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Herren 1 – Alle guten Dinge sind drei

Nachdem die Gruppe 2 der 1. Liga KF letzten Sonntag eine Pause eingelegt hatte, traf man sich am Sonntag, 9. Oktober, wieder zum Kräftevergleich, diesmal im zürcherischen Elgg. Dass die Bäretswiler heute gleich um 9 Uhr antreten mussten, war sicherlich kein Nachteil: Die Spielstätte der Elgger besteht aus einer einzigen Einfachturnhalle, tief versenkt im Gebäude, das zu seinen weiteren Vorzügen zwei Garderoben und auf Männerseite je ein Pissoir und ein WC zählt, auf weitere Unterhaltungsangebote muss man verzichten, eingespielt wurde ganz nostalgisch während der Pause, zwischen den Spielen setzte oder stellte man sich einfach auf den freien Fleck, den man gerade fand. Immerhin hatten die Gastgeber die Grösse sich nicht eine einzelne eigene Garderobe zu reservieren, sonst wäre es für die anderen neun Teams definitiv eng geworden. Im Raum Winterthur gäbe es ja mit der Axa Arena bereits eine tolle Unihockeyhalle, vielleicht könnten einige Elgger ja mal ihre Beziehungen spielen lassen…

Doch nicht Elgg und seine Halle war Thema für die erste Mannschaft des DT Bäretswil, sondern Gegner Spreitenbach, der in der letzten Runde Rapperswil zu bezwingen vermocht hatte. Bäretswil wollte Spielkontrolle und startete mit drei Blöcken, mit dabei waren heute nach längerer Abwesenheit auch wieder Fischer sowie Rüdisühli, der ein Comeback gab. Bäretswil startete zwar ganz wacker in die Partie und hatte gute Spielanteile, aber auch Spreitenbach war wach und bereit etwas zu reissen. So waren es denn auch die Aargauer, die das erste Tor erzielten und den Bäretswilern zeigten, dass Mitspielen keine Option ist, wenn man gewinnen will. S. Meier fasste sich denn auch ein Herz und zog von hinter dem gegnerischen Tor in einem weiten Bogen um Abwehr und Torhüter der Spreitenbacher herum, nahm Mass und schoss, der Ausgleich war realisiert. Doch nicht viel später war es wieder Spreitenbach, das seine Chancen sehr effizient nutzte und immer wieder mit Schüssen von der Mitte gefährlich wurde, 2:1 der Zwischenstand. Bäretswil spielte weiterhin nicht schlecht, aber liess doch eine gewisse Hartnäckigkeit vermissen, auch war man noch zu oft mit dem Stock voraus in den Zweikämpfen, was zu vielen Freistössen führte. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte Ganz mit einem schönen Buebetrickli zum Ausgleich einschieben, kurz darauf erzielte S. Meier nach einem sehenswerten Schuss, abgegeben durch seine eigene Beine hindurch, das 3:2, dass der Ball den Weg ins Tor fand war trotz des technischen Husarenstücks etwas glücklich, doch auch die Bäretswiler nehmen gerne einen Vorsprung mit in die Pause.

In ebendieser Pause ermahnten Brunner und Heise die ganze Truppe, dass diese Leistung zu einem Sieg noch nicht reichen würde. Zu viel Platz liess man den Spreitenbachern, die, wenn sie zum Abschluss kommen, brandgefährlich sind.
Die Pausenansprache zeigte Wirkung: E. Meier erhöhte die Führung nach der Pause mit einem satten Schuss ins weite Eck zum 4:2, kurz darauf tankte S. Meier sich durch die Spreitenbacher Abwehr und erzielte seinen dritten persönlichen Treffer und Ganz baute nach einem Freistoss weiter aus. 6:2 stand es nun. Die Frage war: Waren dies die starken Bäretswiler Minuten gewesen und würde man es nun wieder gemütlicher angehen oder konnte man zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel tatsächlich mit einer Tordifferenz >1 beenden? Kurzfristig schien ersteres der Fall zu sein: Spreitenbach löste sich ein wenig aus der Schockstarre und gestaltete das Spiel aktiver mit und wurde wieder gefährlich, Bäretswil hingegen war oft wieder einen Tick später in den Zweikämpfen und liess defensiv wieder etwas mehr zu. So konnte Spreitenbach wieder mit zwei satten, präzisen Schüssen zum 4:6 aufholen. Nun könnte es noch einmal brenzlig werden. Auch auf ein hartes 4:3 mussten sich die Bäretswiler einstellen. Doch es war eben doch nicht wie in vergangenen Spielen: Alle drei Blöcke spielten nach den zwei Gegentreffern wieder clever, verwalteten den Ball und kontrollierten so Spiel und Vorsprung. Ganz konnte einen Wechsel der Spreitenbacher ausnutzen und nach einem starken Antritt gemütlich aufs Spreitenbacher Tor ziehen, um den Torhüter herum spazieren und einschieben. Mehr als ein Spreitenbacher war zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Feld, dass die Bäretswiler gleichzeitig wechselten und in der Euphorie über Ganz‘ Genialität fast zu sechst auf dem Feld standen, sah zum Glück kaum jemand… Nun kam aber Spreitenbach mit vier Feldspielern. Doch G. Meier, schnappte sich den Ball, es wurde für einmal kein Stockschlag gepfiffen und er konnte ins leere Tor einlegen, noch bevor Spreitenbach auch nur in die Nähe des Bäretswiler Tors gekommen war. Den Schlusspunkt setzte dann E. Meier wieder ins leere Tor, zum Schlussresultat von 9:4. Chancen hätte Bäretswil zwar noch mehr gehabt, doch entweder war der Gedanke einen Kuchen fürs zehnte Tor zu backen abschreckend genug für die Bäretswiler oder man fühlte sich mit fünf Toren Vorsprung etwas zu sehr ausserhalb der gewohnten knappen Spielstände, dass man sich nicht weiter vorwagte. Der Sieg war also Tatsache und zwei Punkte wurden dem Bäretswiler Konto gutgeschrieben.

