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Die Resultate vom 30.10.2022

Das Herren II ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach der „Nullerrunde“ in Pfäffikon konnte man an diesem Sonntag mit einem 6:5 Sieg gegen Lengnau wieder Selbstvertrauen tanken. Im Spiel gegen Tösstal musste man sich leider knapp mit 5:7 geschlagen geben. Das Herren III konnte an diesem Sonntag die volle Punktzahl einfahren. Sowohl gegen Schaffhausen, als auch gegen Winterthur resultierten klare Siege.

Nun gibt es eine 3-wöchige Pause, wo wir uns im „Daumendrücken“ für unsere Nationalmannschaft üben, bevor es dann am 20.11. mit dem Heimturnier vom Herren II in unserer MZH Dorf in Bäretswil weitergeht.

Die Resultate vom Sonntag 30.10.2022:

Herren II:
DT Bäretswil vs. Unihockey Tösstal 5:7
White Horse Lengnau III vs. DT Bäretswil 5:6

Herren III:
DT Bäretswil vs. UHC Winterthur United IV 7:2
Kadetten UH Schaffhausen II vs. DT Bäretswil 3:10

Herren 1 – Mit Hirn und Einsatz

Es ist natürlich zu kurz gegriffen, zu behaupten, das 1. Liga KF Team des UHC Blau-Gelb Cazis bestehe nur aus ehemaligen Nationalliga A Spielern (oder muss man jetzt rückgreifend ebenfalls von der *setzen-Sie-einen-Grossverteiler-Ihres-Vertrauens-ein* Unihockey Prime League schreiben?), auch wenn die Dichte dieser Ehemaligen doch sehr hoch ist, es wäre auch vermessen zu behaupten, man karre die guten 1. Liga Spieler bis aus dem Einzuggebiet der Westgruppe ins Bündnerland, auch wenn es dafür Beispiele gibt, richtig arg wäre es, zu behaupten dieser UHC Blau-Gelb Cazis habe keine eigenen Junioren, denn sowohl in den Juniorenligen, als auch in der ersten Mannschaft gibt es zuhauf talentierte Eigengewächse, die mit ein Grund für den andauernden Erfolg der Mannschaft aus Graubünden sind. Deshalb soll hier einfach nur festgestellt werden, was aus den obigen Sätzen logisch geschlussfolgert werden kann: Der UHC Blau-Gelb Cazis verfügt diese Saison wieder einmal über ein äusserst breites, äusserst schlagkräftiges und äusserst talentiertes Kader, das in eigenen Worten „Kleinfeldunihockey vom Feinsten“ zeigt. Mit diesen Caznern bekam es der DT Bäretswil in der vierten Runde der 1. Liga KF Meisterschaft zu tun. Die Bäretswiler wohl mit etwas Respekt nach dem Cup-Aus gegen Wiler-Ersigen, deren Team in einigen Aspekten den Caznern durchaus nicht unähnlich ist. Trotzdem wollten die Zürcher Oberländer die bisherige Ungeschlagenheit in der Saison auch heute in Jona weiterführen.

Kurz nach Spielbeginn zeigte sich, wer in der Begegnung den Takt vorgeben sollte: Während die Bäretswiler, durch einige Ausfälle geschwächt, sich oft einmal noch finden mussten – oder besser gesagt, oft im Aufbau noch nicht so fanden – erspielten sich die Bündner schon schnelle erste Chancen, Huber musste alleine in den ersten drei Minuten schon vier grosse Paraden auspacken, um seine Farben im Spiel zu behalten. Trotzdem stand es nach 5 Minuten noch 0:0, zwar mit Vorteil Cazis, aber das musste ja nicht zwingend etwas heissen. In der 7. Minute dann eine kuriose Szene: E. Meier blockte erfolgreich einen Abschluss von Cazis, der Ball sprang hoch über ihn hinaus in Richtung Tor, Huber steht auf, um den Ball zu fangen, wird jedoch im Stand von der Sonne geblendet und sieht den Ball nicht mehr, dieser zieht in seiner Parabel steil nach unten direkt ins Tor. 1:0 also für Cazis, kurios, aber im Spiel gesehen sicher nicht unverdient. Nur 30 Sekunden später hapert eine Bäretswiler Übergabe im Spielaufbau, Cazis lässt sich nicht zweimal bitten und netzt nach einer Querverlagerung zum 2:0 ein. Nach und nach gewannen nun aber auch die Bäretswiler Spielanteile und es liess sich etwas von einem Zug aufs gegnerische Tor erahnen. So wurde das Spiel nun zumindest in der Tendenz etwas ausgeglichener, Cazis jedoch immer noch mit mehr Abschlüssen und Chancen als der DTB. In der 16. Minute dann die Möglichkeit für Bäretswil: Eine 2 Minuten Strafe gegen Cazis. Osterwalder, der heute vom verletzten Heise die Captainbinde übernommen hatte, liess sich nicht lange bitten und erzielte nach nur einer halben Minute in Überzahl den Anschlusstreffer zum 2:1. Nun festigte sich in den Bäretswilern die Überzeugung, dass noch etwas zu reissen sein könnte. Jedoch war es nur 20 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte wieder Cazis, das das Matchtelegramm um einen Eintrag bereicherte: Ein Cazner konnte sich, wohl von der Bäretswiler Abwehr bewacht, aber nicht zu stark bedrängt, vors Tor durchdribbeln und dort mit einem Schuss zwischen den eigenen und Hubers Beinen hindurch zum 3:1 einnetzen. Somit würden die Bäretswiler in der zweiten Hälfte mit einer Hypothek von zwei Toren starten. Die vom Spielsekretariat (vielen Dank an dieser Stelle an Rapperswil-Jona, auch der Ballservice war ausgezeichnet) gelieferten Daten sprachen eine eindeutige Sprache 24 Abschlüssen aufs Bäretswiler Tor standen nur gerade 14 Abschlüsse aufs Cazner Tor entgegen. Für die zweite Hälfte mussten die Eigenfehler im Aufbau eliminiert werden und vor allem offensiv ein Akzent gesetzt werden, der Einsatz stimmte zwar, doch so richtig intelligent hatte man bis hierher noch nicht gespielt.

