So wurde dann die Freud doch noch gefunden in dieser lieben Sommerzeit, nach dem Spiel gings strax zu den Bächlein, die „rauschen in dem Sand und malen sich an ihrem Rand mit schattenreichen Myrten“ oder in den Mäc. Vielen Dank an die Wildsäue und gute Saison und auch an Steven Seitz für die angenehme Spielleitung.
Das Cup Abenteuer geht nun weiter. Wie man hört hat sich der Trend der letzten Jahre fortgesetzt und es scheint als ehemaliger PrimeLeague Spieler spassig zu sein, bei den Kleinfeldamateuren mitzumischen. So melden sich laufend neue Teams in der 5. Liga an und machen sich dann einen Spass daraus ahnungslose Kleinfeldler vom Feld zu fegen. Nun die nächste Runde wird wohl bereits zeigen, wie sich Bäretswil damit schlagen kann. (Ach ja, dazu eine Frage an den HC Rychenberg: Verbraucht euer Fanionteam derart viele Ressourcen, dass es nicht möglich ist einmal pro Saison ein aktuelles Foto der Breitensportteams zu schiessen? Hat doch ein Fotomuseum in der Stadt, vielleicht können die ja mal jemanden vorbeischicken).
Dann noch eine Einladung alle nimmermüden ehemaligen Unihockeyprofis: Wir hätten bei uns im Team noch ein, zwei Superstarpositionen zu vergeben, 1. Liga Meisterschaftseinsätze inklusive (dann kann man an den Sonntagen ehemalige Gspänli bei Cazis oder so treffen). Weltmeistertitel sind erwünscht, aber keine zwingende Voraussetzung, über das verpasste Sommertraining sehen wir grosszügig hinweg.
Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, E.Meier, S.Meier; E. Meier, Osterwalder, Fischer; J. Ganz, Pflüger, Rüdisühli; Brodbeck, Moser, Weissenberger
Bäretswil ohne Webber (verletzt, Coach), Schmitter (abwesend), Gysin (Forfait)
Erfolgreicher Saisonauftakt im Cup
Drei Wochen vor dem Saisonstart konnte unser Fanionteam das erste Mal zeigen, ob sie bereit sind. Im Cup 1/32-Final wartete der drittligist UHC Wild Pigs Wyland. Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache, doch die Wild Pigs haben bereits im 1/64-Final einen deutlich höher dotierten Gegner ausgeschaltet und so war man gewarnt. Das Spiel war dann aber doch eine klare Angelegenheit. Unsere Herren gewannen mit 21:4 und ziehen souverän in die nächste Cuprunde ein. Herzliche Gratulation!