Im zweiten Spiel des Tages stand mit Niederwil ein nominell härterer Brocken auf dem Programm: Letzte Runde siegte es in einer wahrhaftigen Schlacht gegen Cazis und wer sich in den Spielberichten über die Truppe schlau macht stolpert immer wieder über die Gebrüder Thaddey, die zwei Drittel einer der besten Linien dieser Liga ausmachen. Den Bäretswilern war klar, dass allfällige Punkte in diesem Spiel hart erarbeitet werden mussten. Und Niederwil zeigte mit dem vermutlich schnellsten Tor der Saison, dass es nur einen kurzen Moment der Unachtsamkeit braucht: Am Bully wurde der Ball gekonnt nach rechts geschoben, von dort schloss Thaddey (?, es ging so schnell und der Autor dieses Berichts will ja eigentlich Bälle fangen und nicht Namen merken) satt und durch die verdutzten Bäretswiler ab, es stand schon 1:0. Doch die Bäretswiler vermochten sich zu fangen, waren nun in der Defensive bereit und konnten mit dem eigenen Ballbesitz auch umgehen. So war es Fischer der bei einem Freistoss von Heise bedient wurde und den Ball ins Tor schlenzte. Und kurz darauf konnte auch Ganz wieder reüssieren, so stand es nun plötzlich 2:1 für Bäretswil. Eine Strafe gegen Niederwil sorgte sogar dafür, dass man die Chance hatte diese Führung auszubauen. Dabei spielte sich am Rand eine merkwürdige Szene ab. Trotz klarem Abpfiff des Schiedsrichters stoppte das Spielsekretariat die Zeit nicht. Die Bäretswiler Bank intervenierte heftig beim Schiedsrichter, dieser erklärte jedoch (bei immer noch laufender Zeit), dass er nicht zuständig für das Stoppen der Zeit sei. Den Bäretswilern als Vertreter der Philosophie des Schiedsrichterabsolutismus leuchtete diese Begründung nun gar nicht ein. Leider half dies dem Powerplay sehr wenig, die Unruhe auf der Bank, gepaart mit der verschenkten Zeit, führte zu keinem nennenswerten Ergebnis in Überzahl. Das Spiel war also weiterhin knapp und umkämpft. Da trat wieder Fischer in Aktion. Vor dem Niederwiler Gegenspieler erreichte er den Slot und konnte den dort eintreffenden Ball entscheidend ins Tor ablenken. Doch von Freude keine Spur, das neue Resultat lautete 2:2, der Pass in den Bäretswiler Slot war nicht für Fischer bestimmt und etwas unglücklich wurde das Spiel nun wieder knapper. Kurz vor Schluss dann noch ein Getümmel vor dem Bäretswiler Tor, Niederwil gelingt es nicht recht den aufspringenden Ball unter Kontrolle zu bringen und abzuschliessen, der Schiedsrichter sieht allerdings auch, dass die Bäretswiler Verteidigung mehr als nur regelkonforme Mittel anwendet und pfeift zum Penalty.
Diesen verwertet Niederwil abgebrüht und ohne Tamtam: Anlaufen, scharfer Laser ins linke Eck, 3:2 für Niederwil mit nur etwas mehr als einer Minute in der ersten Halbzeit. In der Pause darum Anpassungen in den Bäretswiler Blöcken, man spürte, dass man dran war, aber wenn man die gefürchtete erste Linie nicht unter Kontrolle brachte, würde man keine Punkte mit nach Hause nehmen. Der Plan war also klar, nun mussten den Worten Taten folgen.

Was geschah also in der zweiten Spielhälfte? Beide Teams spielten ruhig und kontrolliert und versuchten mehr Spielanteile zu halten. Bäretswil war etwas disziplinierter und arbeitete besonders in der Defensive aufopfernd und konsequent. Dann ein Ballgewinn in der gegnerischen Zone, Rüdisühli wurde der Ball zugespielt, eigentlich erwartete man, dass er den Ball wieder zurückspielt, doch mit wenig Platz schoss er ansatzlos und erwischte die Niederwiler Defensive eiskalt. So stand es 3:3 das Spiel war wieder völlig offen. Auf beiden Seiten gab es plötzlich wieder mehr Chancen je mehr Zeit verstrichen war desto näher dran waren beide Teams an der Führung. Niederwil versuchte zwischendurch den Sieg durch ein punktuelles 4:3 zu erzwingen, doch die echten Chancen boten sich nicht. Diese boten sich erst in den letzten eineinhalb Spielminuten: Bei einer Querverlagerung stand ein Niederwiler auf einmal ganz allein vor Kuratle, der den Schuss mit der Maske abwehren konnte. Kurz darauf liessen die Bäretswiler den Ball vor dem eigenen Tor bei einer „Ballübergabe“ einfach liegen, Niederwil hätte eigentlich nur noch einschieben müssen, doch irgendwie traf der Ball wiederum den am Boden liegenden Kuratle und der eine Punkt konnte mit Furcht und Zittern doch noch errungen werden.