Ein Beispiel dieser etwas mangelnden Konzentration manifestierte sich nur kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte: Bäretswil auf einmal mit einem Spieler zu viel auf dem Feld, statt einer Aufholjagd stand nun zuerst eine Verteidigungsschlacht an. Dieses brauchte zwar etwas Anlauf, doch nach etwa der Hälfte der Strafzeit erzielte das Bündner Powerplay den Treffer zum 4:1. Nun folgte die schwächste Bäretswiler Phase: In der 26. Minute konnte Cazis nach einem Freistoss auf 5:1 erhöhen, kurz danach im nominellen Boxplay (der Torhüter wurde nach einer Strafe wegen eines Wechselfehlers durch einen dritten Feldspieler ersetzt) auf 6:1. In der 33. Minute dann das 7:1. Die Bäretswiler in dieser Phase zwar immer kämpferisch, jedoch leider im Modus Hühnerhaufen: Auf der Bank und auf dem Feld war keiner mehr nur auf seine Aufgabe konzentriert, sondern wollte gleich auch für alle anderen mitdenken, was zu stehen gelassenen Gegenspielern auf dem Feld und einem Stimmengewirr auf der Bank führte. Coach Heise nahm sodann das fällige Timeout: Trotz des grossen Rückstandes versuchte man es nun noch mit einem vierten Feldspieler. Nun begann die letzte Phase des Spiels, wir nennen sie der Einfachheit halber 4:3. Denn dasjenige Team, das gerade in Ballbesitz war, ersetzte nun seinen Torhüter durch einen extra Feldspieler. Diese Phase führte zu zwei weiteren Toren: S.Meier konnte ins leere Tor einnetzen und Cazis konnte in Überzahl noch das 8:2 erzielen. Für Bäretswil eine rauhe, schmerzende Niederlage: Der Graben zum Tabellennachbarn war heute definitiv zu gross, auch der Speaker hatte sich andere Hoffnungen zu diesem Spiel gemacht: Statt des erhofften Kampfes am Tabellenkopf eine Niederlage, die sich gewaschen hatte.

Über den UHC Elgg lässt sich noch keine so lange Laudatio schreiben wie über Cazis, doch es gibt Parallelen: Nicht nur befindet sich Elgg wie Cazis nur wenige Autominuten einer Stadt, deren Brauerei vom Heineken Konzern übernommen wurde: Auch wird in dieser wie in jener Stadt Unihockey auf hohem Niveau gepflegt. Dass hochdotierte ehemalige HCR Spieler diverser Stufen nun noch in Elgg ihre Karriere verlängern ist nicht völlig ausgeschlossen, insofern heisst es, den Aufsteiger weiter aufmerksam zu beobachten. Andererseits sind auch die Elgger Eigengewächse sehr talentiert: Welches Kraut in Elgg, Schlatt, Rümikon, Wenzikon, Hagenbuch, Dickbuch, Hofstetten usw. auch immer wächst, Unihockey spielen können sie!

Die Bäretswiler wollten gegen Elgg unbedingt noch zu Punkten kommen. Das bedeutete einerseits die Schlappe gegen Cazis beiseite zu stecken und nach vorne zu blicken, andererseits, sich bewusst zu machen, dass Einsatz allein nicht viel bringt, wenn der Kopf dabei in der Garderobe bleibt.

Die ersten drei Minuten des Spiels begann Bäretswil eher etwas gehemmt. Elgg im Ballbesitz rauschte hinter dem Bäretswiler Tor durch, stolperte, fing sich, spielte den tödlichen Querpass und führte plötzlich 1:0. Nun fand auch Bäretswil langsam etwas den Tritt. Heute wollte man keine weitere Niederlage einstecken und so liess sich auch für einen Laien erkennen, dass Bäretswil überlegter und abgeklärter spielte und sich auch vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen liess. Osterwalder lief nach einem Ballgewinn in der Defensive mit so viel Energie über das Feld, dass er den Ball auch noch behauptete, als er regelwidrig abgedrängt wurde. Die Hand des Schiedsrichters schnellte nur für kurze Zeit nach oben, Osterwalder war schneller und realisierte den Ausgleich. Nun war die Bäretswiler Offensive erwacht: Elgg etwas mehr verunsichert im Aufbau, das Spiel nahm Fahrt auf. Nach einem Elgger Bodenspiel dann Powerplay für Bäretswil. Der erste Freistoss misslingt jedoch komplett, in der Folge rennen die Bäretswiler dem Ball nach, 1:1 Abschlüsse, keine Tore nach diesem Powerplay. In der 17. Minute dann eine Strafe gegen Gysin (bereits die zweite an dieser Runde). Das Boxplay von G. Meier und Fischer läuft gut, doch dann gleitet Fischer aus und die Elgger können ihre erneute Führung bejubeln.