Somit hat Bäretswil in der dritten Runde wiederum drei Punkte geholt, zum dritten Mal diese Saison. Nach einem Drittel der Meisterschaft steht man auf dem dritten Rang und am dreiundzwanzigsten Oktober geht es dann weiter mit Spielen gegen die beiden Tabellennachbarn Cazis und Elgg. Vorher steht aber noch ein Cup Leckerbissen auf dem Programm: Am Freitag 14. Oktober, empfängt der DT Bäretswil um 21.00 Cupsieger SV Wiler-Ersigen II in der MZH Dorf zum Ligacup Achtelfinal. Zuschauende und lautstarke Fans sind wie immer herzlich willkommen.

Bäretswil: Kuratle; Ganz, Gysin, E. Meier; Rüdisühli, S. Meier, Osterwalder; Heise, G. Meier, Fischer; Brunner, Moser
Bäretswil ohne Brodbeck (Militär)Huber (Ferien), Schmitter (Ferien)

Herren II – das zweite Team der Bären erkundet neues Jagdrevier

Nach dem Sieg der letzten Meisterschaft in der 4. Liga machte sich das Herren II auf zur ersten Runde in der neuen Liga.
Mit viel Selbstvertrauen und gleichzeitig einer Prise Respekt starteten sie ins erste Spiel gegen den UHC Elgg II, der ebenfalls aus der 4. Liga nach oben stieg.
Die Bären zeigten sich zu Beginn des Spiels noch schüchtern und zurückhaltend. Der Gegner bekam viel Platz, nutzte die Trägheit unserer Mannschaft gekonnt aus und ging gleich mit 3:0 in Führung. Ein glückliches Tor konnten die Bäretswiler via Beine des Gegners doch noch verbuchen. Zur Pause 3:1.
Der Spielerat hat das Spiel korrekt analysiert, und die Mannschaft auf die zweite Hälfte vorbereitet. Der Unterschied war deutlich zu erkennen. Leider konnten die Elgger trotzdem erneut mit einem Tor in die Halbzeit starten. Doch unsere beiden 4er-Linien liessen nun keinen Platz mehr, erschwerten die Auslösungen der Gegner und liessen sich auch nicht mehr so leicht Überlaufen. Siehe da, so fielen auch die Tore. 5 Minuten vor Schluss ging unser Hüter des Tores auf die Bank, nicht weil ihm die Kräfte fehlten, aber das Spielte sollte noch gedreht werden. So gelang der Anschlusstreffer im 4 gegen 2 nach einer Strafe. Es stand 3:4. Durch einen unglücklichen Pass rollte der Ball dann in der letzten Minute langsam ins eigene Tor, und die Bäretswiler standen wieder mit 2 Tor Rückstand da.
Es wurde bis zum Schluss gekämpft. Am Resultat änderte sich nichts mehr. Obwohl die beiden Mannschaften auf Augenhöhe kämpften, gewannen die Elgger zu Recht.

Nach einer kurzen Pause starteten die Bären erneut gegen einen Aufsteiger.
UHC Embrach II stand auf dem Menüplan. Eine Mannschaft mit schnellen Beinen und langen Stöcken. Die Bäretswiler merkten schnell, dass sie in der Spielintelligenz überlegen waren, und konnten oft den vordersten Mann ohne grosse Mühe ausspielen und mit 3 gegen 2 auf den Torhüter des Gegners laufen.
Chancen waren da, doch die Tore fielen jedoch nicht so oft wie gewollt. Zur Pause stand es 3:1 für uns.
Obwohl die Taktik des Gegners sehr schnell ersichtlich war, waren die Bäretswiler dann doch nicht auf die blinden Pässe in den Slot gefasst, und so konnten die Embracher in der zweiten Hälfte doch noch 4 Treffer verbuchen. Obschon die Bäretswiler viel Platz und Chancen hatten, gewannen sie mit einem nicht dem Spiel entsprechenden Abstand von zwei Toren mit 7:5. Die Bären freuten sich über den Sieg, aber es war auch jedem klar, das definitiv mehr gegangen wäre.
Bericht: Michael Ganz

Die Resultate vom 25.09.2022

Eine Woche nach dem Herren I und Herren III ist auch das Herren II in die diesjährige Meisterschaft gestartet. Das Team um Remo Kündig bekam es in der ersten Runde mit den zwei anderen Aufsteigern der Gruppe zu tun. Während man sich Elgg mit 3:5 knapp geschlagen geben musste, konnte man gegen Embrach den ersten Sieg ins Trockene bringen und mit 7:5 reüssieren.

Das Herren I hat bereits die zweite Runde hinter sich. Wiederum erkämpfte sich das Team 3 Punkte. UHC Wehntal Regensdorf, das letzte Saison die Playoffs unglücklich verpasst hat, wurde mit 6:5 bezwungen. Gegen den amtierenden Schweizermeister UHCevi Gossau erkämpfte sich die Mannschaft ein 4:4 Unentschieden.

Die Resultate vom Sonntag 25.09.2022:

Herren I:
UHC Wehntal Regensdorf vs. DT Bäretswil 5:6
UHCevi Gossau vs. DT Bäretswil 4:4

Herren II:
DT Bäretswil vs. UHC Elgg II 3:5
UHC B.S. Embrach II vs. DT Bäretswil 5:7

Herren 1 – ein solider erster Herbstsonntag

Bereits eine Woche nach dem Saisonauftakt in Gossau trafen sich die Teams der 1. Liga KF Gruppe 2 zum erneuten Kräftevergleich, die Bäretswiler mussten eine verhältnismässig lange Hinreise, es ging nach Widnau ganz im Osten des Landes, auf sich nehmen. Da die Spielzeiten aber mitten im Tag angesetzt waren, nahm man dieses Hindernis sportlich zur Kenntnis, schliesslich sind die anderen Spielorte diese Saison doch meist in der nicht allzuweiten Umgebung zu finden.

Doch nun zum Sportlichen:
Um 10.50 Uhr traf man auf den UHC Wehntal Regensdorf, der zu diesem Zeitpunkt alle drei Spiele der Saison verloren hatte. Die Bäretswiler waren deshalb vorgewarnt: Regensdorf würde alles daran setzen mit Punkten nach Hause zu fahren. Zumal das Team in der 1. Liga durchaus als etabliert gilt und als Mitkämpfer um einen Playoffplatz gehandelt wird. Das Spiel begann recht ausgeglichen mit wenig zwingenden Aktionen auf beiden Seiten. Die Bäretswiler waren konzentriert, vielleicht manchmal einen Tick zu nervös im Abschluss. Bis Osterwalder den Ball vors Tor brachte und Brunner im Slot Präsenz markierte und sogleich mit 1:0 vorlegte. Ins bisher eher etwas zurückhaltende Spiel der Regensdorfer kam nun Tempo, der Zug nach Vorne wurde stärker. Von dieser Reaktion liessen sich die Bäretswiler einmal mehr anstecken, doch statt ebenfalls Tempo und Präsenz zu erhöhen, kam nun trotz des Führungstreffers Hektik auf. Die Wehntaler liessen sich nicht zweimal bitten und drehten innert kurzer Zeit auf 2:1 zu ihren Gunsten, der Ausgleich erfolgte nach einem Ballverlust der Bäretswiler hinter dem eigenen Tor und einer Querverlagerung, die Führung gelang durch einen schönen Schuss von der Mitte. Als der Schiedsrichter Giovanni Orlando zur Halbzeit abpfiff, mussten die Bäretswiler also über die Bücher, auch wenn man sich einig war, dass noch einiges zu holen war, zumal man sehr grosszügig mit den eigenen Chancen umgegangen war, zuerst verfehlte man aus guten Abschlusspositionen mehrmals das Tor, danach scheiterte man mehrmals am gross aufspielenden Regensdorfer Schlussmann.

Die Reaktion nach der Pause folgte auf dem Fuss: Ganz erzielte den Ausgleich von halblinks, nur wenig später erhöhte er im Powerplay nach nur wenigen Sekunden in Überzahl auf Zuspiel von Heise auf 3:2. Nun hatten die Bäretswiler den Tritt ins Spiel wieder gefunden, sie waren dynamischer und kreativer. So konnte E.Meier auf einen wunderbaren Pass von Gysin einschieben und erstmals eine Zweitoreführung für die Oberländer realisieren. Doch Regensdorf wollte sich mit den neuen Verhältnissen nicht so schnell abfinden, auf denAnschlusstreffer zum 4:3 folgte alsbald der Ausgleich und beide Teams waren wieder zurück auf Feld 1, mit nur wenigen Minuten zu spielen. Nach dem Bully nach dem 4:4 nutzte Gysin eine kurze Aufmerksamkeitslücke in der Regensdorfer Abwehr, zog seinen Schuss auf und konnte den Ball zur erneuten Führung im Netz versenken. Nun warf Regensdorf alles ins Spiel – neben einer hohen spielerischen Qualität und 4:3 waren dies leider auch Beleidigungen und Beschimpfungen einzelner Spieler, die im Wortschatz zu führen einen Charakter sicherlich nicht auszeichnen – doch vorerst waren die Bäretswiler stärker und Heise konnte den sechsten Treffer für die Bäretswiler markieren, 6:4 stand es nun. Doch Regensdorf gab nicht auf, eine kleine Panne in der Absprache der Bäretswiler Defensive nutzten sie für einen Schuss aus der Distanz, etwas unglücklich rutschte er auch noch Kuratle unter dem Arm durch und plötzlich war der Anschluss wieder hergestellt. Die Bäretswiler konnten die Führung aber verteidigen und siegten letztlich zwar verdient, aber doch sehr knapp, mit 6:5.

Vor Saisonbeginn budgetiert wohl kaum ein Team Punkte gegen den UHCevi Gossau, seit Jahren setzt der amtierende Schweizermeister die Benchmark im Kleinfeld Unihockey. Gelingt es Cevi Punkte zu stehlen, kann das dem entsprechenden Team am Ende der Saison einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen einen Abstiegs- oder für einen Playoffplatz verschaffen.