In der Pause dann noch einmal die Ermahnung Heises: Intelligenz und mehr Pässe statt Einzelaktionen. Weissenberger wurde nach 60 starken Minuten durch den noch frischen Schmitter ersetzt. Der erste Einsatz zeigte dann auch, welches Tempo sich die Bäretswiler für ihr Spiel vorstellten. Allen voran zeigte Osterwalder, dass er die Captainbinde zurecht trug und jagte mit seinem Block allen Bällen intelligent nach.
Nach einem Foul an Gysin schnellte wieder die Hand des Schiedsrichters nach oben, doch noch bevor Bäretswil auf vier Spieler erhöhen konnte, zeigte der neu eingewechselte Schmitter, was er kann, und erzielte den Ausgleich zum 2:2. Nun hatte Bäretswil die Oberhand, scheiterte aber Mal für Mal am sicheren Elgger Keeper, der kaum Abpraller zuliess und zuverlässig zur Stelle war. Elgg spielte zumindest in einer Aktion etwas intelligenter: Ein Schuss traf S. Meier an einer sehr empfindlichen Stelle und setzte ihn augenblicklich ausser Gefecht, mit 3:2 erzielte Elgg die erneute Führung zum 3:2. Das war aber nicht genug für die Elgger: Sie wechselten nun auf 4:3 und wollten die Führung ausbauen, einmal gelang es nur knapp nicht, als Fischer hinter Torhüter Kuratle in bester Squash Manier noch klären konnte. Doch diese Art des Spiels war auch mit Risiko verbunden: E. Meier traf in dieser Phase zum Ausgleich 3:3. Nach einem Elgger Timeout 8 Minuten vor Spielende waren die Bäretswiler in der 3:4 Unterzahl auf der Hut: Rüdisühli fing einen Pass ab und netzte abgeklärt zur 4:3 Führung ein. Nur wenige Sekunden später bediente E. Meier Gysin und Bäretswil konnte nun plötzlich seine Führung ausbauen. Elgg warf nun alles nach vorne, Bäretswil wehrte sich zwar mit Händen und Füssen aber die Details entschieden: die Bäretswiler Abwehr waren bei einem Freistoss kurz nicht 100% konzentriert und da landete der Ball auch schon in den Maschen. Ein Treffer von G. Meier wurde in der Folge – wohl zurecht – nicht gezählt, weiter blockten die Bäretswiler alles und warfen sich beherzt in die Elgger Schüsse. Dann die bitterste Minute für die Bäretswiler: 55 Sekunden vor Schluss scheiterte ein Elgger alleine an Kuratle, Fischer der zu Hilfe eilte, jedoch weder Ball noch Mann traf, wurde des Fouls bezichtigt und ein Penalty gepfiffen. Diesen versenkte der Elgger Büchi (wie sich herausstellte ein ehemaliger Mitspieler Kuratles aus KS Rychenberg Zeiten) schnörkellos zum 5:5. In der letzten Minute war also wieder alles offen, beide Teams kämpften nun um den Ballbesitz und wollten den Extrapunkt mit nach Hause nehmen. Mit nur 2 Sekunden auf der Uhr schoss S. Meier von weit hinten, sehr tief und präzis und hob schon die Hände zum Jubel, doch er traf ganz knapp nur den Pfosten, danach ertönte die Sirene und die Teams trennten sich mit je einem Punkt. Hatte Bäretswil in der Vergangenheit oft das Privileg, eher glücklich Punkte mit nach Hause zu nehmen, fühlte sich dieses Unentschieden eher nach einem Punktverlust an, da war einerseits der unglückliche Penalty, aber auch die Gedächtnisschüsse übers leere Tor oder knapp daran vorbei, die Bäretswiler Offensivpower ist noch ausbaufähig! So bleibt also ein Punkt aus dieser Runde, das vierte Unentschieden in dieser Saison. Nach der WM Pause (nur Rüdisühli wurde aufgeboten, er musste seine WM Tickets wieder verkaufen, kein Witz!) trifft sich die 1. Liga KF Gruppe 2 in Tann zu den letzten Hinrunden und ersten Rückrundenspielen, für Bäretswil steht das Derby gegen Emotion Hinwil an sowie das Spiel gegen LC Rapperswil-Jona.

Bäretswil: Huber, Kuratle; Gysin, E. Meier, Weissenberger, Schmitter; Brunner, S. Meier, Rüdisühli; Fischer, G.Meier, Osterwalder; Bäretswil ohne Brodbeck (Militär), Ganz (Ferien), Heise (verletzt), Moser (verletzt)

Die Resultate vom 16.10.2022

Das Herren III holte an diesem Sonntag zwei weitere Punkte. Einem klaren Siege gegen Unihockey am Greifensee folgte eine klare Niederlage gegen HC Rychenberg Winterthur. Allerdings sollte diese Klatsche relativ einfach zu verschmerzen sein; ist das gegnerische Kader doch mit einigen ehemaligen NLA-Spielern gespickt.

Die Resultate vom Sonntag 16.10.2022:

Herren III:
Unihockey am Greifensee vs. DT Bäretswil 2:7
HC Rychenberg Winterthur IV vs. DT Bäretswil 13:2