Entsprechend erwarteten die Bäretswiler im zweiten Spiel des Tages keinen Spaziergang, doch man war gewillt noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, auch wenn man auf zwei Blöcke reduzieren musste, da Moser verletzungsbedingt ausfiel. Das Spiel gestalteten aber zu Beginn ganz wider Erwarten die Bäretswiler, sie liessen den Ball laufen und hatten Geduld. Auch war man definitiv heiss, hier etwas zu reissen, exemplarisch dafür steht das Tor von E.Meier, das dieser eiskalt erzielte, als er einen Ballwechsel im Gossauer Aufbau abfing. So war es also Bäretswil, das in Führung ging. Der Gossauer Ausgleich folgte jedoch nur kurz darauf mit einem gezielten Schuss ab der Mitte. Doch Bäretswil war im Spiel ebenbürtig und konnte seinerseits immer wieder anlaufen und stellte sich auch defensiv sehr geschickt dar. So war es S.Meier, der mit einem Airhook von hinter dem Tor die erneute Führung für Bäretswil sicherstellte. Kurz darauf war Gysin im Slot präsent und staubte gar einen Abpraller zur 3:1 Führung ab. Doch Cevi wäre nicht Cevi, wenn es nicht eine Reaktion auf diese zwei Tore in Petto gehabt hätte: Mit einem Schuss ins nahe Eck und einem zweiten ins weite, glich es kurz vor der Pause wieder aus, 3:3 stand es und das Spiel war wieder offen.

Nach der Pause wollte sich kein Team so schnell wieder geschlagen geben, konzentriert arbeiteten beide Teams in der Defensive und schenkten sich wenig. Doch plötzlich, fast ein wenig aus dem Nichts schoss Ganz aus spitzem Winkel und erwischte einen guten Moment, so dass Bäretswil abermals in Führung gehen konnte. Gossau intensivierte nun seine Bemühungen um den Ausgleich, der jedoch einfach nicht gelingen wollte, während auch Bäretswil seine Führung nicht ausbauen konnte. Aber auch das gefürchtete 4:3 der Gossauer brachte nicht den erwünschten Erfolg, die Bäretswiler hatten Punkte gerochen, die sie nach Hause nehmen wollten. Bereits liefen die letzten Spielminuten, Gossau war nun fast konstant in Ballbesitz, die Bäretswiler verteidigten so gut sie konnten, da kam ein vors Tor der Bäretswiler und Gossau konnte zum 4:4 ausgleichen. Captain Heise indes konnte sich das Lachen nicht verkneifen: Gekonnt wurde er zuvor an seinem Laufweg gehindert – gesperrt – einzig der Schiedsrichter wollte oder konnte die Aktion nicht sehen, weshalb der Treffer zählte. Mit 1:10 zu spielen war allen klar, dass ein allfälliges nächstes Tor alles oder nichts bedeuten würde. So bemühten sich auch beide Teams noch einmal um die Ballhoheit, zu einer gefährlichen Aktion kam es jedoch nicht mehr. Mit 4:4 trennen sich die beiden Teams aus dem Zürcher Oberland im Rheintal, ein Resultat, das die Verhältnisse auf dem Feld wohl ziemlich gut abbildet.

In zwei Wochen macht die Meisterschaft halt in Elgg, am Morgen treffen die Bäretswiler dann auf Spreitenbach, das gegen Rapperswil reüssieren konnte sowie auf Niederwil, das mit einem attraktiven und temporeichen Spiel auf sich aufmerksam macht.

Bäretswil: Kuratle; Ganz, Gysin, E. Meier; Brunner, S. Meier, Osterwalder; Heise, G. Meier,Moser
Bäretswil ohne Fischer (Ausland), Huber (Ferien), Schmitter (verletzt)

Herren 1 – 3 Punkte zum Saisonstart

Am 18. September war es endlich soweit: Die Saison 22/23 begann fürs Herren I, die Anreise war nicht weit – man durfte in der Gossauer AL Arena antreten, die Spielzeiten um 14.30 Uhr und 16.20 Uhr lockten auch einige Bäretswiler Fans in die Halle.

Im ersten Spiel der neuen Saison traf man auf einen der drei Aufsteiger, das UHT LC Rapperswil-Jona. Doch vorbei sind die Zeiten, in denen „Aufsteiger“ mit Punktelieferant gleichzusetzen war (wenn es diese denn je gab). So sichteten die Bäretswiler mit Grossfeld Erfahrung auch beim Einschiessen ein ehemaliges NLA Profil in den Reihen der Rapperswiler. Überhaupt war man sich bei den Bäretswilern im Klaren darüber, dass der Gegner körperlich sicher eher auf der robusten Seite steht und dementsprechend ein hartes Spiel anstehen würde.

Die ersten 10 Minuten im Spiel gestalteten sich auch dementsprechend mühsam: Rapperswil mit viel Ballbesitz und hin und wieder auch einer guten Chance, die Huber im Tor jedoch parieren konnte, Bäretswil eher in Defensivarbeit vertieft und mit Schwierigkeiten den Rhythmus zu finden. Nach einem langen Stand von 0:0 dann ein Powerplay für Bäretswil: die Chance einen Vorsprung zu erzielen und das Spiel aktiver zu gestalten. Jedoch, es kam anders: Nach einem Ballverlust und einem Missverständnis im Bäretswiler Überzahlblock, konnte plötzlich Rapperswil-Jona alleine aufs Tor ziehen und eiskalt einnetzen. 0:1 aus Sicht der Bäretswiler. Die Strafe war damit natürlich nicht beendet. So stellte sich der Powerplayblock noch einmal auf, und Osterwalder konnte nach kurzer Zeit ausgleichen. Die Bilanz nach dem ersten Powerplay: Eine rote Null.
Scheinbar war Bäretswil jetzt aber etwas aufgeweckter, man hatte mehr Ballbesitz und konnte das Spiel aktiver gestalten, auch wenn man oft noch einen Schritt zu spät in die Zweikämpfe kam. So fasste sich Heise nun ein Herz und schoss von Höhe Mittellinie auf Schienbeinhöhe knapp am Tor vorbei, doch Schmitter war bereit, jagte dem Ball nach und dank der sehr abprallfreundlichen Gossauer Banden konnte er mit der Rückhand zum 2:1 für Bäretswil abstauben. Mit einer Führung ging es so in die Pause.

In der zweiten Hälfte müsste nun eine Steigerung folgen, wollten die Bäretswiler im ersten Spiel wirklich einen Erfolg feiern. Doch wieder jubelten die Rapperswiler zuerst über den Ausgleich, nachdem Huber schon in der ersten gegnerischen Aktion nach der Pause eine fast 100%ige Torchance zunichte gemacht hatte. G. Meier hatte jedoch eine Antwort bereit und konnte Aufsehen erregend volley das 3:2 erzielen. Sein Bruder E. Meier erhöhte kurz darauf auf 4:2 und nun hatten die Bäretswiler das Spiel erstmals etwas unter Kontrolle. Zwar musste man noch das 4:3 hinnehmen, doch Osterwalder konnte alsbald auf 5:3 erhöhen. Indessen waren bereits die letzten drei Speilminuten angebrochen und mit dem Rapperswiler Timeout war klar, dass man nun den Rest des Spiels ein 4 gegen 3 verteidigen müsste. Doch bereits im ersten Einsatz gelang den Rapperswilern der Anschlusstreffer zum 5:4, der Schuss passte haargenau unter die Latte. Was nun folgte war einmal mehr ein Abschnitt im Kapitel „Wie man die Nerven nicht bewahrt“. Mehrmals verpasste man das leere Tor und gewährte so den Rapperswilern wieder den Ballbesitz und die Chance auf den Ausgleich, nur Huber und die für die Bäretswiler arbeitende Zeit verhinderten diesen, so dass der erste, sehr knappe, Sieg der Saison gefeiert werden konnte.

Im zweiten Spiel traf man auf den UHC Flyers Widnau, den man im Cup vor 10 Tagen letztmals knapp schlug. Allen war klar, eine Steigerung war nötig, wollte man den zweiten Sieg des Tages in trockene Tücher bringen. Das Spiel begann dann auch sehr zugunsten der Bäretswiler – nicht zuletzt weil man vieles richtig machte: Man behielt den Ball kontrolliert in den eigenen Reihen, war körperlich und mental präsent, und lief nicht in die gefährlichen Konter. So konnte auch S. Meier den ersten Treffer bejubeln, ein Weitschuss fand seinen Weg ins Tor, während dem Widnauer Goalie keine Sicht auf die Schussabgabe gewährt wurde. Kurz darauf erzielte G. Meier den Treffer zum 2:0. „So geht Unihockey“, dachten die Bäretswiler und arbeiteten munter auf den nächsten Treffer hin. Einzig, spielte man zu Anfang kontrolliert und clever, schlichen sich nun blinde Pässe und Zuordnungsfehler ein, kaum verwunderlich, dass Widnau nun auch zum Zug kam und den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen konnte. Zwar konnte E. Meier noch zum 3:1 erhöhen, doch die Bäretswiler Coolness war auf einmal wie weggeblasen. Widnau konnte mit zwei wunderschönen Querverlagerungen zur Pause auf 3:3 ausgleichen.

Wer nach der Pause auf eine Reaktion der Bäretswiler gehofft hatte, wurde enttäuscht, plötzlich ging Widnau mit 3:4 in Führung und man musste einem Rückstand nachrennen, darauf hätte nach den ersten 5 Spielminuten wohl niemand gewettet. S. Meier konnte zwar kurz darauf quittieren, doch Widnau hatte Blut geleckt und konnte mit zwei Toren innerhalb relativ kurzer Zeit auf 6:4 erhöhen. Die Bäretswiler hatten zu diesem Zeitpunkt relativ wenig entgegenzusetzen und wenn, dann scheiterten sie an einem sehr starken Widnauer Torhüter. Erst spät im Spiel konnte G. Meier den Anschlusstreffer zum 5:6 bejubeln, mit noch ca. 2 Minuten zu spielen nahm Bäretswil sein Timeout und ersetzte Torhüter Kuratle beim nächsten Ballbesitz durch einen vierten Feldspieler. Nachdem man sich in der gegnerischen Hälfte festgesetzt hatte, genügte ein Laserpass Heises auf S. Meier, der den Ausgleich zum 6:6 erzielte. Im Anschluss hatten beide Teams noch die Chance, den Führungs- und Siegtreffer zu erzielen. Am Ende blieb es jedoch beim 6:6 unentschieden, alles in allem für die Bäretswiler sicher ein gewonnener Punkt, nicht zuletzt dank den drei Gebrüdern Meier, die für die Torproduktion in allen Blöcken verantwortlich waren. Der DT Bäretswil grüsst nun nach der ersten Runde vom vierten Platz, bereits am 25. September geht es schon weiter, in Widnau stehen mit Regensdorf und Cevi Gossau zwei Teams auf dem Programm, die einen ganz unterschiedlichen Saisonstart hatten.