Herren 1 – Vom Cupsieger aus dem Cup gekegelt

Im Kleinfeld-Unihockey sind Anpfiffzeiten um 21 Uhr zum Glück eher selten! Dennoch
fanden sich rund 60 Personen zum Cup-Fight gegen den amtierenden Cup-Sieger in der
Mehrzweckhalle Bäretswil ein.
Die beiden Erstligisten liessen es dann auch von Beginn weg so richtig knallen:
E. Meier eröffnete den Torreigen bereits nach Ablauf der ersten Spielminute zur erstmaligen
(und auch letztmaligen) Führung für die Bäretswiler.
Beide Teams suchten jeweils schnell und von überall den Abschluss aufs gegnerische Tor.
S. Meier verwandelte dann auch einen dieser Abschlüsse zum 1:1 Ausgleich und riss damit
scheinbar auch gleich ein bleibendes Loch in die Defensive der Bäretswiler! In den
darauffolgenden Minuten entfesselte der SV Wiler-Ersigen seine offensive Wucht und stellte
durch Hirschi, Scheidegger und Zurflüh innert drei Minuten gleich auf 1:4, was sowohl den
Bäretswiler-Spielern, wie auch dem Grossteil des Publikums etwas auf die Laune schlug.
Die Zürcher Oberländer rauften sich nach diesen schwachen Minuten zusammen und fanden
in Überzahl und dem Treffer durch Captain Heise zum 2:4 kurzzeitig zurück in die Partie.
Nur ein paar Atemzüge später kassierte dann der DTB eine Strafe, welche Wiler-Ersigen
umgehend durch Meier ins 2:5 ummünzte und später bei personeller Gleichheit noch auf 2:6
stellte. G. Meier drückt vor der ersten Pause den Ball zwar noch zum 3:6 über die Linie, doch
es galt auf Seite der Bäretswiler sich zu sammeln und mehr Energie und Freude für das Spiel
zu finden.
Es folgte dann auch eine der besten Phasen der Begegnungen. Beide Teams liessen den Ball
zügig laufen und machten kaum Fehler und es rumpelte immer wieder heftig nach hart
geführten Sprintduellen. Dies resultierte dann auch in der zweiten Strafe gegen den DTB,
welche diesmal mit Ersatz des Torhüters durch einen weiteren Feldspieler runtergespielt
werden konnte. Nur 20 Sekunden nach Ablauf der Strafe vermochte Uetz zum 3:7
einzuschiessen und Hirschi legte gar auf 3:8 nach.
Die Partie wurde nun stetig hitziger und jegliche Schiedsrichterentscheidungen wurden
durch beide Teams und auch den Zuschauern teils lauthals kommentiert.
Getrieben durch die Emotionen erhielten die Bäretswiler in der 31. Minute die dritte Strafe,
was Wiler-Ersigen im Powerplay zum 3:9 nutzte. Damit stellte sich allmählich das Gefühl ein,
dass die Partie bereits kurz nach Spielhälfte entschieden sein könnte. Die DTB-Mannen
versuchten nun mit allen Mitteln und viel Kampfwillen nochmals ins Spielgeschehen
einzugreifen, bremste sich aber mit einer weiteren umstrittenen Strafe nochmals selbst.
Wiler-Ersigen nutzte auch dieses Powerplay und machte das Stängeli bereits vor der zweiten
Drittelpause durch Mühlethaler voll. Dass Bäretswil ohne eigenen Treffer blieb und in einem
einzelnen Drittel gleich dreimal die Strafbank drückt geniesst beides grosse Seltenheit.
Sieben Tore aufzuholen ist nicht ein Pappenstiel, aber es könnte möglich sein! Routinier J.
Fischer brachte mit dem 4:10 etwas neue Hoffnung auf die Resultattafel zurück, doch die
Emmentaler-Antwort mit den Treffern zum 4:11 und dem 4:12 erstickte dann die
aufglimmende Hoffnung an eine Wende wohl auch bei den grössten Optimisten.
Als dann mit S. Meier zum fünften Mal ein Bäretswiler auf die Strafbank wanderte und
Mühlethaler ins verlassene DTB-Tor einschob, machte sich teils auch Frust in der Halle breit.
Brotschi mit dem 4:14 für die Berner und Osterwalder mit dem 5:14 setzten die beiden
tortechnischen Schlusspunkte der inzwischen emotional hitzigen Begegnung.
In der 53. Minute rückte für die Bäretswiler dann plötzlich der aussichtlose Spielstand in den
Hintergrund: Captain und Team-Hirn Y. Heise ging zu Boden und hielt sich wimmernd das
Knie und musste später vom Feld zum Abtransport in Richtung Spital getragen werden.
Gute Besserung an dieser Stelle! Die unschöne Szene schlug wohl beiden Teams etwas auf
die Spielfreude, denn die letzten sieben Minuten ging es beide etwas gemässigter als zuvor
zu Werke und die Abschlüsse wurden von beiden Seiten jeweils entschärft.
Wiler-Ersigen wurde über die ganzen 60 Minuten seiner Favoritenrolle gerecht und zieht
verdient ins Viertelfinale ein. Auf Seiten der Bäretswiler gilt es die richtigen Schlüsse aus der
Partie zu ziehen und in der Meisterschaft zu zeigen, dass das Potential der Truppe deutlich
über dem heute gezeigten liegt.

DT Bäretswil – SV Wiler-Ersigen II 5:14 (3:6, 0:4, 2:4), MZH Dorf, Bäretswil, 60 Zuschauende.
Bäretswil: Huber; J. Ganz, Fischer, Heise, G. Ganz, G. Meier, S. Meier, Weissenberger, E. Meier,
Gysin, Osterwalder.
Bäretswil ohne Brodbeck (Militär), Kuratle (Ferien), Moser (verletzt)

Bilder Cupspiel

Hopp Bäri!

Bäretswil trifft im Cup 1/8-Final auf den amtierenden Kleinfeld-Cupsieger SV Wiler-Ersigen II. Zumindest auf dem Papier ist der Gegner klarer Favorit, schliesslich schmücken diverse gestandene Unihockeygrössen der jüngeren (oder älteren) Vergangenheit das Kader von Wiler. Ob diese Spieler dann auch alle die Musse haben, sich am Freitagabend durch den Feierabendverkehr ins Zürcher Oberland zu quälen, ist eine andere Frage. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den bevorstehenden Fight!

Fr. 14.10.2022 21:00 DT Bäretswil vs. SV Wiler-Ersigen II, MZH Dorf, Bäretswil

Wir freuen uns trotz der eher ungewöhnlichen Anspielzeit auf zahlreiche Zuschauer, die unser Herren I lautstark unterstützen!

Hopp Bäri!

Die Resultate vom 09.10.2022

Auch in der dritten Runde der diesjährigen Meisterschaft holte das Herren I drei Punkte. Mit einem Sieg gegen Spreitenbach und einem Unentschieden gegen Niederwil liegt man mit neun Punkten aus sechs Spielen auf dem dritten Rang.

Das Herren II hat derweil einen weniger erfolgreichen Sonntag hinter sich. Trotz guter spielerischen Ansätzen und – vor allem im zweiten Spiel – kämpferischem Einsatz, holte sich das Team keine Punkte. Die gewichtigen Absenzen machten sich insgesamt doch stark bemerkbar und so verlor man sowohl im Derby gegen die Pumas, als auch gegen die Wild Pigs.

Die Resultate vom Sonntag 09.10.2022:

Herren I:
DT Bäretswil vs. STV Spreitenbach 9:4
DT Bäretswil vs. UHC F.P. Niederwil 3:3

Herren II:
UHC Wild Pigs vs. DT Bäretswil 7:3
Zürcher Oberland Pumas IV vs. DT Bäretswil 6:2

Herren 1 – Alle guten Dinge sind drei

Nachdem die Gruppe 2 der 1. Liga KF letzten Sonntag eine Pause eingelegt hatte, traf man sich am Sonntag, 9. Oktober, wieder zum Kräftevergleich, diesmal im zürcherischen Elgg. Dass die Bäretswiler heute gleich um 9 Uhr antreten mussten, war sicherlich kein Nachteil: Die Spielstätte der Elgger besteht aus einer einzigen Einfachturnhalle, tief versenkt im Gebäude, das zu seinen weiteren Vorzügen zwei Garderoben und auf Männerseite je ein Pissoir und ein WC zählt, auf weitere Unterhaltungsangebote muss man verzichten, eingespielt wurde ganz nostalgisch während der Pause, zwischen den Spielen setzte oder stellte man sich einfach auf den freien Fleck, den man gerade fand. Immerhin hatten die Gastgeber die Grösse sich nicht eine einzelne eigene Garderobe zu reservieren, sonst wäre es für die anderen neun Teams definitiv eng geworden. Im Raum Winterthur gäbe es ja mit der Axa Arena bereits eine tolle Unihockeyhalle, vielleicht könnten einige Elgger ja mal ihre Beziehungen spielen lassen…

Doch nicht Elgg und seine Halle war Thema für die erste Mannschaft des DT Bäretswil, sondern Gegner Spreitenbach, der in der letzten Runde Rapperswil zu bezwingen vermocht hatte. Bäretswil wollte Spielkontrolle und startete mit drei Blöcken, mit dabei waren heute nach längerer Abwesenheit auch wieder Fischer sowie Rüdisühli, der ein Comeback gab. Bäretswil startete zwar ganz wacker in die Partie und hatte gute Spielanteile, aber auch Spreitenbach war wach und bereit etwas zu reissen. So waren es denn auch die Aargauer, die das erste Tor erzielten und den Bäretswilern zeigten, dass Mitspielen keine Option ist, wenn man gewinnen will. S. Meier fasste sich denn auch ein Herz und zog von hinter dem gegnerischen Tor in einem weiten Bogen um Abwehr und Torhüter der Spreitenbacher herum, nahm Mass und schoss, der Ausgleich war realisiert. Doch nicht viel später war es wieder Spreitenbach, das seine Chancen sehr effizient nutzte und immer wieder mit Schüssen von der Mitte gefährlich wurde, 2:1 der Zwischenstand. Bäretswil spielte weiterhin nicht schlecht, aber liess doch eine gewisse Hartnäckigkeit vermissen, auch war man noch zu oft mit dem Stock voraus in den Zweikämpfen, was zu vielen Freistössen führte. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte Ganz mit einem schönen Buebetrickli zum Ausgleich einschieben, kurz darauf erzielte S. Meier nach einem sehenswerten Schuss, abgegeben durch seine eigene Beine hindurch, das 3:2, dass der Ball den Weg ins Tor fand war trotz des technischen Husarenstücks etwas glücklich, doch auch die Bäretswiler nehmen gerne einen Vorsprung mit in die Pause.

In ebendieser Pause ermahnten Brunner und Heise die ganze Truppe, dass diese Leistung zu einem Sieg noch nicht reichen würde. Zu viel Platz liess man den Spreitenbachern, die, wenn sie zum Abschluss kommen, brandgefährlich sind.
Die Pausenansprache zeigte Wirkung: E. Meier erhöhte die Führung nach der Pause mit einem satten Schuss ins weite Eck zum 4:2, kurz darauf tankte S. Meier sich durch die Spreitenbacher Abwehr und erzielte seinen dritten persönlichen Treffer und Ganz baute nach einem Freistoss weiter aus. 6:2 stand es nun. Die Frage war: Waren dies die starken Bäretswiler Minuten gewesen und würde man es nun wieder gemütlicher angehen oder konnte man zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel tatsächlich mit einer Tordifferenz >1 beenden? Kurzfristig schien ersteres der Fall zu sein: Spreitenbach löste sich ein wenig aus der Schockstarre und gestaltete das Spiel aktiver mit und wurde wieder gefährlich, Bäretswil hingegen war oft wieder einen Tick später in den Zweikämpfen und liess defensiv wieder etwas mehr zu. So konnte Spreitenbach wieder mit zwei satten, präzisen Schüssen zum 4:6 aufholen. Nun könnte es noch einmal brenzlig werden. Auch auf ein hartes 4:3 mussten sich die Bäretswiler einstellen. Doch es war eben doch nicht wie in vergangenen Spielen: Alle drei Blöcke spielten nach den zwei Gegentreffern wieder clever, verwalteten den Ball und kontrollierten so Spiel und Vorsprung. Ganz konnte einen Wechsel der Spreitenbacher ausnutzen und nach einem starken Antritt gemütlich aufs Spreitenbacher Tor ziehen, um den Torhüter herum spazieren und einschieben. Mehr als ein Spreitenbacher war zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Feld, dass die Bäretswiler gleichzeitig wechselten und in der Euphorie über Ganz‘ Genialität fast zu sechst auf dem Feld standen, sah zum Glück kaum jemand… Nun kam aber Spreitenbach mit vier Feldspielern. Doch G. Meier, schnappte sich den Ball, es wurde für einmal kein Stockschlag gepfiffen und er konnte ins leere Tor einlegen, noch bevor Spreitenbach auch nur in die Nähe des Bäretswiler Tors gekommen war. Den Schlusspunkt setzte dann E. Meier wieder ins leere Tor, zum Schlussresultat von 9:4. Chancen hätte Bäretswil zwar noch mehr gehabt, doch entweder war der Gedanke einen Kuchen fürs zehnte Tor zu backen abschreckend genug für die Bäretswiler oder man fühlte sich mit fünf Toren Vorsprung etwas zu sehr ausserhalb der gewohnten knappen Spielstände, dass man sich nicht weiter vorwagte. Der Sieg war also Tatsache und zwei Punkte wurden dem Bäretswiler Konto gutgeschrieben.