Bäretswil: Huber, Kuratle; Ganz, Gysin, E. Meier; Brunner, S. Meier, Osterwalder; Fischer, Heise, G. Meier, Schmitter

Saisonstart mehrheitlich positiv

Das Fanionteam bekam es zum Saisonauftakt gleich mit zwei Aufsteigern zu tun. Während die letzte Begegnung mit LC Rapperswil-Jona bereits Jahre her ist, hat man sich mit dem UHC Flyers Widnau erst kürzlich im Cup duelliert und knapp gewonnen. Nach einem knappen 5:4 Erfolg gegen Rappi, war das Spiel gegen Widnau wiederum eine enge Angelegenheit. Schlussendlich trennten sich die beiden Mannschaften 6:6 unentschieden.

Das Herren III darf sich ebenfalls über die ersten Punkte freuen. Das erste Spiel der Meisterschaft konnte man gegen die Jets mit 8:6 für sich entscheiden. Im zweiten Spiel setzte es dann aber eine knappe 5:6 Niederlage gegen die Black Barons aus Wil ab.

Die Resultate vom Sonntag 18.09.2022:

Herren I:
DT Bäretswil vs. LC Rapperswil-Jona 5:4
UHC Flyers Widnau vs. DT Bäretswil 6:6

Herren III:
DT Bäretswil vs. Kloten-Dietlikon Jets IV 8:6
Black Barons Wil II vs. DT Bäretswil 6:5

Start in die Saison 22/23

An diesem Sonntag startet sowohl das Herren I, als auch das Herren III in die neue Saison. Man darf gespannt sein, wie sich die Teams in der neuen Saison präsentieren. Während die erste Mannschaft bereits zwei Cupspiele und den Surseecup absolviert hat, ist es für die dritte Mannschaft der erste Ernstkampf.

Die Spiele vom Sonntag, 18.09.2022:

14:30 Herren I vs. LC Rapperswil Jona (AL arena, Gossau ZH)
16:20 Herren I vs. UHC Flyers Widnau (AL arena, Gossau ZH)

15:25 Herren III vs. Kloten-Dietlikon Jets IV (Kanti Halle Wil, Wil SG)
17:15 Herren III vs. Black Barons Wil II (Kanti Halle Wil, Wil SG)

Viel Erfolg!

Saisonausblick

Trotz Corona und einzelnen Spielern, welche sich dadurch vom Unihockeysport verabschiedet haben, kann DT Bäretswil auch in der kommenden Saison eine 3. Mannschaft stellen. Bei diesem Team steht die Entwicklung von jungen Spielern für die Zukunft im Vordergrund. Aufgrund von diversen langjährigen Leistungsträgern, welche die Mannschaft mit genügend Erfahrung ausstatten, werden jedoch auch Erfolgserlebnisse und gute Resultate angestrebt. Mit dem Mix aus routinierten Spieler und Unihockeyneulingen, konnte eine gute Mischung gefunden werden. Es sollen alle Spieler herausgefordert werden und sich auf dem individuellen Niveau weiterentwickeln.

Als Herren III – Team soll aber vor allem auch in die Gemeinschaft und den Teamspirit investiert werden. Man möchte die Freude am Unihockey auf dem Spielfeld zelebrieren und mit Ehrgeiz, jedoch ohne Verbissenheit, ans Werk gehen. Das Team will einen guten Umgang untereinander pflegen und gegen aussen ein Vorbild für andere Mannschaften sein.

Die Mannschaft möchte mit Freunde und gutem Vorbild mitspielen. Das Team wird durch einen Spielerrat geleitet und strebt Das Team wird durch einen Spielerrat geleitet und strebt einen Tabellenplatz in der vorderen Hälfte an. (rk)

Revanche geglückt: Das Herren 1 siegt im Cup gegen Widnau

Am Donnerstag, 8. September traf das Fanionteam des DT Bäretswil im Liga-Cup 1/16 Final auf den UHC Flyers Widnau, einem diesjährigen Ligakonkurrenten, der letztes Jahr – notabene als 2. Ligist – im Cup gegen das Herren 1 noch die Oberhand behalten hatte. Die Bäretswiler waren also gewarnt und freuten sich auf die Möglichkeit einer Revanche.

Trotz der ungewohnten werktäglichen Anpfiffszeit – eine Terminkollision Widnau führte ganz unverhofft zu einem Bäretswiler Heimspiel unter der Woche – fanden sich einige durchaus auch lautstarke Zuschauende in der MZH Dorf in Bäretswil ein. Die Bäretswiler begannen das erste Drittel etwas verhalten, zwar sehr konzentriert in der Defensive, jedoch mit nur kaum nennbarem offensivem Spektakel. So eröffnete Widnau das Score bereits in der vierten Minute mit dem 1:0. Danach passierte lange wenig: Widnau mit viel Ballbesitz, Bäretswil kontrolliert in der Defensive, oft etwas fantasielos nach vorne. In der 15. Minute musste so auch noch das 2:0 hingenommen werden. Gegen Ende des ersten Drittels überschlugen sich die Ereignisse dann: Im Powerplay reüssierte Ganz auf Zuspiel von Heise das erste Mal für die Bäretswiler. Nur eine halbe Minute später erfolgte der Ausgleich durch Heise und nur gerade eineinhalb Minuten vor Drittelsende ging Bäretswil durch E. Meier zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Das Bäretswiler Spiel war nun auch offensiv intensiver und spektakulärer.