Im zweiten Spiel des Tages stand mit Niederwil ein nominell härterer Brocken auf dem Programm: Letzte Runde siegte es in einer wahrhaftigen Schlacht gegen Cazis und wer sich in den Spielberichten über die Truppe schlau macht stolpert immer wieder über die Gebrüder Thaddey, die zwei Drittel einer der besten Linien dieser Liga ausmachen. Den Bäretswilern war klar, dass allfällige Punkte in diesem Spiel hart erarbeitet werden mussten. Und Niederwil zeigte mit dem vermutlich schnellsten Tor der Saison, dass es nur einen kurzen Moment der Unachtsamkeit braucht: Am Bully wurde der Ball gekonnt nach rechts geschoben, von dort schloss Thaddey (?, es ging so schnell und der Autor dieses Berichts will ja eigentlich Bälle fangen und nicht Namen merken) satt und durch die verdutzten Bäretswiler ab, es stand schon 1:0. Doch die Bäretswiler vermochten sich zu fangen, waren nun in der Defensive bereit und konnten mit dem eigenen Ballbesitz auch umgehen. So war es Fischer der bei einem Freistoss von Heise bedient wurde und den Ball ins Tor schlenzte. Und kurz darauf konnte auch Ganz wieder reüssieren, so stand es nun plötzlich 2:1 für Bäretswil. Eine Strafe gegen Niederwil sorgte sogar dafür, dass man die Chance hatte diese Führung auszubauen. Dabei spielte sich am Rand eine merkwürdige Szene ab. Trotz klarem Abpfiff des Schiedsrichters stoppte das Spielsekretariat die Zeit nicht. Die Bäretswiler Bank intervenierte heftig beim Schiedsrichter, dieser erklärte jedoch (bei immer noch laufender Zeit), dass er nicht zuständig für das Stoppen der Zeit sei. Den Bäretswilern als Vertreter der Philosophie des Schiedsrichterabsolutismus leuchtete diese Begründung nun gar nicht ein. Leider half dies dem Powerplay sehr wenig, die Unruhe auf der Bank, gepaart mit der verschenkten Zeit, führte zu keinem nennenswerten Ergebnis in Überzahl. Das Spiel war also weiterhin knapp und umkämpft. Da trat wieder Fischer in Aktion. Vor dem Niederwiler Gegenspieler erreichte er den Slot und konnte den dort eintreffenden Ball entscheidend ins Tor ablenken. Doch von Freude keine Spur, das neue Resultat lautete 2:2, der Pass in den Bäretswiler Slot war nicht für Fischer bestimmt und etwas unglücklich wurde das Spiel nun wieder knapper. Kurz vor Schluss dann noch ein Getümmel vor dem Bäretswiler Tor, Niederwil gelingt es nicht recht den aufspringenden Ball unter Kontrolle zu bringen und abzuschliessen, der Schiedsrichter sieht allerdings auch, dass die Bäretswiler Verteidigung mehr als nur regelkonforme Mittel anwendet und pfeift zum Penalty.
Diesen verwertet Niederwil abgebrüht und ohne Tamtam: Anlaufen, scharfer Laser ins linke Eck, 3:2 für Niederwil mit nur etwas mehr als einer Minute in der ersten Halbzeit. In der Pause darum Anpassungen in den Bäretswiler Blöcken, man spürte, dass man dran war, aber wenn man die gefürchtete erste Linie nicht unter Kontrolle brachte, würde man keine Punkte mit nach Hause nehmen. Der Plan war also klar, nun mussten den Worten Taten folgen.

Was geschah also in der zweiten Spielhälfte? Beide Teams spielten ruhig und kontrolliert und versuchten mehr Spielanteile zu halten. Bäretswil war etwas disziplinierter und arbeitete besonders in der Defensive aufopfernd und konsequent. Dann ein Ballgewinn in der gegnerischen Zone, Rüdisühli wurde der Ball zugespielt, eigentlich erwartete man, dass er den Ball wieder zurückspielt, doch mit wenig Platz schoss er ansatzlos und erwischte die Niederwiler Defensive eiskalt. So stand es 3:3 das Spiel war wieder völlig offen. Auf beiden Seiten gab es plötzlich wieder mehr Chancen je mehr Zeit verstrichen war desto näher dran waren beide Teams an der Führung. Niederwil versuchte zwischendurch den Sieg durch ein punktuelles 4:3 zu erzwingen, doch die echten Chancen boten sich nicht. Diese boten sich erst in den letzten eineinhalb Spielminuten: Bei einer Querverlagerung stand ein Niederwiler auf einmal ganz allein vor Kuratle, der den Schuss mit der Maske abwehren konnte. Kurz darauf liessen die Bäretswiler den Ball vor dem eigenen Tor bei einer „Ballübergabe“ einfach liegen, Niederwil hätte eigentlich nur noch einschieben müssen, doch irgendwie traf der Ball wiederum den am Boden liegenden Kuratle und der eine Punkt konnte mit Furcht und Zittern doch noch errungen werden.

Somit hat Bäretswil in der dritten Runde wiederum drei Punkte geholt, zum dritten Mal diese Saison. Nach einem Drittel der Meisterschaft steht man auf dem dritten Rang und am dreiundzwanzigsten Oktober geht es dann weiter mit Spielen gegen die beiden Tabellennachbarn Cazis und Elgg. Vorher steht aber noch ein Cup Leckerbissen auf dem Programm: Am Freitag 14. Oktober, empfängt der DT Bäretswil um 21.00 Cupsieger SV Wiler-Ersigen II in der MZH Dorf zum Ligacup Achtelfinal. Zuschauende und lautstarke Fans sind wie immer herzlich willkommen.

Bäretswil: Kuratle; Ganz, Gysin, E. Meier; Rüdisühli, S. Meier, Osterwalder; Heise, G. Meier, Fischer; Brunner, Moser
Bäretswil ohne Brodbeck (Militär)Huber (Ferien), Schmitter (Ferien)