Mit diesem Schwung starteten die Bäretswiler sodann auch ins 2. Drittel. Obwohl den Widnauern noch der Ausgleich gelang, knüpften die DT Spieler nun an den Schluss des ersten Drittels an innerhalb von fünf Spielminuten erzielten S. Meier auf Zuspiel von Weissenberger, Osterwalder auf Zuspiel von S. Meier und Captain Heise die Tore 4-6 für die Bäretswiler. War nun zur Spielhälfte der Bann gebrochen und würde dies ein gemütliches Zürcher Oberländer Unihockeyfest? Die Gäste aus dem Rheintal jedenfalls bäumten sich wieder auf und kämpften sich eindrücklich zurück ins Spiel. Nur kurz nach dem Anschlusstreffer zum 4:6 holten sich die Bäretswiler nach einem Freistoss eine Strafe wegen Abstandes, im starken Boxplay mit einem überragenden Huber im Tor, der jeden Schuss mirakulös blockte, kassierten die Bäretswiler eine weitere Strafe, die zu Kopfschütteln führte, weil sie nicht so recht nahvollziehbar schien. So wurde die Zeit in Unterzahl nun verdoppelt und trotz starkem EInsatz im Boxplay fiel 30 Sekunden vor Schluss der zweiten Strafe der Anschlusstreffer zum 5:6 aus Widnauer Sicht. Die Bäretswiler waren nun trotz Führung sichtlich verunsichert, der Elan aus der ersten Drittelshälfte fehlte weitestgehend. Etwas glücklich fand ein Pass von E. Meier dann doch seinen Weg vors Tor, wo Ganz noch einstochern konnte, der Zweitoreabstand war wiederhergestellt. Postwendend kam jedoch die Widnauer Antwort: der Anschlusstreffer zum 6:7, was auch das Pausenresultat war. Für das letzte Drittel war also noch einmal Spannung angesagt.

Die Spannung entlud sich auch bald: Die Flyers kehrten das Spiel im letzten Drittel nach fünf Minuten mit einem Doppelschlag in ein 8:7, nun waren plötzlich die Bäretswiler wieder im Rückstand und mussten das Spiel wieder aktiver gestalten, wollten sie noch weiter am Cup Wettbewerb teilnehmen. Es kam nun auch wieder zu erhöhtem Verkehr vor dem Tor der St. Galler, die aber weiterhin kompakt standen und ihr Tor mit vollem Körpereinsatz verteidigten. Das manchmal wohl etwas zu viel an Einsatz führte zu einem Penalty, welchen Heise abgeklärt zum Ausgleich nutzte. Keine zwei Spielminuten später wieder eine ähnliche Szene: Heise wurde mit der Hand am Abschluss gehindert und durfte zum zweiten Mal zum Penalty antreten. Auch dieser war an Trockenheit kaum zu überbieten: mit einer zweiten, schnörkellosen Variante stellte er die Bäretswiler Führung wieder sicher. Was nun folgte war eine nervliche Achterbahn für alle Zuschauenden: Eine Strafe gegen Bäretswil und etliche 4:3 Phasen der Widnauer stellten die Bäretswiler Defensive arg auf den Prüfstand. Doch defensiv hatte man einen Plan und immer und überall war auch wieder Huber zur Stelle, flink wie ein Wiesel, sicher wie eine Wand. Sobald der Ballbesitz jedoch in die Bäretswiler Reihen wechselte, liess auch die Cleverness nach: Schüsse von hinter der Mittellinie ins Nirgendwo, Ballverluste in der eigenen Zone, mehrmaliges Verpassen des leeren Tores. Zehn Minuten lang quälten die Bäretswiler ihre Fans mit solchen Szenen, während Widnau immer wieder anrannte, versuchte, letztlich aber an Huber oder der einem zu verschnörkelten Spiel scheiterte. So war die Schlusssirene wohl für alle Einheimischen eine grosse Erlösung. Die Freude über die Qualifikation in den 1/8 Final überwiegt zwar. Doch es ist klar: Es sind Hausaufgaben zu erledigen. In der nächsten Runde wartet Cupsieger SV Wiler-Ersigen und die Meisterschaft beginnt bereits in etwas mehr als einer Woche. Gegner im zweiten Spiel wird dann übrigens Widnau sein.

DT Bäretswil- UHC Flyer Widnau 9:8 (3:2, 4:4, 2:2), MZH Dorf, Bäretswil, 30 Zuschauende.
Bäretswil: Huber; Ganz, Gysin, E.Meier; S. Meier, Osterwalder, Weissenberger; Heise, G. Meier, Schmitter; Brunner, Kuratle. Bäretswil ohne Brodbeck (Militär), Fischer (Ausland), Moser (Ferien)

Bilder Cupspiel

Sieg am Surseecup!

Zum ersten Mal konnte Bäretswil den Surseecup gewinnen. Das Vorbereitungsturnier fürs Kleinfeldunihockey hat eine lange Tradition und ist jeweils hochkarätig besetzt. Herzliche Gratulation an unser Fanionteam!

Bilder Surseecup