Herren II – das zweite Team der Bären erkundet neues Jagdrevier

Nach dem Sieg der letzten Meisterschaft in der 4. Liga machte sich das Herren II auf zur ersten Runde in der neuen Liga.
Mit viel Selbstvertrauen und gleichzeitig einer Prise Respekt starteten sie ins erste Spiel gegen den UHC Elgg II, der ebenfalls aus der 4. Liga nach oben stieg.
Die Bären zeigten sich zu Beginn des Spiels noch schüchtern und zurückhaltend. Der Gegner bekam viel Platz, nutzte die Trägheit unserer Mannschaft gekonnt aus und ging gleich mit 3:0 in Führung. Ein glückliches Tor konnten die Bäretswiler via Beine des Gegners doch noch verbuchen. Zur Pause 3:1.
Der Spielerat hat das Spiel korrekt analysiert, und die Mannschaft auf die zweite Hälfte vorbereitet. Der Unterschied war deutlich zu erkennen. Leider konnten die Elgger trotzdem erneut mit einem Tor in die Halbzeit starten. Doch unsere beiden 4er-Linien liessen nun keinen Platz mehr, erschwerten die Auslösungen der Gegner und liessen sich auch nicht mehr so leicht Überlaufen. Siehe da, so fielen auch die Tore. 5 Minuten vor Schluss ging unser Hüter des Tores auf die Bank, nicht weil ihm die Kräfte fehlten, aber das Spielte sollte noch gedreht werden. So gelang der Anschlusstreffer im 4 gegen 2 nach einer Strafe. Es stand 3:4. Durch einen unglücklichen Pass rollte der Ball dann in der letzten Minute langsam ins eigene Tor, und die Bäretswiler standen wieder mit 2 Tor Rückstand da.
Es wurde bis zum Schluss gekämpft. Am Resultat änderte sich nichts mehr. Obwohl die beiden Mannschaften auf Augenhöhe kämpften, gewannen die Elgger zu Recht.

Nach einer kurzen Pause starteten die Bären erneut gegen einen Aufsteiger.
UHC Embrach II stand auf dem Menüplan. Eine Mannschaft mit schnellen Beinen und langen Stöcken. Die Bäretswiler merkten schnell, dass sie in der Spielintelligenz überlegen waren, und konnten oft den vordersten Mann ohne grosse Mühe ausspielen und mit 3 gegen 2 auf den Torhüter des Gegners laufen.
Chancen waren da, doch die Tore fielen jedoch nicht so oft wie gewollt. Zur Pause stand es 3:1 für uns.
Obwohl die Taktik des Gegners sehr schnell ersichtlich war, waren die Bäretswiler dann doch nicht auf die blinden Pässe in den Slot gefasst, und so konnten die Embracher in der zweiten Hälfte doch noch 4 Treffer verbuchen. Obschon die Bäretswiler viel Platz und Chancen hatten, gewannen sie mit einem nicht dem Spiel entsprechenden Abstand von zwei Toren mit 7:5. Die Bären freuten sich über den Sieg, aber es war auch jedem klar, das definitiv mehr gegangen wäre.
Bericht: Michael Ganz

Die Resultate vom 25.09.2022

Eine Woche nach dem Herren I und Herren III ist auch das Herren II in die diesjährige Meisterschaft gestartet. Das Team um Remo Kündig bekam es in der ersten Runde mit den zwei anderen Aufsteigern der Gruppe zu tun. Während man sich Elgg mit 3:5 knapp geschlagen geben musste, konnte man gegen Embrach den ersten Sieg ins Trockene bringen und mit 7:5 reüssieren.

Das Herren I hat bereits die zweite Runde hinter sich. Wiederum erkämpfte sich das Team 3 Punkte. UHC Wehntal Regensdorf, das letzte Saison die Playoffs unglücklich verpasst hat, wurde mit 6:5 bezwungen. Gegen den amtierenden Schweizermeister UHCevi Gossau erkämpfte sich die Mannschaft ein 4:4 Unentschieden.

Die Resultate vom Sonntag 25.09.2022:

Herren I:
UHC Wehntal Regensdorf vs. DT Bäretswil 5:6
UHCevi Gossau vs. DT Bäretswil 4:4

Herren II:
DT Bäretswil vs. UHC Elgg II 3:5
UHC B.S. Embrach II vs. DT Bäretswil 5:7

Herren 1 – ein solider erster Herbstsonntag

Bereits eine Woche nach dem Saisonauftakt in Gossau trafen sich die Teams der 1. Liga KF Gruppe 2 zum erneuten Kräftevergleich, die Bäretswiler mussten eine verhältnismässig lange Hinreise, es ging nach Widnau ganz im Osten des Landes, auf sich nehmen. Da die Spielzeiten aber mitten im Tag angesetzt waren, nahm man dieses Hindernis sportlich zur Kenntnis, schliesslich sind die anderen Spielorte diese Saison doch meist in der nicht allzuweiten Umgebung zu finden.

Doch nun zum Sportlichen:
Um 10.50 Uhr traf man auf den UHC Wehntal Regensdorf, der zu diesem Zeitpunkt alle drei Spiele der Saison verloren hatte. Die Bäretswiler waren deshalb vorgewarnt: Regensdorf würde alles daran setzen mit Punkten nach Hause zu fahren. Zumal das Team in der 1. Liga durchaus als etabliert gilt und als Mitkämpfer um einen Playoffplatz gehandelt wird. Das Spiel begann recht ausgeglichen mit wenig zwingenden Aktionen auf beiden Seiten. Die Bäretswiler waren konzentriert, vielleicht manchmal einen Tick zu nervös im Abschluss. Bis Osterwalder den Ball vors Tor brachte und Brunner im Slot Präsenz markierte und sogleich mit 1:0 vorlegte. Ins bisher eher etwas zurückhaltende Spiel der Regensdorfer kam nun Tempo, der Zug nach Vorne wurde stärker. Von dieser Reaktion liessen sich die Bäretswiler einmal mehr anstecken, doch statt ebenfalls Tempo und Präsenz zu erhöhen, kam nun trotz des Führungstreffers Hektik auf. Die Wehntaler liessen sich nicht zweimal bitten und drehten innert kurzer Zeit auf 2:1 zu ihren Gunsten, der Ausgleich erfolgte nach einem Ballverlust der Bäretswiler hinter dem eigenen Tor und einer Querverlagerung, die Führung gelang durch einen schönen Schuss von der Mitte. Als der Schiedsrichter Giovanni Orlando zur Halbzeit abpfiff, mussten die Bäretswiler also über die Bücher, auch wenn man sich einig war, dass noch einiges zu holen war, zumal man sehr grosszügig mit den eigenen Chancen umgegangen war, zuerst verfehlte man aus guten Abschlusspositionen mehrmals das Tor, danach scheiterte man mehrmals am gross aufspielenden Regensdorfer Schlussmann.

Die Reaktion nach der Pause folgte auf dem Fuss: Ganz erzielte den Ausgleich von halblinks, nur wenig später erhöhte er im Powerplay nach nur wenigen Sekunden in Überzahl auf Zuspiel von Heise auf 3:2. Nun hatten die Bäretswiler den Tritt ins Spiel wieder gefunden, sie waren dynamischer und kreativer. So konnte E.Meier auf einen wunderbaren Pass von Gysin einschieben und erstmals eine Zweitoreführung für die Oberländer realisieren. Doch Regensdorf wollte sich mit den neuen Verhältnissen nicht so schnell abfinden, auf denAnschlusstreffer zum 4:3 folgte alsbald der Ausgleich und beide Teams waren wieder zurück auf Feld 1, mit nur wenigen Minuten zu spielen. Nach dem Bully nach dem 4:4 nutzte Gysin eine kurze Aufmerksamkeitslücke in der Regensdorfer Abwehr, zog seinen Schuss auf und konnte den Ball zur erneuten Führung im Netz versenken. Nun warf Regensdorf alles ins Spiel – neben einer hohen spielerischen Qualität und 4:3 waren dies leider auch Beleidigungen und Beschimpfungen einzelner Spieler, die im Wortschatz zu führen einen Charakter sicherlich nicht auszeichnen – doch vorerst waren die Bäretswiler stärker und Heise konnte den sechsten Treffer für die Bäretswiler markieren, 6:4 stand es nun. Doch Regensdorf gab nicht auf, eine kleine Panne in der Absprache der Bäretswiler Defensive nutzten sie für einen Schuss aus der Distanz, etwas unglücklich rutschte er auch noch Kuratle unter dem Arm durch und plötzlich war der Anschluss wieder hergestellt. Die Bäretswiler konnten die Führung aber verteidigen und siegten letztlich zwar verdient, aber doch sehr knapp, mit 6:5.

Vor Saisonbeginn budgetiert wohl kaum ein Team Punkte gegen den UHCevi Gossau, seit Jahren setzt der amtierende Schweizermeister die Benchmark im Kleinfeld Unihockey. Gelingt es Cevi Punkte zu stehlen, kann das dem entsprechenden Team am Ende der Saison einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen einen Abstiegs- oder für einen Playoffplatz verschaffen.

Entsprechend erwarteten die Bäretswiler im zweiten Spiel des Tages keinen Spaziergang, doch man war gewillt noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, auch wenn man auf zwei Blöcke reduzieren musste, da Moser verletzungsbedingt ausfiel. Das Spiel gestalteten aber zu Beginn ganz wider Erwarten die Bäretswiler, sie liessen den Ball laufen und hatten Geduld. Auch war man definitiv heiss, hier etwas zu reissen, exemplarisch dafür steht das Tor von E.Meier, das dieser eiskalt erzielte, als er einen Ballwechsel im Gossauer Aufbau abfing. So war es also Bäretswil, das in Führung ging. Der Gossauer Ausgleich folgte jedoch nur kurz darauf mit einem gezielten Schuss ab der Mitte. Doch Bäretswil war im Spiel ebenbürtig und konnte seinerseits immer wieder anlaufen und stellte sich auch defensiv sehr geschickt dar. So war es S.Meier, der mit einem Airhook von hinter dem Tor die erneute Führung für Bäretswil sicherstellte. Kurz darauf war Gysin im Slot präsent und staubte gar einen Abpraller zur 3:1 Führung ab. Doch Cevi wäre nicht Cevi, wenn es nicht eine Reaktion auf diese zwei Tore in Petto gehabt hätte: Mit einem Schuss ins nahe Eck und einem zweiten ins weite, glich es kurz vor der Pause wieder aus, 3:3 stand es und das Spiel war wieder offen.

Nach der Pause wollte sich kein Team so schnell wieder geschlagen geben, konzentriert arbeiteten beide Teams in der Defensive und schenkten sich wenig. Doch plötzlich, fast ein wenig aus dem Nichts schoss Ganz aus spitzem Winkel und erwischte einen guten Moment, so dass Bäretswil abermals in Führung gehen konnte. Gossau intensivierte nun seine Bemühungen um den Ausgleich, der jedoch einfach nicht gelingen wollte, während auch Bäretswil seine Führung nicht ausbauen konnte. Aber auch das gefürchtete 4:3 der Gossauer brachte nicht den erwünschten Erfolg, die Bäretswiler hatten Punkte gerochen, die sie nach Hause nehmen wollten. Bereits liefen die letzten Spielminuten, Gossau war nun fast konstant in Ballbesitz, die Bäretswiler verteidigten so gut sie konnten, da kam ein vors Tor der Bäretswiler und Gossau konnte zum 4:4 ausgleichen. Captain Heise indes konnte sich das Lachen nicht verkneifen: Gekonnt wurde er zuvor an seinem Laufweg gehindert – gesperrt – einzig der Schiedsrichter wollte oder konnte die Aktion nicht sehen, weshalb der Treffer zählte. Mit 1:10 zu spielen war allen klar, dass ein allfälliges nächstes Tor alles oder nichts bedeuten würde. So bemühten sich auch beide Teams noch einmal um die Ballhoheit, zu einer gefährlichen Aktion kam es jedoch nicht mehr. Mit 4:4 trennen sich die beiden Teams aus dem Zürcher Oberland im Rheintal, ein Resultat, das die Verhältnisse auf dem Feld wohl ziemlich gut abbildet.

In zwei Wochen macht die Meisterschaft halt in Elgg, am Morgen treffen die Bäretswiler dann auf Spreitenbach, das gegen Rapperswil reüssieren konnte sowie auf Niederwil, das mit einem attraktiven und temporeichen Spiel auf sich aufmerksam macht.

Bäretswil: Kuratle; Ganz, Gysin, E. Meier; Brunner, S. Meier, Osterwalder; Heise, G. Meier,Moser
Bäretswil ohne Fischer (Ausland), Huber (Ferien), Schmitter (verletzt)